Rückenwind für Katha: Quinoa-Salat

Sonntag, 12. Januar 2014

Auch weit entfernt von zuhause und noch weiter entfernt von Blogistan (© Kaltmamsell) und dem Inet ist mir dennoch nicht entgangen, dass Katha zum Jahresbeginn die Segel setzte zu einem spannenden Selbstexperiment.

Bin ich erst wieder in der Wifi-Zone werde ich mit großem Interesse ihre Erlebnisse und Gedanken dazu lesen. Wie öfters laut gemacht, sympathisiere ich mit der Bewegung der Veganer. Mäßigkeit ist stets ein gutes Stichwort. Ebenso mal aus Gewohnheiten rauszugehen - etwas, dass das Reisen sehr begünstigt!

Vor gar nicht langer Zeit habe ich wirklich gute Erfahrungen gesammelt mit Rohkostfasten - in den 10 Tagen habe ich mich frisch, gut und durchgeputzt gefühlt. Ein Gefühl, dass ich mir 2014 bestimmt wieder auf die gleiche Art bereiten werde. Allerdings sind 21 Tage 11 Tage länger... 

Daher hier und heute ein Rezept, um Katha auf diese Weise Rückenwind zu pusten! Es ist ein Salat, der mich schon seit vielen Jahren begleitet (Danke an die Schwester meines Ex) und mich nicht von ungefähr weiterhin (im Gegensatz zum Ex) begleiten darf! Was ob der Rosinen darinnen einer kleinen Sensation gleichkommt. Gerne verweise ich auch auf mein veganes Menu als weitere mögliche Inspiration. ToiToiToi Katha - Halbzeit hattest du schon!
Zutaten:

1 Tasse Quinoa
2 Tassen Wasser
Salz

1 mittelgroße Zwiebel
1/2 Apfel
2 EL Rosinen
1 Selleriestange, fein gewürfelt (etwa 4 EL)
2 Paprika (gelb, rot, grün)
2 Zweige Minze (etwa 10 Blätter)

Saft 1/2 Zitrone
2 EL Sonnenblumenöl
1 EL Weißwein-Essig
1 EL Curry (nach Geschmack +/-)
1 EL Gemüsebrühe (m: Paste)
1 TL Senf, scharf
(evt. ein wenig Wasser)

Zubereitung:

Den Quinoa nach Packungsanweisung garen (m: doppelte Menge Wasser zum Kochen bringen, salzen und auf kleiner Flamme 15min köcheln lassen. Abgießen und mit kaltem Wasser spülen)

Die Zwiebeln fein würfeln, ebenso den Sellerie, den Apfel fein stiften, die Paprika entkernen, von den Scheidewänden befreien und in feine Streifen schneiden. Die Minze waschen, trocken schütteln und in feine Streifen schneiden.

Aus den Zutaten für die Vinaigrette eine homogenen Sauce mischen. Die kleingeschnittenen Zutaten, sowie die Rosinen zusammen mit dem Quinoa mit der Salatsauce vermischen und mindestens eine 1/2 Stunde ziehen lassen.

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Die nächsten Wochen bin ich vermutlich außerhalb der WiFi-Zone. Also schalte ich auf Autopilot und lasse meinen Blog treusorgerisch solange in euren Händen los in die endlichen Weiten des Internet-Universums. Claro hoffe ich, dass ich zwischendurch dennoch mal nach dem Rechten gucken kann... Auf bald - ich freue mich, euch zu lesen!

Spätzle Tiroler Art

Freitag, 10. Januar 2014

Zu Weihnachten hatten wir einen großen geräuchterten Schinken aus dem Schwarzwald geschenkt bekommen. Dieses Geschenk hat mich meinen kompletten Vorrat an importierten sauren Gürkchen gekostet. In Frankreich sind eingelegte Gurken nämlich um ein vielfaches saurer als in Deutschland und um ein ganzes Fußballfeld nicht so lieblich wie meine deutsche Lieblingsmarke.

Aber Schinken eignet sich ja nicht nur zum Vesper, man kann mit ihm ganz wunderbar einfache Speisen um das gewisse Eßwas bereichern. Als Exil-Süddeutsche ist mein Hang zu handgeschabten Spätzle ungebrochen. Dank meiner Schweizer Bloggerkollegen habe ich mittlerweile ebenfalls ein Knöpflibrett. Und eine Spätzlespresse habe ich sowieso. Auch hier zeigt sich mal wieder das gleiche Gesetz wie bei aller Pasta: Man nehme den gleichen Teig aber verändere die Form und der Geschmack wird sich mit verändern. Für mich als Phänomenelogin ein waschechtes Phänomen!

Wie solls anders sein: die handgeschabten Spätzle, die etwas (wenngleich auch nicht viel) zeitaufwendiger sind als ihr Bruder und ihre Schwester sind mir die köstlichsten. Ihr seid in Süddeutschland geboren, lebt dort oder seit mit einem verliebt-verlobt-verheiratet: alors, ihr kommt um handgeschabte Spätzle nicht herum. Auch in der Veggie-Variante mit einem Glas Milch ein wahrer Genuss!

Laut meiner Oma kommt es beim Schaben übrigens auf das richtige Messer an. Mein bevorzugtes hierfür seht ihr auf dem Foto...
Zutaten 2P:

250g Mehl
3 Eier
1/2 TL Salz
etwas Wasser

2 Zwiebeln
40g braune Butter
geräucherter Speck, in feinen Streifen
Bergkäse, gerieben (m: Comté)
2 EL Petersilie, fein gehackt
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Eier, 3 EL Wasser und Salz in die Mulde geben.

Alles von der Mitte aus mit einem Holzlöffel gründlich miteinander vermengen. Sollte der Teig noch zu fest sein, noch etwas Wasser zugeben. Anschließend den Teig so lange kräftig schlagen, bis er große Blasen wirft.

Der Teig ist optimal, wenn er zäh vom Löffel fällt, ohne zu reißen. Reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und gut salzen. Den Teig portionsweise aufs Spätzlebrett geben, den Spätzleteig in das kochende Wasser schaben und die Spätzle garen. Sie sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausheben, in Eiswasser abschrecken und gut abtropfen lassen.

Die Zwiebeln halbieren und in feine Scheiben schneiden. Die braune Butter in einer Pfanne schmelzen lassen und die Zwiebeln bei kleiner Hitze in ca. 20min golden braten. Den Speck dazugeben und weitere 3min braten.

Die Spätzle unterheben, weitere 2min braten. Vor dem Servieren mit dem Käse und der Petersilie bestreuen.
weitere Spätzlevarianten - bereits verbloggt:

Unterwegs bei den Mayas II: der Pablo Volador

Mittwoch, 8. Januar 2014

Neben Tänzen, Masken, Live-Musik von gigantischen Boxen verstärkt, Prozessionen und vielen ohrenbetäubenden Böllern gehört auch der *Pablo Volador* zum Fiesta-Programm.

Ursprünglich ein Fruchtabrkeitstanz zu Ehren des mexikanischen Gottes Xipe Totec verkörperten die voladores die toten Krieger und Geopferten, die bei ihrer Wiedergeburt als Vögel zur Erde schwebten.

Bei diesem *Tanz* lassen sich zwei Männer von einem 20m hohen Mast (ähnlichem dem deutschen Maibaum) herab. Sie sitzen dabei lediglich in einer Seilschlaufe eines Seils, das sich beim Umdrehen von der Mastspitze abwickelt.  Dem Brauch zufolge kreisen sie 13 Mal um den Stamm - 13 ist nach den Mayas die Zahl des Himmels und die Anzahl der Wochentage des mythischen Kalenders.

Bereits das ungesicherte Hochklettern der schmalen Leiter an der langen Holzstange ist eine hasenreine Mutprobe (die übrigends auch von einem Mädchen gemeistert wurde). Zudem will das sich drehende, hölzerne Konstrukt, das lediglich auf dem angespitzten Ende des Mastes aufsitzt, keinerlei Vertrauen ausüben. Es wundert nicht, dass der Pablo Volador ob seiner halsbrecherischen Gefährlichkeit mittlerweile in den meisten mexikanischen und guatemalischen Gebieten verboten und nur noch selten zu sehen ist.

Bodenständiger Start für 2014: Purpurweizen-Leinsaatlinge

Sonntag, 5. Januar 2014

Selbstredend - ihr kennt mich ja - habe ich für die Zeit fern von Zuhause auch etwas für euch vorgebacken und gekocht. Ihr sollt mir während meiner Abwesenheit aus Europa schließlich hier nicht uninspiriert verhungern.

Solide und bodenständig beginne ich mein kulinarisches 2014 und ich wüßte wirklich nicht, was anständiger ist als selbstgebackenes Brot, bzw. in diesem Fall Brötchen. Echtes Grundnahrungsmittel und mit etwas Butter bestrichen stets eine Ladung Endorphin für meine Geschmacksknospen!

Die Leinsaatlinge sind ein Rezept von Björn, das ich uns auf ein Blech runtergerechnet habe, damit ich sie auf einen Schlag backen kann. Und wie sich beim Verkosten rausstellte: die Vorlage hat mich nicht umsonst sofort angesprochen. Die Brötchen gefallen mir derart gut, dass ich sie nicht zum letzten Mal gebacken habe, ja, das ich (wieder zurück) vorhabe, mit dem Rezept zu spielen und zu variieren. Hätte ich sie zum Gehen nicht etwas zu dicht zueinander gesetzt, wären sie mir bestimmt noch lockerer geworden.
Zutaten 12 Brötchen:

Roggen-Sauerteig:  
70g Roggenmehl 1150
70g Wasser (30°)
7g Roggenanstellgut
Gut verrühren und 12 Stunden bei warmer Temperatur (25-27°) reifen lassen, zum Beispiel im Ofen mit angeschalteter Lampe.

Hauptteig TA:
350 g Dinkelmehl 1050
210 g Purpurweizen- Vollkornmehl
70 g Leinsamenschrot (m: Goldleinsamen und Leinsaat gemischt)
400g Wasser
20 g inaktives Malz (Pulver oder Extrakt)
14g Salz
8g Hefe
20g Butter
Zubereitung:

50 g Wasser abwiegen und beiseite stellen. Die Mehle, das Malz, den Sauerteig und 350 g Wasser für 1-2 Minuten ankneten, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. 20 Minuten quellen lassen. Die Hefe in Stückchen und das Salz zufügen und 2 Minuten langsam unterkneten. Die Butter zufügen und 3 Minuten schnell unterkneten. Zuletzt das restliche Wasser und das Leinsamenschrot für 2-3 Minuten lansam unter den Teig kneten, der sich danach vollständig vom Schüsselrand lösen sollte.

In einem Behälter für 90 – 120 Minuten zur Gare stellen. Nach 45 Minuten einmalig strecken und falten. Der Teig sollte sich am Schluß mindestens verdoppelt haben.

Auf die Arbeitsfläche geben und in 12 Teile von ca. 100 g teilen. Entgasen und rund schleifen. Befeuchten und in Leinsamenschrot wälzen. Ein Blech mit einem Leinentuch belegen, die Teiglinge mit der Oberseite nach unten nebeneinander auf das Tuch legen. Es passen etwa 4-5 Teiglinge nebeneinander, so daß man mit 4 Reihen auskommen sollte. (4 Brötchen in 3 Reihen gelegt - so passen sie nachher auch auf einen Schlag in den Ofen). Zwischen den Reihen wird das Leinentuch hochgezogen, damit die Teiglinge nicht aneinanderkleben. Die Überstände des Tuchs klappt man über die Teiglinge und schiebt das Blech in eine große Kunststofftüte, die verhindert, daß die Teiglinge austrocknen.

Dieses Konstrukt wandert dann für 12 Stunden in den Kühlschrank bei 5°C.

Am Backtag wird den Ofen mit Stein auf 240° vorgeheizt. Die Brötchen nimmt man dann direkt aus dem Kühlschrank, wendet sie, schneidet kreuzweise ein und schiebt sie unter kräftigem Schwaden in den Ofen.

Die Backzeit bei konstant 240° sind 20-22 Minuten. Vorsicht, das Leinsamenschrot neigt bei zu viel Oberhitze zum Verbrennen.

Feliz Año Nuevo - Unterwegs bei den Mayas I: die Prozession

Freitag, 3. Januar 2014


Salut zusammen von unterwegs aus der Ferne. Mit einem ersten Eindruck der tageandauernden Feierlichkeiten und Prozessionen um San Thomas (21.Dezember) angeführt von den lokalen Laienbruderschaften in Chichicastenango wünsche ich euch einen guten Start ins Neue Jahr! Paßt auf euch auf, bewahrt euch den Frieden im Herzen, werdet in glücklichen Momenten nicht übermütig und verzagt nicht in den dunklen. Und zwischendurch kocht euch was Schönes!

Joyeux Noël

Dienstag, 24. Dezember 2013

...und neben heiteren Momenten darf es zu Weihnachten auch besinnliche Gedanken geben - nun, zu der Zeit der größten Dunkelheit, in der traditionell das Licht verehrt wird.

Aber wir sind in einer Zeitenwende. Je mehr sich Religion und sämtliche spirituelle Führung verflüchtigen, stehen wir nun frei wie Pupertierende vor neuen Gefilden. Ohne weitere Vorgaben, selbstbestimmt, dürfen wir uns ausprobieren (und hauen üblicherweise erst einmal daneben). 

Damit verfallen zwar mehr und mehr die familiären Strukturen, dafür steht uns aber frei, wie wir uns orientieren. Und wie wir mehr und mehr vereinzeln, streben wir dennoch nach Gemeinschaft*. Nun liegt es an uns, die Frage zu beantworten, wie diese Gemeinschaft geartet sein, welchen Werten sich sich unterorndnen soll. Wie wir uns eigentlich *Gemeinschaft* vorstellen. Insofern wünsche ich euch auch ein besinnliches Weihnachtsfest. 

* "Wer sich an der Einsamkeit ergötzt, ist entweder ein wildes Tier oder ein Gott." (Francis Bacon)

Menu-Ideen für den Dezember 2013

Montag, 23. Dezember 2013

http://salzkorn.blogspot.com/2013/12/ravioli-di-magro-alla-ligure-gefullte.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/11/karotten-favoriten-spezial-und-vegie.htmlhttp://salzkorn.blogspot.com/2013/12/queque-de-buf-avec-pomme-macaire-der.html
http://salzkorn.blogspot.com/2013/12/karamell-parfait-mit.html

Irgendwie klassisch: mit Fisch und Schmorgericht. Zum Hauptgang vielleicht das köstliche orientalische Karottenpü?

http://salzkorn.blogspot.fr/2013/12/warme-essen-blumenkohlsuppe-mit-ras-el.htmlhttp://salzkorn.blogspot.com/2013/12/weihnachtsdessert-la-francais-verrines.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/12/ein-lieblingsduft-als-gewurz-huhn-im-heu.html

Die Prise Ungewöhnlich: mit dem Raz-el-Hanout, dem Duft von Heu und der Marronencrème


http://salzkorn.blogspot.com/2013/12/bunte-vorspeise-fur-das-vegetarisches.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/10/all-you-need-is-bratapfel-karamell-eis.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/12/der-vegetarische-hauptgang-mediterrane.html
http://salzkorn.blogspot.fr/2013/12/nachgezogen-quarkstollenkonfekt.html

Das vegetarisch Bunte - mein Liebling

http://salzkorn.blogspot.fr/2013/03/umgefallen-blumenkohlsalat-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2013/12/veganes-dessert-avocado-schokomousse.htmlhttp://salzkorn.blogspot.com/2013/12/beet-me-up-beet-bourguignon.html

Vegan kann auch festlich




Voilà, voilà, das sind meine Vorschläge für dieses Jahresende. Vielleicht inspirieren euch auch die Menu-Ideen vom letzten Jahr oder ihr findet etwas anderes über die Boards...

Und nun macht es euch die Feiertage über schön - mit oder ohne gutem Essen. Aber in friedlicher, harmonischer und einträchtiger Stimmung. Das wünsche ich euch. Herzlich.