SOCIAL MEDIA

Donnerstag, 12. April 2018

High on emotion: Grießflammerie-Tarte mit Himbeeren und Johannisbeeren


Mit den Händen in der Luft gewedelt, mit der Hüfte um sich selbst gekreiselt und dazu ein gekichertes*Schalalalala E-M-O-T-I-O-N* im Chris de Burg-Refrain-Sound - das ist das gelebte *I feel you*. Und nicht ganz ernst gemeint - bei DER Songauswahl. Das zieht als alberner Gassenhauer unter uns Mädels, aber selbst wenn ich mir die Showeinlage als Kopfkino nur für mich mache, dann wirkt sie bei schlechten Gefühlen abmildernd und bei guten pushend. 

Zu *emotionaler Küche* fällt mir sofort als erstes Grießflammerie ein. Mir hilft Grießbrei genau so als Seelentröster wie als Tüpfelchen auf dem i. Ein Grießbrei steckt eindeutig voller guter Gefühle! Bref: DIE Geheimwaffe für alle Gelegenheiten. Ehrlich, kann man Grießbrei nicht mögen?

So ist es eigentlich verwunderlich, dass ich bisher noch keine Grießflammerie-Tarte gebacken habe - das kann doch nur eine gute Idee sein. Und was soll ich sagen? SUPER-lecker! Ich habe von allen Seiten nur Daumen-hoch bekommen und sowas von locker zwei Stücke verdrückt bekommen... lässigst!


Zutaten - 26cm:

Tarteteig:
150g Mehl (m: D630)
70g gemahlene Mandeln (m: geschält)
60g Rohrzucker (m: zu Staubzucker gemahlen)
1 Pr Salz
Bittermandel-Aroma
1/4 TL Kardamom
50g Quark
etwas kaltes Wasser

350ml Milch
40g Grieß
15g Zucker
1 Vanilleschote
250g Quark
45g Rohrzucker
1 Ei
20g Speisestärke, gesiebt
20g gemahlene Mandeln
100g Himbeeren (geforen)*
100g Johannisbeeren (-"-)*

Puderzucker zum Bestäuben



Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Tarteboden einen homogenen Teig kneten und mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Eine Tarteform buttern, den Teig auswellen und die Form damit samt Rand auskleiden. Den Boden mit der Gabel mehrfach einstechen und ca. eine halbe Stunde in die Tiefkühle stellen.

Paralell den Grießbrei zubereiten: die Milch mit dem Vanillemark aufkochen, den Grieß, plus 15g Zucker mit einem Schneebesen einrühren, die Hitze reduzieren und unter Rühren etwa 5min weiter köcheln und den Grießbrei eindicken lassen. Komplett auskühlen lassen - dabei ab und an umrühren damit sich keine Haut bildet.

Den Ofen auf 190° Umluft vorheizen. Die Tarte mit Backpapier auslegen, mit Hülsenfrüchte belegen und 25min backen - Backpapier und Hülsenfrüchte entfernen und weitere 10min backen.

Währenddessen das Ei, die gesiebte Stärke, die Mandeln, den Zucker und den Quark mit dem Handrührer in den Grießbrei untermischen. Die geforenen Früchte auf dem vorgebackenen Boden verteilen, darauf die Grieß-Quarkmasse gießen und glatt streichen.

Den Ofen auf 150° O/U-Hitze runterschalten und die Tarte in 35min fertig backen.

*Anmerkung m: man kann natürlich auch frische Früchte verwenden, aber ich habe auf meine geforenen Garten-Vorräte zurück gegriffen. Alternativ würde sich auch eine Lieblingsmarmelade anbieten - dann eventuell den Zucker in der Quarkmasse etwas verringern...


Kommentare :

  1. Megasuperidee! Geht mir auch voll unter die Haut liebe Micha. Hach Grießbrei....

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wie schön, Susanna, Grießbrei-Schwestern im Geiste - das Stichwort reicht :)

      Löschen
  2. Mir tropft der Zahn, aber sowas von!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Sowas von zurecht - ich fand diese Tarte OBERköstlich!

      Löschen
  3. Bei wem bitte nicht weckt Grießbrei oder der etwas edlere Flammeri heimelige Gefühle?! bei mir war es die Oma, die ihn uns machte... Die Tarte sieht supersuper gut aus und wird mit Gewissheit nachgebacken. Wunderschön übrigens auch dein Foto von der Kirschallee in Blüte! Das nenne ich mal Kirschblütenfest!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Grießbrei habe ich mir komischerweise immer selbst gekocht - mein Vater zählte noch zu den Nachkriegskindern, die mehr als eine Schüssel zu viel in der Kindheit davon vor die Nase gestellt bekommen hatten. Und das sind, liebe Hannah, keine Kirschblüten sondern die bereits vergangene Mandelblüte - wird oft und leicht verwechselt... die sehen sich nämlich sehr ähnlich... ganz liebe Grüße...

      Löschen
  4. Griessbrei oder Griessklösschensuppe sind seit meiner Kindheit Soulfood für mich. Wenn mich etwas arg bedrückt oder belastet, sich eine Erkältung anbahnt, existiert oder abklingt ist das mein erklärtes Essen für diese Tage. Dein Flammerie klingt herrlich und ist was für normale Tage :)
    Liebe Grüsse

    AntwortenLöschen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.