Haselschnitten nach Monika
Donnerstag, 21. März 2019
Ein ungewöhnliches Paar blieb uns aus vielerlei Gründe im Gedächtnis: vorneweg weil sie als begeisterte Kletterer mit eiserner Stetigkeit jeden Tag im Felsen hingen - beide um die 80 Lenze! Dazu kam ihre frische Ausstrahlung, ihre unerschütterliche positive Einstellung (das Wetter zeigte sich während ihres Aufenthaltes von seiner regnerischen Seite), die grundsätzliche Zufriedenheit mit allem und ihre Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber. Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen dieses Jahr!
Rezepte, die ich mit einer Person verbinde, sind mir besonders wertvoll. Diese Haselschnitten von Monika, die sie gebacken hatte, um sich am Fels mit neuer Energie zu versorgen, wurden mir zum Verknuspern angeboten. Sie reichte mir ohne zu zögern gleich das Rezept weiter, welches sie wiederum ebenfalls von einer Freundin erhalten hatte. So mache ich die Feuerwehrleiter zu euch. Ich war nämlich ganz begeistert. Ein klein wenig veränderte ich es, da mir die Haselschnitten doch etwas zu mürbe war, indem ich ein Eigelb zufügte. Außerdem ersetzte ich einen Teil des Mehls durch Vollkorn. Gerade bei diesen Schnittchen macht das eine zusätzliche Knusperei. So warten die Kekse nun in der Dose nach einer Garteneinheit als Sweet-Tankstelle! Oder aber man packt sie in die Picknick-Tasche, wenn man auf Löwenzahn-Jagd geht... also wenn ich nicht an alles denke, dann weiß ich auch nicht!
Zutaten - ca. 1/2 Blech:
200g Butter, weich
140g Rohrzucker*
200g Haselnuss, gemahlen*
2 EL Kirsch
1/2 Zitrone, Abrieb davon*
1 Msp Nelke
200g Mehl
(m: 100g Dinkel-Vollkorn
100g Dinkel 1050)
1 Eigelb
250g Marmelade*
1 Eigelb*
etwas Sahne
Zubereitung:
Wer wie ich ganze Haselnüsse verwendet, kann mit dem Rösten der derselben beginnen und sie anschließend mahlen. Die Butter mit dem Zucker und dem Eigelb schaumig rühren. Nüsse und Gewürze untermischen, zuletzt das Mehl homogen unterarbeiten und dann händisch (m: mit bemehlten Händen) zu einer Teigkugel formen. Den Teig gut durchkühlen lassen (m: über Nacht).
Ofen auf 210° (O/U-Hitze) vorheizen.
2/3 des Teig ca. 1/2cm dick auswellen (m: 25cm x 25cm) und ein auf mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit Marmelade bestreichen. Den restlichen Teig ebenfalls 1/2cm dick auswellen, zu Streifen schneiden und ein Gittermuster auf die Marmelade legen - selbstredend könnt ihr die Oberfläche auch mit anderen Ausstecher-Mustern verzieren... für mich sollten sie aussehen wie die von Monika. Das Eigelb mit ein wenig Sahne verrühren (verhindert, dass das Eigelb im Ofen zu dunkel verbrennt) und die Gitter damit bestreichen.
Das Backbleche auf der zweiten Schiene von unten einschieben und 10min backen. Dann den Ofen auf 190° runterstellen und weitere 10-15min fertig backen (die Ränder dürfen ruhig etwas dunkler werden - besonders gut sind sie, wenn der Boden schön knuspert). Auskühlen lassen und gewünscht klein schneiden. Aufbewahrt in einer Dose halten sie sich gut 2-3 Wochen.
*Anmerkung m: Die Haselschnitten lassen sich prima variieren durch verschiedene Marmelade. Bitterorangen-Marmelade passt super! Auch schön, noch etwas Orangenschalen-Abrieb in den Teig geben und Aprikosen-Marmelade verwenden. Die Haselschnitten mehr Richtung Linzer trimmen und noch etwas Schoko-Pulver und mit der (für mich ;) entsprechenden Marmelade bestreichen.
Die 2 Eiweiß einfrieren und für die Amarettini verwenden!














































