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Samstag, 27. Juni 2020

Gastbeitrag von Hannah: „Snickers“ Eiscrème ZweiPunktNull


Eines vorneweg: Das Rezept, was ich hernach vorstelle, hat von den Inhaltsstoffen absolut nichts mit dem nährwerttechnisch eher bedenklichen Schokoriegel eines amerikanischen Lebensmittelgiganten zu tun.

Aaaber - mit eben jener industriezucker- und fettreichen Riegelbombe verbinden sowohl mein Mann als auch ich Grenzerfahrungen und in genau diesen kam uns der erste Biss in die Schokoummantelung, hindurch durch nussig, klebrig süße Karamellschicht einfach gigantisch gut vor. Das Phänomen dabei: Nie mehr schmeckte uns ein „Snickers“ wieder so gut und nie mehr sonst haben wir das Bedürfnis nach einem „Snickers“ gehabt außer in diesen Situationen: Bei meinem Mann war es eine Reise nach Nepal mit Trekking zum Mount Everest Base-Camp, und nachmittags ein obligatorisches „Snickers“ an einem der Kiosks auf dem Weg. Bei mir war es der Biss in ein Snickers, auf einer Skihütte erstanden, bei der ich auf einer Skitour ankam, durchgefroren und ausgehungert, unendlich glücklich und dankbar diese im Schneesturm gefunden zu haben und nun in einen Schokoriegel beißen zu dürfen.

Die Phase der Suche nach Grenzerfahrungen liegt bei uns beiden schon eine Weile zurück und so brauchen wir auch kein „Snickers“ mehr. Was wir aber nach wie vor lieben, ist die Kombination aus (Erd)nüssen und Schokolade. Dass diese auch gesünder geht, liegt auf der Hand - im „echten Snickers“ sind vermutlich verhältnismäßig wenig Nüsse und noch weniger Kakao – dafür in diesem Eis umso mehr. Fix gemacht, eine gute Verwertung von in der Sommerwärme schnell nachgereiften Tigerbananen und einfach lecker, ist es bei uns im Sommer eigentlich immer vorhanden. Nicht zuletzt, weil es DAS „Slokoslakeeneis“ unserer Tochter ist.


Bei den meisten „Nicecreamrezepten“, die man im Internet findet, wird das Obst zuerst tiefgefroren und dann verarbeitet. Hat zwar den Vorteil, dass man dann gleich eine (eis)kalte Masse hat, die man gleich essen kann, mir war das aber irgendwie zu unpraktisch und zu wenig flexibel. So habe ich einfach mal probiert die Bananen direkt zu verwenden, also ohne sie vorher zu gefrieren. Hat den Vorteil, dass man für diese Variante auch nicht unbedingt einen extrem leistungsstarken Mixer benötigt. Eine Eismaschine braucht man im Übrigen für dieses Eis auch nicht. Es ist auf jeden Fall cremig und ohne lange Kristalle. Lediglich leicht antauen sollte man es vorm Genießen.

Zutaten:

2 gut reife Bananen
200 ml Kokosmilch (Dose)
75 g weiche Medjool Datteln*, entsteint gewogen
50 g + 25 g Erdnuss Mus „Crunchy“**
25 g Edel Kakao Pulver, ungesüßt
1 El Hanfsamen, geschält

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf 25 g des Erdnussmus‘ mit einem Standmixer oder leistungsstarken Pürierstab sehr gut pürieren.
Masse in eine Gefrierbox geben und nun die restlichen 25 g Erdnussmus in Tropfen draufgeben und ganz leicht einrühren.
Im Tiefkühler gefrieren.

* Wer keine weichen Datteln bekommt, nimmt die härteren und weicht sie 30 Minuten in etwas heißem Wasser ein. Die Datteln dann kurz abtropfen lassen und wie oben verwenden.

** Ich verwende stets ungesüßtes Erdnuss Mus. Gerne die leicht gesalzene „Crunchy“ Variante. Alternativ geht auch feines Erdnussmus ohne Salz, dann einfach eine Prise Salz zugeben.

Varianten mit zusätzlichen gerösteten Nüssen, Kakaonibs, Schokostückchen… alles lecker.
Statt der Kokosmilch kann auch die gleiche Menge süße Sahne verwendet werden, oder halb, halb...


©Hannah Nußbaumer, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Ettenheim, wo sie mit viel Leidenschaft einen Bio-Laden betreiben. Hannah liebt als Gartenarchitektin das Leben mit und im Garten, das Sammeln, Ernten und Kochen. Ohne ihre beiden Herzensmenschen um sich herum wollte sie nicht sein, und ohne schöne (Kinder)Bücher, Stifte und der Möglichkeit sich draußen zu bewegen würde ihr etwas fehlen. Das Binden von Blumenkränzen, das Herstellen eines Hefeteiges sowie das (Er)kennen der uns umgebenden Umwelt sollte ihrer Meinung nach den gleichen Stellenwert haben wie Algebra und Grammatik.

Kommentare :

  1. Was schöne Fotos und was ein spannendes Rezept, Hannah!

    Weder kommt man um die amerikanischen Süßgetränke ganz herum (ich sage nur *Durchfall* und *Cola* ;-) noch um die Schoko-Riegel.

    Ich behaupte ja, dass man sogar die Menschen in die verschiedenen Schoko-Riegel-Schubladen einteilen kann. Der Habib greift (im Fall der Fälle) IMMER nach Snikers - alleine deshalb MUSS ich das Rezept natürlich ausprobieren, während ich (im Fall der Fälle) nach Raider heißt jetzt Twix lange...

    schönes WE euch und à très bientôt!

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    1. Freut mich, freut mich, liebe Micha - und mit deiner "Riegelogie" könntest du Recht haben. Auch mein Mann ist - im Fall der Fälle - eindeutig "Typ Snickers" - ich fragte ihn nämlich beim Schreiben des Textes, ob es denn an diesen Kiosks nur "Snickers" gegeben hätte. Er verneinte und sagte, dass es das komplette Angebot von "Bounty" bis "Twix" gegeben hätte, er aber eben immer das "Snickers" gewählt hat. Bei mir könnte ich es nicht sooo genau sagen, die erste Riegelerfahrung war bei mir defintiv auch ein "Raider" im E***ger Freibad. Und das war dann damals der Favorit ;-)
      Freue mich auf bald so sehr! Und bin gespannt wie dir und deinem "Snickers" Typ ;-) das Eis schmeckt! Liebe Grüße von Hannah

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  2. Tigerbananen ernten sich im Sommer von ganz alleine :-) und die restlichen Zutaten habe ich auch zuhause. Nur die Hanfsamen nicht. Könnte man die einfach weglassen?
    liebe Grüße, Jule

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    1. Praktisch, gell Jule? Und logisch kann man die Hanfsamen weglassen! Geschmacklich haben sie keinen Einfluss. Ich mogle einfach immer gerne noch ein paar Nährstoffe in Speisen, die als "Süßigkeit" besonders gern gegessen werden. Viele Grüße zurück von Hannah

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  3. Danke für diesen tollen Blog. War sehr interessant zu lesen.

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