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Sonntag, 20. Oktober 2013

All you need is: Bratapfel-Karamell-Eis

Beim Einmachen bin ich sehr kritisch. Einerseits will ich vieles aus dem Garten verwerten und haltbar machen, andererseits sehe ich keinen Sinn darin, Energie in Ladenhüter zu investieren. Was also in meinem Vorratsraum nur Platz wegnimmt, bleibt ein Prototyp.

Der Gegensatz dazu sind beispielsweise die ofengerösteten Tomaten (das wißt ihr) und das karamellisierte Ofenapfelmus (das wißt ihr auch). Mir gefällt an einer selbstgemachten Konserve besonders gut, wenn ich später noch sehr flexibel in der Anwendung bin.

Das Ofenapfelmus kann ich zum Brotbacken nehmen, zum Abschmecken, für eine weitere Variante von Kartoffelpü oder für Desserts wie dieses Törtchen oder diese Crème. Die Einfälle dazu gehen nicht aus. Auch meinen Vergleich kennt ihr: eine Lieblingsjeans kombiniert man schließlich auch zu Vielem...

Den Musenkuss zu dieser Eisidee verdanke ich Nicole Stich. Neben Nickys ausgetüftelten und gelingsicheren Rezepten, liebe ich ihre Art der Fotographie. In letzter Zeit fällt mir zunehmend auf, dass vorallem Foodlogs, die mit einer besseren Kamera ausgerüstet sind, ihre Farben ins unnatürlich Künstliche kippen lassen. Nicky dagegen bleibt ihrem angeschwärmten Stil der klaren Food-Bilder treu und DEM Ur-Motto aller Foodblogs: You get, what you see. Ohne jedes seltsame Pimp-up.

Nickys Eis und Mme-Ziiis-Zwetschgen-Röster-Karamell habe ich mit meinem diesjährigen zimtlastigen Ofenapfelmus vereint. Ohne dieses Mal nicht die Prise Salz zu vergessen, die in jedes Karamell gehört - laut M. Marquard. Und das Ergebnis kann ich nur so zusammenfassen: You need it!
Zutaten:

350g Ofenapfemus *
(dieses Mal gewürzt mit Macis, Nelke, etwas gemahlenem Ingwer und gut Zimt)
100g Zucker
1 Prise Salz
(ersatzweise Crème double)

Zubereitung:

In einem Topf den Zucker zusammen mit einer Prise Salz karamellisieren lassen. Dann das Ofenapfelmus dazugeben und warten bei milder Temperatur, bis das Karamell sich wieder ganz verflüssigt hat. Dabei nicht direkt umrühren, sondern etwas warten.

Ofenapfemus und Karamell komplett abkühlen lassen.

Das Ofenapfelmus sorgfältig mit den petits suisses vermengen und dann in einer Eismaschine gefrieren lassen. Servieren mit geschlagener Sahne und gerne diesen Florentiner.

Anmerkung m: Nach diesem Kommentar einer Leserin und meiner eigenen Erfahrung bei der letzten Herstellung des Ofenapfemus möchte ich darauf hinweisen, dass gußeiserne Schmortöpfe nicht ganz gefüllt oder nicht ganz abgedeckt werden sollten, da sie sonst überkochen - ist zusätzlich beim Rezept ediert.
Inspiration: Nicole Stich von Delicous Days
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