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Freitag, 7. Oktober 2011

knusper knusper Knäuschen - Knäckebrot mit Dinkel

Es gibt so Dinge, die finde ich spannend auszuprobieren. Wie zum Beispiel Knäckebrot. Bei Knäckebrot ist man geschmacklich doch sehr festgelegt. Und die Vorstellung so eine Art Eßkarton zu fabrizieren, hatte mich bisher abgeschreckt. Doch dann ging eine Begeisterungswelle durch das Sauerteig-Forum. Einhelliger Jubel über Marlenes Knäckebrot.

Also rann ans Knäcke. Da ich mal wieder multitaskingmäßig unterwegs war, habe ich parallel ein anderes Brot angesetzt und mich prompt beim Quellstück verwogen. So konnte  ich den Teig nicht ausrollen, sondern mußte spachteln. Aber das hat mir ein überraschend luftiges Knäcke eingebracht - zwischen Wasa-Crisp und Roggendünn (meine ehemalige Lieblingssorte) - und das, obwohl ich die Dinkel-Variante hier zuerst nachgebacken habe. Allerdings verkaufe ich weder Knäckebrot, noch produziere ich 60 000 Tonnen im Jahr à la Wasa. Sechzigtausend Tonnen, irre, oder? Unvorstellbar!

Und in einer Blechdose aufbewahrt hält sich das Knäcke, also der kleine schrumpfende Rest, seit einer guten Woche. Schneller Hunger - einfach ein Knäcke geknabbert. Und selbst Kinder futtern wie die Wilden, berichten begeisterte Mütter. Danke, Marlene für das Rezept!

Fazit: Knäckebrot backen funktioniert und schmeckt! 
Und damit mache ich mich mit Zorra warm für den World Bread Day!

Zutaten: 

Sauerteig: Stehzeit ca. 16 - 18 Std. - 28° fallend auf 26°
35 g Dinkel VK oder Weizen
35 g Wasser
4 g ASG Weizen - notfalls auch Roggen

Quellstück: Stehzeit mind. 2 Std.
50 g Purpurweizen VK (m: Weizen-Vollkorn)
50 g Haferflocken
20 g Goldleinsaat
10 g Sonnenblumenkerne
5 g Sesam
5 g Salz
140 g Wasser

Brotteig:
Sauerteig
Quellstück
120 g Dinkel VK
5 g Öl (Sonnenblumen, Walnuss, od. Kürbiskern)
5 g Malzsirup od. Honig
4 g Hefe
ca. 20 g Wasser

Topping:
ca. 10 g Sonnenblumenkerne
ca. 10 g Sesam
Zubereitung:

Zutaten gut verkneten – Teig ca. 40 Min. ruhen lassen – Backpapier auf Blechgröße zuschneiden und den Teig gleichmäßig darauf ausrollen (ca. 2 mm) - Kanten mit einem Pizzaroller oder Messer begradigen, die abgeschnittenen Teigstückchen auf dem Teig verteilen und noch mal überrollen – Teig mit Backpapier auf Backblech legen - Teig stippen oder mit einer Gabel gleichmäßig einstechen – abgedeckt ca. 40 Min. gehen lassen - der Teig geht nur wenig auf.
Teigoberfläche leicht befeuchten, mit Pizzaroller oder Messer Teig in Stücke teilen/schneiden - mit der Käse-Saaten-Mischung bestreuen, diese leicht andrücken - im vorgeheizten Ofen backen.

Backen: im vorgeheizten Ofen bei 190° fallend auf 160 ca. 40 Min. bis der Teig trocken ist und eine schöne Farbe hat.
Nicht zu dunkel ausbacken, das Brot schmeckt sonst leicht bitter.
Evtl. die letzten 10 Min. mit Umluft backen, das Brot trocknet dann besser durch oder auch die ganz Backzeit mit Umluft backen, Temperatur früher reduzieren und Backzeit ggf. verkürzen.

Anbacken ohne Schwaden, vorhandene Feuchtigkeit ablassen nach 10 Min. und auch nochmals ca. 10 Min. vor Backende.
Die noch warmen Brotstücke nochmals nachschneiden und auf einem Rost auskühlen und vollständig durchtrocknen lassen.

Sollten einzelne Stück an der Unterseite noch etwas weich/feucht sein, diese umdrehen und nochmals für ein paar Minuten in den warmen (ausgeschalteten) Ofen legen, bis sie ganz trocken sind.
Knäckebrot luftdicht verpacken, sollte dann ein paar Wochen haltbar sein. 

Kommentare :

  1. Oh super, ich liebe Knäckebrot, aber nur Selbstgemachtes. Das schwedische aus dem Supermarkt ist mir zu dick. Ich habe ein Superrezept aus der e&t(lach)http://www.essen-und-trinken.de/rezept/227269/knaeckebrot.html
    Vielleicht bist Du interessiert

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  2. Ja dies koennte man wirklich ausprobieren:)

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  3. Doch dein Esskarton sieht superlecker aus! Ich habe mich auch noch nie daran gewagt. Könnte ja fast mein WBD-Brot werden. Ach ja und zu zweit Warm-Backen macht noch mehr Spass, oder? ;-)

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  4. Da kannst Du bestimmt auch die Roggenkekse von Johannes Dam & Søn aus Bornholm ! Die mag ich besonders.

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  5. Das sieht super aus!!!!!! Vor einiger Zeit hab ich kerniges Knäckebrot von Chefkoch.de nachgebacken. War super lecker. Aber Deins werde ich auch backen!Versprochen ;)

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  6. Ein Klasse Produkt ... da mus ich mich auch mal dran probieren ...

    Lg Kerstin

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  7. @Anna: Ich fühle mich in meinen Abo-Ambitionen gefördert :).
    Bin gleich mal deinem Link gefolgt, habe aber in der Zutatenliste kein Triebmittel (Hefe, Sauerteig) gefunden. Und dann gleich drei Bleche - dieses Rezept ist nur für ein Blech ausgelegt. Du merkst, ein bißle skeptisch bin ich. Aber deinen Tüv hat das Knäcke, richtig?

    @Dzoli: Wie? Was heißt hier *könnte*?! Sollte, müßte... ;O)!

    @Zorra: Ach, zu zweit ist doch alles schöner :)!

    @Robert: *Roggenkekse*? Noch nie gehört. Leider konnte mir google auch keine richtige Vorstellung davon vermitteln. Kaufst du die in der Schweiz oder ist das ein dänischer Reiseeindruck?

    @aguonele: Durch mein Fehler beim Wiegen war der Teig etwas weicher als gewollt und dadurch war nicht jede Knäcke-Scheibe ganz platt, aber ich bin mir sicher, das Rezept ist nach Anweisung gebacken ein Renner - fast ;) versprochen!

    @Kerstin: nur ran ans Knusper-Knäuschen :)

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  8. Sieht ganz toll aus :)...Da würde mein Kleiner (verständlicherweise) doch gleich wieder futtern wie ein Wilder ;)...

    Liebe Grüße
    Dodo

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  9. Alles gut. Braucht kein Triebmittel, nur bissl Zeit zum Quellen. Einzig das Aufstreichen aufs Blech ist ein bisschen knifflig, aber mit nasser Tortenpalette und ein wenig Fluchen gehts gut.
    3 Bleche sind auch ok. in einer Blechdose hält sich das Knäcke ewig.

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  10. Wie Du auch schreibst, vor allem für den schnellen Hunger und wenn man was Kleines knuspern will, ist Knäcke sooo gut. Ich habe auch mal welches gebacken, das war aber im Vergleich zu diesen schönen Exemplaren hier definitiv die 08/15-Version. ;-) Ich habe immer noch einen Heidenrespekt vor der höheren Brotbackkunst mit Stehzeiten und Gradangaben bzw. vor Sauerteig im Allgemeinen. Durch Deinen Link habe ich mal kurz im Sauerteigforum gestöbert, da läuft einem ja auch das Wasser im Mund zusammen.

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  11. Ach so, und Freiburg-Tipps gibt´s natürlich gerne! :-) Ab wann bist Du denn da und wie lange?

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  12. @Dodo: Dein Kleiner weiß halt was gut ist - bei der Mutter :)!

    @Anna: OK, Anna-Tüv total. Ja, das Verteilen auf dem Blech finde ich hier auch kniffelig. Palette, siehste, wäre in meinem Fall auch keine schlechte Idee. Und Knäcke als Vorratsbrot ist ein weiteres Plus. Schade, dass du kein Blog hast und ich bei dir gucken kann!

    @Christina: Klar hat man am Anfang beim Backen mit Sauerteig vielleicht kleine Startschwierigkeiten. Wobei die Hemmung davor die größte ist ;). Aber wenn dann das Brot im Ofen duftet und auch der Stolz, sich mit so einem Grundnahrungsmittel selbst zu versorgen ...das wiegt wirklich alles auf.

    Ich kann dich nur bestärken, dich zu versuchen. Die Küchenlatein-Ulrike verschickt sogar startklaren Sauerteig. Und bei noch so kleinsten Unsicherheiten ist das Forum immer da und antwortet sofort.

    Und für Freiburg, ja da würde ich mich GERNE an dich wenden.

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  13. Die Knäckebrote sind dir ganz prima gelungen und es freut mich, wenn sie schmecken :-)

    War ja auch erst sehr skeptisch ob bei meinem Backversuch was essbares entsteht ;-) und dann echt überrascht wie lecker die Knäckebrote schmecken. Gerade für den kleinen Hunger zwischendurch find ich die auch ideal.

    Finde den festeren Teig auch praktisch, weil er sich so gut verarbeiten lässt und im Ofen nicht so lange trocknen muss.
    LG
    Marlene

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  14. @Marlene: Da freue ich mich aber jetzt über deinen Kommentar hier :)! Für meine Begriffe kannst du dir langsam ein Gütezeichen überlegen. Deine Rezepte sind einfach gelingsicher!

    Und klar, streng nach Rezept wird das Knäcke auch nochmal gebacken. Jetzt, wo fast nichts mehr in der Box ist.

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