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Donnerstag, 9. Juni 2022

luftige, briochige Sonnen-Buns mit dunkelroten Gemüse-Patties

 

 

Ist euch schon mal aufgefallen, dass es einen Unterschied macht, ob man Pommes mit den Fingern ißt oder mit einer Pommesgabel aufspießt? Ich finde, der Geschmack verändert sich. Nur durch die Art und Weise, wie die frittierten Teilchen in den Mund geschoben werden. Wobei ich jetzt ausgesprochen selten Pommes esse. Aber als Beispiel. Als weiteres Beispiel zu meinem sonstigen Standart-Beispiel Nudeln. Weil Nudeln schmecken in unterschiedlicher Form anders. Bei gleichem Teig wohlgemerkt! Das ist doch genauso völlig phänomenal, oder?

Manchmal brauchts gar nicht viel, um den alltäglichen Dingen wieder einen neuen Dreh zu verleihen. *Mental Health* nennt man das neudeutsch. Oder wie Einstein lange zuvor sagte: *Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.*

Nun, eigentlich bin ich kein großer Burger-Fan, aber das gleicht sich dadurch aus, dass ich gerne mit den Fingern esse. Sieht nicht immer schön aus, wenn man in einen Burger beißt, aber es macht einfach Spaß. Alle Tischsitten darf man fahren lassen und sich pur aufs Essen konzentieren, auf seine Finger, die Aromen...

Burger hat bei uns außerdem wieder Aufwind bekommen dank dem Porridge-Frühstück. Sonst würde ja irgendwie dem Brötchen wieder ein Brötchen folgen. Da oute ich mich wohl als verwöhnt - irgendwie hinterläßt das jahrelange Foodbloggen dann wohl seine Spuren: wenn ich selbst bestimme, was gekocht wird, dann darfs auch abwechslungsreich sein.

Deshalb gibts, wenn es Burger gibt, natürlich stets einen anderen Burger. Und wegen dem neuen Dreh im Alltäglichen...



Dabei sieht ein selbstgebastelter Burger oft aufweniger aus, als er ist. Der Brötchenteig ist schnell zusammengeknetet - es braucht (wie so oft) lediglich ein bißchen Zeit. Die Brötchen lassen sich aber auch hervorragend einfrieren, sollte es mittags schneller gehen müssen. Oder zum Abendbrot. Denn dann wollen nur noch die Patties zubereiten werden.

Für diese stand das Motto Pate: viel hilft viel. In einem Burger-Bun darf ein vegetarisches Pattie AUF GAR KEINEN FALL untergehen. Deshalb muss da ordentlich Bums ran. Außerdem finde ich wichtig, dass die Zähne in einen Burger irgendwie auf Widerstand stoßen, wenn man reinbeißt. Also das Gegenteil von einem Marshmallow-Gefühl (wobei ich nicht wüßte, wann ich zuletzt ein Marshmallow gegessen hätte, aber ihr wißt, was ich meine). Genau dafür hat das grobe Soja-Geschnetzelte gute Dienste geleistet. Ich fand den Buger super. Also für einen Burger sogar richtig super!


Zutaten 4 Sonnen-Buns:

210g Mehl (m: 50g davon Einkorn-VK)
90g Wasser, warm
1 Ei
20ml Milch
20g Butter, weich
1 (kleiner) TL Salz
1 12/2 TL Zucker
10g Hefe
Sesam als Deko

Zubereitung:

Das Ei veruqirlen und die Hälfte zu Seite stellen. Hefe in etwas warmen Wasser (nicht heiß!) auflösen und alle Zutaten miteinander verkneten (m: Handrührmaschine), bis ein homogener Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst (ca. 7 min). Dann an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen, bis sich der Teig gut verdoppelt hat - dauert etwa eine gute Stunde.

Den Teig in vier gleichgroße Stücke teilen, rund schleifen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und abgedeckt nochmals gehen lassen - dieses Mal ca. eine knappe Stunde (hängt von der Raumtemperatur ab - die Buns sollten nahezu Vollgare haben.

Ofen auf 200°C vorheizen.

In die restliche Eihälfte ein wenig Wasser mengen und die Oberfläche der Buns damit bepinseln und mit mit Sesam bestreuen. Für etwa 15-20 min golden backen.

 

 

 

4 Burger-Pattie*:

140g Haferflocken
1 kleine rote Zwiebel
150g schwarze Bohnen, gekocht2
200g rote Bete, gekocht
30g getrocknete Shitake-Pilze
3 Knoblauchzehen
Gemüsebrühe 
80g Mais
50g Soja-Geschnetzeltes, grob, getrocknet
Harissa
1 EL Öl
1 EL Tamari-Sauce
1 TL Cumin
1 TL Paprika-Pulver
je 1TL Oregano/ Thymian/ Rosmarin 
1 TL Pimentos dela verra
etwas frischer Koriander, gehackt
Harissa
Salz, Pfeffer

 

 

Zuereitung:

Die Shitake-Pilze mit kochendem Wasser übergießen und quellen lassen. Die Pilze von den Stielen befreien und diese entsorgen, den Rest etwas kleiner schneiden.Ebenso das Soja-Geschnetzelte mit der angegebenen Menge kochendem Wasser übergießen und zur Seite stellen

Die Haferflocken in einem Mixer als erstes zu Haferflockenmehl zerkleinern (muss nicht superfein sein). Dann die Bohnen zufügen, Pilze, Zwiebel, Rote Bete und Gewürze und nur so lange mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Masse in eine Schüssel geben, nun das Soja-Geschnetzelte und den Mais untermischen und nochmals abschmecken. Hände leicht einölen, Masse vierteln und in der Hand zu Patties formen. Auf vier zurecht geschnittene Backpapierstücke setzen und für 15 Minuten die Patties ruhen lassen. Anschließend sind sie griffiger und weniger klebrig.

In einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten anbraten. Wer einen Cheese-Burger basteln will, legt auf die zweite Seite direkt die Scheibe Käse, damit diese schön schmilzt und deckt dafür die Pfanne mit einem Deckel ab.


Den Burger nach Belieben stapeln: mit Majo bestreichen, Salatblatt, Pattie, Stück grüne Paprika (auf Foto leider nicht zu sehen ;) und Gemüse-Confit. Aber ganz eurem Gusto überlassen. Ein paar gebratene Champignons passen auch gut. Oder wer mag Cornichons oder rote Zwiebelringe. Oderoder...

Inspiration Pattie: Yuen Men Cooking - Youtube/ light brioche burger buns - The clever carrot  

 

 

Ich weiß, Thronjubiläen erhalten mehr Aufrufe. Oder Schlammschlachten vor Gericht von Hollywood-Stars. Wobei ich bei letzterem ebenfalls viel gelernt habe: eine Person mit *histrionischer Persönlichkeitsstörung* kenne ich selbst, mir fehlte nur seither für das eigene psychologische Gutachten das spezifische Wort! Immer gut, wenn das Kind einen Namen hat und man weiß, mit wem oder was man es zu tun hat.

Aber ich wollte die Aufmerksamkeit noch auf etwas anderes lenken. Schließlich erleben wir den bedeutenden Beginn einer Zeitenwende mit. Wer gedanklich noch eine Portion Gehalt vertragen kann, dem möchte ich den von Radio München eingelesenen Text von Julia Weiss *Die Abschaffung der Seele*  (Youtube) ans Herz legen/ für jene, die lieber lesen, ist er im Multipolar-Magazin abgedruckt. 

Der Text beschäftigt sich mit nichts Geringerem als der Gestaltung der Zukunft der Menschheit - nochmals gleiches Thema wie hier in meinem Post *die Entscheidung*. Dank der Eitelkeit und der Hybris der Machthaber und Elite machen sie keinen Hehl darauf, wohin sie steuern und wie sie die Weichen stellen. Kern dieser Auseinandersetzung bleibt die damit verbundene Frage an den Einzelnen, welchen Weg er für sich einschlagen will.

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