SOCIAL MEDIA

Dienstag, 10. Oktober 2017

Apfelmus-Joghurt-Gugelhupf - Gugl total für Zorra und eine Prise Nostalgie


Ganz zu Beginn meiner Foodblog-Entdeckung da war die deutschsprachige Szene noch so übersichtlich wie ein Dorf: zählbare Mitglieder des gleichen Vereins, die sich regelmäßig bei einem Event von Zorra trafen und auch die Rezepte hüpften noch viel mehr hin und her zwischen den Blogs wie heute.

Blog-Event CXXXV - Gugelhupf (Einsendeschluss 15. Oktober 2017)Dadurch, dass ich mich nicht in der Fächerstadt der Social-Media zeige, bleibe ich außerhalb der Community. Und so fühle ich mich mehr als Blogleserin mit dieser Szene verbunden wie als Foodbloggerin. Ich habe es ja schon oft erzählt: dank diesen Foodies lernte ich erst richtig kochen. Ihre Rezepte waren für mich als blutiger Anfänger verläßlicher und gelingsicherer denn alle Kochbücher dieser Welt. Und der Geist, der über allem schwebte, verhieß: wenn ich das so daheim hinbekomme, dann du auch

Außerdem hatte ich den Eindruck, dass alles ganz bodenständig zuging: ganz normale Menschen werkelten in ganz normalen Küchen und ließen in den Topf und auf den Eßtisch gucken. Nicht wie heute, wo allerortens professionelle Foodfotographen, Web- oder Kommunikationsdesigner zeigen, was möglich ist, wenn man das mal RICHITIG angeht. Bref, ohne übersteigerten Ehrgeiz. Wobei es solche ja auch noch gibt - so ist es ja nich.  Aber eine Prise Nostalgie ist heute dabei, wenn ich zurückschaue, denn mir fehlen einige von denen auf dem großen Ozean, die die erste Welle der Foodbloggerei noch so richtig lässig gesurft sind. Schön, dass meine Säulenfiguren weiterhin stehen: Petra und Robert. Gut, Nicky bloggt wenigstens noch selten, aber wenn Zorra mal den Kochlöffel zur Seite legen sollte... also das ist für mich unvorstellbar. 

Die bloggt wirklich schon IMMER. Sogar schon zu Zeiten als die *Influencer* noch gar keine Gesichter hatten. Herje, fand ich das spannend, endlich mal ein Foto von Zorra zu sehen. Ich hatte sie mir ja zugegebenermaßen ein bißchen wilder vorgestellt... alleine des Namens wegen. Und das Zusammentreffen in echt steht nach wie vor aus - ich hoffe auf die Zukunft. Mittlerweile muß man wohl sagen, dass Zorra eine deutlich höher aufgerüstete Küche aufzuweisen hat wie Ottilie Normalinski - aber sowas kommt von sowas, stimmts Zorra?

Absolute Ehrensache an dem Blogevent anläßlich des 13. Geburtstages von *1 x umrühren - Kochtopf* von Zorra teilzunehmen. Herzlichen Glückwunsch, liebe Zorra zu deinem dir treu bleibenden, unbeirrbaren und unverwechselbaren Stil! Zorra wünscht sich Gugl-Rezepte. Eine gute Idee, denn Gugelhupfe finde ich so grundsolide und alltagstauglich wie ich seit jeher Foodblogger-Rezepte am allerliebsten mag. Ihr wißt, für mich darf ein gelungener Rührkuchen gerne so einen Speckrand haben - grundeigentlich ein Backfehler. Ist die Konsistenz jedoch durchgehend so, dann spricht man von Brownie. Und dieser Apfelmus-Joghurt-Gugelhupf fühlt sich wohl mehr wie ein Brownie denn wie ein lockerer-trockener Rührkuchen. Er wird herrlich gatschig. Zwei Mal buk ich ihn bereits: beim ersten Mal mit meinem Ofenapfelmus heute mit der Birnenvariante davon.

Zutaten 1 Gugelhupf-Form:

340g Mehl (m: T55)
50g gemahlene Mandeln (m: geschälte)
2 1/2 TL Weinstein-Backpulver
3/4 TL Backpulver
3 Eier
180g Butter, weich
280g Zucker (m: Rohrzucker)*
1 Pr Salz
1/2 TL Vanillepulver
150g Joghurt
50g Crème fraîche
(optional: 2 EL Calvados)

Zubereitung:

Die Gugelhupf-Form buttern und mit Mehl bestäuben.

Den Backofen auf 180° (O/U-Hitze) vorheizen.

Mehl, Mandeln, Weinstein-Backpu und Natron miteinander vermengen

Die Butter zusammen mit dem Zucker, Vanille und der Prise Salz schaumig aufschlagen bis die Butter aufhellt. Ein Ei nach dem anderen unterrühren - jeweils 1 min schlagen.

Apfelmus (Birnenmus), Joghurt und Crème zufügen und homogen mit der Butter-Zucker-Mischung verrühren. Ebenso den Calvados.

Auf drei Mal die Mehl-Mischung anschütten und sorgfältig verqurilen.

Auf die zweite Schiene von unten in den Backofen schieben und ca. 60min backen (Stäbchenprobe). Den Gugl 10-15min in der Form abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen. Abekühlt mit Puderzucker bestäuben.

*Anmerkung m: Ich verwendete mein Ofen-Birnenmus mit Kardamom - das ließ ich gut eine halbe Stunde im Sieb abtropfen/ beim Ofen-Apfelmus ist das nicht nötig, denn das bekommt im Ofen eine deutlich festere Konsistenz

ACHTUNG: Bei dieser Art von Gugl mit Joghurt ist es wie bei diesem Gugl wichtig, dass die Butter gut weich ist und sorgfältig aufgeschlagen wird

Für uns sind beim nächsten Mal 250g Zucker ausreichend.

Inspiration: Schokohimmel

Zur Zorras Feier suchte ich all meine Lieblingsgugl aus meinen vergangenen Jahren heraus. Den mit Rotwein und den mit Kaffee mag ich ja besonders...



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