Sonntag, 4. Dezember 2016

feierlich: Maultaschen-Ravioli mit Saint Félicien und Ofenapfelmus

Ein blogeigenes Brauchtum stellt den Fokus auf die kommenden Festtage im Dezember dar, die dementsprechend sinnlich-kulinarisch gefeiert sein wollen - mit meiner Unterstützung.

Schon gut, schon gut, kein Grund, gleich in Tränen der Rührung auszubrechen, dafür bin ich schließlich da...

Noch habe ich die Menus nicht zusammengestellt - das folgt vielleicht nächste Woche. Diese Ravioli-Maultaschen (oder Maultaschen-Ravioli - ganz, wie ihr wollt) werden auf jeden Fall dazu gehören. Ich habe sie von Robert (in schönster Ping-Pong-Inspiration). Die Idee, den charakterstarken Saint Félicien mit dem Ofenapfelmus zu mischen, finde ich genial. Geschmacksintensiver kann in meiner Vorstellungswelt keine vegetarische Füllung einer Ravioli werden. Wieso sie auch eine Art von Widerlager brauchen (eben wie ich das beim 2.Mal nachbasteln bedachte). In meiner Variante heißt das relativ viel Nudelteig - daher nenne ich sie auch Maultaschen-Ravioli. Der vorteilhafte Nebeneffekt: dank ihrer Größe sind diese Ravioli selbst für Grobmotoriker denkbar.

Robert wellt den Teig mal wieder deutlich feiner aus wie ich. Kein Grund, mit meinen unzufrieden zu sein. Mir haben meine gefüllten Pastataschen so gut gefallen, dass ich sie euch nun als einen Hauptgang für einen der Feiertage vorschlagen kann. So fein wie ungewöhnlich - und damit perfekt, um liebe Gäste zu verwöhnen.
Zutaten 26Stück - reicht für einen Hauptgang für 4P:


Pastateig:
80 g Weissmehl
80 g Hartweizenmehl
1 Pr Salz 
1 EL Öl
1 Ei
2 Eigelb + wenig Eiweiss

Füllung:
130 g St. Félicien (Migros, Sélection)
80 g Ofenapfelmus mit Quitte*
Salz, Pfeffer

Saucenvorbereitung:
160g Knollensellerie,  geschält, 1cm gross gewürfelt
200ml Gemüsebrühe
70ml Sahne

Sauce:
1 Schalotte
15 g Butter
2 EL Stangensellerie, in feine Streifen
100g Brokkoli, fein gehackt
1 Kohlrabi, gestiftet
1 Schuß Weisswein
1 Schuß Noilly Prat
Sellerierahm von den Würfeln oben
(mit der Hälfte der Würfel pürieren)
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette 

Zubereitung:

Die Zutaten für die Pasta zu einem festen Pastateig kneten. In Folie eingewickelt mind. eine Stunde ruhen lassen. St. Félicien mit dem Bratapfel-Quitten-Püree im Cutter zu einer Paste cuttern. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Teig auf der Pastawalze fein auswalzen (m: Marcato - Stufe 7 von 7). Quadrate von etwa 11cm schneiden, etwa eine Eierlöffelgroße Menge an Füllung darauf setzen und Ravioli formen. Auf einem sauberen Küchentuch lagern.

Die Knollensellerie-Würfel mit Sahne und Gemüsebrühe aufkochen, die Würfel bei niedriger Hitze ca. 10 Minuten garen. Vor Gebrauch absieben, Sellerierahm auffangen und die Hälfte der Selleriewürfel zur Seite stellen, die anderen zurück in die Sauce geben und pürieren.

Schalotten zusammen mit dem Stangensellerie in der Butter andünsten. Kohlrabi und Brokkoli zufügen und weitere 5-7min braten. Mit Weisswein und Noilly Prat ablöschen, etwas einköcheln lassen. Den Sahne-Knollensellerie zugeben und weitere 5 Minuten sanft köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Piment und Zitronensaft abschmecken.

´Die Ravioli in heissem Salzwasser 3 Minuten ziehen lassen. Indessen die Sauce auf die Teller verteilen. Die Ravioli mit der Drahtkelle aus dem Salzwasser heben und auf die vorbereitete Teller setzen. Bei Bedarf nachpfeffern.

*Anmerkung m: auch die Quitten-Zugabe in das Ofenapfelmus habe ich von Robert übernommen - ebenfalls SEHR gute Idee! 
Inspiration: Robert von lamiacucina

Kommentare:

  1. Eine sehr feine Idee, die Maultaschenravioli. Vielleicht würden sie mir (schon der Faulheit wegen) nur mit ein bisschen Salbei-Butter gut gefallen, ich glaub, so fantastische Teigtaschen brauchen vielleicht gar nicht mehr? Was meinst Du?

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    1. Hmmm, ich wiege den Kopf nachdenklich hin und her (in sanfter Wackeldackel-Technik nur in horizontaler Richtung) - möglich, dass mir das Gemüse als Widerlager für die Füllung dieser Ravioli dann fehlen würde. Es braucht einfach einen Ausgleich - und den kann der Salbei nicht ganz herstellen...

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  2. Vor lauter Arzt- und anderen Terminen komme ich leider im Moment kaum mehr dazu, die mir liebsten Blogs zu lesen. Das muss sich wieder ändern. Danke fürs Aufgreifen. Bei mir gibts derzeit nur noch einfachste Hausmannskost.

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    1. Siehste, und ich komme irgendwie auch nicht zum Beantworten der Kommentare... Ich hoffe sehr, dass mir deine Terminflut keine Sorgen bereiten muß, und ihr dennoch eine gute Adventszeit habt (ich gehe gleich mal wieder bei Insta bei dir gucken...). Auf jeden Fall danke ich Dir für den Musenkuß - mal wieder...

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  3. Tolles Rezept und klasse Fotografiert.
    Man, habt ihr noch schönes Wetter, hier in Berlin waren heute wieder -4 Grad und bei mir im Bezirk lag heute etwas Schnee.
    Ich mag die Kälte überhaupt nicht, heul.
    Viele Grüße, Jesse Gabriel

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    1. Ja, bis heute: frühlingshafte Temperaturen... mittags. Nachts aber auch bei uns frostig. Und danke liebe Jesse für dein Kompliment - aus deiner (treuen) Tastatur freut es mich bersonders :)
      liebe Grüße nach Berlin

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  4. Sehr feine Ravioli, bei mir der Einfachheit wegen mit viel gedünstem Spinat :) und dank eingefrorenem Sauernudelteig auch ziemlich schnell gemacht!

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