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Sonntag, 8. Mai 2022

was schön ist... #9

 



 

zuhause...

 

Und wenn die Welt morgen untergeht, dann pflanze ich heute noch einen Baum! Kinners, genau das muss doch der Spirit sein! Weil sonst....

Hey, nichts leichter als im Mai zufrieden zu sein. Jedes Jahr aufs Neue erkläre ich dem Habib, dass der Mai nicht von ungefähr DER Monat ist, in dem am meisten geheiratet wird. Hoch-Zeit, pfhhhh, die stellt sich im Mai von ganz alleine ein. Also mitten im satten Grün, mitten in der Natur. Das Schöne springt einem regelrecht mitten in die Sinn. Aus diesem Grund mal wieder #was schön ist/ war.

Diesen Frühling gab es bereits verschwenderisch viele Primeln. Dann ebenso viele Schlüsselblumen. Und viele Blumen haben die Tendenz storchenbeinige Hochgeschosse zu werden. Die Iris gehen mir locker bis zu den Hüften, ja bald Brusthöhe - und ich bin immerhin aufgerundet 1,80 groß.

Ach, Maienwiesen - ich hatte es davon - sie rufen den Faun in mir wach. Und die Mageritensträuße, die ich mit einer Hand nicht umschließen kann, begleiten mich seit meiner Kindheit durch den Frühling. Alterslose Momente, die alles vergessen lassen - Blumenstraußmeditation! Gerade steht ein Vase auf dem Tisch mit Mageriten dazwischen ein bißchen wilder Salbei, Rotklee und rosafarbender Esparsette. Daran kann ich mich erfreuen!

Schön auch weiterhin die Stimmung im Dorf. Eier, die vorbeigebracht, Blumenzöglinge, die weitergereicht werden und nicht zu vergessen: tailler une bavette, ein kleines Schwätzchen muss immer drinne sein! Echt, einfach schön!

Und das Akkordeon-Konzert vor der Bürgermeisterei. Himmel, war ich aufgeregt. Mir schwebten schon französische Chansons begleitet von Akkordeons vor (j'adore!). Gut, die Realität war dann modernes Theater mit starkter Schlagseite zur Performence - nichts was mich zum Klingen bringt, un peu dommage, mais bon, *Sehen und Gesehen werden*. Wir nehmens im Dorf, wie es kommt - alleine diese Haltung hilft, zufrieden zu sein.

Nicht zu vergessen, die Nachtigallen nachts. Einer DER Gründe, warum man den Frühling auf GAR KEINEN FALL in der Stadt verbringen sollte. Gibts ein schöneres Hintergrundgeräusch zum Schlafen als singende Nachtigallen? Direkt über unserem Kopf brüten Meisen im Holzbalken. Die Kinder wecken uns morgens mit ihrem hungrigen Gezwitscher. Lange dauerts nicht mehr, bis die erste Brut flügge ist.

Schmetterlinge flattern wieder vor die Linse - so entspannend ihnen mit dem Foto hinterherzujagen. Und seit letztem Jahr werden Raupen gesammelt, damit Metamorphose nicht nur ein Wort bleibt, sondern stetig vor Augen gehalten wird, was auf diesem Planeten möglich ist. Zwei *kleine FüchseÜ sind bereits mit Brennnesseln im Glas. Und selbst wenn der Mai ein arbeitsreicher Monat im Garten ist, Zeit für meine Passion, Heilkräuter zu sammeln, finde ich immer. Vieles liegt schon zum Trocknen aus. Aktuell blüht der Weißdorn. Und nicht nur der.

Die Wildorchideen, mein Tick, stehen wiesenweise voll - üppiger als sonst, den Kopf höher gereckt, so wie alle anderen. Es werden bestimmt noch mehr Fotos folgen. SO schöne Blumen!

Sehr schön, sehr wohltuend auch, Gleichgesinnte zu finden, Ähnlichdenker. *Täglich hören wir von neuen Katastrophen, dabei hat unser Verstand Kapazitätsgrenzen. Dagegen hilft, und das ist auch okay so: Nachrichten ausschalten, Picknick machen – und Tiere betrachten* schreibt Sibylle Berg in ihrer Spiegel-Kolumne. Das habe ich bereits sehr ähnlich formuliert. Wobei mir das Gemüt wichtiger ist als der Verstand, mit dem Frau Berg wohl manchmal etwas zu viel arbeitet. Ansonsten sowas bei Sibylle: wer etwas Grün zum Durchatmen braucht, Weite und Stille und vielleicht eine Entscheidungshilfe, für welches Team er in Zukunft spielen will, den heißen wir bei uns gerne Willkommen, der darf bei uns friedlich mit ein- und ausatmen!

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