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Montag, 5. Dezember 2011

Es trüffelt sehr

Zumindest bei den Bloggern, wie hier (mehrfach) und hier zu entdecken ist. Hach, habe ich mir gesagt, es ist jetzt eine gute Zeit, nicht zu klekkern, sondern zu klotzen. Das meine ich nicht sosehr  im Bezug auf die Menge des verwendeten Trüffels (nur die Hälfte, nur die Hälfte - wobei der Preis nicht dekadent war. Wollt ihr ihn wissen?), sondern des Geschmacksträgers Butter. 

Im Prinzip habe ich für dieses so schlichte wie herrliche Essen zwei Prinzipien vermengt: durch sehr feines Zerschneiden eine Oberflächenvergrößung, wodurch der Trüffel besonders geschmacksintensiv wird, plus der Geschmacksträger Fett, sodass beides zusammen alles aus meinem Trüffel rausholt, was er zu geben hat: Trüffelaroma!

Auch habe ich zwei Rezepte zusammengesetzt: Lea Linster, die ja Butter zur Veredelung liebt und ein traditionell französisches, das den kleingeschnittenen Trüffel über Nacht einfach in die Crème Fraîche rührt. Violà, Schlemmerei!
Zutaten:

Pasta:
70g helles Kamutmehl
130g Weizenmehl
2 Eier
2 EL Olivenöl
Salz

Trüffel  
(m: 2 Trüffel à ca.12g) 
100g crème fraîche 
40g Butter Salz, Pfeffer 

Parmesan, gehobelt

Zubereitung:

Pastateig wie gewohnt herstellen und den geruhten Teig sehr dünn ausrollen und zu gleichmäßger Pasta verarbeiten. 

Die Trüffel wird nicht geschält, sondern mit einer kleinen Pilzbürste kräftig geschrubbt. Einen Trüffel mit dem Trüffelhobel in dünne Scheiben hobeln, dann in Streifchen und schließlich in kleinste Würfelchen (Brunoise), so gibt sie am meisten Geschmack ab. Die Brunoise in die Crème einrühren und über Nacht durchziehen lassen.

Frisch gemachte Tagliatelle in reichlich Salzwasser kochen, abgießen, nicht zu trocken, eine Schnitte gute Butter dazu und die Trüffelcrème unterrühren. Butter und das bisschen Kochwasser werden eine kleine Emulsion bilden, die mit den Trüffeln vermischt ein wundervolles Aroma ergibt. Salzen, pfeffern und mit dem restlich gehobelten Trüffel und dem Parmesan garnieren. Sofort servieren.
 
Inspiration: Lea Linster

Kommentare :

  1. ist ja nur einmal im Jahr WeihnachtEN. Sind das Herbsttrüffel oder bereits welche aus dem Périgord ?

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  2. Die vermeintlich einfachsten Gerichte sind meist die besten. Ich will!

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  3. ja, einfach ist immer gut. schau doch mal vorbei, es wird langsam ;)

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  4. Ich habe vor einer Woche einen faustdicken Trüffel aus der Drôme geschenkt bekommen, habe damit aber nicht im Blog geklotzt. ;-)))
    Auf dem Markt hier in Düsseldorf kosten sie derzeit 1,5 EUR / Gramm.

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  5. Die Kombi Butter UND Crème Fraîche finde ich ja perfekt!

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  6. @Robert: Und TEN kann man auch ein bißchen auf den Putz hauen - so seh ich das auch :)
    Meine Trüffel sind aus der Drôme und nicht aus dem Périgord.

    @Heike: Less is more - sehr oft. Wobei ich ja auch ins Gewürztöpfchen langen kann. Aber hier mit Bestimmtheit nicht.

    @Sybille-Anna: Und selbstgemachte Pasta! Haste gesehen wie DÜNN ausgerollt ;)

    Schön, dass nimmt ja langsam Formen an bei euch! Weiter so!

    @Sarah-Maria: Pasta UND Trüffel-Fan?
    Wobei ich mir aus Trüffel jetzt gar nicht SOOO viel mache, etwas überbewertet, meiner Meinung nach. Aber frische Pasta, seufzzz...

    @Véronique: Damit hättest du aber auf die ganz große Trommel schlagen können! Faustgroß! Also DIE Quelle würde mich auch interessieren ;)! Familienbande?

    Unser Hinterzimmer-Händler hatte nur verschiedene Murmelgrößen - dafür sehr günstig. 15 Euro hat unser Einkauf (der auf der Waage liegt) gekostet.

    @Babara: Ge? Genauso gings mir auch. Wenn opulent dann richtig!

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  7. Phantastische (Alba-)Trüffel habe ich vorletzte Woche serviert bekommen - aber wenn ich wieder mal selbst welche ergattere, dann ist dieses Rezept dran!

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  8. @Petra: Ein Rezept nach dem *Wenn schon-denn schon*-Prinzip.
    Funktioniert :)

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