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Donnerstag, 27. Oktober 2011

Moritz und ich und Kalbsrahmgulasch mit Zitronennockerln

Ist euch auch schon aufgefallen, dass ich schon relativ lange nichts mehr aus meinem Lieblingskochbuch gekocht habe? Mir auch! Grober Fehler! Was stets meinen Geschmack trifft, ist, wenn extra für Moritz gekocht wird - ich sag nur geschmolzener Käse und Sennenkartoffeln. Oder wie heute *Spätzle mit Sauce*. Der Moritz weiß einfach von hausaus, was gut ist.

Witzig fand ich bei diesem Gericht auch Bollis Bemerkung bei den Kommentaren: Ich weiß, wessen Kind ich im nächsten Leben werde... 
Petra, wahrscheinlich waren 3 Zöglinge das Kinderspiel für die Sippe, die du im nächsten Leben durchzufüttern hast :). Ich stelle mich dann mal in die Schlange...

Herjemine, war das lecker! Und bei der Konsistenz der Sauce habe ich voll ins Schwarze getroffen: nicht zu dünn, nicht zu sämig, einfach genau richtig. Gelingt einem ja auch nicht immer. Stets wenn die Restchen im Laufe des Nachmittags verschwinden, dann weiß ich: wird wieder gekocht (MUSS wieder gekocht werden) und kommt zu den Keepern. Ein schönes Rezept - Danke, Petra!

Zutaten:

1kg Kalbsfleisch (Schulter)
2 Zwiebeln
2 rote Paprika
2 Knoblauchzehen
2 EL Paprikapulver
1-2 TL Essig (m: 1 EL)
500ml Kalbsbrühe
100ml Sahne
100ml Schmand
Salz/ Pfeffer
Butterschmalz

Zitronennockerl

300g Weizen 405
3 Eier
1/4 l Milch (Menge anpassen)
1 Zitrone (Abrieb und Saft)
(m: etwas Thymian)
1 EL Butter zum Schwenken
Zubereitung:

Backofen auf 160°C vorheizen.

Kalbfleisch in gleichmäßig große Würfel schneiden. Zwiebeln und Knoblauch schälen, grob schneiden. Paprika vierteln, entkernen, mit dem Sparschäler schälen und groß würfeln.

Zwiebeln in Butterschmalz goldbraun anrösten, Paprikastücke hinzufügen und kurz mitbraten. Vom Herd nehmen, Paprikapulver einrühren und mit Essig ablöschen. Knoblauch, Zitronenschale und Kalbfleisch beigeben, durchrühren und mit Brühe aufgießen. Mit Salz und Pfeffer würzen, im Backofen sanft garen, bis das Fleisch zart ist (kann 1-2 Stunden dauern).

Die Fleischwürfel mit einer Gabel aus dem Paprikasud herausfischen und in eine Schüssel geben. Dem Paprikasud Sahne und Schmand zufügen und mit dem Stabmixer pürieren. Die Sauce abschmecken, das Kalbfleisch wieder hineingeben, nochmals kurz erhitzen und servieren.

Für die Zitronennockerl alle Zutaten zu einem Teig verschlagen. (Konsistenz etwas weicher als mein Spätzleteig). Wasser zum Kochen bringen und die Nockerlmasse portionsweise mit einem Spätzlehobel ins Wasser geben. Kurz aufkochen lassen, dann die Nockerl mit einem Schaumläffel herausnehmen und in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben.

Die Nockerl in ein Sieb schütten und gut abtropfen lassen. Vor dem Servieren in aufschäumender Butter schwenken, etwas Zitronenschale dazureiben.

Anmerkung Petra: Sehr leckere Sauce, feine Kombination.
Anmerkung m: das Kalbfleisch zuerst in Butterschmalz angebraten - dann weiter wie im Rezept. Zitronensaft nicht zum Nockerl-Teig, sondern mit Zitronenzesten und Thymian in Butter geschwenkt.

Kommentare :

  1. Petra's Rezepte sind einfach immer gelingsicher und lecker!
    Du kannst nicht nur toll kochen, backen und fotografieren - nein, du hast auch noch einen super Schreibstil! :-)

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  2. Micha, ich krieg ja ganz rote Ohren ;-) Aber das Gericht hat dein Lob wirklich verdient.

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  3. Wunderbares Gericht (vermisst du die Heimat a`weng). Zitronenabrieb in den Spätzleteig werde ich auf jeden Fall versuchen, solch kleine Abwandlungen lösen manchmal ein großes Hmmh aus.

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  4. Du hast völlig recht, mein Mitkoch sagt das auch immer: von Petra kann man alles bedenkenlos kochen, das schmeckt immer! Richtig Hunger krieg ich beim Anschauen deiner Fotos.

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  5. @Eva: Ganz deiner Meinung! Und herzlichen Dank für deinen lieben Worte!

    @Petra: Ehre wem Ehre gebürt - Essen UND Blogbetreiberin :)!

    @Anna: Nahe dem Elsaß aufgewachsen sind solche Gerichte FAST noch französisch ;)

    @Uschi: Petra hat viele Fans - ich weiß warum!

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  6. DIe Zitronen Nockerln/ Spätzle sind interessant, das muss ich mal ausprobieren.

    Lg Kerstin

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  7. Ui, das klingt beides super! Kommt definitiv auf meine "Muss-ich-nachkochen-Liste"! :-)

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  8. @Kerstin: ERPORBT lecker :)

    @Regina: Bekommt noch obendrauf eine heisse Empfehlung von mir

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  9. Micha, ich stelle mich sofort hinter dir an. Während wir warten, kannst du mich ja in die Geheimnisse deiner Fotokünste einweihen.

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  10. Wird heute Abend nachgekocht, kurze Frage: Sanft garen, bei wie viel °C ca. und welcher Backofeneinstellung machst du das? In einer guten Pfanne mit Deckel müsste das gehen, oder?

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  11. @XY: Temperaturanzeige ist im Rezept angegeben: 160° (bei mir Umluft). Ein Schmortopf wäre ideal, mit einer Pfanne mit Deckel, die ofentauglich ist, sollte es genauso gut funktionieren. Viel Erfolg!

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  12. Danke, hab ich irgendwie überlesen. Vielen Dank für dieses unglaubliche Rezept, das war das beste, was ich seit langem (vielleicht je) gegessen habe!! (Und dabei habe ich in letzter Zeit eigentlich viel sehr sehr Gutes gekocht, auch einiges von deinem Blog.)

    Zitronenschale sollte ja in die Fleischsoße, steht aber bei den Zutaten nur beim Spätzleteig. Ich hab einfach einen kleinen Teil von der Zitrone in die Soße gemacht. Und den Rest doch so wie im ursprünglichen Rezept alles in den Teig, mit Saft (hab die Fußnote zu spät gelesen) - hat aber sehr gut geklappt!

    Genialer Blog, weiter so!!

    Ralph

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  13. @Ralph: Nix schöner, als jemand so zum begeisterten Essen und Nachkochen anzustiften!

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