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Freitag, 9. Mai 2014

Landluft inklusive Blogbuster

Wenn ich den Fränzis den Unterschied erkläre zwischen Landleben hier (Drôme) und Landleben dort wo ich aufgewachsen bin (Südwestdeutschland), dann tippe ich mit dem Finger mehr oder weniger auf den gleichen Punkt und sage dazu (selbstredend auf einheimisch): Dorf, Dorf, Dorf, Stadt, Dorf, Stadt uswusf. - um die Dichtheit der Besiedlung zu veranschaulichen. Während hier die wilde Natur ihre Schwingen weit ausbreiten kann, so gehen in Südwestdeutschland Dörfer und Städchen nahezu fließend ineinander über.

Tatsächlich habe ich es aber geschafft, in einem Dorf aufzuwachsen, das wirklich (badisch) hinter Pfuidaifl liegt. Was nicht bedeutet, dass es damals noch viel Landwirtschaft dort gab, aber die nächste Stadt war in der Pupertät unerreichbar weit weg. Mit Bus und Bahn brauchte es eine schmucke Stunde - und der letzte Bus am Wochenende zurück fuhr um 10 Uhr. Da braucht man sich über abendliche Feierlichkeiten keinerlei Gedanken machen.

Das und einiges mehr wurde in meinen Stadtjahren ausgiebig nachgeholt. Bis das Ferienhaus des Ex in Lothringen mir schlagartig bewußt machte: mir fehlt das Gras unter den nackigen Füßen während ich in der Stadt lebe. Dann hat Amor gut gezielt, die Geschichte kennt ihr, und MEHR Ländlichkeit wie jetzt könnte mich nicht umgeben.

Hach, und ich erzähle es euch dieses Frühjahr gerne nochmal: die Nachtigall singt nachts wieder, das Grün knallt sensationslustig, nach dem Regen quaken die Frösche so laut, dass sie es möglich machen zwei Kilometer Teich-Entfernung zu überbrücken, morgens wird inspiziert wieviel Milimeter die Habib-Zöglinge im Gewächshaus über Nacht gemacht haben und auf dem Weg dorthin wird ein guter Zug Rosenduft geschnupft - Glücksmomente im Mai sind einfach!

Nun zum mediterranen Kartoffelstampf, den die alten Hasen NATÜRLICH kennen. Sechs Jahre ist sein Siegeszug bereits her, der seinerzeits auch nicht unbemerkt an mir vorüber ging. Lange bevor das Wort *Vegan* so gut vorzeigbar wie ein Katzenbaby war. Höchste Zeit es hiermit in den Blog aufzunehmen. Geschmacklich muss ich eigentlich nicht viel sagen. Wie bei allen Blogbustern befinde ich mich mit der ersten Gabel auf Wolke Sieben.
Zutaten 2P*:

1 kg festkochend Kartoffeln
4 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Bund Basilikum (m: eigener)
100 g getrocknete, in Öl eingelegte Tomaten (m: eigene)
50 g Pinienkerne
Olivenöl

etwas Zitronensaft (m: nur Zitronenabrieb)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Kartoffeln waschen, schälen und in Salzwasser garen. In der Zwischenzeit die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein würfeln. Das Basilikumblätter und die Tomaten hacken.

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, herausnehmen und beiseite stellen.

In der Pfanne nun etwas Olivenöl erhitzen. Die Schalotten und den Knoblauch zugeben und glasig dünsten.

Wenn die Kartoffeln gar sind, abgießen und grob stampfen. Anschließend die Pinienkerne, die Schalotten, den Knoblauch und die Tomaten zugeben und gut vermengen. Dabei Olivenöl zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, und zum Schluss das Basilikum unterheben.

*Anmerkung m: für uns zu zweit habe ich mittelgroße Kartoffeln genommen und bei dem Rest Gefühl walten lassen. Dazu gabs einen grünen Salat!
tierfreitag
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