eingetopftes Brot - Testlauf mit einem Kamut-Landbrot

Montag, 11. November 2013

Bisher galt für mich ein Brot in einem Topf zu backen als geschickte Anfängerfinte. Weil man das Gärkörbchen nun mal nicht mitbacken kann. Und wer will sich schon mit richtigem Wirken aufhalten. Dann kam Schelli, behauptet dass jeder Topf den Manz schlägt und ein Aufschrei geht durch das brotbackende *Blogistan* (©Kaltmamsell). Mit einem Schlag werden die Teiglinge nur so am Fliesband eingetopft.

Zugegebenermaßen bin ich nicht gänzlich unempfindlich für Bloggertrends. Zumal ich das Meiste eh nur dann glaube, wenn ich es selbst erlebt habe. Also wurde Schellis Aussage überprüft - aufs Wesentliche reduziert: zwei Brote, gleicher Teig, gleiche Gare im gleichen Ofen: mit oder ohne Topf, einer davon daneben auf dem Backstein im Miele beim Klimagaren.

Bin ich froh, dass mir niemand zuschaute, wie linkisch ich mich angestellt habe, ab dem Moment, ab dem ich dem heißen Topf den Deckel abnahm. Ähhhh.... Wie? Gärkörbchen einfach umdrehen? Geistiger Leerflauf. Dementsprechend ist mir der Teigling dann auch sehr schräg reingeplumst (man siehts am Abdruck vom Gärkörbchen). Also ungeschickt mit dem Messer irgendwie eingeritzt und seufzend den Deckel wieder drauf.

Optisch liegt für mich mein freigeschobene Brot klar vorne. Und die Krume könnte ihr vergleichen. Oben im, unten ausserhalb vom Topf. Was meint ihr? Schon ein bisserle lockere, das Topfbrot, anders gelockert oder? Topf besser als Miele?

Als Testteig diente mit Doc Hollensteiners dunkles Landbrot, welches ich wie Naddi vom Brotbackforum mit Kamutmehl (allerdings andere Konstellation) gebacken habe. Sehr lecker - Kamut hält die Krume einfach schön feucht. Zurecht eines meiner liebsten Lieblingsmehle.
Zutaten:

Sauerteig 12-16h bei ca. 24:
160 g Kamut-Vollkornmehl
180 g Wasser (30°)
12 g Weizen-ASG (aufgefrischt)

Hauptteig:
140 g Kamut-Vollkorn
190g Weizen 1050
310g Weizen 550
4 g Hefe
18 g Salz
470 g Wasser (evt. plus)

Zubereitung:

Die Mehle, den Sauerteig und das Wasser kurz ankneten, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. 45 Minuten quellen lassen (Autolyse). 

Dann die Hefe in kleinen Stücken und das Salz zugeben und 2 Minuten langsam unterkneten. Den Teig dann in eine Teigschüssel geben und sofort strecken und falten. 30 Minuten Teigruhe, danach nochmals strecken und falten. Weitere 30 Minuten Teigruhe und nochmals strecken und falten. 20 Minuten Teigruhe, dann den Teig auf die Arbeitsfläche geben, den Teig teilen und vorsichtig rund wirken. Einen davon mit dem Schluß nach unten, den anderen mit dem Schluß nach oben in ein Gärkörbchen setzen.

Ich habe das Brot nun knappe 2 Stunden im Kühlschrank geparkt (man kann es aber auch direkt zur vollen Garen gehen lassen). Anschließend ewa 40min bei Raumtemperatur akklimatisieren lassen - währenddessen den Ofen samt Backstein und gußeisernen Bräter (m: dieser hier) vorheizen lassen.

In den auf 250° vorgeheizten Ofen das it dem Schluß nach unten im Gärkorb in den Topf fallen lassen, das andere einschneiden und direkt auf den Backstein geben und schwaden. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 220° runterregeln und das Brot fallend auf 190° dunkel ausbacken. Gesamtbackzeit etwa 45min.
Inspiration: Björn aka Brotdoc

Gute Laune, Hase ....

Sonntag, 10. November 2013

*Gute Laune, Hase* war der Spruch einer Lieblingsarbeitskollegin, einem Ausbund an Heiterkeit. Ständig hatten wir unsere Köpfe zusammengesteckt und wieherten über, ja über nahezu alles. Weit über die Grenzen unserer Werkstatt waren wir am Theater als gackernde, kichernde, alberne Hühner bekannt, als Schreck jeden Miesepeters.

Es gab Tage, da mußten wir unsere Oberlippe mit den Fingern nach vorne dehnen aus Entspannungsgründen, weil uns die Backen vom Lachen weh taten. Die Epoche mit Bärbel habe ich u.a. als Epoche großer Fröhlichkeit in Erinnerung, die mir einige Lachfalten einbrachte.

Heute lache ich immernoch gerne, nur möglicherweise über anderes. Gewisse Dinge allerdings muß man sich bewahren und dazu zählt a-u-f j-e-d-e-n F-a-l-l der Film *Overboard*, der im Deutschen die beknackte Übersetzung *Ein Goldfisch fällt ins Wasser* trägt. Achtung: sehr leichte Kost, sehr unrealistisch, ziemlich amerikanisch, aber total witzig. Außerdem ist es der Film, in dem sich Goldie Hawn und Kurt Russell ineinander verliebt haben - und Mädels, das merkt man.

Als Kind der 80er brauche ich nur die ersten Töne der Titelmusik hören und bin schon in allerbester Stimmung. Da ich üblicherweise auch mehr mit der Freundin als mit Amore zum Tanzen unterwegs war, muß ich noch anmerken, dass ich wirklich jederzeit mit Goldie zum Hotten losgezogen wäre.

Hier ist also mein Rezept gegen graue Novembertage des Lebens: backt euch etwas mit Schokolade (lässigerweise gatschige Brownies) und macht euch einen witzigen DVD-Abend mit *Overboard*. Die Komödie funktioniert möglicherweise besser mit der Trauten als mit dem Trauten - aber das lohnt sich auszuprobieren. Hubel, Trubel, Heiterkeit garantiert, Hase.
Zutaten:

110g Butter
80g Schokolade
180g brauner Zucker
3 Eier (M), Raumtemperatur
1 Vanilleschote, der Extrakt davon
80g gehackte Walnüsse
40g Mehl
1/4 TL Salz

Zubereitung:

Den Ofen auf 160° Umluft vorheizen.

Eine Form von 20    derart mit Alufolie auslegen, dass man mit ihrer Hilfe späters die Brownies rausgehoben bekommt (also über den Rand hinaus). Die Folie buttern.

Die Schokolade  zusammen mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen. Den Zucker unterrühren, dann nacheinander die Eier. Das Vanillemark und den Salz untermengen, anschließend das Mehl und zuletzt die gehackten Nüsse.

Die Schokomasse in das vorbereitete Blech geben und etwa 30min backen. Die Brownies sollten innen noch gatschig sein.

Auskühlen lassen, mit Hilfe der Alufolie aus der Form heben und in Quadrate schneiden.

Leider habe ich ausser dem Original-Trailer in englisch nix gefunden und der gibt nur einen sehr schwachen Eindruck - mais bon....

Buntmaler und Friseur Herbst

Freitag, 8. November 2013

Weder hat der südfranzösische Herbst bisher richtig in den Farbtopf gegelangt noch wirklich zur Schere gegriffen. Etwas gekürzt, etwas angepinselt und kräftig durchgeföhnt. Landschaftsbilder eingefärber Berger sind nicht im Angebot. Stattdessen liegt Erntedank in seiner ganzen oppulenten Üppigkeit auf den Markttischen. Ich gehe ja IMMER gerne über den Markt, aber bei dem herrlichen Angebot, muß ich in der Regel vorher wissen, was mit will, sonst verliere ich mich.

Und ist der Herbst so sonnenstrahlig und unterlegt mit warmen Temperaturen wie dieses Jahr, dann dünkt es mir die schönste aller Jahreszeit. Knapp, äußerst knapp vor Frühling. So nehme ich auch ohne zu knurren Tage, in denen mich graue, triefige Wolken verschlucken, in Kauf. Dass es allerdings schon wieder so früh dunkel wird... aber lassen wir das.

Wer sich über die zauberhaft püschelige Eichhörnchenraupe wundert, der sei mit dem wissenschaftlichen Namen aufgeklärt: es handelt sich um ein stattliches Exemplar eines Brombeerspinners.

Hochgeachtetes 0-8/15 oder eine Pasta mit Tomaten-Oregano-Crème und Ofenzucchini

Mittwoch, 6. November 2013

Achtung, heute wirds gesellschaftskritisch. Wem das auf den Appetit schlägt, der sollte lieber direkt runter zum Rezept scrollen.

Manchmal kann ich nämlich schwer über unsere Kultur schimpfen. So aus dem Hinterwäldler-Blickwinkel wirkt es schwer danach, dass es die Menschen nie raffen werden. Handeln die ganzen griechischen Sagen von nichts anderem als dem Hochmut und der Eitelkeit des Menschen, bleibt es immer der gleiche Affenzirkus um den Tant dieser Welt. Schöner, größer, reicher, toller, mehr - eine Endlos-Piourette.

Etwas innere Größe braucht es wohl, sich als normale Null zu akzeptieren. Dahin kommt niemand, der an der offenen Wunde der Komplexe leckt. Und sicher auch niemand, der dem hohlen Glitter irgendwelcher Irrlichter verfallen ist. Sämtliche berauschende und betäubende Mittel sind zusätzlich nicht gerade hilfreich. Aber nüchtern betrachtet bleibt eine Maus nunmal eine Maus. Vorallem wenn man sie ins rechte Verhältnis setzt. Und schaue ich in die Weiten des Himmel (und ich sehe aus dem Fenster blickend unverhältnismäßig viel Himmel) sind wir schnell bei Einsteins Relativität.

Goethe nennt es vornehm: *Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist:* Pfff, allein optisch schon, könnte ich manchmal quietschend aufschreien, wieviel Doppelgänger es gibt. Was bestücken der Habib und ich auf unseren Reisen irgendwelche Fremde mit Spitznamen guter Bekannter von uns. Das viel beworbene Individuum.

Ich habe nichts, rein gar nichts gegen individuelle Menschen. Viel mehr noch aber würde ich schätzen, wenn die Menschen von ihrer hohen Meinung über sich selbst runterkämen. Nicht nur dass es den allgemeinen Umgang untereinander erleichtern würde (Stichwort Selbstironie) es würde unglaublich viele Menschen friedlicher und entspannter stimmen. Mit seligem Lächeln kann ich sagen: ich bin 0-8/15, eine Pfeife, eine von vielen, so richtig hundsgewöhnlich. Dank dieser Erkenntnis lebe ich mit einer Ungestressheit, die ich mir mit meinen Zigeunerstimmungen nie hätte träumen lassen. 

Und die ich vielen Menschen wünschen würde.

Genauso gewöhnliche Gartenküche ist heute meine Pasta. Was sie nicht davon abhält, köstlich zu schmecken. Man könnte es auch ein richtig selbstzufriedenes Pasta-Gratin nennen. Übrigens mein letztes Zucchini-Gericht für dieses Jahr.
Zutaten 2P:

2 Zucchini, größer (m: gelb, grün)
200g Pasta (m: Spirelli)
250ml ofengeröstete Tomaten
2 Knoblauchzehen
4 Zweige frischer Oregano
5 Zweige Thymian
2 TL getrockneter Oregano
Harissa
Salz, Pfeffer
1 Pr. Zucker
2 Kugeln Mozzarella 

Zubereitung:
Die Zucchini in feine Scheiben hobeln. Den Backofen auf 230° C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Zucchinischeiben dachziegelartig auf das Blech setzen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Salzen und pfeffern und auf der obersten Schiene für ca. 15 Minuten backen.

Währenddessen die Pasta in reichlich Salzwasser bißfest garen.

Den Knoblauch fein hacken, ebenso den frischen Oregano. Beides in etwas Olivenöl kurz anrösten, dann die Ofentomaten dazugeben. Mit Harissa, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.

Eine Gratinform buttern.

Die gegarten Zucchini-Scheiben mit der Tomatencrème mischen und die Pasta gut feucht ebenfalls unter die Sauce heben.

Alles in die Gratinform füllen, den in Scheiben geschnittenen Mozzarella darauf schichten und den getrockneten Oregano darüber streuen.

Den Ofen auf 200° runterdrehen und das Gratin solange in den Ofen stellen, bis der Mozarella schön geschmolzen ist und etwas Farbe angenommen hat.

Karotten-Favoriten-Spezial und Vegie-Schnitzel mit orientalischem Karottenpü

Montag, 4. November 2013

Nach zwei Jahren Bloggerei liege ich ja kulinarisch offen wie ein Buch vor euch. Längst kann ich meine Liebe zu Karotten nicht mehr verheimlichen. Ihr wißt alle, dass für mich Karotten zu den Zutaten zählen, die nahezu jedes Essen aufwerten. Ein echter Gerichte-Veredler. Möglicherweise mein Lieblingsgemüse.

Nimmt man noch die Gerichte dazu, die man mit sog. Wurzelgemüse anröstet und peppt, muß man doch feststellen, dass Karotten völlig unverzichtbar sind. Völlig.

Bei Mme Schnürschuh habe ich mir das orientalische Karottenpüree mitgenommen, das eigentlich von Frau Bushcook stammt. Fast hätte ich es ganz alleine aufgegessen  - direkt aus dem Topf.

Und weil mir dabei meine Karottenzuneigung mal wieder ganz und gar bewußt wurde, habe ich euch ein kleines Best of Karotte dieses Blogs zusammen gefaßt. Karotte als Sauce, als Krokette, als Pesto aus Karottengrün, als Suppe, als Salat, als... na, vielleicht ist auch was für euch dabei.

Zutaten:

4 mittlere Navets
1 Ei
Salz, Pfeffer
2 EL Mehl
ca. 40g Semmelbrösel (m: halb Panko)
Öl

500 gr. Karotten
Olivenöl
Meersalz
Zucker
2 TL Cumin
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL getrockneten, gemahlenen Chili
1 Orange
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 EL Quark
1 Knoblauchzehe 
1 TL Senf
etwas Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Navets schälen und in 1-2cm dicke Scheiben schneiden. Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Navet-Scheiben 1-2min garen. In kaltem Wasser abschrecken, abtropfen lassen und salzen.

Das Ei verquirlen und leicht salzen. Die Scheiben zuerst in Mehl wenden, etwas abklopfen und in dem Ei drehen. Nun in dem Paniermehl wenden und dieses gut andrücken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzelchen nacheinander bei mittlerer Hitze etwa 3min braten bis sie schön goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtrofpen lassen. 

Für das Karottenpü die Karotten waschen, schälen und in feine Scheiben schneiden. Mit Salz und Zucker marinieren und stehen lassen, bis sie Wasser gezogen haben. Mit etwas Olivenöl bei kleiner Hitze und geschlossenem Topfdeckel weich dünsten.

Den Cumin in einer trockenen Pfanne rösten, etwas auskühlen lassen und fein mahlen. Cumin, Zimt, Kurkuma und Chili mischen.  Den Saft der Orange auspressen.

Die weichen Karottenscheiben und den Orangensaft mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Die Gewürzmischung unterrühren, mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Aus Quark, feingehacktem Knoblauch, Senf, Zitronensaft, Salz und Pfeffer einen Dipp dazu rühren.


Karotten-Favoriten-Spezial:


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Blogbuster: Der Klassiker unter den Rührkuchen, der Marmorkuchen

Sonntag, 3. November 2013

Die Blogbuster-Ruprik ist eine meiner liebsten - nicht nur als Blogger, sondern auch als Blogleser. Wenn eines gewiß ist, dann dass ein Blogbuster-Rezept immer ne glatte 1 Plus, ne Wucht mit Sternchen, ein xfach, TÜVgeprüfter Burner ist!

Solltet ihr diesen Küchen als Blogleser bisher nicht wahrgenommen haben, dann müßtet ihr allerdings mit zugeklemmten Augen und Scheuklappen unterwegs gewesen sein. Vor Kurzem erst hat Zorra die Namen aller Nachbäcker des Kuchens gelistet, der bereits vor 6 Jahren dank Eva seinen Erfolgskurs begann. Ob dieser Endloskette empfinde ich meinen Fingerweis mal wieder als soetwas wie den letzten Aufruf. Mit mir sollte es allen Schlußlichtern klar sein, dass das DER Marmorkuchen ist, auch genannt der Grosis Marmorkuchen.

Und damit mir die eifrigen Blogleser, die den NATÜRLICH schon kennen, nicht augenblicklich vor dem Bildschirm einschlafen, habe ich eine kleine Prise *Eigengeschmack* dazugegeben in Form von 1 Teelöffel Kardamom zum Schokoteig und den Abrieb einer Tonkabohne zu dem hellen Teig. Auch habe ich den Teig etwas unfähr zu Gunsten des dunklen Teigs getrennt - den mag doch eh jeder lieber.

Tatsächlich ist dieser Marmorkuchen mein welt- und lebenserster selbstgebackener. Kurios oder, bei diesem Schwarz-Weiß-Klassiker? Aber an meiner zaghaften Marmorierung kann man es vermutlich ablesen...
Zutaten für eine Gugelhupf- oder Kranzform:

200 g Zucker

50g selbstgemachter Vanillerohrzucker
250 g Butter, zimmerwarm
5 Eier, zimmerwarm
150 ml Sahne
1 Prise Salz
300 g Mehl
2 TL Backpulver
100 g Zartbitterschokolade (70%), geschmolzen
125g Zartbitterschokolade (70%), gehackt
1 TL Kardamom, gemahlen
1 Tonkabohne, gerieben
Zubereitung:

Ofen auf 190°C vorheizen.

Mehl, Backpulver und Salz durchsieben und beiseite stellen. 100g  Schokolade schmelzen und etwas abkühlen lassen, die andere Hälfte grob würfeln. Eine 2 Liter Napfkuchenform buttern und mehlen.

Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eier nacheinander einrühren bis die Masse hellcremig ist. Sahne einrühren. Mehlmischung gerade so lange einrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist.

Den Teig auf 2 Schüsseln aufteilen, in die eine Hälfte die geschmolzene Schokolade, die Schokoladenstückchen und den Kardamom einrühren. In den hellen Teig den Tonkabohnenabrieb untermischen.

In die Kranzform zunächst eine Schicht hellen Teig, dann den dunklen Teig und obenauf wieder den hellen Teig geben. Einen Schaschlikspieß oder eine Gabel kurvenförmig durch den Teig ziehen und ihn so marmorieren.

Den Kuchen etwa 60 Minuten im unteren Drittel des Backofens backen. 10-15 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Bei Problemen mit dem Stürzen die Form einige Male auf die Arbeitsplatte stoßen.

Den abgekühlten Kuchen entweder mit Puderzucker bestäuben, die Schokoholics überziehen noch mit einem Schokoguss.
Quelle: Eva von Deichrunners

Lektüre

Freitag, 1. November 2013

Zum 1. November verweise ich euch heute auf die Gedanken zu Allerheiligen und Allerseelen von vor einem Jahr. Manches verjährt nicht, sondern behält seinen Grund.
Wer dann immernoch Lust auf Lektüre hat, der kann meine Antworten auf die angenehm gut gestellten Fragen lesen, die der Heimgourmet an mich gerichtet hat. 

Und die AMA hat ein sehr hübsch durchzublätterndes Rezepteheft mit 30 von ihnen ausgewählten Rezepten herausgebracht, in dem auch meine Erbsennockerl mit jungem Karottengrün zu finden sind.

griffbereit: Gemüseconfit-Tarte mit Paprika

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Mein Credo ist, uns so unabhängig von der Industrie, so anständig und so frisch wie möglich zu ernähren. Jeden Tag. Und genau dazu fehlt mir eben manchmal auch Zeit oder Lust.

Aber auf solche Umstände bin ich vorbereitet. Man kennt sich selbst ja schließlich nicht seit gestern. Genau in diesen Momenten bereite ich uns dann am liebsten eine Tarte zu. Die schmeckt immer, geht nebenher zu machen und ich brauche mich nur an meinen Vorräten zu bedienen.

Ein Griff in die Tiefkühltruhe zu meinem Blätterteig (den ich dann gerade eben so auftauen lasse, dass ich ihn auswellen kann), ein zweiter Griff ins Regal zu dem Gartengemüseconfit und die restlichen Handgriffe wie Tarteform buttern, Paprika kleinschneiden oder noch einen grünen Salat richten, sind nicht mehr der Rede wert.

Sehr köstlich. Dürfte es genauso wiedergeben - wenn beim nächsten Mal nicht irgendein Handgriff dazwischen kommt.
Zutaten:

1 Blätterteig à 250g
3 EL geriebener Parmesan
1 kleine Paprika (m: gelb-grün)
1 kleine rote Zwiebel
Salz, Pfeffer
etwas Olivenöl
Zubereitung:

Den Ofen auf 190° vorheizen.

Tarte von 24cm ausbuttern. Den blätterteig dünn auswellen und die Tarteform damit auskleiden. Den Paprika in sehr feine Streifen schneiden, die Zwiebel in sehr feine Ringe. Den Parmesan reiben und mit der Gemüse-Passata mischen.

Die Gemüse-Käse-Crème auf dem Tarteboden verteilen, die Parika und die Zwiebel darüber streuen und leicht in die Crème drücken. Salzen, pfeffern und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Etwa 25-30min backen - bis die Tarte eine schöne Farbe hat.