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Freitag, 18. Mai 2012

Die Anthros, die Astrid und Claudios Tarte à la Rhubarbe Meringuée

Ein Ex-Freund von mir war auf der Walddorfschule. So kann ich immer noch das B tanzen und das K und S kann ich ebenfalls vormachen. Über die Walddorfschule kann man denken wie man will - für mich steht und fällt jedes Schulkonzept mit dem jeweiligen Lehrer. Bei Eurythmie allerdings hätte ich schon Sorge um meinen pupertierende Jungen (den ich nicht habe), dass er mir zuviel Östrogen dabei entwickelt. In der Aka habe ich oft gelästert, denen Anthro-Jungs fehlt der Bumbs, die bräuchten noch irgendne Kampfkunst.

Echt super finde ich das vielfältige künstlerische und handwerkliche Angebot auf dieser Schule. Oder den Epochen-Unterricht. Den Begrüßungslehrer finde ich eine witzige Idee und den Klassenlehrer, je nach Mensch, den man dabei erwischt, eine gute Sache. Einer meiner lieblings-didaktischen Kniffs ist mir aber dieser: in der Walddorfschule werden Schüler mit ähnlicher Neigung, Temperament, Charakter nebeneinander gesetzt.

Der Gedanke dahinter ist, dass zwei Langweiler nebeneinander sich gegenseitig so lange anöden, bis einer mal was losreißt. Oder zwei Klugscheißer sich gegenseitig solange belehren, bis beide klug genug sind. Den Gutmütigen verschleißt man nicht neben dem Klassenraudi usw. usf. Machen wirs an einem Beispiel fest. Also ich würde beispielsweise Claudio und Astrid nebeneinander setzen. Warum? Na, weil beide die gleichen hinreißenden Schwärmer sind, gleiches Holz. 

Schreibt er: *Befeuert hat mich Astrid mit ihren obsessiven Rezepten*. Und? Wißt ihr, was ich meine. Dieses *Da wirft ein Fuchs dem anderen vor, dass er stinkt*. Die zwei hätten sich im Klassenzimmer schon verschwört und von dort den ganzen Schulhof mit ihrer Leidenschaft für Kulinarik in Brand gesetzt. Ich hätte jetzt noch weitere Beispiele aus der Foodblogszene für gute Tischnachbarn, aber dieses hier dient mir heute als Begründung, warum ich in der Pause (um im Schulhofbild zu bleiben) Feuer gefangen habe - vom Claudio, dem rhetorischen und praktischen Zuckerbäcker. Übrigens auch Ariane brennt.

Und das, ich glaube es kaum, bei Rhababer-Rhababer! Parole des Tages: *Werft eure Öfen an!*
Zutaten - Tarte (23cm) - mit kleinsten Änderungen:

Mürbteig:

140g Mehl
70g Butter
1 Prise Salz
30g Puderzucker
etwas Wasser
(oder 1Eigelb) 

einige Kekse ihrer Wahl
(Claudio: Löffelbiskuit/ m: Zimtkekse)

Guß:
250g Rharbaber
50g Himbeeren
(m: teifgefroren)
80g Halbrahm
90g crème fraîche
40g Zucker
(m: 15g Speisestärk)
2 Eier

Baiser:
3 Eiweiß
(Eigelb bis Sonntag aufbewahren ;)
110g Zucker

Zubereitung:

Mürbteig wie gewohnt zubereiten, kühl stellen. Ofen auf 190° vorheizen. Tarteform ausbuttern. Mürbteig auswellen und die Tarteform damit auslegen. Mit einer Gabel mehrfach einstechen und blindbacken - ca. 25 min. Etwas abkühlen lassen

Währenddessen den Rhabarber schälen und in kleine Stücke schneiden. Ofenhitze auf 200° erhöhen. Die Zutaten für den Guß miteinander vermengen. Rhabarber und Himbeern auf dem Tarteboden verteilen, Guß darüber gießen. 20 Minuten backen, dann auf 180° runterschalten und weiter 20min backen. Etwas auskühlen lassen.

Ofen auf 160° runterschalten. In der Zwischenzeit die Eiweiße steif schlagen und dann den Zucker einrieseln lassen, dabei weiterrühren. Die Meringuemasse schmucke aufspritzen. Und ca. 20-30 Minuten (m: 30min) im Ofen lassen. Claudios Tastprobe: wenn die Oberfläche kratzige Geräusche von sich gibt, aber die ganze Masse noch leicht wabbelig ist.
Quelle: Claudio von Anonyme Köche
- die Tarte hat Claudio übrigens hier als Lieblingsrezept präsentiert
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