SOCIAL MEDIA

Freitag, 14. Oktober 2016

Kürbiswoche: Kürbis-Spätzle mit Linsen

Der Herbst zauselt vor der Haustür - was mich anregt, den Kürbis in den Mittelpunkt zu rücken. Zwei weitere (wie ich finde, sehr schöne) Rezepte mit Kürbis stehen bereits in der Warteschleife Schlange. Und zu diesem hat mich Ela inspiriert. Es reichte ihren Rezeptetitel zu lesen, und ich dachte, auja, darauf habe ich auch Lust. So schnell kann es gehen...

Die Spätzle machte ich ähnlich wie sie. Allerdings mit Muskatkürbis, der einzige, der im Garten tapfer der Mehltau-Seuche die Stirn bot. Mein Liebling ist ja der Butternut, gefolgt vom Hokkaido, aber ich muß es nehmen, wie es der Garten anbietet. Und so sind die Spätzle eben etwas weniger orange.

Bei den Linsen folgte ich dem besten Linsenrezept, das ich kenne, welches ich aus dem Buch *Alb-Leisa* von Waldemar Mommel habe. Die Einbrenne - so wie es auf gleiche Weise meine Oma machte - gibt der Linse erst den richtigen Schmelz. Man kommt aber dennoch nicht umhin, ein kleines Schälchen mit Rotweinessig auf den Tisch zu stellen, um dem Gewürzefresser Linse Parolie zu bieten. Auch habe ich hier noch etwas Kürbis klein gewürfelt. So wollte ich den Kürisgeschmack der Spätzle zusätzlich in den Linsen verstärken. Köstlich! Das ist für mich echtes, dörfliches Soulfood!
Zutaten 2P:

Spätzle
180g Dinkelmehl 1050
200g Kürbis (m: Muskat-Kürbis)*
2 Eier
Muskatnuss-Abrieb
1 Msp Koriander
Salz

Linsen
150g Alblinsen (die großen*)
1 Karotte
1 Scheibe Kürbis (ca. 200g)
1 Schalotte
1 Stange Sellerie
1 Knoblauchzehe
2 EL Lieblstöckel
1 EL Petersilie

für die Einbrenne**:
1-2 EL Butterschmalz (oder Öl)
2 EL Mehl
ca. 100ml Kochwasser der Linsen
Rotwein
Rotweinessig
1 Msp Nelkenpulver
Gemüsebrühe-Pulver
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Für die Spätzle 200g Kürbis in Würfel schneiden und mit etwas Öl und sehr wenig Wasser (so wenig wie möglich) gar dünsten. Abkühlen lassen (gegebenenfalls - falls zu wässrig) den Kürbis in einem Sieb (geht gut mit dem Muskatkürbis) oder Küchentuch ausdrücken. Zusammen mit den Eiern pürieren.  Mit einem Knetstab oder klassisch mit einem Holzlöffel mit dem Mehl und den Gewürzen vermengen und so lange an den Rand der Schüssel schlagen, bis der Teig Blasen wirft. Etwas ruhen lassen.

Die Linsen in mindestens doppelt soviel kaltem Wasser aufstellen und OHNE Salz gar kochen (dauert etwa 25min). Die Linsen abschütten und das Kochwasser auffangen.

Karotte, Kürbis, Schalotte, Knoblauch und Sellerie fein würfeln. Die Kräuter fein schneiden. Eine nussgroße Butter in einer Pfanne schmelzen und das Gemüse anrösten, bis die Zwiebel glasig ist. Kurz vor Ende des Garens die Kräuter untermengen.

Für die Einbrenne in einem Topf das Butterschmalz geben und ebenfalls das Mehl. Solange bei mittlerer Hitze und stetigem Rühren rösten, bis das Mehl dunkelbraun wird und leicht anfängt zu riechen. Unter weiterem Rühren mit dem Schneebesen das Kochwasser zuschütten und dabei darauf achten, dass sich keine Mehlklümpchen bilden. Einen guten Schluck Rotwein und einem noch besseren Schluck Rotweinessig anschütten. Mit Suppenwürze, Salz, Pfeffer und einer Prise Nelke würzen. Dann mit dem gedünsteten Gemüse und den gekochten Linsen vermengen und erneut abschmecken. Eventuell noch etwas Verdünnen mit Linsenbrühe oder Essig. Vor dem Servieren nochmals mit Salz,Pfeffer und Essig abschmecken

Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Spätzle mit Hilfe eines Knöpflibrettes oder klassisch süddeutsch mit Spätzlebrett ins Wasser hobeln. Wenn sie an die Wasserfläche nach oben steigen, die Spätzle herausschöpfen und gut abtropfen lassen. So verfahren, bis aller Teig zu Spätzle verwandelt ist.

Spätzle mit den Linsen servieren.

*Anmerkung m: der Muskat-Kürbis ist sehr wässrig - bei Butternut oder Hokkaido braucht man zum Weichkochen und Spätzleteig herstellen etwas mehr Wasser

Kommentare :

  1. Herrlich und vorgemerkt. Ich bin mir vorgleichsweise sicher, dass in nächster Zeit noch einige Kürbisse via Gemüseabo hier landen werden....

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Muskat-Kürbis zwingt einem eine regelrechte Serie auf - der ist einfach so groß. Da ist der Butternut oder der Hokkaido zudem praktischer in seiner *2-3 Portionen-Verpackung* ;)

      Löschen
  2. Dieses Jahr hatten wir auch Mehltau - und irgendwie keine Kürbisse, nur Zucchini. Das Wetter war wohl nicht warm und stabil genug. Letztes Jahr ist erstmals ein Muskatkürbis reif geworden, meist ist hier die Saison zu kurz, um auszureifen.

    Linsen und Spätzle ist ja ein typisches Gericht aus meiner Kindheit. Damals noch ohne Kürbis. Gefällt mir aber! Gute Idee.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Mehltau war so fies wie schon seit Jahren nicht mehr - frag mich nicht, warum...
      Und ja, ich kenne Linsen und Spätzle auch von Kinheit an :)

      Löschen
  3. Ach danke! wieder mal die totale Inspiration. Hab gerade einen Hokkaido geschenkt gekriegt. Spätzle liebe ich, und Linsen mache ich viel zu selten. Super!

    AntwortenLöschen
  4. Schöne, alltagstaugliche Idee. Gespeichert.

    AntwortenLöschen