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Samstag, 10. April 2021

April-Booster: fermentierte Bärlauch-Sauce

 

Wißt ihr, warum Bärlauch Bärlauch heißt? Mir wars bisher nicht bekannt. Der Name ist dem Volksglauben entlehnt, dass Bärlauch angeblich so kräftigend ist, dass er selbst klapprige Bären nach ihrem Winterschlaf wieder in Top-Form bringt! Jetzt wißt ihr Bescheid! Und auch warum kein Weg am Bärlauch vorbei führt!

Mag ja sein, dass jetzt nicht jedem Bärlauch richtig super schmeckt. Aber das gleicht er mit all seinen umwerfenden Vorteilen lässig aus. So stärkt er das Immunsystem, schützt vor freien Radikalen, er gilt als entzündungshemmend und antibakteriell, senkt den Blutdruck, sorgt für eine gute Darmflora, bref: er wirkt wie ein natürliches Antibiotika. Ich bin geneigt zu behaupten, Bärlauch ist das Lebertran der Pflanzenwelt.

Bon, ist vielleicht ein bißchen übertrieben, aber die grobe Richtung stimmt! Darauf, dass Bärlauch ein Frühlings-Booster ist, darauf einigen wir uns bestimmt!

Für mich gehört er als Frühlingsbote unbedingt auf den Teller. Zu meinen bisherigen Standarts wie Pesto und Öl kommt nun noch die fermentierte Bärlauch-Sauce hinzu, zu der mich *Buschfunkistan* angestiftet hat. Denn hier potenzieren wir die Heilwirkung von Bärlauch noch zusätzlich durch das Fermentieren, wodurch der Bärlauch obendrein probiotisch wird.

Wie lange diese Sauce hält, kann ich euch nicht sagen. Aber ich merke schon: bei mir kommt sie schnell weg. Bereits bei den fermentieren Rote Beten (dazu komme ich noch), habe ich festgestellt, dass die Fermentation die geschmacklichen Kanten etwas runder schleift. Schmeckt die Rote Bete fermentiert weniger erdig, so schmeckt der Bärlauch weniger nach Knoblauch.  Ich habe die Sauce bereits in eine Salat-Vinaigrette gemischt, in eine Quiche versteckt und als Topping eines Bärlauch-Risottos verwendet. Eine echte Bereicherung, die Sauce wird in diesem Haushalt definitiv ein Keeper!


 

Ach, und für alle, die man wie mich nicht mehr überzeugen muss von der Heilkraft von Mutter Natur, für die habe ich noch einen Tipp, den ich wiederum erhielt von einer lieben Leserin (coucou Lisa) - und den ich gemäß meinem neuen*Beeing a funghi in the forest*-Prinzip auch mit euch teilen will.

Noch hat die Pharma-Industrie keine Medikamente für Covid-Erkankte an der Hand, so dass sich einige in Selbsthilfegruppen organisieren - gerade wenn es um die Suche nach Therapie-Ideen rund um Langzeitfolgen geht. Hier kommt Artemisia unnua ins Spiel, der einjährige Beifuß. Populär ist er schon lange in Madagaskar und anderen afrikanischen Staaten, wo man erfolgreich Malaria damit behandelt (eine Entdeckung, die immerhin mit dem medizinischen Nobelpreis ausgezeichnet wurde). Erste Laborstudien zeigen sich vielversprechend ebenfalls Covid betreffend.

Und eine weitere Empfehlung kann ich euch direkt hinterherschieben. Und zwar haben wir das durch und durch sympathische Familienunternehmen *Kasimir und Lieselotte* entdeckt, mit deren Online-Handel wir die besten Erfahrungen gemacht haben - falls ihr euch entsprechend eindecken wollt. Bitte schön! Gerne geschehen!

 

Zutaten - 1 Glas:

150g Bärlauch
2 TL Steinsalz
Abrieb einer halben Zitrone
Wasser
 (optional Glasgewicht)*

Zubereitung:

Das Glas inklusive Deckel sterilisieren (m: mit kochendem Wasser). Die Kräuter waschen und in das vorbereitete Glas stopfen

Nun Wasser-Füllmenge und Kräutergewicht addieren und die exakte Salzmenge zum Fermentieren errechnen = 2 Prozent. Das Wasser sollte die Kräuter komplett bedecken, damit kein Sauerstoff an den Bärlauch gelangt. Deshalb kommt ein Glasgewicht (ebenfalls sterilisiert) zum Einsatz (m: ersetzt durch kleines Glasgefäß, das ich mit Wasser füllte und mir als Gewicht im Glas ausreichte).

Eine Woche  fermentieren lassen - gut zu erkennen an aufsteigenden Bläschen.

Dann die Lake zum guten Teil abschütten und den Bärlauch in einem Hochleistungsmixer feinst pürieren. Zur gewünschten Konsistenz wieder etwas Salz-Lake zufügen. Wieder in sterilisierte Gläser/ Flaschen/ Behälter füllen. Um den weiteren Fermentationsprozess zu verlangsamen, diese dann im Kühlschrank aufbewahren.

*Anmerkung m: ich habe das Glasgewicht durch ein mit Wasser gefülltes Gläschen ersetzt, welches in mein Füllglas passte/ ich habe mich wie Buschfunkistan nicht streng an die 2%-Regel gehalten - daher keine Gramm-Angaben

150g Bärlauch sind lediglich ein Richtwert - logo, könnt ihr auch mehr auf einen Schlag fermentieren!

Quelle: Buschfunkistan (youtube)

 

letztes Jahr habe ich euch - ganz Service-Blog - ein Board zusammengestellt:

**** Bärlauch-Spezial ****



13 Kommentare :

  1. Bei meinen Eltern wächst der Bärlauch gerade wieder in Massen. Und da ich ja eh alles mag, das blubbert und gärt (alleine schon wegen dem Blubbern und Gären, aber natürlich auch wegen des Aromas), kommt das sofort auf meine toDo-Liste!

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    1. Ideale Bedingungen, Stefanie! Wenn ich gleiche Verhältnisse hätte, dann würde ich bestimmt noch Bärlauch-Salz machen (also Bärlauch trocknen und mit Salz feinst zerkleinern). Aber hier in Südrankreich gibt es nicht viele Jagdgründe und mein Garten gibt nur die Menge für die direkte Frischverwertung her... Viel Spaß beim Blubbern :)

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  2. Ich gestehe, nach anfänglich großer Begeisterung habe ich den Bärlauch über die Jahre etwas satt. Eine Suppe wollte ich machen, das wäre es gewesen. Aber das hier wird jetzt auch noch zügig umgesetzt, das lacht mich sehr an.

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    1. Ja, Susanne, ich verstehe, was du meinst: mir wird der Bärlauch zwischendrin auch gerne ein wenig zu penetrant. Deshalb habe ich ihn auch schon *den Pauke-Spieler* genannt. Der fermentierte Bärlauch erhält noch eine schöne Süße und spielt sich längst nicht mehr so in den geschmacklichen Vordergrund. Aber was schreibe ich.... du wirst schon sehen ;)

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  3. Mir geht es ähnlich wie Susanne: Nachdem ich jedes Frühjahr voller Begeisterung (zuviel) Bärlauch sammle und mit Salz und Öl zerkleinert Gläschenweise konserviere, steht es mir spätestens im Juni aber zu den Ohren raus. Diese fermentierte Variante hört sich aber besonders fein an und wird auf jeden Fall ausprobiert. Ich verwende zum Beschweren übrigens einfach einen schönen, großen gewaschenen Flusskiesel. Dafür sitzt du ja auch an guter Quelle ;-) Heute hier endlich (!!!) Regen. Viele Grüße von Hannah

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    1. Ich kann dir diese Sauce, Hannah, nur empfehlen - ich finde sie eine echte Endeckung! Und für mich gehört Bärlauch einfach zum Frühling, seit ich mit der Heilkräuter-Sammelleidenschaft begonnen habe umso sehr - selbst wenn er hier gar nicht so leicht aufzutreiben ist wie im Süden Deutschlands. Das macht ihn dann direkt kostbarer! graue und herzliche Grüße zurück (der Regen ist leider schon wieder weitergezogen...)

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  4. Bärlauchsoße meinte ich natürlich, war gedanklich schon beim Öl, das ich damit würzen möchte ;-)

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  5. Oh, liebe Micha, das hört sich gut an. Steinsalz habe ich nicht, ob wohl Meersalz genauso geht? Wir haben in der relativen Nähe einen Berg, der ist völlig bewachsen mit Bärlauch und JEDES Mal komme ich mit eigentlich zuviel nachhause (Genannt: Bärlauchwahn...Zitat meines Mannes). Da ist das Rezept eine gute Möglichkeit der Verwendung.Liebe Grüße aus grauem Regen, Sunni

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    1. Liebe Sunni, Meersalz kannst du auch verwenden (nur kein Industriesalz). Und den Bärlauch-Wahn kennen wir *Sammel-Mädels* wohl alle. Aber irgendwann hat man dann auch wieder genug Bärlauch getankt! Du wirst sehen: fermentierter Bärlauch ist eine tolle Bereicherung! endlich regennasse Grüße (leider immer noch zu wenig) zurück...

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  6. Bei mir wächst der Bärlauch im Garten u.wir machen viele Gerichte mit Bärlauch.Fermentierten Bärlauch kannte ich nicht nicht-wird aber sofort hergestellt.Dankeschön.

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    1. Wie toll, dann brauchst du dich für den Bärlauch einfach nur bücken. Besser geht nicht!

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  7. Du bist die Beste, wie immer. Inspiration, Inspiration, Inspiration. Einfach nur DANKE :-)))

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