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Sonntag, 23. Januar 2022

das Böse 2/4: Cannelloni mit Kürbis, Mangold und Ziegenkäse

 

 

Die Welt betrachte ich durch die Brille der Homöopathie. All mein Wissen über die Homöopathie habe ich von meinem Habib. Mit ihm zusammen trat die Homöopathie in mein Leben. Viele Jahre hatte ich über die Bildhauerei versucht, mich von außen vorzuarbeiten, was einen Menschen im Inneren bewegt. Die Homöopathie drehte die Richtung meiner Bemühungen um: sie geht vom Inneren aus, dem Wesen, dem Kern. Ja, Homöopathie ist für mich DER Schlüssel für Goethes Ausspruch in *Das Märchen*: *Wie viel Geheimnis weißt du? - Drei, versetzte der Alte. - Welches ist das wichtigste? fragte der silberne König. - Das offenbare, versetzte der Alte.*  

Unabdingbare Basic für das Verständnis für Homöopathie ist, dass erst die Verbindung von Materie und Geist das Leben auf der Erde ermöglich, aber der Geist es ist, der die tote Form belebt! Wer hier schon nicht mehr mitkann, braucht gar nicht weiterzulesen.

Anfangs schien es mir völlig fancy, dass die Homöopathie in der Lage sein soll, die Inhaltskräfte der Natur beschreiben und auseinanderhalten zu können. Aber kommt es einem kompletten Frischling, der zum ersten Mal versucht auf der Tastatur seine zehn Finger unabhängig voneinander zu bewegen, nicht auch wie ein Witz vor, dass eine Klaviersonate von Beethoven für Menschenhände geschrieben sein soll? Es gilt wie für alles Streben: üben, üben, üben - was ebenfalls gute und weniger gute Spieler hervorbringt.

Und weil das Beschäftigungsgebiet der Homöopathie die beseelte Natur ist, scheint es mir gemäß meiner eigenen Entwicklung schwer vorstellbar, dass man Homöopathie über Theorie/Bücher erlernen kann. Viel mehr glaube ich - wie eigentlich für alle Künste - an das Meister-Prinzip. Es braucht jemanden, der dich einweist, einführt, der sein Wissen und seine Erfahrung in persona direkt und unmittelbar weitergibt. In meinem Fall lenkte der Habib mein Denken und meine Wahrnehmung. 

Der Habib faszinierte  mich mit der ersten Begegnung derart, dass ich es rasend spannend fand zu versuchen, die Welt mit seinen Augen zu betrachten. Was er erzählte, fiel mir zu Beginn schwer nachzuvollziehen. Aber jemand der trampend durch die ganze Welt zog, bevor Trampen überhaupt erfunden worden war, jemand der mit seinem Jeep zigfach ganz allein ohne GPS die endlose algerische Wüste durchquerte, jemand, der einzigartige, unverwechselbare Häuser entwirft, jemand, der im Schweiße seines Angesichts diesem Hang in der Drôme ein ganzes Anwesen abgetrotzt hat, kann so spinnert nicht sein (an den Taten werdet ihr gemessen...). Faktisch kannte ich niemanden, der mehr mit beide Füßen auf dem Boden steht wie er.

Um ein konstitutionelles Mittel zu begreifen, braucht es mindestens zwei lebende Beispiele, um dahin zu kommen, dieses wiedererkennen zu können. Und ja, ist doch sensationell, oder , man kann solche Mittel wiedererkennen (wenn's nicht wahr ist, soll mir mein kleiner Finger abfallen). Und zwar mittels emotionaler Intelligenz, mittels Einfühlen (s. auch *Vom Geist Afrikas*) - nichts was ein Computerprogramm durch Auswertung von Details jemals leisten kann. Denn in der Homöopathie geht es um feinste Nuancen und stets um das Individuum, den individuellen Fall. Ganz mit Saint Exupéry *Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. Man sieht nur mit dem Herzen gut.*

Jüngere Menschen haben Probleme, die Emotionen anderer wahrzunehmen, titelt die Zeit. Verkrüppelte emotionale Fähigkeiten sind der Preis für gesteigerte, aber auch verdrehte Verstandeskräfte. Viele Menschen in den Industrie-Nationen wiegen sich in dem Trugschluß, indigenen Völker deshalb überlegen zu sein, ohne überhaupt zu bemerken, dass der Kopf ihr Herz verkümmern ließ.

Gefühl und mentale Gedankenkraft müssen im Einklang stehen. Wird eines davon bevorzugt, so schrumpft das andere in gleichem Maße (Gefühlsdusselei = verdrehte Emotion). Ebenso wirken auch Körper und Spiritualität wechselseitig aufeinander. Letztlich aber müssen alle vier Wahrnehmungsebenen - Körper-Gefühl-Verstand-Spritualität - in stimmigen Austausch miteinander stehen. 

Erkenntnis ist ein ausgewogener, innerer und individueller Prozeß, der nicht übertragbarer ist -  zum xten mal der Goehte Ausspruch *Wenn ihrs nicht fühlt, ihr werdet es nicht erjagen*. So geht der beste Schutz der Wahrheit: sie offenbart sich nur jenen, die nach ihr suchen, die dafür bereit sind. Hingegen tiefes Wissen offen zu legen für alle, birgt große Gefahren. Vielleicht auch ein Grund, warum manches Wissen nur mündlich weitergeben werden sollte. Goethe machte aus seinem Missfallen über E.T.A.s Hoffmanns Kunstmärchen *Klein Zaches genannt Zinnober* keinen Hehl. ETA Hoffmann beschreibt darin das Wesen von Zinnober, das seine Kaltherzigkeit hinter einem falschen Schöngeist versteckt, in dem es sich der schöpferischen Schaffenskraft anderer bedient um seine Umgebung zu blenden. Was passiert, wenn eine solche Tarnung auffliegt vor Menschen, die Geist nicht verstanden haben, schildert Hoffmann ebenfalls: sie trachten Zinnober nach dem Leben und wollen ihn lünchen. "Todesstrafe" - geistig betrachtet völliger Blödsinn! *Geist* kann man nicht auslöschen.

ALLE Naturkräfte sind notwenig, um Leben auf der Erde überhaupt zu ermöglichen! *Was machst du an der Welt? Sie ist schon gemacht; der Herr der Schöpfung hat alles bedacht.* Ähnlich endet ebenfalls *Reineke Fuchs* - man hat zu aktzeptieren, wie die Welt beschaffen ist. Es ist wie beim Kasperle-Theater: um eine Geschichte zu erzählen, braucht es alle Handpuppen, aber *Kasperle, pass auf!!!!* vor dem Krokodil (den dunklen Mächten) - (s. dazu den Post: Landscape of fear: wer nicht auf der Hut ist, dem gehts an den Kragen). Sie sind alle nötig, wenn sich Kasper entwickeln soll. So waren im alten Ägypten dem Krokodil ganze Tempel geweiht. 

Ganz fatal wird es in der Miasmatik, der Seuchenlehre, denn Seuchen sind hochansteckend und viele davon sind chronisch und unheilbar - nicht nur körperlich, ebenso geistig! Dabei geht es bestimmt nicht um das Richten oder Verurteilen von anderen. Ganz im Gegenteil. Wer noch tiefer vordringen will, nämlich zur Miasmatik - die krankhafte Verdrehungen des Geistes - muss sich ganz zur Verfügung stellen. Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht? Dem eigenen Denken auf die Schliche zu kommen, fällt schwer. Denn unser Denken macht unsere Existenz aus, das stellen wir innerlich auf einen goldenen Sockel. Wie aber diesen Sockel ins Wanken bringen - etwa zur Bereinigung? Es gibt Methoden wie die der öffentlichen Beichte. Oder durch Familienaufstellungen, um dunklen Geheimnissen ans Licht zu verhelfen. Geistige Nacktheit macht höllisch Angst - wirkt aber unbeschreiblich befreiend für die, die sich dazu überwinden.

Es gilt sich klar zu machen: all die unterschiedlichen Lebenskräfte sind angelegt, um einzelne Menschen zur Urteilsfähigkeit zu verhelfen (was will ich, was will ich nicht) und damit zur Bewußtwerdung. Die ganze, irdische Schöpfung opfert sich, um einzelne zum Baum der Erkenntnis zu führen, zum eigenen, individuellen und wahrhaften ICH. Vergiß nie:

DIE LÜGE IST DER ANFANG UND DER GRUND ALLEN ÜBELS AUF DER ERDE

 


Ein offenes Geheimnis ist meine Liebe zu der italienischen, frischen Pasta. Kürbis und Mangold zählen für mich zu den großen Gemüse-Dream-Teams: sie heben sich gegenseitig und ergänzen sich hervorragend. Exakt aus diesem Grund habe ich die beiden - Kürbis & Mangold - schon sehr oft zusammengebracht.

Ziegenkäse macht darauf den perfekten Dreiklang. Diese Kombi habe ich diesen Winter schon 2 Mal als Lasagne auf den Tisch gebracht. Nun als neue Spielart in der gefüllten Version als Cannelloni. Njami, njami - also wenn man sich auf diese Weise nicht das Leben schöner kochen kann, dann weiß ich auch nicht...


Zutaten 2P:

Cannelloni-Blätter:
100g Mehl (m: D1050)
1 Ei
1 EL Olivenöl

350g Kürbis, geschält, in 1cm Streifen (Butternut)
150g Mangold
2 Knoblauchzehen
10 Salbei-Blätter
1 Zweig Rosmarin
1 Ziegenfrischkäse (oder 150g Ricotta)
70g Ziegen-Gauda (m: Tomme de Brebis), geraspelt
 Harissa
1 TL Koriander, geschrotet
1 TL Kreuzkümmel, geschrotet
Salz
1 Pr Zucker

Béchamel:
25g Butter
2 (kleine) EL Mehl
Weißwein
Milch
Salz
Muskatnuss
Pfeffer
2TL Thymian-Blättchen 
Ziegen-Gauda zum Überstreuen

Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Pastateig einen geschmeidigen, elastischen Teig kneten und eingewickelt mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Ofen auf 210°C vorheize. Backblech mit Backpapier auslegen, mit Öl bepinseln und die Kürbisstreifen glatt darauf legen. Mit wenig Öl bepinseln. Salzen, pfeffern und für ca. 15min im Ofen garen. Etwas abkühlen lassen, dann den Kürbis kleiner wiegen

Mangold putzen, Stiele von Blätter trennen. Getrennt von einander klein schneiden. Knofi fein hacken, ebenso die frischen Kräuter. In etwas Öl Mangoldstiele mit Knofi und Kräutern andünsten - dann auch Koriander und Kreuzkümmel zufügen und ebenfalls mitbraten. Dann das Mangoldgrün untermischen, etwas Gemüsebrühe anschütten, Deckel auflegen und Mangold weich garen - dauert je nach Größe etwa 10 min. Der Mangold sollte weich und das Wasser verdampft sein. Salzen, pfeffern.

Kürbis und Mangold mit dem Ziegenfrischkäse/ Ricotta und dem Gauda mischen und nochmals gut nachwürzen.

Den Pastateig dünn in Bahnen ausrollen (m: Pastamaschine Marcato). Daraus 12 Rechtecke von etwa 10cm x 13cm schneiden. In einer hohen, breiten Pfanne Wasser zum Kochen bringen und die Rechtecke nacheinander darin kurz garen und auf einem sauberen Küchentuch auslegen.

Die Béchamel zubereiten. Dafür die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und das Mehl zufügen. Immer konstant rühren wenn nach und nach Weißwein und Milch angeschüttet wird - direkt auch den Thymian dazugeben -, so lange rühren, bis eine cremige Béchamel entsteht. Würzen mit Salz, Pfeffer und Muskat.

Ofen auf 180° vorheizen.

Eine Gratinform buttern. Die Cannelloni mit dem Gemüse füllen und einrollen. Nebeneinander in die Gratinform setzen, mit der Béchamel übergießen und mit etwas Ziegengauda bestreuen und für etwa 30min in den heißen Ofen schieben.

Anmerkung m: etwa die gleiche Zutatenliste auch zur Herstellung für eine Lasagne verwendet - dann wird nur der Ricotta herausgekürzt und die Béchamel mengenmäßig etwas erhöht. Den Kürbis kleiner zu scheiden, ist dafür nicht nötig - den kann man auf die Lasagneblätter verteilen, wie man ihn aus dem Ofen holt. Alles andere bleibt sich gleich.


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