Freitag, 24. März 2017

Gedächtnisforschung: Sellerierisotto mit Rettich und Sojasauce

Wie Gedächtnis funktioniert finde ich faszinierend. Ein Mysterium. Ich selbst bin mir in kleinen Feldforschungsarbeiten selbst ein Buch mit sieben Siegeln. Warum bleibt das eine kleben und anderes wird durchgespült wie Meerwasser durch eine Muschel? Ja, da merkt man direkt, dass das Thema *Gedächtnis* verhakt ist mit *Wahrnehmung*, *Achtsamkeit*, *Aufmerksamkeit* oder *Bewußtsein*. Ebenfalls ganze Fässer.

Das eigene Interesse dünkt mir ebenfalls schwer verwoben mit dem Gedächtnis, denn es springt einem ja nur ins Auge, was irgendwie auch wiederum was mit einem selbst zu tun hat. Gut, manches kreuzt zufällig unsere Wege, aber was davon bleibt haften. Und wie lange? Sehr, sehr rästelhaft, das Ganze. Das lehrt selbst die Wissenschaft das Tänzeln...

Worüber ich mich allerdings überhaupt nicht wundere, ist, dass ein Rettich auf der Markttischauslage von meinem Gehirn verknüpft wurde mit diesem Risotto von Kathi . Rettich! An dem sehe ich normal immer vorbei. Aber als würden in meinem Kopf Memory-Karten hin und her geschoben und die zwei gaben für meine Synapsen sofort ein glattes Pärchen. Von Kathis Tisch würde ich sowieso alles essen und grundeigentlich könnte ich ein kleines Risotto-Buch herausgeben als Risotto-Liebhaberin der ersten Garde.

Ganz mit Kathi: eine oberköstliche Kombi, von der ein ausgewachsener Mensch locker 70g Risottoreis verdrückt. Aber sowas von locker...

Zutaten 2P:

1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200g Sellerie-Knolle
140g Risotto-Reis 
1 Lorbeerblatt
75ml Noilly Prat
Gemüsebrühe
Parmesan
1 Stich Butter 
5 Blätter Salbei
1 1/2 EL Soja-Sauce
1 EL Olivenöl
1 EL Zitronensaft
1 gute Prise Zucker
1 Rettich 

etwas Kresse durch Deko

Zubereitung:


Sellerie putzen, schälen und in 5 mm dicke Würfel schneiden. Zwiebeln fein würfeln. Lorbeerblatt mehrmals einreißen und in einem Topf mit der Gemüsebrühe erhitzen.

Rettich schälen und quer in sehr dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Sojasauce mit Zitronensaft, Zucker und  Öl verrühren und den Rettich darin ziehen lassen.

Butter und restliches Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten glasig dünsten. Reis zugeben und 1 Minute mitdünsten. Selleriewürfel zugeben und 1 Minute mitdünsten. Mit Wermut ablöschen und stark einkochen lassen. Mit so viel kochender Brühe aufgießen, dass der Reis knapp bedeckt ist und unter Rühren offen 16-18 Minuten garen (gegebenenfalls noch etwas Brühe nachgießen). Kurz vor Schluss leicht mit Salz und Pfeffer würzen.

Salbei in feine Streifen schneiden. Risotto beiseitestellen, Salbei, restliche Butter und Käse unterrühren und 2 Minuten ziehen lassen. Risotto in vorgewärmten Tellern mit dem Rettichsalat servieren.

Kommentare:

  1. Mit Risotto kann man mich auch immer begeistern!
    Ja bitte mach das Büchlein - Ich bestellt schon mal eines!
    LG Axel

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    1. Für dich würde ich zu Weihnachten auch extra ein Büchlein von Hand kleben :)... liebe Grüße

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    2. :-) - Wir haben das gleich am Wochenende gemacht und es ist sehr gut angekommen! Danke!
      Liebe Grüße aus dem langsam auftauenden Wien
      Axel

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  2. Oh ja, Risotto ist klasse, Buch ist schon vorbestellt!
    Erst letzte Woche habe ich für Oma Apfelrisotto mit Blutwurst gekocht, sie fand es lecker aber ich habe gemerkt, es war ihr dann doch schon zu modern.
    Liebe Grüße sendet dir, Jesse Gabriel

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    1. Oh, ich erinnere mich: Apfel-Blutwurst-Kombi war eine Zeit lang in vielen Varianten sehr beliebt und oft zu sehen auf den Foodie-Blogs - allein bei mir scheitert es an der Blutwurst. Wobei ich Salziges mit Obst zusammen ja sehr gerne mag... liebe Grüße

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  3. Hallo Micha,
    was ein schönes Risotto. Zu knapp bemessene Portionen sind mir grundsätzlich ein Graus ;-). Vor allem der marinierte Rettich obenauf ist auch optisch ein toller Hingucker!
    Liebe Grüße,
    Eva

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  4. deine einleitenden gedanken ("... ganze Fässer") sind mir mindestens genauso lieb wie deine rezepturen. wirklich nett an deinen eigenbeobachtungen teilzuhaben ("Sehr, sehr rästelhaft, das Ganze").

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    1. Es gibt Kommentare, die mich so sehr freuen, dass ich sie dem Habib vorlese. Dazu zählt der deine - vielen Dank für dein wirklich schmeichelndes Feedback!

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