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Mittwoch, 28. August 2013

Aus Ottos Poesiealbum - bunte Gemüsepaella

Nur noch lächelnd kann ich danach greifen, nach dem Buch, das ich seither *Ottos Poesiealbum* nenne. Für mich bleibt Roberts Außen-Rezension absoluter Kult in der deutschsprachigen Foodblog-Szene. Ein Evergreen und ein wunderhübsches Beispiel für Roberts Wortwitz und herzenserheiternden Humor. Es ist ja ein offenes Geheimnis, wie sehr ich ihn, sein Blog und seine Rezepte schätze.

Und entgegen allen Widerstandes: *Genussvoll Vegetarisch* von Yotam Ottolenghi würde ich mir jederzeit wieder kaufen. Es gibt immer noch einige Rezepte, die vorgemerkt sind. Mit dem zweiten, das bei uns Einzug fand, *Jerusalem*, habe ich eher Anlaufschwierigkeiten.

Die Paella hat uns prima geschmeckt. Der Habib merkte beim Essen an, dass je mehr man umsteigt auf viel Gemüse, umso weniger vermißt man mit der Zeit Fleisch. Man ist irgendwann *umkonditioniert*. Der *Fleischklops*  Philippinen diente uns Anfang des Jahres als perfekte Rutsche in diese Richtung.

Und das Safran, das ist sogar von der Reise, die uns von allen Reisen am tiefsten unter die Haut ging: aus Tibet. Noch immer wirkt der tiefe Eindruck in uns nach und das Staunen darüber, wie Menschen eine derartige Innerlichkeit ausstrahlen können. Ich habe dort die schönsten Menschen meines Lebens und vielleicht der ganzen Erde gesehen.

Achja, und bei diesem Gericht geht gerne unter: die Paella ist vegan. Auf diese Quote achte ich dieses Jahr nämlich immer häufiger.
Zutaten 2-3P:

3 EL Olivenöl
1 Zwiebel, fein gehackt
1/2 rote Paprika
1/2 gelbe Paprika
1/2 kleine Fenchelknolle
2 Knoblauchzehen
2 Lorbeerblätter
2Pr Pimentón de La Vera
1/2 TL Kurkuma
Harissa
150g Rundkornreis
100ml Sherry (m: Port, weißer)
1 TL Safranfäden
450ml Gemüsebrühe (m: Paste)
Salz
100g Erbsen (Otto: 200g dicke Bohnen)
1 handvoll Cocktailtomaten
2 Artischocken (Otto: 5 kleine, gerillte, in Öl eingelegte)
15 Olvien
2 EL Petersilie, grob gehackt
4 Zitronenspalten (m: weggelassen)
Zubereitung:

Die Paprika von Stielansatz, Samen und Scheidewänden befreien und in Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehen fein würfeln. Die Artischocken putzen und in Zitronenwasser zwischenlagern.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel darin 5min sanft anfbraten. Die Paprika und die Fenchel hinzufügen und etwa 6min bei mittlerer Temperatur garen, bis beides weich und goldbraun ist. Den Knoblauch zugeben und 1 min weiter anbraten.

Die Lorbeerblätter, das Paprikapulver, die Kurkuma und das Harissa zum Gemüse geben und gut unterrühren. Den Reis hinzufügen und 2 min weiterrühren, danach den Sherry sowie das Safran zugeben. 1 min  aufkochen lassen, dann den Fond und etwas Salz zugeben. Auf möglichst niedrige Temperatur schalten und etwa 20 min sehr sanft garen, bis der Reis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen hat. Während des Garens keinen Deckel auflegen und den Reis nicht umrühren (m: weniger Fond verwendet und Deckel aufgelegt.

In der Zwischenzeit (die dicken Bohnen vorbereiten - m: ersetzt durch Erbsen)  die Artischocken in Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl mit Thymian anbraten. Salzen und pfeffern. Ein Schluck Wasser anschütten, Deckel auflegen und bißfest garen.

Am Ende der Garzeit die halbierten Tomaten, die Artischocken und die Erbsen unterrühren. 2 min weiter köcheln lassen, dann den Deckel auflegen und 5-10min ruhen lassen (Otto verschließt dafür den Topf mit Alu dicht - m: nicht gemacht). Vor dem Servieren die Petersilie und die Oliven darüber streuen.
Quelle: Yotam Ottolenghi - Genussvoll vegetarisch
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