Kraut, Pflanzerl und Bratensauce

Donnerstag, 19. Februar 2026

 

Mutti-Küche. Hausmannskost. Landmädchenteller. Und zwar mit meiner absoluten Lieblings-Nicht-Braten-Veggie-Sauce. Es hat seine Vorteile, dass ich seltener blogge - nun werden nicht einfach alle Rezepte vorgestellt, die ich ausprobiert habe, sondern lediglich die, die es wert sind, verewigt zu werden.

Was habe ich mir das einst kompliziert gemacht mit der Bratensauce. Völlig unnötigerweise. Besser kann eine Umami-dunkle-Sauce nicht schmecken wie diese - und dabei schüttelt man sie sich einfach aus dem Ärmel.

Begleitet werden sie von *Pflanzerl*, so wie sie die bayrische Großmutter einer Freundin zubereitete. Auf die Kartoffel-Pflanzerl komme ich noch mal gesondert zurück, aber ich will euch jetzt nix vorenthalten - Rezept bekommt ihr direkt mitgeliefert.

Einfache Bauernküche eben, wie ihr sie von mir kennt. Ganz mein Geschmack. Bratlinge aus Kartoffeln waren früher ein typisches Arme-Leute-Essen, Kohl sowieso. Und ich kann mir schlecht vorstellen, dass hier jemand Fleisch vermisst bei DER Sauce - mais bon, das kann ich mir eh nie vorstellen.


Geschwister im Blog-Universum:



Zutaten 2P:

1/2 Weißkohl (oder Spitzkohl)
1 TL Miso
2 EL Tamari
2 EL Balsamico
1 TL Rübensirup
1 TL Gemüsebrühepulver
300ml Wasser
2 Lorbeerblätter
1 TL Thymian
Harissa
Sonnenblumenöl
....
500g Kartoffeln (m: Mona Lisa)
ca. 150g Mehl (m: D1050)
1 Ei
1 kleine Zwiebel
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
(optional: Petersilie)
(optional: Thymian)
Butterschmalz


Zubereitung:

Den Kohl halbieren, vierteln und dann in konische Scheiben schneiden, so dass die einzelnen Scheiben vom Strunk noch zusammengehalten werden - etwa 5/6 cm Dicke. Bei starker Hitze in einer Pfanne mit Deckel von beiden Seiten anbraten. 

300ml zum Kochen bringen, darin Gemüsebrühe und Miso auflösen. Die Brühe anschütten zusammen mit den restlichen Zutaten und Gewürzen. Deckel auflegen und bei leichter Hitze simmernd etwa 15min garen bis der Kohl  gut gar ist (Messerprobe machen). Lorbeer-Blätter erfinden. Mit einer Mehlschwitze (oder etwas Stärke) die Sauce sämig binden. Nochmals abschmecken mit Harissa, Salz und Pfeffer.

Kartoffeln am Vortag als Pellkartoffeln kochen und ausdampfen lassen. Am nächsten Tag schälen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butterschmalz glasig dünsten. Alle Zutaten zügig zu einem homogenen Teig vermengen - dabei den Teig nicht überkneten, sonst wird er *speckig*. Salzen, pfeffern und mit Muskatnuss-Abrieb würzen.

Den Teig halbieren zu Rollen von ca. 6cm Durchmesser formen, leicht länglich drücken (oder auch nicht) und Scheiben abschneiden von etwa 2cm Dicke - ergibt etwa 10 Stück (reicht auch für 3 Personen)

In einer Pfanne Butterschmalz erhitzen und die Pflanzerl von beiden Seiten golden braten. Zusammen mit Kohl und Sauce servieren.

6 Kommentare

  1. Möglicherweise habe ich den Link zur besten aller Veggibratensaucen in diesem Beitrag einfach übersehen, aber falls es noch anderen so geht - hier https://salzkorn.blogspot.com/2023/05/mutti-patent-blumenkohl-kartoffel.html ist sie beschrieben, und sie ist wirklich der Hammer! Danke fürs Erinnern!

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    1. Aber ja doch, Christin, du hast völlig recht! Diese Sauce ist auf jeden Fall die kleine Schwester von dieser hier! Das ich daran nicht gedacht habe?! Vielen Dank fürs Aufmerken. Gut, dass ich Leserinnen wie dich habe, die sich hier gut auskennen :)

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  2. Genau meins! So einfach und so gut :-) Alles Liebe zu dir!
    Maria

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    1. So einfach , so gut - das ist schon Inbegriff von Landküche, stimmts, Maria ;)

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  3. Liebe Mika, gestern habe ich endlich dieses Rezept nachgekocht. Es funktioniert wunderbar, die Sauce ist großartig - tatsächlich geschmacklich wie "echte" Bratensauce, und das bei wenig Aufwand und mit Zutaten, die ich immer im Haus habe. Danke!!
    Ich habe noch eine Anregung für Leute, die wie ich die Pflanzerl ohne Mehl zubereiten möchten. Ich habe auf 400 g Kartoffeln ein kleines Ei und 100 g alternative Mehle genommen, und zwar 50 g Kartoffelmehl (bzw. -stärke), 30 g Reisvollkornmehl und 20 g helles Reismehl. Hat wunderbar funktioniert und noch besser geschmeckt. Fast schade, dass die kalte Jahreszeit vorbei ist, wo solche Leckereien am besten munden ;-)
    Viele Grüße Wiebke

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    1. Vielen lieben Dank, Wiebke, für deine glutenfreie Erweiterung des Rezepts! Auf diese Weise wissen nun alle, die Mehl meiden wollen, wie das funktioniert und DASS es funktioniert! Rückmeldungen wie die deine sind für einen Kochblog einfach unglaublich wertvoll! Und mir bereiten sich schlicht große Freude, wenn ich lese, dass nachgekocht und das Rezept gemocht wurde :)! ganz herzliche Grüße zurück!

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