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Samstag, 30. Mai 2020

From nose to tail: Hirse-Puffer mit jungen Mairübchen


Das erste frische Gemüse des Jahres liegt in knackigen Bündeln auf den Markttischen: Radieschen machen den Anfang, gefolgt von Spargeln, Navets (Kohl- oder Mairübchen), Rote Bete, Kohlrabi und Karotten. Und wie man das als leidenschaftlicher Vegie so macht, versucht man das Grün nicht verkommen zu lassen. Im Zweifelsfall wird es in einen der wöchentlichen Eintöpfe mit reingeschnippelt. Das Karottengrün kann man zu Pesto verwandeln - wie eigentlich alles ungiftige, frische BioGrün mit Geschmack. Und für die Navets habe ich heute einen Vorschlag, womit ihr einen solchen Bund mit Haut und Haaren verspeisen könnt.

Die jungen Mairübchen sind so zart, dass die Versuchung groß ist, sie einfach so zu verdrücken. Sie erinnern an Kohlrabi, nur dass sie etwas schärfer sind, insbesondere dann, wenn man sie nicht schält. Was absolut nicht notwendig ist - sitzen doch die meisten Vitamine immer dicht hinter der Schale. Und die hobelt man ja schließlich nicht einfach runter, wenn man nicht zwingend muss.

Ansonsten heißt es mal wieder *Keep it simple* - ein weiteres Motto dieses Blogs - nicht nur, was die Alltagsküche betrifft. Dieses Essen war gar nicht geplant fürs Verbloggen. Dann hatte es mir aber - in seiner Einfachheit - so gut geschmeckt, dass ich es direkt zwei Mal hintereinander zubereitet habe. Und beim zweiten Mal habe ich es dann auch fotographiert, damit ich das Rezept hier festhalten kann. Ein wunderbares Gericht gerade für alljene, die täglich kochen...

... und apropo Puffer: da gäbs hier noch ein paar hauseigene Ideen... 


Zutaten 2P:

1 Schalotte
100 g Hirse
250 ml Gemüsebrühe
2-3 EL Mehl (m: Einkorn-Vollkorn)
Mairübchen-Grün*
2 junge Knoblauchzehen 
1 Ei
1/2 -1 TL Ras el Hanout*
1/2 Salzzitrone
(optional ca. 100g gewürfelter Käse)*

4 Mairübchen
2 Karotten
1 Stich Butter
Salz, Pfeffer
eine Prise Rohrzucker 

Zubereitung:

Das Grün von den Mairübchen abreißen (oder wegschneiden). Mairübchen schrubben, Grün waschen und trocken schleudern.

Das Grün fein schneiden und in etwas Öl kurz andünsten, bis es etwas zusammengefallen ist. Den Knoblauch fein hacken. Die Salzzitrone vom Fleisch befreien, das entsorgen und die Schale in feinste, kleine Streifen schneiden.

Die ebenfalls fein gewürfelte Schalotte in etwas Olivenöl anschwitzen, die Hirse zufügen und mit der Brühe übergießen, aufkochen und ca. 20 Min. bei schwacher bis mittlerer Hitze zugedeckt köcheln lassen, bis die Hirse weich und die Brühe eingekocht ist (aufpassen und nachschauen, dass zwischendurch nichts anhängt - gegebenenfalls etwas Brühe nachschütten). Haferflocken und Mehl unterrühren und alles auf der ausgeschalteten Herdplatte zugedeckt noch 10 Min. quellen lassen.
 
Mairübchen-Grün, Hirse, Ei, Knofi, Salzzitrone und Käse unter die Hirsemasse mischen. Diese salzen und pfeffern. Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus der Hirsemasse mit feuchten Händen acht flache Bratlinge formen und in zwei Portionen im heißen Öl in je 5 Min. von beiden Seiten knusprig golden braten.

Parallel Mairübchen und Karotten sauber schrubben, in dünne Scheiben schneiden und so lange in einer Pfanne mit Butter dünsten, bis das Gemüse weich ist, aber nicht zerfält. Leicht würzen mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker.

*Anmerkung m: man kann das Ras el Hanout auch durch Curry austauschen. Wer nicht an solches frische Mairübchen mit Grün kommt, kann das Grün etwa durch 2-3 Frühlingszwiebeln ersetzen und die Schalotte dann aber rauskürzen. Die Käsewürfel sind eine prima Gelegenheit um Käserestchen aus dem Kühlschrank zu verarbeiten...


Hummelschwärmer an roter Spornblume

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