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Jahresrückblick 2021

Donnerstag, 30. Dezember 2021







 
 

Die Überschrift von vergangenem Jahr 2020 war *DOF* - stand hier ums Eck bereits an der Wand. Musste ich nur aufgreifen. 2021 war so bewegt, mir fehlt noch Abstand um ein Wort zu finden, in das ich alles gepresst bekomme. Definitiv heule ich 2021 keine Träne hinterher. Es gab Momente, die ich so nie wieder erleben will. 21 Bilder von 2021 habe ich für den Jahresrückblick herausgesucht, die einen Hauch meines Jahres spiegeln. Wie gut, dass es den Taktmeister Natur gibt, der verlässliche Arbeit leistet. Und wunderschöne Natur kann meine neue Heimat die Drôme!

Ein Großteil des Sommers fiel für uns aus. Und doch verbrachten zufriedene Feriengäste sonnige Tage hier. Es war komisch. Auch, dass dieses Jahr Menschen ihren Urlaub auf dem Land verbrachten, die der Pandemie aus dem Weg gehen wollten, aber ihre Beziehung zur Natur verloren hatten und eigentlich nichts anzufangen wußten mit sich in der freien Wildbahn. Für mich war der besonders güldene Herbst eine Energieaufladestation in einer Intensität, wie ich sie seither noch nicht erlebt hatte.

Vieles wiederholt sich Jahr für Jahr wie die Blüte der wilden Tulpe (im Hintergrund das kleine Gigors), die blühende Mandelbaum-Plantage des Nachbarn oder oder... Doch Baby-Feuersalamander im Wasser-Reservoirs gabs so noch nie. Anrührend empfand ich, wie sehr der Mensch doch menschliche Nähe sucht - selbst wenn das Miteinander seit 2 Jahren sehr erschwert wird. Die Sehnsucht hat sich immer wieder Bahn geschlagen. Und sei es als kleines Balkon-Konzert während dem Markttag. Nie hat sich deutlicher gezeigt, wie wichtig Tradition und Kultur sind, um Geschmeinschaft zu schaffen. Wie sagt Brecht *Die unendliche Einsamkeit des Menschen macht eine Feindschaft zum unerreichbaren Ziel*.

Ach, und ich habe mich seit 150 Jahren mal wieder tätowieren lassen - mais c'est une affaire très privée. Ich bin schließlich *intimitätskleinlich* - da bestehe ich drauf! Ansonsten habe ich deutlich weniger gebloggt als die Jahre zuvor. Mal sehen, ob sich das wieder ändern lässt... Gegessen wird hier ja weiterhin und dementsprechend auch gekocht... wenn das Leben mich läßt.


      


Die Treuen kennen mich, ich bin Team #Kalendersprüche. 2021 begleiteten mich diese Zeilen besonders und vertieften sich im Herzen: Allahu akbar! ****Gott ist größer**** heißt die korrekte Übersetzung (coucou Axel). Ich habs verstanden: das Heiligste ist größer als alles, größer als alles Bedrohliche und größer als meine Ängste.

Maulana Dschalaluddin Rumi, eine Neuentdeckung für mich, eine echte Gedanken-Schatzkiste und ein begleitender Dreizeiler von ihm mir notweniger Talisman für den nachtschattigen Irrgarten 2021:
Dunkelheit sei deine Kerze
was dich verletzt, segnet dich 
Deine Grenzen sind deine Suche

Am Ende von 2021 stehen für mich die Dostojewski Worte: *Es gibt kein Glück im Wohlstand. Durch Leiden wird Glück erkauft.* Seltsam, oder, weil am liebsten würde man allem Leiden aus dem Weg gehen, aber darin liegt gut verborgen der eigentliche Grund, wieso wir hier sind: Erkenntnis. Oder mit Rumi: *Die Wunde ist der Ort, an dem das Licht in dich eindringt*. Also, was bleibt: Auf ins Gemetzel!

 


Für 2022 wünsche ich euch Gelassenheit, einen klaren Kopf, inneren Friede, Mut, Kraft und das Herz am rechten Fleck!

Menu-Vorschläge 2016

Sonntag, 18. Dezember 2016


Die Menu-Vorschläge sind für mich bereits wie der erste Jahresrückblick (ich hoffe, ich schaffe einen generellen Jahresrückblick - die lese ich bei Kollegen ja ausgesprochen gerne). Für die kommenden Feste suche ich - bien sûr - die Best-of-Rezepte zusammen, die, durch die ich mich 2016 mit großer Wonne kochte (zu den zwei unverlinkten Bildern reiche ich in Kürze die Rezepte nach). Zum ersten Mal ganz ohne Fleisch - so hat es sich entwickelt. Manchmal muß man ein bißchen umbasteln nach saisonalen Möglichkeiten, oder mengenmäßig ein Hauptgericht zu einer Vorspeise umwandeln - aber das kriegt ihr schon hin, das traue ich euch volle zu!

Mir nun im Advent darüber Gedanken zu machen, wie man sich die Feiertage kulinarisch aufhübschen kann, ist mir weit lieber, als meine Sinne auf die Weltnachrichten zu lenken. Gerade im Hinblick darauf, dass *die stille Nacht* bevor steht, kommt mir die Welt momentan besonders unruhig vor...

Ja, Vogelstrauß gilt nicht, ich weiß - das Weltgeschehen kann einen nicht kalt lassen. Aber bei aller realistischer Selbsteinschätzung: ich bin nicht der Heilige Christophorus. All das Leid und Elend, all die Unrechtigkeit, die Kriege, der Hunger, die vielen Flüchtlinge - nur ein totes Herz läßt das unberührt. Aber ich kann es nicht tragen, nicht *er*tragen. Wie auch? 

Also ziehe ich meine Sinne auf das zusammen, was um mich ist, unmittlebar: meine Einzugszone - meine Verantwortung. Darin alles in Ordnung zu halten, das mache ich mir zur Aufgabe, das ist mein Begehr, das ist mein Wunsch. Und ich bin dankbar, dass ich ins Tal schaue und die Stille in mir zurückatmet. Und dass in meinem Zuhause der Friede heimisch ist. Und dass ich mir vor Weihnachten so schlichte Gedanken machen kann wie: was koche ich uns. Ich wünsche euch einen friedlichen 4.Advent! Und leckere Feiertage...


I.


http://salzkorn.blogspot.fr/2016/05/deutsches-land-reissalat-mit-blutorange.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/06/festspiele-doppeldecker-beerentortchen.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/10/kuhherde-spinat-pici-mit-steinpilz.html



II.


http://salzkorn.blogspot.fr/2016/06/umkehrung-gnocchi-aus-grunen-oliven-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2015/04/das-ideale-oster-dessert.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/09/wirsing-wickel-zwischen-frankreich-und.html


III.


http://salzkorn.blogspot.fr/2015/04/zartschmelzende-fenchelsuppe-nach-lea.html


IV.


http://salzkorn.blogspot.fr/2016/12/evergreen-als-vorspeise-salat-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/08/sommermoment-das-ultimative.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/12/feierlich-maultaschen-ravioli-mit-saint.html


V.


http://salzkorn.blogspot.fr/2016/12/kugelrund-und-gar-nicht-unpratentios.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/07/rose-und-lavendel-lavendelparfait-mit.htmlhttp://salzkorn.blogspot.fr/2016/04/unbeteiligt-betroffen-rote-bete-risotto.html



Jahresrückblick 2019

Sonntag, 29. Dezember 2019

Um ein Blog über lange Zeit aktiv zu halten, müssen - wie im richtigen Leben - viele Dinge zusammenkommen. Ein paar Ideen für zweidrei Posts reichen bei weitem nicht aus. Abgesehen von einer inneren Motivation, braucht es stimmende, äußere Umstände, beziehungsweise eine gewisse Grundstabilität der Lebensverhältnisse. Ich könnte es ebenso ein Rundum-Sorglospaket nennen. Denn alles Lebendige ist seiner Natur nach sehr fragil (und eigentlich ist es erstaunlich, dass man mit diesem Wissen so unbedarft vor sich hinleben kann).

Unabdingbar - wie zu allem - ist Gesundheit und Friede. Auf allen Ebenen. Also kein Leid und keine Plagen, kein Stress, keine finanziellen Sorgen, keine psychischen Beeinträchtigungen (Streit, Trennung, Nachbarschafskollegenfamilienzerfereien ect. pp.), keine Naturkatastrophen, politische Unruhen, keine Großprojekte, die allen Aufmerksamkeit abziehen, keine Unruhen egal welcher Art, die stürmische Wellen schlagen... ihr versteht wohl...

Bloggen ohne die Inspiraiton meines Habibs kann ich mir nicht vorstellen - er ist das leuchtende Herz meines Lebens, ein stetig sprudelnder Quell an Anregungen und mit ihm als Gegenüber ziehe ich viel Energie, sodass genug übrig bleibt für Nebenher-Bloggerei als launige Spielerei. So lange ich (weiter)blogge, so lange ist meine Welt in Ordnung. 

Gleichzeitig halte ich es dabei ganz mit Deutschlands einzig wahrem Chansonier Reinhard Mey, der sagt: *Ich schreibe sie (die Lieder), weil ich Lust habe, mir etwas von der Seele zu schreiben. Ich entdecke jeden Tag neu.* Tja, und genauso halte ich es mit dem Bloggen. Das tue ich in erster Linie aus reinem Selbstbezug, nämlich für mich selbst. Ich wollte schon immer Schreiben (zum 6.ten Blog-Geburtstag erzählte ich darüber) und je mehr ich mich im Formulieren übe, umso mehr mühe ich mich um Klarheit. Das tut mir gut, das bringt mir mehr Lebensqualität. Bref: am meisten profitiere ich selbst von meiner Bloggerei. Und nebenher verschönert das Kochen das Zusammenleben mit dem Habib nachwievor um ein kleines Quäntchen.

*Le roi est mort, vive le roi* - *Das Bloggen ist tot, es lebe das Bloggen*. Ich stimme Julia zu in ihrer Wahrnehmung, dass Bloggen out ist. So what? Was hat das mit meinem eigenen Schaffensprozess zu tun? Meine Aufrufzahlen sind seit Jahren konstant. Selbst an Tagen, an denen ich nichts Neues veröffentliche (= Foodblog-Vorteil). Kontinuität statt Wachstum. Nix womit man in Zeiten von Turbo-Kapitalismus angeben könnte. Aber deshalb zum heißen Scheiß Insta wechseln?

Was will ich machen: Insta ist nun mal nicht meine Welt. Das ist Quickie-Konsum. Das ist - sorry - der Straßenstrich des Internets. Haufenweise Laufkundschaft. Joh, iss ja gut, etwas übers Ziel geschossen, ich rudere ja direkt zurück (schließlich will ich selbst - in diesem Bild bleibend - ja auch kein Edel-Bordell sein ;-). Was weiß ich schon von Insta? Diese Plattform wurde nicht für mich erfunden, weder als Follower noch Betreiber: ein paar Fotos versehen mit Hashtags, die Inhalte finden sich schlecht bis überhaupt nicht wieder und nur der aktuelle Beitrag erhält Aufmerksamkeit. Das ist mir entschieden zu schnelllebig, zu fern meiner eigenen Werte und Gruppenbildung (sprich: community) war noch nie mein Ding.

Außerdem habe ich mich nach 8 Jahren Bloggerei hier schön eingegroovt. Bon, etwas weniger häufig in der Frequenz, aber nachwievor bin ich mit Freude dabei. Warum also etwas ändern wollen?



Womit wir kurz und knapp beim Jahresrückblick rausgekommen wären - samt 19 ausgewählten Lieblingsbildern daraus:


° was noch als Versäumnis aussteht: zwei Beiträge zu unserem Thailand-Aufenthalt, und zwar der über Pabuk sowie der Esoterik-Hochburg Koh Phangan - eigentlich so gut wie fertig...eigentlich.

° was war mein Lieblingsgericht: ohhh, da kann ich mich stets schlecht entscheiden, liebe ich doch alle meine Kinder. Aber die Moussaka war weit vorne, der ADORE-Teller, das Birk-Curry und die Spinat-Krapfen

° was habt ihr dieses Jahr besonders oft aufgerufen: aus diesem Jahr DAS Börek und Zorras Zucchinikuchen und all time favorites: meine Linzer (es hilft also stetig mit allen Körperteilen in eine bestimmte Richtung zu wedeln) und der Apfel-Mohn-Kuchen mit Buttermilch

° was neu ist: die Ruprik *Pro Centum* und *Paris ist weit weg* - werde ich beibehalten, machen mir beide Spaß

° was ich als Event wenigstens ab und an geschafft habe: 12 von 12

° was ich als Ruprik öfters füllen will: *Was schön war...* - was war der Garten eine Pracht im Frühling!

° was war einer der Beiträge, die mir besonders wert sind: eindeutig der über Polarität

° was ich zum ersten Mal machte: mir über ein Thema tiefere, zusammenhängende Gedanken über mehrere Posts hinweg, nämlich über das Klima

° was ein freudiger Austausch war:  der mit Mady und Danny bei # zu Tisch mit...

° was ich besonders viel gekocht habe dank Bomben-Ernte: Zucchini - und dadurch habe ich SO viel neue tolle, Rezepte entdeckt

° was dieses Jahr als Tradition leider ausfiel, weil das echte Leben alle Energie benötigte: Ideen für die Festtagsmenu - die Maultaschen wären auf jeden Fall darunter gewesen