Montag, 2. Juli 2012

Aprikosentarte mit Lavendel zum Zweiten

Aprikosen sind starkte Früchte, die keinerlei Durchsetzungsschwierigkeiten haben. Vielleicht ist auch das mit ein Grund, weshalb sie wunderbar mit Lavendel zu kombinieren sind. Viele waren schon skeptisch beim Probieren eines Kuchens, für den als einer der Zutaten Lavendel verwendet wurde. Bisher hat keiner der Zögerlichen das Kosten bereut, sondern ganz im Gegenteil, alle gaben mit Verwunderung zu, dass die Kombi Aprikose-Lavendel sehr harmonisch ist - comme quoi.

Ein klein wenig mehr schätze ich diese Variante, denn die ist in ihrer Schlichtheit einfach französischer und *fruchtorientierter*. Diese ist unsere erste Aprikosentarte im Jahr, denn so lange geht die Saison nicht. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass altvordere Foodies, die bereits seit Jahren bloggen, an die Grenzen ihrer Vorschläge geraten. Will heißen: Zu sämtlichen kurzen Ernteperioden hat man nun seine jeweiligen Lieblingsrezepte gefunden, auf die man sich wieder das Jahr über freut - die aber bereits verbloggt und der Leserschaft bekannt sind.

Hier seit ihr nun gefragt, welche der beiden Kuchen eurem Geschmack mehr entspricht, für mich bleibt diese Tarte aux apricots mein Favorit - auf die ich ja nun deutlichst 2mal mit dem Finger hingewiesen habe ;).
Zutaten - Tarteform 23cm

Boden

150g Mehl
80g Butter
1 Prise Salz
50g Zucker
etwas kaltes Wasser

60g gemahlene Mandeln
60g Butter
60g Puderzucker
2 Eier
2 EL Rum
1 TL kleingeschnitte Lavendelblätter

600g Aprikosen
2 El geröstete Pinienkerne

Zubereitung:

Die Zutaten für den Tarte-Boden wie für die Tartelettes zu einem homogenen Teig verarbeiten. Diesen für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Eine Tarteform einfetten. Den Teig ausrollen und in die Form legen. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Form so 20 Minuten in die Tiefkühltruhe stellen.

Den Backofen auf 180° vorheizen.
Die Butter schmelzen. Zucker und gemahlene Mandeln in eine Schüssel geben, die geschmolzene Butter unterrühren. Die Eier zugeben und die Masse so lange rühren, bis sie aufhellt, dann den Rum untermischen.

Die Tarteform aus der Tiefkühltruhe nehmen, die Mandelmasse einfüllen.

Die halbierten Aprikosen auf die Füllung setzen und die Pinienkerne darüberstreuen. Bei 180 Grad etwa 40 Minuten backen. 
Vollständig abkühlen lassen.  Mit einigen Lavendelbüten dekorieren.

Kommentare:

  1. Meine Aprikosentarte mache ich seit 2008 ohne Eierguss: Mürbeteigboden, gemahlene Nüsse, Aprikosen, etwas Zucker. Fertig. Nun werde ich sie noch mit Lavendel probieren.

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  2. Ach Du liebes Salzkörnchen (duck und weg ;-),
    von Deiner Aprikosentarte würde ich ja ein Stückchen probieren, aber Lavendel im Essen mag ich gaaar nicht. Können wir den nicht lieber zur Deco auf den Tisch streuen? ;-)

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  3. Aprikosen und Lavendel sind ein absolutes Traumpaar, finde ich. Von daher fiele mir die Entscheidung zwischen deinen beiden Tartes eigentlich schwer - uneigentlich aber wende ich mich mit Grausen, wenn sich in feinem Gebäck oder Mehlspeisen Rum versteckt. Der drängt sich sich immer so grob in den Vordergrund und gibt dezenteren Aromen eins auf den Deckel. Außerdem finde ich den Boden deiner ersten Variante feiner. :-)

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  4. ich hasse Lavendel im Essen....und, ich bin noch lange nicht am Ende der Rezepte für tarte ou gâteau d'abricots, dass ich Lavendel beimischen müsste...da würden sie zudem alle bei mir aufschreien und wie sagt unser Nachbar hier im Luberon: c'est un truc pour les touristes, la lavende dans la bouffe....

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  5. Wusste ich doch, dass ich letztes Jahr irgendwo eine super Aprikosentarte mit Lavendel gesehen hatte... Bei meiner kürzlich musste ich anders improvisieren, aber Dein Lieblingsrezept nehme ich mal mit, für die nächste Tarte.

    Stimmt, je nach Saison gibt's Lieblingsrezepte, ich verweise da dann auch immer mal wieder darauf hin - oder mache sie nochmal. ;-)

    Ist der Lavendel bei Euch eigentlich schon verblüht?

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  6. So mache ich meine Aprikosentarte auch, allerdings ohne Lavendel.
    Die Aprikosen sind hier gerade so schön, es bietet sich an gleich loszulegen. Auf eine Ecke werde ich Lavendel legen, die ist dann für mich. :)

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  7. Schöne Tarte, die Mandelmasse passen ja sehr gut zu Marillen!
    Marillen und Lavendel mag ich sogar zu Lamm ;-)
    Trotzdem rieche und erahne ich Lavendel lieber als dass ich ihn als Blüten oder Blätter esse. Oft genügt mir, wenn ein paar Blüten aufgelegt werden und ihren Duft und etwas Geschmack absondern. Oder ich lasse die Blätter nur in etwas Flüssigkeit kurz ziehen. Direkt drauf beissen, das überlasse ich den Hardcore-Lavendel-Fans!

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  8. Marillen und Lavendel sind wirklich ein Dream Team. Mir geht es da so wie Eline: nur mit Lavendel parfumiert ist mir lieber als auf Lavendel herumkauen.
    Ich koche immer wieder mal Marillenmarmelade mit Lavendel ein. Dazu lasse ich in den pürierten Marillen den Lavendel eine Nacht lang in einer Gewürzkugel ziehen noch kurz mit aufkochen, dann aber raus damit.

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  9. Hmmmm... Lavendel! Tolle Kombination.
    Beim Anblick der Bilder überlege ich, ob ich meine Urlaubspläne nicht doch noch mal umschmeißen soll und statt nach Skandinavien zu Euch nach Südfrankreich reisen soll?! *grübel*
    Liebe Grüße!

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  10. @Robert: Die einfachsten Frucht-Tartes sind die Besten. Und den Skeptikern rate ich zumindest zu einem Versuch mit Lavendel.

    @Sabine: Mein Habib wollte auch nicht glauben, dass das schmeckt. Und siehe da, er nimmt es nun als weiteres Beispiel dafür, dass es auf die Dosis ankommt, ob Heil- oder Giftpflanze - auch im Sinne des Geschmacks, Sabinchen ;O)

    @Hedonistin: Gegen Rum bin ich nicht im Süßen, dennoch gefiel er mir in der Tarte um Welten besser:
    http://salzkorn.blogspot.fr/2011/07/tarte-aux-framboises-et-aux-pignons.html

    @Barbara: Oder Lieblingsrezepte leicht abgewandelt... Trick 17, damit es nicht so auffällt. Aber bis ich in dein betagtes Bloggeralter komme, dauerts noch :)

    Und nee, der Lavendel ist noch in voller Blühte!

    @Sybille: Bei soooo viel kritischen Stimmen, bin ich am Überlegen, wo ich das Rezept für das Eis habe mit dem karamellisierten Lavendelblüten. Das müßte ich euch eigentlich zeitnah - solange der Lavendel blüht - noch zeigen. Hit!

    @Eline: Ein Teelöffel feingeschnittener Lavendelblätter wird dir nicht die Möglichkeit bieten, den Lavendel vor der Aprikose zu schmecken. Aber ich will nicht missionieren - schon gar nicht Küchenjunkies wie dich, die ihre feste Spur längst gefunden haben ;)

    @Turbohausfrau: Siehste, in der Marmelade mag ich ihn nun nicht - aber nicht, weil ich die Kombi nicht mag, oder befürchte, ich könnte draufbeisen, sondern weil ich allgemein mit Marmelade krittelig bin. Ansonsten auch gerne zu Fleisch - siehe Eline. Und er blüht nunmal auch so üppig gerade im Garten.

    Komisch, früher fand ich den Geruch gerne altbacken, mittlerweile liebe ich den Duft von Lavendel - bis hin zu seinem Geschmack im rechten Maß.

    @Earny: Postluftkuss :). Merci für den hübschen Kommentar!

    @Katharina: Nicht nach Frankreich? Blöder Fehler, ganz blöder Fehler ;O)! Da hilft nur fürs nächste Jahr vorauszuplanen und den Urlaub in Skandinavien zu genießen! liebe Grüße zurück

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  11. Ich glaub, ich werde wohl demnächst über meinen Schatten springen und anfangen zu backen. Das sieht zu köstlich aus und ist eine Kombi die mir gefallen könnte. Ich liebe das zarte Lavendelaroma im Essen.

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  12. hallo,

    ich hab eine ganz blöde Frage, welchen Lavendel verwendest Du? Ich hab gelesen, dass nicht alle Sorten geeignet sind, weil manche offenbar seifig schmecken.
    Deine Tarte sieht ganz köstlich aus und ich würde gerne mal die
    Kombination mit Lavendel ausprobieren.
    LG ennah

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  13. @Frau Kampi: Ich kann schon SEHR gut verstehen, wer solche schönen Teller wie du aus dem Handgelenk zaubert, mit dem Backen nicht viel zu tun hat. Aber ab und an ist eine schöne Fruchttarte was wirklich Feines. Und ihr zwei Kampis seit auch offen für die Aprikosen-Lavendel-Kombi :)

    @ennah: Entschuldige, liebe Ennah, die verzögerte Antwort. Hier
    http://www.sonneundlavendel.de/
    auf unserer old-school-Inet-Seite (unter Gigors) sind die verschiedenen Lavendelarten beschrieben. Ich nehme immer vom *echten* Lavendel, da der am nächsten an der Küche wächst. Das Seifige kann entstehen bei Überdosis oder falscher Kombi. Ist mir aber noch nie passiert.

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  14. danke, bei Euch ist es ja wunderschön. Dann werde ich mich auch mal an Lavendel im Essen wagen ;-)

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  15. Heute nachgebacken. Wunderbar, göttlich, ein Wahnsinn. Ich bin kurz davor, in Ohnmacht zu fallen. Unbedingt empfehlenswert! Hier das Ergebnis:
    http://wildespoulet.blogspot.ch/2012/07/nachgebacken-aprikosen-lavendel-tarte.html

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