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Sonntag, 18. April 2021

DUBB: vegane Lieblingswürstchen


Artikel wie dieser in der Süddeutschen *An Mahlzeiten läßt sich ablesen, wie glücklich eine Beziehung ist* gießen natürlich Wasser auf meine Mühlen! Da reicht mir schon die Überschrift, den muss ich gar nicht ganz lesen! Da schnurrt das Kätzchen in mir!

Wobei ich einschränkend hinzufügen muss, dass ich schon begünstigt mit allen zehn Fingern auf solche Aussagen zeigen kann. Ich bin nicht im Home-Office (oder immer - je nachdem von welcher Perspektive aus man das betrachten will), ich muss mich nicht zusätzlich um eine Rasselbande in Home-Schooling kümmern, ich leide in keinster Weise unter Terminstress, mit dem Habib habe ich eine Perle als Gegenüber - er schenkt mir mit seiner Aufmerksamkeit und Achtsamkeit stets viel Wertschätzung -  und ein südfranzösischer Garten gleicht einem Joker im Zutatenblatt. Bref: ich habe WIRKLICH leicht reden.

Trotzdem gefällt mir diese Botschaft natürlich. Denn der Alltag ist ein gefräßiges Monster, das jeder Beziehung zusetzt. Die Momente, in denen man sich bewußt begegnet, muss man bewußt schaffen. Von nix kommt nix. Das gilt vorneweg für alles Gute. Der Scheiß schleicht sich schon von ganz alleine ein - um den muss sich keiner mühen.

Tatsächlich ist für mich der Eßtisch das Herzstück einer jeden Wohnung. Und vielleicht ist es deshalb auch wegweißend für alle anderen Bereiche, was dort geschieht. Ich finde auch nicht, dass man da jeden Tag Feuerwerke abfackeln muss. Im Gegenteil, das dokumentiere ich mit diesem Blog ja. Gartenküche: spektakulär-unspektakulär. Was in meiner Welt eine ähnlich hohe Auszeichnung ist wie rustikal-romantisch.

So passen diese in Würstchenform gerollten Bohnen-Rote-Bete-Haferflocken-Buletten hervorragend in meine mit beiden Füßen am Boden verankerte Vegie-Küche. Ich war sofort begeistert sowohl was Geschmack (würzig-scharf) wie vor allem das Mundgefühl (ungewöhnlich, nicht zu trocken-krümelig) angeht. 10 Würstchen kommen bei einer Portion raus - das bedeutete für uns round about 3 Portionen, die bereits alle weggefuttert sind. Und dieses Wochenende mache ich wieder Nachschub. Sehr praktisch nämlich, wenn ich auf die einfach zurückgreifen kann - drumherum ist schnell ein Essen kreiert. Die Dingerchen sind zwar nicht aufwendig zu machen, aber sie benötigen Zeit. Und die hat man ja bekanntermaßen nicht immer, wenn man hungrig ist. 

Meinen Homies sollte reichen, dass ich DUBB übertitelt habe: dicke Empfehlung also!


 

Zutaten 10 Stück:

100g rote Bohnen, gekocht 
100 g Haferflocken(mehl) 
100 ml Rote Bete Saft 
40 g Quinoa 
120 ml Gemüsebrühe
4 EL Hefeflocken 
40 g Kichererbsenmehl 
2 EL Tomatenmark 
2 TL Harissa-Paste 
2 EL Olivenöl 
1,5 EL Kreuzkümmel 
1,5 TL Koriandersamen 
1,5 TL Bockshornklee 
2 TL Gemüsebrühe-Pulver
3 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimenton dela verra)
1 TL Salz (m: Bärlauch-Salz)

Zubereitung:

Quinoa in der Gemüsebrühe ca. 12min bei geschlossenem Deckel köcheln - zwischendurch umühren - , dann weitere 10 min ohne Hitze ziehen lassen. 

Die Haferflocken im Hexler zu Mehl fein zerkleinern. Die gekochten Bohnen zusammen mit dem Rote-Bete-Saft fein pürieren. Das Haferflockenmehl zum Bohnenmus geben, ebenso das Kichererbsenmehl und die Hefeflocken. Die Gewürze (Koriander, Kreuzkümmel und Bockhornklee-Samen) fein zermörsern und ebenfals zufügen. Desweiteren den fein gehackten Knofi, das Tomatenmark, Harissa und sämtlichen restlichen Gewürze. Zuletzt Quinoa und Öl untermischen.

Daraus eine homogene Masse formen und für 30min im Kühlschrank ruhen lassen. Den Teig in 10 gleichgroße Portionen (oder wer mag, formt größere oder kleinere Würste) teilen und mit feuchten Händen länglich rollen. Hier wickelt der Orginalkoch Ken die Würschen jeweils in Alufolie und dreht sie zu länglichen Bonbons, dann schichtet er sie übereinander in den Dampfeinsatz - uneingewickelt muss man die Würstchen nebeneinander legen und kann sie halt nicht stapeln. Aber mit Alufolie kann man mich jagen (wen das WARUM interessiert darf Alufolie in Zusammenhang mit Demenz in die Suchmaschine eingeben).

Nebeneinander - ohne dass sie sich berühren - in den Dampfeinsatz setzen und die Würstchen ca. 25min dämpfen (m: 2 Dampfsiebe verwendet). Das ging sehr gut, das Einwickeln stellte sich wirklich als unnötig heraus. Auskühlen lassen und dann in Olivenöl rundherum anbraten.

Anmerkung m: bei uns gab es eine Art Kartoffel-Gulasch dazu, aber quasi jeder Eintopf passt prima dazu/ wer wie ich dafür Rote-Bete-Saft gekauft und nicht extra dafür entsaftet hat, darf seinen Saft aufbewahren: ein weiteres Rezept damit wartet in der Halte...

Quelle: Youtube: Ken kocht

 

9 Kommentare :

  1. Die sehen toll aus, die Würstchen. Wie sie da so im Kartoffelgulasch liegen! Und ja, ich kann es - wie so oft bei deinen Gerichten - schon beim Lesen "schmecken" ;) Da ich super-gut ohne Fleisch auskomme, aber bei Würsten gerne schwach werde, stehen diese ab sofort auf meiner TO DO-Liste.

    Liebe Grüße :)

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    1. Ich hole fürs Machen extra meinen kleinen Dampfgarer vor und so bietet es sich an, direkt mehr auf einen Schlag zu machen! Mir haben diese Würstchen ausgesprochen gut gefallen - ich wäre gespannt, Hanne, was dein Urteil ist (gerade weil wir ja so oft den gleichen Geschmack haben ;)
      ganz herzlich zurück...

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  2. Ich habe seit meinem Eintritt ins Vegetarierdasein mit ungefähr 11 Jahren nix mehr in Wurstform gegessen, sprich seit etwas 28 Jahren. Vielleicht sollte ich es mal wieder probieren ;) Die Zutatenliste klingt vorzüglich und falls Würste für mich doch nicht gehen, dann werden eben andere Dinge daraus geformt. Schade eigentlich auch, dass Würste so untrennbar mit totem Tier verbunden sind (in meinem Kopf zumindest).
    Liebe Grüße,
    dörte

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    1. Dann wäre das jetzt, Dörte, eine Supi-Gelegenheit, noch bevor du die 40 überschreitest mal in Stangenform gerollte, gebratene Vegie-Buletten mit Senf auszuprobieren ;-) Aber wenn dein Kopf sperrt, dann hilft alles nix - der ißt schließlich auch mit und der soll es schließlich auch appetitlich haben - dann formst du sie dir einfach nach deinem Belieben. Was das Mundgefühl angeht, tut ihnen diese dünne, längliche Form aber sehr gut. Denke auch an Nudeln (was ja ein echtes Phänomen ist): bei gleichem Teig ändert sich je nach Form irgendwie (?) der Geschmack...
      liebe Grüße zurück...

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  3. Vegane Würstchen - das wollte ich auch schon länger mal ausprobieren. Meist mache ich Frikadellenförmige Dinge, Puffer oder wie immer man diese flachen Dinger nennen mag. Sieht seht gut aus und klingt klasse.

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  4. Nachdem ich deine Tempeh Würstchen schon richtig gut fand, probiere ich diese hier sicher aus! Heute Löwenzahn geerntet, Kränze geflochten und dein Löwnezahn Pesto fürs morgige Risotto gemacht. Morgen hat dann auch der Bärlauch eine Woche vor sich hin fermentiert (und unsere Küche vollgestänkert ;-)), bin sehr gespannt auf das Ergebnis! Viele Grüße von Hannah

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  5. Liebe Micha
    Ich habe eine Frage: Früher fand ich immer seitlich deiner Rezepte ein Feld für Suchanfragen. Das habe ich sehr geschätzt und oft benutzt. Jetzt finde ich diese Option nicht mehr. Hast du das rausgenommen?
    Liebe Grüsse
    Pierina

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    1. Doch, doch, liebe Pierina, die ist noch da (die benutze ich selbst auch ;) und zwar rechts über dem ersten Kreis (über mich) ist nach wie vor das Suchfeld. Siehste?
      liebe Grüße zurück...

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    2. Jaaaa, jetzt ist's gegangen.... ; )
      Das Problem liegt daran, dass es jeweils länger dauert - bis zu einer MInute oder so- bis sich die Seite vollständig öffnet. In letzter Zeit blieb es immer irgendwie hängen mitten im Öffnen, und daher blieb die rechte Seite neben deinem Rezept leer. Ich weiss nicht, hängt vielleicht mit meiner I-Net-Vebindung zusammen...
      Aber jetzt kann ich wieder suchen und das ist wunderbar!! ; )))
      Herzlichst, Pierina

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