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Montag, 3. Oktober 2011

Noblesse oblige beziehungsweise Blogging oblige: Socca

Wie solls anders sein: ihr habt mich windelweich bekommen. Der Yotam (nicht die, wie ich hier noch irrtümlich meinte, komischer Name) steht jetzt auch bei mir im Regal. Als Buch. Und sooooo schlimm finde ich den Einband gar nich. Schlußendlich hat eine kleine Druckstelle meines sauerkrauttütigen Einbandes mir fünf Euro Reduktion eingebracht. Hey, ich wollte ein einwandfreies orientalisches Puff-Gästebuch. Und klar, nach dieser militant-massiven Werbung in SÄMTLICHEN Foodblogs war dieses eine geschändete das letzte Exemplar der Freiburger Buchhandlung meiner Wahl. Restlos vergriffen. Außer quasi einer Mängelausgabe.

Wie sich beim ersten Durchblättern zeigte, kenne ich die ins Auge fallenden attraktiveren Rezepte bereits. Einen guten Querschnitt und mehr findet sich bei Pam, diese Tarte von Simone mußte ich wie ein Haufen anderer ebenfalls gleich nachbacken, die Pfannkuchen von Verena lachen doch entgegen, die Hüttenevent-Knoblauch-Tarte von Steph gefällt mir auch oderoderoder. Und wer schlicht sparen muss, der schaut noch bei der Frau Turbohausfrau vorbei, dann bekommen wir auch so einen Klein-Yotam zusammen. Wir Kochfanatiker halten doch zusammen!

Mich hat Seite 224 verpflichtet, hatte der unser Yotam dieses Rezept schließlich von den Betreibern eines kleinen südfranzösischen Restos namens Grain de Sel. Da mußte ich dann ran, logo. Rezeptmenge für uns beide halbiert und Fazit: irgendetwas stimmt nicht mit der Pfannengrößenangabe. Meine kleine Pfanne hat einen Durchmesser von 20cm und dennoch wurde mein Socca dicker als 1/2cm. Iss ja jetzt halb so wild, sagt ihr, aber dadurch wird der Kichererbsenpfannkuchen ungewünscht trocken. Also achtet darauf: weniger Teig in die Pfanne und nicht an die Angaben von S.224 halten. Ansonsten alles plenty ;)!
kleine-feine Tomatenaufzucht
Zutaten:

300g Kirschtomaten, halbiert
Salz/ Pfeffer
Olivenöl
800g weiße Zwiebeln,
in dünne Scheiben geschnitten
2 EL Thymianblättchen
1/2 TL Weißweinessig
230g Kichererbsenmehl
2 Eiweiß
Crème Fraîche zum Servieren
Zubereitung:

Für die Tomaten den Backofen auf 130 °C vorheizen. Die Tomaten mit der Schnittfläche nach oben in einer ofenfesten Form verteilen, mit Salz und Pfeffer bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Für 25 Minuten in den Backofen stellen, bis sie halb gar sind. Sie sollen keinesfalls vollständig trocken sein.

Währenddessen in 4 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln, den Thymian, etwas Salz und Pfeffer darin unter Rühren anbraten und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten garen, gelegentlich umrühren. Die Zwiebeln sollten weich, süß und goldbraun (jedoch nicht dunkel) gefärbt sein. Zum Schluß den Essig unterrühren und bei Bedarf nachwürzen.

Nachdem die Tomaten aus dem Ofen genommen wurden, die Backofentemperatur auf 170° erhöhen.

Den Pfannkuchenteig das Kichererbsenmehl mit 450ml Wasser, 1 1/2 EL Olivenöl, 3/4 TL Salz und etwas Pfeffer in eine Schüssel geben. Gründlich verrühren. In einer zweiten Schüssel die Eiweiße steif schlagen und behutsam unter den Teig heben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit etwas Öl bestreichen. Eine kleine antihaftbeschichtete Pfanne mit einer Grundfläche von etwa 14cm Durchmesser mit sehr wenig Öl auspinseln. Bei hoher Temperatur erhitzen, dann den Herd auf mittlere bis hohe Temperatur einstellen und ein Viertel des Soccateigs in die Pfanne gießen. Der Pfannkuchen sollte ca. 5mm dick sein. Nach 2 Minuten erscheinen Luftbläschen an der Oberfläche, dann ist die Unterseite gestockt. Mit einer Palette zuerst die Ränder lösen, dann den Pfannkuchen vorsichtig anheben und umdrehen. 1 weitere Minute backen. Danach auf das vorbereitete Backblech legen. Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren. Wenn die Pfannkuchen fertig gebacken sind, alle zusammen 5 Minuten im Ofen erhitzen.

Zum Servieren die Socca vollständig mit den Zwiebeln bedecken. Die Tomatenhälften darauf anrichten. Etwa 4 Minuten im Backofen erwärmen. Warm servieren, die Crème fraîche dazu reichen.
Quelle: Yotam Ottolenghi - Genußvoll vegetarisch
Vielen Dank an dieser Stelle an Robert, der mich mit seiner Rezession auch beim x-ten Mal lesen zum Lachen bringen kann :)!
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