SOCIAL MEDIA

Donnerstag, 19. März 2015

Matrosenliebchen - Fisch-Reis-Zitronen-Suppe

Fragt mich nicht warum, aber beim Thema *Seefahrt* gehts mit mir verklärt durch. Oder noch besser: fragt mich! Dann kann ich für meine Schwärmerei die Segel hissen.

Womit fange ich an? Nehmen wir die Jungs, die zur See fahren. Männer, die nach salzigem Freigeist riechen. Mädels, das macht doch weiche Knie, oder? Mein hochbetagter Nachbar, in seiner Jugend Matrose - ist verziert mit einer Flotte von marinen Old-School-Tattoos: vom Anker über schwarzen Panther, vom Segelschiff bis hin zur Schwalbe ist alles dabei. Ein Blick auf seine Haut erzählt Matrosen-Abenteuer. Obendrein glizzern seine Augen bis heute gefährlich schelmisch. Ich will mir nicht ausmalen wie er jung in Matrosen-Uniform ausgesehen hat... aber ich ahne frauen-fürchterliches  ;). Wie leicht einem solchen zu verfallen... in Hafennähe... für den Augenblick. 

Denn lodert die Leidenschaft nicht besonders stürmisch, wenns gar so hoffnungslos ist, Anfang und Ende verschmelzen, nicht sein kann, was nicht sein soll. Schmecken die Früchte nicht am süßesten, die am schnellsten verderben? Fühlt sich Freude verbunden mit Schmerz nicht sogar noch ein Quäntchen tiefer an? Und ist der gelebte Moment nicht das Konzentrat einer Begegnung? Hach, wie heißt es in einem Seemannslied:*Auf die Dauer, lieber Schatz, ist mein Herz kein Ankerplatz*. Als wüßten wir es nicht... Damia packt doch alles in einen chanson...

Auch modisch hats mir der Matrosenlook angetan. Gib' mir ein blau-weiß-gestreiftes Oberteil und eine Marlene-Hose dazu und ich fühle mich bestens angezogen. Ein Anker als Kettchen-Anhänger? Bitte gerne... uswusf... Oder Hafenstädte - durch die weht der Wind der weiten Welt. Sie haben alle ihren eigenen Flair. Ihr seht, wir können das ganze, weit abgesteckte Thema als Steckenpferd bezeichnen.

Ja klar auch kulinarisch. Ich esse unheimlich gerne Meeresfrüchte und Fisch. Eigentlich. In den letzten dreißig Jahren verschwanden 80% des Fischbestandes im Mittelmeer. Durch Überfischung. Aber für ein Nicky Rezept, die in *Reisehunger* eine unaufwendige Fischsuppe anbietet auf ihrer kulinarischen Reise durch Griechenland, mache ich heute  eine Ausnahme. Hach, diese Suppe mal zubereitet in der Kombüse eines Segelbootes die unzähligen, griechischen Inseln umkreisend.... das wärs...
Zutaten  4-6P:

1 Schalotte
1 Stangensellerie
1 Möhre
1/2 Bund Petersilie
300g Kabeljau-Filet
3-4 EL Olivenöl
1 1/4 l Gemüsebrühe
125g Risotto-Reis
(m: 1 Schuß Noilly Prat)
2 Eier (L)
1 Eigelb (L)

3-4 EL Zitronensaft
Meersalz
Pfeffer

Zubereitung:

Die Schalotte schälen und fein würfeln. Sellerie und Möhre putzen, schälen und in kleine Würfel schneiden. Die gewaschene und trocken geschüttelte Petersilieblätter fein hacken. Das Kabeljaufilet waschen, trocken tupfen, gegebenenfalls Kräten entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.

2 EL Olienöl in einem Topf erhitzen und arin die Schalotte samt Sellerie und Möhre bei mittlerer Hitze dünsten. (m: mit einem Schuß Noilly Prat abgelöscht). Die Gemüsebrühe anschütten, zum Kochen bringen und den Reis einrieseln lassen. Deckel auflegen und etwa 15-17min köcheln lassen (Reis sollte noch Biss haben). Nun die Hitze reduzieren, die Fischstücke zur Suppe geben und 4-5min mitgaren lassen.

Die Eier und das Eigelb in einer kleinen Schüssel aufschlagen und mit dem Zitronensalat verrühren. 1 Schöpfkelle heiße Suppe sehr langsam einrühren (Achtung: Eier dürfen dabei nicht stocken - daher dieser Zwischenschritt). Nun die Suppe vom Herd ziehen und die Eiermischung langsam unter Rühren in die Suppe gießen - ab sofort darf die Suppe nicht mehr kochen. Vor dem Servieren die einen Teil der Petersilie unterrühren und die Teller mit restlichem Olivenöl und Petersilie garnieren.

*Anmerkung m: Die Eier geben eine sehr schöne cremige Bindung

Wer sich in die junge Seebären-Postkarte verguckt hat: bitte hier entlang

Quelle: Reisehunger - Nicole Stich
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...