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Freitag, 9. September 2022

la beauté - Auberginen-Türmchen mit Kartoffel-Pü


Je nach Jahreszeit bieten sich die unterschiedlichsten Aktivitäten an. Die Drôme ist malerisch - jedes Tal hat seinen eigenen Reiz, Möglichkeiten über Möglichkeiten. Nie zuvor wurde die Drôme von mehr Touristen frequentiert als 2022 - ob ich das gut finden soll, weiß ich noch nicht. Im Frühling gibt es besonders viel für Botaniker und Ornithologen zu entdecken, im Sommer wird viel gebadet und allerorts gefeiert (jetzt nach 2 Jahren Pause endlich wieder - wir Mädels vom Land tanzen doch so gerne) und der Herbst lockt mit seinen üppigen Markttischen und ist für mich die schönste Zeit zum Wandern.

Etwas, das man aber immer machen könnte - definitiv eine der TOP-Qualitäten, die diese Landschaft hier zu bieten hat - , wird viel zu wenig umgesetzt. Also zumindest wenn es nach mir geht. Irgendwie kriegen das die allerwenigsten hin (coucou Monique und Ruben). Nämlich sich einfach in eine Wiese zu legen, alle Viere wie Tentakeln von sich zu strecken und Fühlung aufnehmen. Auf einem Grashalm kauen, in den Himmel schauen, im Grünen vor sich hinbummeln. Ich habe dafür meine speziellen Plätze, viele davon haben eine weite Sicht - das liebe ich - und gerade wenn ich merke, dass ich innerlich nicht rund laufe, tut mir das besonders gut. Anschließend bin ich immer geerdeter, klarer, einfacher. Es ist die wirkungsvollste, schnellste und simpelste Therapie, die es gibt: man ist wieder Erdenkind im Jetzt und hier, eingebunden in große, uneinsehbare Zusammenhänge als kleines Geschöpf unter so vielen...

Aber wenn unsere Feriengäste zu uns kommen, dann sind sie zumeist extra nach Südfrankreich gefahren, dann wollen sie ja auch was sehen von der Gegend, dann haben sie einen ganze Liste mit Dingen, die auf jeden Fall mitgenommen werden wollen. Und bevor sie sich versehen, ist die Woche vergangen, aber der Moment fürs Nixtun in der Wiese - ganz so, als wäre man ein Ziegenhirte, der es sich erlauben kann, den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen - der Moment hat sich nicht gefunden als Programmpunkt.

Vielleicht braucht es dafür bereits schon eine gewisse Grundruhe, eine Art Basisgechilltheit, um dann noch ein Stückchen weiter runterzufahren. Dabei ist genau diese Stimmung der Ausgangspunkt um sich selbst näher zu rücken und von dort aus Brücken schlagen zu können von einem Herz zum anderen - s. James French.

 


Ideal passt dazu das freundliche Sommerlied *Vois la beauté en moi* (s. unten), das mir zugeschickt wurde (coucou Monique), welches auffordert, die Schönheit in dem anderen zu finden, die manchmal versteckt ist. Vom guten Trupp (nein, ebent kein Ritterschlag für alle, man kann wahrlich nicht alle in einen Topf werfen) blitzt dann die eigentlich wahre Natur hervor: das Beste und Besondere im Inneren. Sehr gut gefällt mir in dem kleinen Musikfilm, dass ausgerechnet die, die sich selbst gar nicht hübsch findet, die hübscheste Austrahlung hat. Und ganz nebenbei kommt hervorragend zur Geltung, dass die Autos der französischen Campagne mit besonders viel Charme vermüllt sind - ich hatte es davon, ihr erinnert euch vielleicht.

Also, heute eine Aufforderung, das Schöne nicht an sich vorbeiziehen zu  lassen, sondern sich genau dafür Zeit zu nehmen, ruhig, langsam, achtsam... für das Schöne in sich und um sich herum... Lächeln garantiert!

 

 

Gefühlt gab es jeden Tag diesen Sommer entweder Zucchini, Aubergine, Tomate oder die drei irgendwie kombiniert miteinander. Und wenn ich auch wirklich bereit für den Herbst bin, das Sommergemüse habe ich noch nicht satt.

 

 Zutaten 2P:

2 mittlere Augerginen
2 Knoblauchzehen
1/2 TL Paprika-Pulver (edelsüß ;)
Salz, Pfeffer
Thymian
ca. 5 EL Olivenöl
2 Eier-Tomaten, in dünne Scheiben geschnitten
etwas Ofentomaten (oder gewürzte Tomaten-Passata)
1 Mozzarella, in dünne Scheiben geschnitten
etwas Comté


Zutereitung:

Auberginen in Scheiben von 1/2cm Dicke schneiden.

Eine Marinade aus dem Knofi (durch die Presse gedrückt), Paprika-Pu, Thymian mischen - salzen und pfeffern.

Backofen auf 180°C vorheizen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit Olivenöl bepinseln, die Auberginen-Scheiben nebeneinander darauf auslegen und dann mit der Marinade einpinseln. Für 20 min in den heißen Ofen schieben.

Nun die Stapel richten: Auf die unterste Auberginen-Scheibe etwas Ofentomaten, Mozzarella, wieder eine Aubergine, Ofentomaten, Mozzarella und die dritte Schicht dann beenden mit etwas Comté. Mit etwas Olivenöl besprenkeln. Für weitere 15-20 min im Ofen backen.

Anmerkung m: bei uns gabs dazu Kartoffel-Pü, klassisch mit Butter und Sahne - ich kann aber auch die Variante mit Olivenöl sehr empfehlen oder die mit Pinienkernen, Basilikum und getrockneten Tomaten - den Oldie-Blog-Buster. Einen bunten Tomatensalat gabs außerdem.


 

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