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Freitag, 31. Mai 2013

Angekommen: Rote Bete-Gratin mit Ziegenfrischkäse und Minze

Untrügliches Zeichen dafür, dass ich in der Drôme ganz angekommen bin, ist meine kleine, verschließbare Schüssel. Jeder Fränzi hier besitzt ein solche und trägt sie mit sich auf den Markt - zum Zweck, sich Ziegenkäse in rauen Mengen hineinschaufeln zu lassen. Mit den älteren Reifegraden muß ich allerdings noch - sagen wir - vertrauter werden. Dafür ißt der Habib während ich Butterbrot esse, auf seinem Brot am liebsten Faiselle zum Frühstück.

Ziegenfrischkäse haben wir also immer zuhause. Ist doch aber auch ein selten Gut heutzutage geworden, handgemachte Lebensmittel erwerben zu können, die nicht von der Lebensmittelindustrie abgepackt wurden. Ein guter Grund mehr es zum Grundnahrungsmittel zu erheben.

Verwundert habe ich bei Inés festgestellt, dass mir doch tatsächlich ein wunderhübsches Rezept  perfekt für Ziegenfrischkäse im weiten Ozean der petraschen Inspiration durch mein Fischernetz gegangen ist. Andrea kam zum gleichen Resultat wie wir - einfach köstlich!
Zutaten:

3-4 mittlere Rote Bete
200 ml Sahne (m: 15%)
Salz
Pfeffer
2 Minzzweige 

1 Knoblauchzehe geschält und angequetscht
Butter für die Form
100 Gramm Schafskäse zerbröckelt (m: Ziegenfrischkäse)
1-2 EL Pfefferminze gehackt

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die gewaschenen Roten Bete einzeln in Alufolie packen, dabei mit Salz und Pfeffer würzen. Die Päckchen je nach Größe für 60-90 Minuten in den Backofen legen (Garprobe: Die Bete müssen sich mit einem Messer leicht einstechen lassen). Abkühlen, dann unter fließendem Wasser schälen. Wenn es schneller gehen soll, kann man auch auf fertig gekochte, vakumierte Rote Bete zurückgreifen.


Währenddessen die Sahne mit Minzzweigen, Knoblauch und etwas Salz in einen Topf geben und bis zum Sieden erhitzen. Topf vom Feuer nehmen und 15 Minuten ziehen lassen.

Den Backofen auf 220°C vorheizen. Die roten Bete in Scheiben schneiden und in eine gebutterte Gratinform einschichten, salzen und pfeffern. Die Sahne durch ein Sieb auf die roten Bete gießen. Den zerbröckelten Schafskäse obenauf verteilen. die Form in den Ofen schieben und 20-25 Minuten backen: die Sahne soll blubbern und der Käse sich leicht braun färben.

Die gehackte Minze darüber streuen und mit schwarzem Pfeffer übermahlen. Vor dem Servieren 5 Minuten stehen lassen.
 Quelle: Petra von Chili und Ciabatta und Inspiration Vorspeisenplatte

Kommentare :

  1. Oh, das ist toll. Da ist ja allesdrin, was ich mag. Rote Bete, Feta/Ziegenfrischkäse und Ninze - ein Dream Team!

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  2. Das schaut ganz lecker aus - das müsste ja sogar den grössten Rote Beete Skeptiker überzeugen!

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  3. Das klingt, als würde es mir schmecken. Muss nachher gleich mal gucken, ob ich Ranken kriege...
    Dank Dir habe ich jetzt das nagende Bedürfnis Faiselle herzustellen und sowas kann bei mir ziemlich hartnäckig sein. ;-)

    Und ja doch - mein erstes Kostüm an Fasching überhaupt war... Indianer. :-)

    Herzlich, Katja

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  4. Hmmmm, lecker, ich LIEBE Ziegenkäse, der geht einfach immer!

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  5. Die Minze wächst aktuell bei uns wie bekloppt. Und Ziegenkäse liebe ich ebenfalls - genau wie Rote Bete. Das ist das absolut PERFEKTE Rezept für mich. Vielen Dank dafür!

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  6. Da ist das Nachkochen doch schneller gegangen als gedacht :-) Sehr schöne Fotos! LG Andrea

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  7. mmm, welch verlockende kombination. käse von solchen lieben tierchen, ja gerne.
    délicieux comme tout :)

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  8. Einfach nur lecker - könnte ich mich sofort reinsetzen, hmm!

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  9. Die roten Bete sind immerhin schon gepflanzt. Hoffen wir, dass sie bei dem Daurregen nicht badengehen ;-)

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  10. @Susanne: Mit Rote Bete mache ich bei uns alle glücklich - dass man die nicht mögen kann... unvorstellbar!

    @Kathrin: Oder? Obwohl Skepsis bei Petra-Rezepten eh völlig unnötig sind ;)

    @Katja: Wäre der Ziegenkäse hier nicht so gut, würde ich es vielleicht auch selbst versuche.

    Fasching-Kindheit-Indianer ist für mich ein Ding. Somit sind wir als alte Nscho Tschis Blutsschwestern im Geiste ;)

    @Gourmande: Ganz meine Meinung: Ziegenkäse geht wirklich kmmer :)

    @Julia: Klassische Blogger-Feuerwehrleiter :)
    Und die Minze macht auch sehr brav bei uns!

    @Andrea: Es war bereits seit einer Weile nachgebacken und lauerte in der Warteschleife auf Veröffentlichung - bis ich durch dich wieder erinnert wurde!

    @Ulma: Eine runde Sache, c'est vrai!

    @Christina: Ohje, wo Rote Bete doch so schlecht rausgeht ;)

    @Petra: Seit WOCHEN sind die Rote Bete ausgesät und weigern sich standhaft rauszugucken. Wer dieses Jahr mit Garten anfängt, wird nicht dabei bleiben - behaupte ich mal seufzend!

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  11. Oh, das klingt schon wieder sooo lecker. Wann soll man das alles nachkochen???? Schönes Wochenende Inge

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  12. Scheckt auch roh, als Salat, mit geraspelter Bete und etwas Ingwer ganz großartig.

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  13. Gestern abend nachgekocht. Geht rasend schnell (mit Rote Beete aus dem Vakuumpack!) und schmeckt wunderbar zart. Wird ein Standard werden. Vielen Dank! PS: Säuft Frankreich eigentlich gerade auch ab? Im Radio hieß es gerade: Hochwasserstände von einem nicht gekannten Ausmaß!

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  14. @Inge: Jeden Tag ein bißchen was - das tägliche Kochen ergibt eine Menge ;)

    @Schnick Schnack Schnuck: Tatsächlich habe ich bis heute rohe rote Bete noch nicht gekostet. Ich danke dir daher für deine Anregung. Dieses erste Mal sollte dringend nachgeholt werden!

    @Birgit: Das Gratin werde ich uns ebenfalls öfters zubereiten. Und nein, die Drôme führt kein sonderliches Hochwasser. Allerdings war es für die Region und die Jahreszeit zu nass und zu kalt. Viel zu nass und viel zu kalt - am Stück.

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