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Donnerstag, 7. August 2014

Ohne Augenverdrehen: Quinoa-Buletten mit Safran-Orangen-Hummus

Immer wieder suche ich Berührung zur veganen Küche. Sich vegan zu ernähren - wenigstens zeitweise - hat eine reinigende Wirkung auf den Körper. Das bezweifle ich nicht. Als ich das letzte Mal 10 Tage Rohkostfasten einlegte, war das bereits spürbar. Allerdings geht es mir wie Susa: vegetarisch zu leben fühlt sich für mich selbstverständlich an, vegan dagegen nach Verzicht. Vegetarisch ist tanzen in der Küche, vegan humpeln. Daher kann ich mir letztere Lebensweise nur immer wieder als Phase oder als Ausflug vorstellen. 

Die vegane Kochweise bleibt aber nicht nur wegen Ethik und Gesundheitsaspekt für mich spannend, sondern auch weil sich vorallem in der Beschränkung echte Kreativität zeigt. Dieses Mal habe ich mir bewußt ein Rezept herausgesucht von Attila Hildmann, einem mittlerweile recht bekannten, deutschen Koch in der veganen Szene. Beim Schreiben seines Namens muß ich vor mich hin grinsen, weil mir Christinas witzige Besprechung seines Buchs in den Sinn kommt (die ich ganz anders in Erinnerung hatte, wie sich jetzt beim Aufsuchen fürs Verlinken rausstellt... die ist doch ediert, oder?)

Nun, wie Sandra und ihr Schatzi haben wir nach Verkostung der Buletten vor Begeisterung nicht anfangen zu schielen. Ich fand sie *nich' schlecht*, ja ganz gut, etwas trocken (vielleicht durch das Johannisbrotkernmehl?). VIEL besser hat mir das Safran-Orangen-Hummus gefallen, eines dieser Rezepte, die *ausversehen* vegan sind, was meist schon eine kleines Qualitätsmerkmal darstellt. Es stammt aus einem meiner Lieblingskochbücher *Vegetarisch vom Feinsten* von der stets inspirierenden Bettina Matthaei. Tja, erzwingen kann man halt nix, n'est-ce pas? Trotzdem lasse ich mir meine Neugier an veganer Ernährung nicht nehmen...
Zutaten:

Hummus:
1 Schalotte (30 g)
1 Knoblauchzehe
¼ TL Safranfäden
2 Zweige Thymian
1 Orange
1 EL Olivenöl
1 Lorbeerblatt
Salz
1 Dose Kichererbsen (250 g Abtropfgewicht)
2 TL Zitronensaft
40 g helles Tahini (Sesampaste)
¼ TL Cayennepfeffer
2 TL Orangenöl (

Buletten:
200 g Quinoa  
550 ml Wasser
Salz, Pfeffer
2 mittelgroße rote Zwiebeln  
1 Bund Petersilie
2 gehäufte TL Senf
2 TL Johannisbrotkernmehl
1 TL edelsüßes Paprikapulver
Öl zum Anbraten 

Zubereitung:

Schalotte und Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Safranfäden im Mörser zerreiben, mit 1 EL Wasser verrühren. Thymian abbrausen und trocken tupfen. Die Blättchen abstreifen und hacken. Die Orange mit einem Messer so schälen, dass das Weiße ebenfalls entfernt wird. Die Frucht halbieren und die Filets aus den Trennhäuten schneiden, den Saft dabei auffangen.

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Schalotte darin glasig dünsten, Knoblauch kurz mitdünsten. Die Orangenfilets mit dem Saft, Safranflüssigkeit, Thymian und Lorbeerblatt zugeben und etwa 5 Min. köcheln lassen. Das Lorbeerblatt entfernen, die Mischung mit dem Pürierstab pürieren. Durch ein Sieb streichen und leicht salzen. Etwa 1 EL dieser Mischung abmessen und beiseitestellen.

Die Kichererbsen abgießen und gründlich abspülen. Zusammen mit Zitronensaft, Tahini, Cayennepfeffer und dem restlichen Orangenpüree glatt pürieren.

Den Hummus auf einen Teller geben, mit dem Löffel glatt streichen und mit Orangenöl beträufeln. Das beiseitegestellte Orangenpüree um den Hummus herum verteilen.  

Für die Buletten den Quinao auswaschen, im Wasser imt 1/2 TL Salz ca. 17min offen kochen lassen bis das Wasser verkocht ist. Zwiebeln fein hacken, Petersilie fein hacken. Quinoa mit Senf, Stärkemehl, Paprikapulver und Zwiebeln verkneten, evtl. noch etwas Wasser zugeben. Kräftig (wirklich kräftig - die Bulette schlucken Gewürz) mit Salz und Pfeffer würzen. Buletten formen und in Öl in der Pfanne bei mittlerer bis starkter Hitze von jeder Seite 4min anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Quelle: Hummus - Vegetarisch vom Feinsten, Bettina Matthaei/ Buletten - Attila Hildmann, s. auch bei Sandra von theartofconfusion
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