Manchmal hat man den Eindruck, dass eine glückliche Beziehung unmöglich ist. Schaut euch doch mal um: wo sind sie denn, die glücklichen Paare?! Im Grunde kann es gar nicht klappen, irgendwie zum Scheitern verurteilt: der Alltag, der Stress, der Existenzkampf, die Hormone, die Verführungen samt Möglichkeiten, die mitgebrachten Traumata (die Dämonen), die getriggerten Punkte, die Missverständnisse, die daraus entstehenden Zweifel, das Misstrauen - und so passiert es: man scheitert und kriegt es nicht hin, obwohl man sich eigentlich mag...
Dabei wäre es - rein theoretisch - gar nicht so schwierig. Zwei Dinge müssen aber unbedingt gegeben sein - sonst wirds nix. Man braucht ein Gegenüber, das anständig und aufrichtig ist. Man kann sich anstrengen, wie man will, aber mit einer Hyäne, einem Krokodil oder Chamäleon ist es vergebene Liebesmühe. Da fehlt der gegenseitige Respekt, das endet in Machtspielen und kultiviertem Gegeneinander. Ein Zusammenleben oder gar Gleichklang wird nicht Zustande kommen. *Trau, schau wem* - niemals entscheidender als in der Partnerwahl.
Und der zweite Punkt ist: es braucht gemeinsame Werte, denen man sich gemeinsam unterstellt. Ein gemeinsames geistiges Dach, unter welches man unterschlupft. Ohne diesen Überbau geht es ebenfalls nicht, ohne die hat keine Beziehung Bestand, Fundament und Zukunft.
Ist das gegeben - eine gute Wahl sowie Werte - dann ist der Rest eine Geschichte, die derart einfach ist, dass man sie Kindern erklären kann. So getan von Saint Exupéry in *Der kleine Prinz*. Du hat dir jemanden vertraut gemacht - man hat sich kennengelernt, angenähert, angefreundet, angeglichen - und nun bist du auch verantwortlich für diesen Menschen. Wie ernsthaft, wie willensstark du bist - das wird immer abgefragt in einer Beziehung und ist untrennbarer Teil davon, gemeinsam durchs Leben zu wollen, gemeinsam sich immer wieder zu verändern und zu wandeln.

"Nur was man liebt, erkennt man wirklich." Paracelsius
AntwortenLöschenGruss Evi