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Freitag, 1. August 2014

DAS Curry-Chutney

Jeder hat wohl seine kulinarischen Stichwörter, die den Körper leichterdings in appetitliche Schwingung versetzen. Umgekehrt gibt es genauso Schlagwörter, bei denen die gleichen Synapsen schlagartig die Jalousien runter lassen. Wende ich mich - dem hübscheren Anreiz zuliebe - in aller Regel ersterer Kategorie zu, so lasse ich euch heute hinter die runtergelassenen Rollos gucken... exemplarisch versteht sich.

Eines dieser *Gerichte*, die bei mir größtmögliches Desinteresse auslösen, ist *Chutney*. Das wird einfach nix mit uns zwei - am Ende des Tages ignoriert man sich doch... Sprich, in unserem Haushalt entwickeln sich derartig geflüllte Gläser zum Ladenhüter. Unverkäuflich, das die Erfahrung.

Wer mich also dazu bringt, ein Chutney zu machen, der muß zirkuserfahren sein, sonst irgendwie in der Illusions- oder Werbebranche tätig oder ein Naturtalent unter den Überzeugern. Wie so oft bestätigt die Ausnahme die Regel. Ein Chutney hat es bei uns tatsäschlich in die wiederholende Dauerschleife gebracht. Schon zu meiner Kochanfängerzeit pimpte es mir jedes Curry so, dass eine kleine Laola-Welle am Tisch entstand (mindestens ;). Wir reden also von einem dieser ganz wenigen Chutneys, die man wirklich brauchen kann. Welches Gemüse ihr für das dazugehörige Gemüse-Curry verwendet, ist schnuppe - was der Garten eben so anbietet...
Zutaten:

Mango-Paprika-Chutney*
1 Mango
1 rote Paprika
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1/2 TL Koriander, fein zerstoßen
1 Stück frischer Ingwer (walnussgroß)
Harissa
70g brauner Zucker
80ml Weißweinessig

Gemüse-Curry 2P:
3 Karotten, in Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Zucchini,klein
1 Paprika (m: halb rot, halb gelb)
50g Kichererbsen, gekocht
Kokosnussöl
1 TL Gewürzpulver
300ml Tomaten, stückig
(m: ofengeröstete Tomaten)
200ml Kokosmilch

gekochter Reis
2 EL Mango-Paprika-Chutney 

Zubereitung:

Rote Paprika halbieren, mit Hilfe eines Sparschälers schälen, Strunk und Kerne entfernen, in Würfel (ca. 1 cm) schneiden. Mango schälen, vom Kern schneiden, ebenfalls würfeln. Knoblauch fein hacken, ebenso dn Ingwer, Zwiebeln würfeln, alles zusammen in etwas Ol glasig schwitzen.

Mango- und Paprikawürfel, Essig, Zucker und Gewürze zugeben. Kurz aufkochen, dann auf kleiner Flamme ca. 60 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Das Chutney soweit einköcheln lassen, bis die Konsistenz marmeladenähnlich ist. Noch heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Für das Curry das Gemüse rüsten. Die Zwiebel in etwas Kokosnussöl glasig dünsten, dann das Gemüse und das Curry zugeben und ebenfalls kurz mitrösten. Tomaten und Kokosnussmilch anschütten, das Gewürzpulver untermischen und den Deckel auflegen. Etwa 15min dünsten, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und 2 EL Mango-Paprika-Chutney abschmecken.

Zusammen mit gekochtem Reis servieren.

*Anmerkung m: Wer das Chutney auf Vorrat zubereiten möchte, bereite gleich die doppelte Menge vor und fülle es noch kochend Eis in sterilisierte Gläser (doppelte Menge ergibt etwa 3 Gläser) - es hält sich hervorragend, also beinahe ewig...
 ... kein Grund, stutzig zu gucken: auch in Südfrankreich sind die Akelei längst verblüht...
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