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Mittwoch, 22. August 2018

Brommeleis


Nirgendwo wachsen größere, wilde Brombeeren wie in der Drôme - behaupten zumindest die Kinder, die hier aufgewachsen. Wieder ein gutes Jahr, um Brombeeren zu ernten. Ich kenne die anderen genau so, die mageren, in denen Wärme und Sonne den Beeren zwar viel Aroma einhauchten, aber der Regen ganz fehlte, um sie zudem saftig zu machen.

Sonst lästere ich ja gerne, bringe den Endlos-Toleranten, den Missionaren und Weltverbesserern für ihren Garten ein kleines Sortiment mit an Widersachern wie Efeu, Schlingenknöterich, Winden, Kletten, Brombeeren ect. - ab da hat sich die Diskussion über Un-Nicht-Mit-Beikräuter. Philospohie beendet - Großmeister Garten klärt auf unwiderlegbar praktische Weise auf über die Verhältnisse, die auf diesem Planeten herrschen. Ihr kennt das Bild dazu? Hat man einen Topf mit guten Kräutern und gibt ein einziges giftiges dazu, kippt die Wirkung des ganzen Topfes ins Gegenteil. Umgekehrt, hat man einen Topf mit lauter giftigen Kräuter und gibt ein heilendes dazu, so bleibt die Wirkung dieses Topfes die gleiche und nichts verändert sich.

Brombeeren machen immerhin noch leckere Früchte. Wenn sie außerhalb unseres Gartens wachsen, bin ich sogar Fan. Vielleicht schmecken gar die wilden Brombeeren besser wie die kultivieren. Allerdings kann ich da nicht mitreden, denn ich kenne bisher nur die Wald-und Wiesen-Brombeeren. Hier findet sich von letztem Jahr noch ein Sammel-Board - für alle, die nach mehr Ideen für Brombeeren suchen. Dieses Eis bekommt etwas Würze durch die Kräuter und zusätzlichen Schmelz durch den Honig. Wer hat, kann die Beeren gerne mit Cassis oder Holunderbeerensaft aufsetzen. Beides gibt eine schöne geschmackliche und passende Bereicherung...



Zutaten:

400g Brombeeren
(optional: 2 EL Cassis - m: selbstgemachter)*
2 frische Lorbeer-Blätter
1/2 TL Thymianblättchen
2 Petit Suisse (120g)
200ml Sahne
2 Eigelb
50g Thymianhonig

Zubereitung:

Die Brombeeren zusammen mit den Lorbeerblättern, dem Thymian und dem Cassis etwa 7min köchlen lassen, bis die Brombeeren weich und saftig zusammenfallen. Durch ein Sieb streichen und kalt stellen.

Den Honig in einer Metallschüssel flüssig werden lassen, die Eigelbe dazugeben und beides  gemeinsam mit 50ml Sahne über einem Wasserbad schaumig aufschlagen. So lange weiterschlagen bis die Masse dickflüssiger wird, sie dabei aber nicht zu heiß werden lassen, sonst gerinnen die Eigelbe.  (Erfahrene dürfen das Aufschlagen direkt auf kleiner Flamme machen.) 

Die Masse in eine Schüssel mit Eiswasser stellen und kalt rühren. Die Petit Suisse glatt unterrühren. Die Sahne steif schlagen. Sahne zusammen mit dem Brombeermus untermischen. Das Brombeereis in der Eismaschine gefrieren lassen (ersatzweise im Gefrierfach in 4-5 Stunden fest werden lassen, dabei häufig und gründlich durchrühren). 

*Anmerkung m: Cassis prima zu ersetzen durch Holunderbeerensaft


Kommentare :

  1. Was für eine Farbe, unschlagbar! hier sind die Brombeeren dieses Jahr von der mickrigen Sorte… zu trocken war und ist es… Liebe Grüße in den Süden!

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    1. Die Farbe, Svea, finde ich auch ausgesprochen hübsch. Und den Geschmack mochte ich auch. Sicherheitshalber habe ich mal noch eine Portion Brombeeren eingefroren - wer weiß, wie es nächstes Jahr wieder damit aussieht... liebe Grüße nach Paris!

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  2. Mmmmhhh....ich hätte gerne ein Schälchen von diesem rosa Traum :)

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    1. Ja, Hanne, die Farbe würde wohl als *stimmungserhellend* bezeichnen :-)

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  3. Ein schönes Rezept! Sonnenverwöhnte Brombeeren mögen ja auch kräftigere Kräuter, das finde ich klasse.

    Bei uns war's dieses Jahr zu trocken, die Brombeeren hängen immer noch klein und gedörrt am Strauch.

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    1. Ganz mit dir, Barbara, Brombeeren passen prima zu Kräutern. Halt auch wilde Kerle. Und wenn sie mir die Natur so anbietet, schreit es ja förmlich, dass ich was damit anstelle...

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  4. wo kommt der Frischkäse dazu ? lb. Gruß Emma

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    1. Emma, die Petit Suisses werden einfach mit der Sahne zusammen untergerührt - ich habe ediert...

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  5. Ein super Rezept zum Sommerausklang. Aber was machst du mit dem Käse?

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    1. Richard, einfach unterrühren - ich habe es in der Zubereitung ediert.

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