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Sommersonnenfrische: Gurken-Avocado-Buttermilch-Gazpacho

Mittwoch, 15. Juli 2015

Gäbs nur mich auf der Welt, dann dürfte die Sonne ungebremst noch eine Weile so weiterscheinen. Dazu der anhaltende Mistral, von dessen Stümereien wir geschützt sind, und der lediglich als kühles Lüftchen der Terrasse etwas Wind zufächelt - Sommersonnenfrische wie im Bilderbuch.

Aber so zu denken, macht mieses Karma - das wissen wir ja. Also so zentrifugal für sich allein im Mittelpunkt des Geschehens. Wie eine Primaballerina auf einer Spielzeugdose, die sich zu lieblicher Musik fleißig um sich selbst dreht. Nee, da kommt nix Gutes bei rum.

Der Rasen fängt an, sich hellbraun zu verfärben, die Bohnenblätter verbrennen an den Spitzen bevor sie Schoten ausformen, die Zucchini hält inne und wartet auf bessere Zeiten, die Vögel suchen in den Blumentöpfen nach etwas Nass, Smaragdeideche und Äskulap nehmen dankbar den Gartenteich als Tränke an. Alles Bemühen, mit Gießen dagegen zu halten, wirkt wie der alberne Versuch, das Grau des Gartens grün überfärben zu wollen.

Nehme ich, wie es ist. Mit der Gewißheit, dass nichts bleibt, wie es ist. Und versuche uns etwas runterzukühlen. Mit der nächsten Gazpacho, die durchaus zu erfrischen wußte. Besonders gut gefiel mit der Apfel als kontrastreiche Einlage.
Zutaten 4-6P:

2 Salatgurken
1 Avocado (essreif)
5 cm frischer Ingwer
1 große Zehe junger Knoblauch
1/2 Bund Minze
2 Schafsmilchjoghurt
200 ml fettarme Milch (m: Buttermilch)

400ml Wasser (m: weniger Buttermilch)
5 EL Sherryessig
2-3 TL Tamarindenpaste (m: etwas weniger)
1 Prise Piment d’Espelette
3 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Garnitur:

1 knackiger grüner Apfel
1 Prise Piment d’Espelette (m: vergessen)
1 unbehandelte Zitrone
Frühlingszwiebelgrün (m: weggelassen)


Zubereitung:

Für die Gazpacho die Gurken schälen, halbieren und gründlich entkernen. Ein Drittel einer Gurke beiseite legen, den Rest in kleine Stückchen schneiden. Avocado halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch herauslöffeln. Knoblauchzehe abziehen, Ingwer schälen und beides klein hacken. Minze waschen und trocknen, Blätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. 2 EL davon beiseite stellen. 

Sämtliche Zutaten mit Joghurt, Milch, Sherryessig, Tamarindenpaste , Piment d’Espelette, Wasser und Olivenöl etwa 1-2 Minuten pürieren.Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und kalt stellen.

Als Garnitur den Apfel schälen, halbieren, Kerngehäuse entfernen und den Apfel in ca. 5 mm breite Stifte schneiden. Mit Zitronensaft marinieren.

Das verbleibende Gurkendrittel in winzige Würfel schneiden. Die Würfel in einem Teil der beiseite gestellten Minzestreifen in eine Suppenterrine geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken und kalt stellen.

Mit der Gazpacho auffüllen, mit Apfelstiften garnieren, Piment d’Espelette drüberstreuen und eiskalt servieren. Nach Geschmack die Garnitur noch ergänzen durch Zitronenzesten und fein gehacktes Frühlingszwiebelgrün.

Voilà l'été - Knoblauch-Zitronen-Couscous mit Ofengemüse und Tomaten-Gazpacho-Sauce

Montag, 6. Juli 2020


Den Sommer verbringt man in Südfrankreich draußen - alles andere kann nur Stubenhocker sein. Zumal der Sommer jetzt besonders schön ist. Noch hat die erschlagende Hitze nicht eingesetzt und die Wiesen nicht verbrannt, sondern bei goldenem Sonnenschein weht eine leichte, frische Prise, die Sicht ist klar und und abends kühlt die Temperatur so ab, dass man sich gerne ein wenig zudeckt und besonders gut schläft. Schöner wird der Sommer nicht mehr.

Also gehts auch in der Küche schnell zu - und dementsprechend auf dem Foodblog. Reiz dieses Tellers macht die Gartenernte, die Frische, die Kombination der Gewürze, der Unterschied der Temperaturen und die Leichtigkeit aus. Bei uns gab es dieses Essen nun schon 2 Mal kurz hintereinander - einfach weil es so Sommer tauglich ist. So variabel vom Gemüse. So unkompliziert. Und weils mir einfach gut schmeckt. Und die ersten eigenen Tomaten lange am besten einfach roh schmecken...


Zutaten 2P:

120g Couscous (m: Vollkorn)*
2-3 Knoblauchzehen
1/2 Salzzitrone*
2 Frühlingszwiebeln
Olivenöl
Salz, Pfeffer
etwas Zitronensaft

1 Coeur de boeuf - Tomate (m: noir de crimée)*
1 Stück Melone (m: Charentais)
Salz, Pfeffer
Piment d'Espelette

buntes Gemüse
(m: 1 kleiner Brokkoli, 1 Karotte, 1 Paprika, 1/2 Fenchel,
1 Rote Bete, 1 rote Zwiebel)
Olivenöl
1/2 TL Sumach
1/2 TL Koriander
1/4 TL Kreuzkümmel
1 EL Rosmarin, fein gehackt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Ofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. In einer Schüssel Öl mit Gewürzen mischen. Das Gemüse rüsten: putzen und in kleine Stücke schneiden. In der Schüssel marinieren und in einer ofenfesten Form für etwa 20 Minuten (je nach Gemüse etwas kürzer oder länger) in den heißen Ofen schieben.

Die Tomate kurz in kochendes Wasser geben, dann häuten und gemeinsam mit einem Stück Melone fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Piment würzen und kalt stellen.

In der Zwischenzeit das Couscous in der gleichen Menge kochendem Salz-Wasser zusammen mit dem klein gehackten Knofi und der fein gehackten Schale der Salzzitrone (Fleisch vorher entfernen!) etwa 5min köcheln -  und weitere gute 5min unter geschlossenem Deckel quellen lassen. Dann Olivenöl locker untermischen und die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln. Nochmals abschmecken, wer mag, würzt noch mit etwas Zitronensaft.

Alles miteinander servieren.

*Anmerkung m: Varianten sind ganz viele möglich. Man könnte die Gazpacho raffinierter gestalten - etwa wie diese Gazpacho - oder zum Couscous eine schöne handvoll Erbsen zufügen. Oder aber auch gerne die ganze Salzzitrone für das Couscous verwenden. Oder auch Zitronen-Basilikum daruntermiaschen.  Übrigens: Vollkorn-Couscous schmeckt genau wie das weiße. Und anstelle einer Fleischtomate nehmt ihr einfach 3 normale.


Kalte Küche: gaspacho melon-tomate

Freitag, 31. Juli 2020


Husch-husch, muss es in der Küche zugehen, wenn draußen die Sonne uns den geliebten Garten verbrennt. Eigentlich wollte ich euch heute etwas anderes zeigen, aber nichts zu machen. Es ist wie verhext - ich bin beim xten Versuch, das nicht funktionierende System austricksen zu wollen, schier zum Hirsch geworden.

Aber es ist viel zu heiß um sich aufzuregen.

Cool-down funktionert hervorragend mit Gazpacho, von denen sich die Melonen- lastige alle sehr ähneln. Da macht ein kleiner Unterschied bereits, dass die Gazpacho im Französischen mit einem sanften *s* statt *z* im Wort geschrieben wird. Ich habe einen großen Faibel für diese Sommerfrische auf dem Tisch, so dass jede Abwechslung Willkommen ist. Diese hier erhält ihren besonderen Dreh dank dem Granatapfelsirup - das gibt der gekühlten Suppe eine wunderbare Tiefe!

Zu den Brötchen im Bildrand komme ich, wenn ich euch meine Lieblingsbrote vorstelle - aber nicht jetzt. Nicht, wenn mir Blogspot nur Knüppel zwischen die Beine wirft, wenn ich Links setzen will. Sonst bekomme ich doch noch einen roten Kopf vor Ärger. Und das kann bei den Temperaturen keiner gebrauchen!

Zutaten 2-4P:

500g Tomaten (m: coeur de boeuf)*
250g Cantaloupe-Melone
600g Wassermelone (entkernt)
1 kleine Zwiebel
1 Stück rote Paprika (ca. 50g)
3 EL Olivenöl
Piment d'Espelette
Salz, Pfeffer
1-2 EL Granatapfelsirup

zum Garnieren:
Chili-Öl
etwas Petersilie
(oder Basilikum)

Zubereitung:

Die Tomaten kurz in heißes Wasser setzen, dann häuten. Die Wassermelone von den Kernen befreien. Dann alle Zutaten in einen Mixer geben und fein pürieren - weg mag, gibt die Suppe durch ein nicht zu engmaschiges Sieb (m: habe ich nicht gemacht).

Würzig abschmecken und dann schön kühl stellen - ca. 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Dekorieren mit einigen Melonenstückchen, etwas Öl, frischen Kräutern und ein paar Tropen Granatapfelsirup - und richtig kalt servieren.

*Anmerkung m: die Ochsenherz-Tomaten bieten sich hier gut an, weil sie besonders saftig sind.


Grundsätzlich: Rote Bete Gazpacho

Dienstag, 24. Juli 2018


Eigentlich muß man es doch faszinierend finden - so von außen betrachtet - dass einem menschlichen Körper die Zufuhr von Rohkost ausreicht, um die Maschinerie in Bewegung zu halten.

Derlei Probleme wie Menschen, die zuviel verarbeitetes Fleisch zu sich nehmen, sollten die Rohköstler schon mal definitiv nicht haben (und gerade das dabei hervorgehobende Problem des menschlichen Körpers mit Nitrat ist zeitgleich auch ein Problem des Grundwassers... ich wollte es nur angemerkt haben).

Mir fällt ja direkt als prominentes Beispiel Nena ein, die bekennende Rohköstlerin ist. Und die sieht lässig hundert Jahre jünger aus als sämtliche ihrer Altersgenossinnen. Bon, glatt übertrieben, ich gebs ja zu. So wie es eben auch viele für übertrieben halten, nur um dem Faltenwurf der Haut zu trotzen, lediglich noch eine handvoll Nahrungsmittel zu essen. Älter werden trotzdem alle - so oder so. Die Frage bleibt das Wie.

Mir leuchtet es durchaus ein, dass so weit als möglich frische, unverarbeitete und pflanzliche Nährstoffe zu sich zu nehmen, der Gesundheit nicht abträglich sein können. Für den Gedanken muß wohl kaum jemand tiefer in sich gehen und meditieren. Das liegt auf der Hand. Bücher, wie das von Dr. Bruker versuchen aufzuzeigen, wie sehr unser Essen unser Leben bestimmt. Es gibt sogar Untersuchungen, die soweit gehen wollen, dass eine bestimmte Ernährung im Krankheitsfall durchaus als (begleitende) Therapie funktionieren kann - wie beispielsweise das Buch *Krebszellen mögen keine Himbeeren*.

Das uralte Sprichwort *Du bist, was du ißt* klingt in meinen Ohren bei Rohkost in besonders hellen Tönen. Wir sind uns bestimmt einig, dass dieser Satz nicht nur auf Äußerlichkeiten abzielt. Schon allein beim Kauen wird eine Substanz in ihre größtmöglichen Einzelteile zerlegt. Dabei vergrößert sich die Oberfläche - ein äußerst spannendes Phänomen, das Prinzip der Oberflächenvergrößerung, auf welches übrigens auch die Homöopathie zurückgreift. Mit der Vergrößerung  der Oberfläche verstärkt sich gleichzeitig die Wirkung. Aus homöopathischer Sicht kann man dieses Sprichwort also nur unterstreichen.

Bref, nur weil ich mal einen Smoothie getrunken habe, maße ich mir - logo - nicht an, eine echten Ratschluß zur Rohkosternährung fällen zu können. Dafür fehlt mir schlicht die Erfahrung.  Aber ich bin angefixt. Ich habe mir fest vorgenommen, mal im Selbstversuch 10 Tage roh-vegan zu essen. Mal schauen, was für Eindrücke mir das bringt...

Zur Gazpacho, dem ersten Rezept aus *Was dein Herz begehrt*, muß ich bestimmt nicht viel mehr zu sagen: ein schönes, frisches Sommeressen, dass gerade wenn es so heiß ist wie zur Zeit in jeder Hinsicht befriedigt: schnell auf dem Tisch gebracht, ohne schwer im Magen zu liegen samt dem Gefühl, genug Energie für einen Sonnentag zu haben....


Zutaten 2P:

300g Tomaten
1/2 Paprika (m: rot)
1/2 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe (m: zwei)
1 mittelgroße Rote Bete
2 EL Olivenöl
1 Avocado
1 handvoll Pekannüsse (m: Pinienkerne), gehackt

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer homogenen, cremigen Masse verarbeiten. Auf zwei Schüsseln verteilen und nach Geschmack verzieren. (m: mit Salz und Pfeffer sowie etwas Chili abgeschmeckt) 

Quelle: *Was dein Herz begehrt* von Ute Ludwig und Achim Sauerberg aka *Nordisch Roh*

einer meiner liebsten Gartenblumen: la rose trémière/ die Stockmalve

Gastbeitrag von Hannah: Tomaten mit Kräuterfüllung

Dienstag, 15. September 2020


Anfang Juli – zum Glück vor der großen Hitzewelle - verbrachten wir eine Woche bei Micha und Fried / „Sonne und Lavendel“. Als kleine Ergänzung zu Michas „Herbergsmutterreihe“ möchte ich hier von der anderen Seite aus berichten, zumal das Wetter hierzulande jetzt glücklicherweise etwas auf „goldenen Spätsommer“ umgeschlagen hat, und ich gestimmt bin den Sommer Revue passieren zu lassen.
 
Und jaa, und was bringt man so aus dem Urlaub mit - neben Urlaubsbräune, Entspannung und vielen Eindrücken? Souvenirs. Quasi auf der Hand liegt ja, dass „Souvenir“ dem Französischen entlehnt ist, wörtlich übersetzt ein Erinnerungsstück. Etymologisch noch weiter gegraben hat se souvenir seine Wurzeln im Lateinischen und ist da eine Zusammensetzung aus den Wörtern sub (=von unten) und venire (=kommen).  Ein Souvenir „zieht“ also Erinnerungen von unten herauf.

Dabei können Souvenirs unterschiedlicher Art sein: Es kann sich dabei um Gegenstände handeln, die man mitgebracht hat, oder es können im übertragenen Sinne auch Eindrücke sein, die sich fest im Gedächnis verankert haben und untrennbar mit dem Ort des Erlebens verknüpft sind. Bilder, Gerüche und – für die meisten Leser hier – sicher auch Geschmäcker.

Logisch – und Micha erinnert auch nochmal daran - nimmt man aus einem Urlaub im Dep. Drome ganz handfeste Souvenirs wie Lavendelhonig, Einkorn, lila Knoblauch und natürlich guten Käse mit, schließlich werden alle diese Naturprodukte hier angebaut beziehungsweise produziert. Und wenn noch Platz im Auto ist, packt man noch sonnenverwöhnte Tomaten, Melonen und Pfirsiche dazu. Daheim angekommen tafelt man mit diesen Köstlichkeiten und erinnert sich.

Als weitere schöne Souvenirs brachten wir Lorbeer aus Micha und Frieds reichhaltigem Kräutergarten mit und Lavendel, abends auf der Terrasse zu festen duftenden „Knüppeln“ gebunden, ein sommerliches Kleidchen für unsere Tochter, das Lieblingskleid dieses Sommers, benannt nach dem Namen der Stadt, wo wir es kauften: „Das Die Kleid“, einen schönen Sonnenhut für meinen Mann, dem ersten Sonnenbrand am Kopf geschuldet und eine neue Lieblingssommerhose für mich – meiner Vorliebe für Second Hand Läden / Dinge mit Geschichte geschuldet, genauso wie drei kleine Tässchen für die Spielküche aus dem „Mitnahme-nicht-nur-Bücher-Häuschen“ im malerischen Piégros-la-Clastre.

Was ich noch mitnahm war das Vorhaben ein Rezept für gefüllte Tomaten zu entwickeln. Micha und ich hatten einen Versuch unternommen, der zwar durchaus gut schmeckte, aber noch nicht in Gänze „blogwürdig“ erschien. Daheim angekommen unternahm ich einen nächsten, der mir allein, weil er etwas ganz Anderes ist, auf jeden Fall mal zu notieren wert ist. Die Fotos sind leider nicht so toll geworden, aber das machen die Souvenir Fotos hoffentlich wieder wett. Ich servierte die gefüllten Tomaten – genauso wie Micha - mit dieser Zucchini-Tarte  - auch diese schöne Kombi war mir in guter Erinnerung geblieben. Als das Essen so auf dem Tisch stand, fragte unsere Tochter: „Hat das die Micha gekocht?“. So funktionieren Souvenirs.

Zutaten 4P:

6 mittelgroße Fleischtomaten
100 g frische Brennesselblätter
5 Zweige Basilikum
5 Zweige glatte Petersilie
30 g Frühlingszwiebeln
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Ei
6 eingelegte Kirschpepperoni
2-3 EL Semmelbrösel
60 g kräftiger Hartkäse – z.B. Comté / Ziegen- oder Schafskäse ist ebenso eine gute Alternative!
20 g Zedernnüsse oder Pinienkerne
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Ofen auf 200° C Umluft vorheizen.
Brennnesseln waschen und gut abtropfen

Tomaten waschen, waagerecht halbieren und das Fruchtfleisch aushöhlen. (Dieses wird hier nicht weiter verwendet, natürlich schmeißen wir es aber nicht weg, sondern verwenden es anderweitig – z.B. im Gazpacho, in einer Tomatensoße oder auch einfach gewürzt und mit Basilikum und Parmesan und einigen weiteren Tomaten kalt zu Pasta.)

Zedernnüsse in einer Pfanne ohne Fett leicht bräunen. Beiseite stellen
Nun etwas Olivenöl in die Pfanne und darin die feingewürfelte Schalotte und den ebenso fein gewürfelten Knoblauch sowie die Frühlingszwiebeln in Ringen andünsten.

Derweil die Brennnesseln, Basilikum und Petersilie fein hacken. Kirschpepperoni klein schneiden.

Käse reiben. 20 g davon beiseite stellen

Nun alle Zutaten für die Füllung mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Füllung in die Tomatenhälften geben. In eine Auflaufform stellen und mit dem restlichen Käse bestreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln. Im Ofen ca. 25 Minuten backen.


©Hannah Nußbaumer, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Ettenheim, wo sie mit viel Leidenschaft einen Bio-Laden betreiben. Hannah liebt als Gartenarchitektin das Leben mit und im Garten, das Sammeln, Ernten und Kochen. Ohne ihre beiden Herzensmenschen um sich herum wollte sie nicht sein, und ohne schöne (Kinder)Bücher, Stifte und der Möglichkeit sich draußen zu bewegen würde ihr etwas fehlen. Das Binden von Blumenkränzen, das Herstellen eines Hefeteiges sowie das (Er)kennen der uns umgebenden Umwelt sollte ihrer Meinung nach den gleichen Stellenwert haben wie Algebra und Grammatik.
 
 

La canicule - kalte Tomaten-Melonen-Suppe mit Estragon-Croûtons

Donnerstag, 2. Juli 2015

Sag' ichs ohne Umschweife: die Affenhitze ist alles beherrschendes Thema. Da hält man sich kurz. Vorallem wenn man mitten in der Sonne steht. Oder am Herd. Zum richtig Hungerhaben ists auch viel zu warm. Bref: es ist das PERFEKTE Wetter für kalte Suppen.

Wiederum nur eine Spielart von Gazpacho. Dieses Mal von dem besternten Koch mit dem unmerkbaren Namen: Ali Güngörmüs. Gleich zwei Vorurteilen der Sterneküche wird er mit diesem Rezept gerecht: es wird viel (zuviel) Fett dran gehauen, die Portionen könnte man auch in Fingerhüten servieren. Was sich aber leicht umschiffen läßt. Geschmacklich prima und wie gemacht für gerade JETZT und HIER. Wir hätten gerne nachgeschlagen...
Zutaten 2P*:

1 Zwiebel, fein gewürfelt
5 Tomaten, gehäutet
200g Wassermelone
100ml Olivenöl*
50ml Gemüsebrühe
1/2 Bund Estragon, gehackt
einige Scheiben Baguette, in Würfel
75g Butter
3 EL Joghurt
1 Spritzer Tabasco
Salz, Pfeffer
Zucker

Zubereitung:

Die Zwiebeln in 1 EL Olivenöl glasig dünsten. Die Tomaten in Würfel schneiden und zusammen mit der Gemüsebrühe dazugeben. Den Deckel auflegen und bei leichter Hitze 20min köcheln lassen. 

Das Olivenöl zusammen mit der Butter in eine erwärmen und die Croûtons darin knusprig braten. Kurz vor Ende den Estragon zufügen und unterrühren. Anschließend die Croûtons auf Küchenpapier abtropfen lassen. Abkühlen lassen.

Die Wassermelone in größere Stücke schneiden. Die Wassermelone, den Joghurt und 2 EL Olivenöl zu den Tomaten geben und die Suppe fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

Mit den Croûtons servieren.

*Anmerkung m: Diese Portion ist ursprünglich für 4P ausgeschrieben - das reicht EBEN SO für zwei Personen. TIPP: lieber gleich die doppelte Portion machen (wir hätten auch gerne Nachschlag gehabt). Die Butter habe ich komplett rausgekürzt, das Olivenöl drastisch verringert.