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Montag, 11. April 2022

die Entscheidung - Kebap aus roten Linsen


Fahrrad fahren und Bio-Tomaten essen, macht noch keinen Naturbezug. Und sauber Müll trennen auch nicht. Sätze, die ich schon immer mal loswerden wollte!

Wann hattest du das letzte Mal einen Grasfleck auf der Hose, Kletten in den Haaren, die Nase in frisch gemähtem Heu? Gras zwischen den Zehen? Weißt du, wie Erde schmeckt? Und auch das sind nur schön klingende Äußerlichkeiten. Wie bei jeder Beziehung geht es um Qualität - und die läßt sich nicht demonstrieren oder messen, die läßt sich nur innerlich erfahren. Wenn, dann stellen sich in Beziehungen Fragen nach dem WIE: wie tief geht die Verbindung, wie nahe ist man sich, wie wird der Kontakt gepflegt, wie groß ist das Vertrauen? In dein Herz können andere schwer blicken.

Lange bevor die Ersten mit ihren Handys verwachsen waren, kündigte der Habib in seinen Seminaren bereits an, dass die große Entscheidung zwischen Natur und künstlicher Welt zu treffen sein wird - was damals noch einigermaßen abstrakt anmutete. Mittlerweile ist Technik und Wissenschaft in beeindruckendem Tempo foran geschritten und die künstliche Intelligenz nur eines der Flaggschiffe menschlichen Forschungsdrang. Parallel dazu aber wenden sich die Menschen der Industrienationen immer weiter ab von der Natur - ich hatte es dazu bereits vor Jahren: von der nachweisbaren Naturentfremdung.

Wie tiefgreifend sich diese Entwicklung auf unseren Alltag auswirken wird, nimmt im Sauseschritt neue Dimensionen an. Marc Zuckerberg verkündete dazu quasi den Startschuß, indem er Facebook in Metaverse umbenannte: in naher Zukunft wird unsere reale Welt in wesentlichen Teilen in eine künstliche, digitale Welt verlagert - samt Arbeitsplätze und Konsum (kurzer Eindruck dazu etwa im Webseminar - Dirk Müller)

Ganz deutlich formuliert es auch Klaus Schwab, genau, der Chef des Weltwirtschaftsforum von Davos, der unlängst mit *The Great Reset* von sich reden machte. In seinem neuesten Buch *The great Narrativ* (hörenswerte Rezension von Gunnar Kaiser) skizziert er seine transhumanistische Zukunftsvision. Diese besteht, in seinen Worten, in einer *Verschmelzung der physischen, digitalen und biologischen Sphären, mit Folgen für alle Disziplinen, Volkswirtschaften und Branchen, was sogar die Vorstellungen in Frage stellen wird, was es bedeutet, menschlich zu sein*. Weiter führt er aus:

*Es wird oft gesagt, dass das 19. Jahrhundert das Jahrhundert das der Chemie war, das 20. Jahrhundert das der Physik und das 21. Jahrhundert das der (synthetischen) Biologie wird. Ein Jahrhundert, in dem biologische Systeme so umgestaltet werden, dass sie den menschlichen Bedürfnissen entsprechen. Wir stehen am Beginn der genetischen Revolution. Mit der Pandemie hätte die synthetische Biologie seines Erachtens nach den erfolgreichen Beweis erbracht, zu halten, was sie verspreche: *Die ersten Impstoffe sind MRNA-Impfstoffe bei denen synthetische Stränge des genetischen Codes, die am Computer modelliert wurden, in unseren Körper eingebracht werden.* Eine Technologie, die zukünftig noch in viel größerem Maß zum Einsatz kommen soll...

An dieser Stelle möchte ich den Dalai Lama dazuziehen, der mich alleine deshalb schon total beeindruckt, weil er als Religionsführer äußert, dass alle Weltreligionen im Kern die gleiche Botschaft haben und der Buddhismus nur ein Weg von vielen ist. Obendrein bekräftigt er, benötige es die Religion nicht zwingend, um ein guter Mensch zu sein: ein gesunder Menschenverstand und allgemeingültige, ethische Prinzipien wären ausreichend. Doch in diesem Zusammenhang möchte ich seine Bedenken anknüpfen (Auszug aus *Das Buch der Menschlichkeit*):

*Ich bin in Sorge darüber. dass wir dazu neigen, die Grenzen der Wissenschaft aus dem Blick zu verlieren. Indem sie in weiten Kreisen die Religion als letzte Wissensquelle ersetzt, erhält die Wissenschaft selbst so etwas wie einen religiösen Anstrich.  Und dadurch sind einige ihrer Anhänger in Gefahr, ihren Prinzipien blindes Vertrauen zu schenken und damit anderen Sichtweisen gegenüber intolerant zu werden.*

Der Dalai Lama (durchaus keiner, der den Fortschritt dank Wissenschaft ablehnt) nennt als Beispiel für die Grenzen der Wissenschaft das Bewußtsein: *Es gehört zu jener Art von Phänomenen, die weder Gestalt, Masse noch Farbe besitzen und sich mit äußeren Mitteln nicht untersuchen lassen. Das bedeutet nicht, dass diese Phänomene nicht existieren, sondern lediglich , dass die Wissenschaft sie nicht dingfest machen kann.* Trotz aller Bemühungen wissen wir bis heute nicht, worum es sich bei Bewußtheit handelt, warum es da ist, wie es funktioniert, was sein Wesen ist noch was der Grund für sein Vorhandensein ausmacht.

Mit meinem heutigen Artikel will ich Bewußtheit schaffen für die Entscheidung, vor die die Menschheit nun mehr und mehr gestellt ist. Und ich will dafür werben, das eigene Bewußtsein dafür auch zu benutzen! Und zwar geht es um nichts Geringeres als DIE Gretchenfrage mit weitreichenden und tiefgreifenden Konsequenzen: reiner Materialismus oder beseelte Natur. Jeder einzelne hat sich mit dieser Frage eigenverantwortlich auseinanderzusetzen und man kann diese Enscheidung niemandem abnehmen. Wer nicht bewußt nach den Gesetzen der Natur lebt, dem wird automatisch der Materialismus übergestülpt.

Es gilt sich klar zu machen: Wer sich gegen die Natur stellt, sündigt wider den Geist.

 

 

Ihr seht es an den Fotos: diese Kebap aus rohen, roten Linsen habe ich uns bereits öfters zubereitet. Seitdem ich seltener blogge, veröffentliche ich fast nur noch Rezepte, die ich wiederholt auf den Tisch gebracht habe. Uns haben diese kleinen, knusprigen Dinger absolut überzeugt: gut gewürzt, schnell gemacht, super Konsistenz und eine echte Bereicherung für jeden Veggie-Teller - ob mit einem Pü oder den allseits beliebten, bunten Ofen-Gemüse. Eindeutig ein Keeper in meiner Küche!

 

Zutaten - ca. 20 Stück/4P:

200g rote Linsen
1 Stück Ingwer (ca. 3cm)
4 Knofi-Zehen
50g gemahlene Mandeln (oder Cashews)
1/2 Bund Petersilie/ oder Koriander
1 TL Garam Masala
1/4 TL Back-Pulver
Chili
1/2 TL Kreuzkümmel
Limettensaft
1 mittlere Zwiebel (ca. 100g)
1 mittlere Kartoffel (ca. 100g)
1 mittlere Karotte (ca. 100g)
etwas Kohl (oder Lauch) - ca. 100g
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Die Linsen ca. 25-30min in Wasser einweichen. 

Währrenddessen die Zwiebel fein würfeln, die Karotte bürsteln, die Kartoffel schälen und beides auf dem Gemüsehobel raspeln. Den Kohl (oder Lauch) fein schneiden. In etwas Olivenöl einige Minuten dünsten, kurz vor Ende die fein gewiegte Petersilie unterziehen -  und zur Seite stellen.

Die Linsen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. In einem Blender zusammen mit dem gewürfelten Knoblauch und dem Ingwer fein mixen.

Linsen, gedünstetes Gemüse, Nüsse und Gewürze in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Würzig abschmecken. In leicht geölten Händen kleine Frikadellen formen und in einer Pfanne mit erhitztem Olivenöl von beiden Seiten golden und knusprig braten.

Quelle: Food impromptu


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