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Dienstag, 25. April 2017

Sonnenseite: Milchbrot Tangzhong


Nahezu sämtliche Feriengäste wissen, dass ich ein Foodie bin. Und das mir. Als AFBlerin. Man könnte meinen, dass ich dadurch mehr als mir lieb ist, genötigt werde, am Herd zu stehen. Aber zum einen dringe ich darauf, dass Kochen für mich Kür bleibt - das liegt an meinem Küchen-Trauma - zum anderen ist mal wieder alles anders, als man denkt.

Tatsächlich bringt mich das nämlich auf eine völlig unerwartete kulinarische Sonnenseite: Feriengäste kommen mit Kochbüchern, Lieblingsrezepten, kulinarischen Mitbringseln (das mit den Essig-Chips hätte ich mit ins Grab nehmen sollen) undundund... Ich bekomme Post mit *Städter-Zutaten* oder Emails mit Rezepte-Tipps. Aber am lustigsten finde ich, dass wir von unseren Feriengästen nicht selten bekocht werden. Mir fallen quasi die gefüllten Wachteln einfach so in den Mund. Genau so passiert...

Unsere letzten *Mitbewohner* verwöhnten uns mit Hefezopf. Mensch, dachte ich kauend, richtig lecker, so mit Butter und Marmelade. Warum habe ich eigentlich schon so lange keinen mehr gebacken? Ist doch eine vollwertige Nachmittagsschleckerei! Außerdem, kams mir grummelnd, verstaubt meine Marmelade zusehens durch unsere Porridge-Frühstücksumgewöhnung. Der Blick durch derlei Inspiration angespitzt, wurde ich über Petra fündig (um nicht auf ein altes Rezept zurück zu greifen). Anders wie sie wollte ich aber - so wie unsere Feriengäste - ein süßliches Hefebrot backen. Weitere Abänderung war, die Teigmenge auf zwei kleine Formen von 20cm x 10cm zu verteilen und die Hefemenge zu verringern.

Herje, auf diesem Milchbrot kann man nackige Babys betten: so weich, so zart, so daunig. Es ist eines dieser Brote, das man nicht kaut, sondern einfach mit der Zunge am Gaumen zerdrückt. Ungetunkt. Bei dem man ängstlich-vorsichtig und mit Konzentration die Butter darauf verstreicht, weil die Luft sonst zu entweichen droht. Und man automatisch noch eine Scheibe, und noch eine Scheibe und noch eine Scheibe abschneidet... Ich freue mich schon darauf, mit diesem Rezept zu spielen: Version B - mit Vollkorn-Anteil/ Version C - über Nacht Gare, um den Poren mehr Stand zu verleihen. Bref: Suppi!
Zutaten:

Tangzhong:
25g Mehl (m: T55)
100g Wasser
   

Hauptteig:
Tangzhong
125g Vollmilch
12g Hefe, frisch
350g Mehl (m: T55)
50g Rohrzucker (m: mit Vanille)
1Pr  Salz
1 großes Ei
30g kalt Butter
 
1 Eigelb mit etwas Milch verquirlt
Zubereitung:

Für den Tangzhong Wasser und Mehl in einem kleinen Topf erwärmen (etwa auf 65°), dabei mit dem Schneebesen stetig rühren und warten, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Abkühlen lassen

Die Milch lauwarm erwärmen, darin Zucker und Hefe verrühren.  

Nun das Mehl, das abgekühlte Wasser-Mehlgemisch, Hefe-Milch, Salz und Ei zufügen und 8min kneten. Dann die kalte Butter in Flöckchen zufügen und weitere 2min kneten.

Den Teig in eine mit Öl ausgeriebene Schüssel geben und abgedeckt eine gute Stunde (evt. länger) an einem sonnigen, warmen Platz gehen lassen.

Den Teig nun halbieren, dann in 6 gleichgroße Portinen (etwa à 120g) teilen. Die Formen fetten.

Jedes Teigstück auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche oval ausrollen (m: mit der Hand glatt gedrückt), von der langen Seite her 1/3 zur Mitte hin einschlagen, dann den Rest darüber schlagen (einfache Tour geben). Kurz entspannen lassen. Von der kurzen Seite etwa auf 15cm x 9cm sanft drücken/ wellen, dann zu einer Rolle aufrollen und mit der Naht nach unten in die Form setzen. Mit den übrigen Teiglingen ebenso verfahren. 

Weitere 45min abgedeckt gehen lassen. Den Ofen auf 175° (OU-Hitze) vorheizen. Die Oberfläche mit dem Eigelb verstreichen und die Brote ca. 35min backen (m: die letzten Minuten oben abgedeckt, damit sie nicht zu dunkel werden).


*Anmerkung m: Tangzhong bedeutet Vorteig
im Original lautet das Rezept: " Hokkaido Milk Bread " (Tangzhong Wasser Roux-Methode) 
 
Quelle: Rezepte mit Herz


andere Rezepte mit Hefeteig:

 

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