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Dienstag, 9. Juni 2020

Knoblauch-Spezial


Kein Essen in Südfrankreich ohne Knoblauch. Eher wird mittags der Rouge weggelassen, aber doch nicht der Knoblauch! Bitte, wo würden wir hinkommen? Sonst fehlt ja der Geschmack! Für den schönen, köstlichen, lila Knoblauch ist die Drôme schließlich Anbaugebiet. So kann es nicht erstaunen, dass man sich zum Banausen klassifiziert, wenn man zum Kochen dieses Granulat im Glas verwendet. Überhaupt: wer benutzt schon freiwillig so etwas gänzlich Unnötiges wie Knoblauchpulver???

Zur Zeit liegt der frische, junge Knoblauch auf den Markttischen, noch nicht gebündelt - das wird er erst später, wenn er getrocknet ist - sondern man kauft gerade einzelne Knollen. Genau jetzt wird die tägliche Knoblauchdosis einfach mindestens verdoppelt. Wenn sonst standartmäßig ein bis zwei Zehen in ein Gericht wandern, dann haut man jetzt schon mal das Viertel einer Knolle rein.

Bei der Gelegenheit offenbare ich meine Abneigung gegen Knoblauchpressen. Ich weiß wirklich nicht, für was die Dinger gut sein sollen, außer dass man auf diese Weise die Hälfte der Knoblauchzehe einbüßt. Zumal fein gehackt der Knoblauch viel lieblicher schmeckt. Ausnahme macht Tsatsiki - für den drücke ich den Knoblauch durch die Presse, weil sich die dadurch entwickelte Schärfe besser macht. Aber sonst.

Ich habe euch mal ein paar einschlägige, knoblauchlastige Gerichte zusammengesucht - dabei auch ein *Symbol-Bild* fürs französische Barbecue eingeschmuggelt, weil die beliebte Rouille eben einfach nie und nicht wegzudenken ist. Für einen Teller mit Spaghetti mit Pesto bedarf es das wohl nicht, oder? Denn das weiß ja jeder, wieviel Unsinn ein Pesto ohne Knoblauch macht. In den kommenden Tage werde ich euch zwei weitere, knoblauchlastige Evergreens meiner Küche vorstellen - wir wollen die neue Knoblauch-Saison ja entsprechend feiern!







Das ist nur eine kleine Auswahl an knoblauchlasigen Rezepten - ich habe versucht, mich vor allem für die zu entscheiden, in denen der Knoblauch einfach unmöglich wegzulassen ist...


Kommentare :

  1. Oh, danke für die Erinnerung an die leckere Keule! So köstlich und die nächste Zucchini-Schwemme kommt bestimmt ;o) Junger Knoblauch ist wirklich eine Wucht, so fein das Aroma.
    Liebe Grüße, Marion

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    1. Junger Knoblauch ist wirklich eine Wucht - schöner kann man das nicht formulieren, Marion! Hiermit von mir dick unterstrichen ;-)

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  2. Ohne Knoblauch geht's echt nicht! :-)

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    1. Ich wüsste wirklich nicht, Barbara, welchen Sinn das machen sollte ;-)

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  3. mmmhhh, diese gefüllten Backkartoffeln haben es mir angetan .....

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    1. Die kann man eigentlich ein Mal die Woche essen, Sabine! Wobei es heute Ofenkartoffeln gab mit den frischesten Charlotte-Kartoffeln und die wurden in der Blüte ihrer Jugend im Ofen besonders knusprig. So als nebenher Empfehlung!

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  4. Liebe Micha, ich ernte bei uns auch gerade den jungen Knoblauch und nie schmeckt er mir besser als in diesem Stadium. Wobei ich leider zugeben muss, dass ich - bzw. mein Mangen bei großen Mengen rohem Knoblauch etwas empfindlich reagieren. Aber der junge ist ja deutlich milder und feiner im Geschmack. Nur gegen den nächtlichen Durst hernach habe ich noch kein probates Mittel gefunden... Sag, der eingelegte Knoblauch - verwendest du ihn "ganz normal" zum Kochen oder ist das dann eher was für die Antipasti Platte? Herzliche Grüße von Hannah

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    1. Das mit dem Durst, Hannah, kenne ich gar nicht. Aber vermutlich bin ich einfach *Dauer auf Knoblauch* - und kenne den Unterschied gar nicht mehr von Knoblauch-freien Tagen. Der eingelegte finde ich besonders gut für den Apéro (also Antipasti-Teller) oder auch mal in den Salat. Zum Kochen verwende ich - wenn nicht roh den confierten. Je nach Gericht... ganz herzliche zurück!

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  5. Magen muss es natürlich heißen

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  6. Was für eine schöne Sammlung, liebe Micha. Und da sagst Du was mit diesem Knoblauchgranulat bzw. Pulver! Als Teenie habe ich tonnenweise überbackene Tomaten-Mozzarella-Baguettes mit eben diesem Granulat verfuttert. Neulich dachte ich, ich mache mal wieder ein nostalgisches Revival, und habe mir dabei fast die schönen Erinnerungen zerstört! Schmeckte fürchterlich. Allerdings: Ich bin tatsächlich eine Knoblauchpressennutzerin. Nicht exzessiv, aber - vielleicht ähnlich wie bei Tsatsiki - ich finde, es gibt bei Gerichten, die ein bisschen „Schlonzigkeit“ erfordern, den Geschmack und die Schärfe besser ab. Liebe Grüße (mit Knoblauchfahne! ;-))

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    1. Da kommen ja Jugendsünden ans Tageslicht - man ahnte es nicht ;-). Aber hey, Christina, früher war doch das Motto: Hauptsache schnell. Wer von den Wilden hatten lange Zeit für die Küche??? Vielleicht sollte ich deine Anregung nutzen und doch öfters mal zur Presse greifen. Vielleicht ist es ja nur eine Gewohnheit? Bleibt in deiner Presse nicht ein großer Teil vom Knofi hängen?... mit gleichem Odem zurück :))

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    2. Also, der Rest ist minimal. Ich klappe die Presse nach dem ersten Drücken einmal auf, schiebe mit einem Messer nochmal alles runter und beim zweiten Drücken ist fast alles weg. Habe seit Jahren die Presse vom großen Möbelschweden (die runde!) und bin damit sehr zufrieden. Mit Knoblauch schneiden bin ich aber irgendwie auch auf Kriegsfuß, mache ich fast nur bei Pasta aglio e olio, und da auch nur widerwillig. Geht mir bei Zwiebeln ähnlich, da muss ich aber meist durch, weil die im Häcksler oft bitter werden und zuviel Wasser lassen. Schälen hingegen tue ich übrigens beides mit Passion! :-D Liebe Grüße

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  7. Meine Mama hat vorige Woche eine Ladung Knoblauchpaste (Knoblauch und Salz 1:1) aus jungem Knoblauch gemacht ... und mir ein Glas davon geschenkt. Heute haben wir alle (Mama, meine Schwester und ich) gleichzeitig festgestellt, dass sich die Paste im Glas grün verfärbt hat ... Die Farbe schaut fast ein wenig künstlich aus ;-)
    Weißt du, woran es liegen könnte?
    Allerliebste Grüße!

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    1. Oh, gute Frage, Maria. Ich habe auch eine Freundin, die sich gerne diese Paste zubereitet. Eigentlich ebenfalls ein guter Moment, das auch mal zu tun. Jetzt wäre definitiv der beste Moment. Aber warum der Farbwechsel? Ich tippe auf Chemie (Spaß ;-) ganz herzlich zurück...

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