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Wissensdurst: Linsen mit gerösteten Kirschtomaten und Meerrettich

Montag, 5. Oktober 2020


Direkt hinter unserem Haus führt ein beliebter Wanderweg (unsere Aussicht!) entlang. Starte ich von unserer Haustür, dann bin ich nach 500 Metern oben angelangt an der Burgruine aus dem 11. Jahrhundert. Dem Weg weiter folgend kommt man durch einen herrlichen Mischwald: unten Pilze oben Kastanien. Für 135 Höhenmeter brauche ich gerade mal 15 Minuten.

Das kommt mir deshalb in den Sinn, weil ich mit dem Habib die faszinierende Arte-Doku *28 Tage unter dem Mittelmeer* über das Tiefseestauchen anschaute. Vier Aquanauten wurden für eben diese Dauer in eine 5 Quadratmeter große Kapsel gepackt, in der sie - um den Wasserdruck ausgleichen zu können - in einem Helium-Sauerstoff-Gemisch lebten. Mit dieser Druckkammer wurden sie dann in die Tiefe gelassen, um erstmals frei und ungebunden die Hundertmeterzone des Mittelmeeres zu erkunden. Das abenteuerliche Unterfangen gilt als Meilenstein, weil viele der komplexen, wissenschaftlichen Untersuchungen für eine Maschine unmöglich gewesen wäre. Einer der Aquanauten meinte: *Abenteuer ist das poetische Wort für Plagerei* - ein Satz, der den Habib sehr amüsierte!

Die Doku ging mir noch eine Weile nach. 100 Meter Tiefe! Wie lächerlich ist das bitte! Wie formulierte der Habib mal so wunderbar: *Emotionen sind der Schaum auf den Wellen im Gegensatz zu Gefühlen, die die Tiefe des Ozeans sind!* (man könnte heute Seminare füllen alleine mit Begriffserklärungen - aber das ist ein anderes Thema). Du meine Güte, wie wenig wissen wir Menschen noch, das war mein wesentlicher Gedanke. Ja, gut, man kann mittlerweile in weitaus größere Tiefen Roboter entlassen. Aber dennoch. 100 Meter - das ist doch Pippi! Die bin ich in weniger als 15 Minuten runtergelaufen.

Wie groß ist des Menschen Hochmut - in Anbetracht unseres begrenzten heutigen Wissensschatzes. Was wissen wir über das Erdinnere? Das Klima? Was wissen wir über das Entstehen von Leben? Selbst wenn wir schon auf dem Mond gewesen sein sollten (ob die Amis tatsächlich dort waren, also da lege ich mich erst fest, wenn zum zweiten Mal Astronauten den Mond betreten), was wissen wir von unserem Sonnensystem? Und wieviel ist das, wenn man nachts in den Sternenhimmel in die Weiten des Universums blickt? Glaubt irgendjemand allen Ernstes, dass Aliens uns für eine höher entwickelte Spezies halten würden, nur weil wir seit dem 18. Jahrhundert ein paar Maschinen erfunden haben? Wie konstatierte Albert Schweitzer: *Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht sicher.*

Versteht mich nicht falsch: die Wissenschaft ist ein wunderbares Instrument, um sich für seine Umwelt zu interessieren, zu forschen, zu untersuchen, zu sezieren, Fragen zu stellen, Theorien auszustellen, Erkenntnisse zu gewinnen, auf Fortschritt zu hoffen uswusf. So geht Wissensdurst! Aber so lange der Mensch forscht, so lange entwickelt sich die Wissenschaft mit ihm weiter, manches erneut sich, überholt oder erweitert sich: ein organisches System! Darauf will ich hinaus.

Was folgerichtig bedeutet, dass man Veränderungen dessen, was als gesichertes wissenschaftliches Wissen gilt, akzeptieren muss, weil eine solche Vorläufigkeit wissenschaftlichen Wissens normal ist. Und das bedeutet weiter, dass für all die vielen, unterschiedlichen, wissenschaftlichen Sparten unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Perspektiven forschen - nicht immer mit den gleichen Ergebnissen. Wodurch die Wissenschaft auf diese Weise sinnbildlich die Diversität spiegelt inklusive aller Widersprüchlichkeiten, die den Bürgern einer Demokratie zu eigen sein sollte. Und desweiteren bedeutet das, dass Konflikt und Konsens zum Alltag der Wissenschaft gehört, weil die Suche nach Wahrheit ein Ringen ist (ein absolut empfehlenswerter Artikel von Prof. Dr. Rainer Bromme, für den der Stellenwert der Wissenschaft in der Gesellschaft genährt und gestützt werden sollte durch eine so offene und öffentliche Wissenschaftskommunikation wie möglich inklusive aller Zweifel und Kontroversen) - was ganz im Gegensatz steht zu dem Mainstream-Konformismus, in den die Wissenschaft so gerne gedrückt wird sowohl von Medien wie Politik aus deren ganz eigenen Interessen. 

All das sollte uns, die wir so viel Vertrauen in die Wissenschaft setzen, bewußt sein! Stattdessen gebärden sich Wissenschaftsgläubige besonders gerne rechthaberisch, als hätten sie die Wahrheit für sich gepachtet, während dem Großteil der Anhänger von Religion zumindest klar ist, dass sie glauben. Mich erinnert das daran, wie unterschiedlich mit Nikotin und Alkohol umgegangen wird: Raucher wissen, dass sie Raucher sind.

 

 

So und zuguterletzt, wie schön, Kinners, ist das Wort *Aquanaut*!!?! Ich habe mich direkt verknallt! Dem nächsten, der mich fragt, was ich beruflich mache, werde ich erklären, dass ich *Cuisinautin* bin: ich lote die Untiefen meiner Küche samt Garten in Südfrankreich aus. 

Dieses Rezept ist einem Lieblingskochbuch einer Feriengästin (coucou Annette) entlehnt, die sehr gut wußte, wie leicht sie mir mit dem Durchblättern eben desselben (und noch mehr dieser Schätze) die heißen Mittagsstunden vertreiben konnte. Ich habe mich also für diesen Teller grob ortientiert an *The modern way to cook*. Und wiederum von der gleichen Gästin ist vom Jahr davor das Rezept der superleckeren Saaten-Cracker - ein sehr fruchtbares Miteinander also unter uns beiden! Oder so leicht geht Inspiration, wenn man einen ähnlichen Geschmack hat! Nicht zu vergessen: auch einige Tomaten sind Mitbringsel von ihr - in Echtgröße und als aufgegangener Samen auf den Fotos auszumachen. Die herzförmige schwarz-rot gemusterte heißen bei uns nun *Annettes Schönlinge*.


Zutaten 2-3P:

200g Linsen*
2 Knoblauchzehen
1 Tomate
einige Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
1 Stück Kombu-Alge
ca, 750ml Gemüsebrühe
Balsamico-Reduktion*
 
400g Kirschtomaten
1 Knoblauchzehe
2 TL Thymian, getrocknet
Salz, Pfeffer
eine Prise Zucker
Olivenöl 
2 EL Semmelbrösel
(optional: einige, frische Feigen)

100g Ziegenfrischkäse*
Abrieb einer 1/2 Zitrone
2 TL Meerrettich-Crème

Zubereitung:

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Die Linsen zusammen mit dem ungeschälten Knoblauch, der ganzen Tomate, dem Thymian, Lorbeerblatt, Kombu-Alge und der Gemüsebrühe aufstellen und ca. 25min köcheln lassen bis die Linsen gar sind - gegebenenfalls noch etwas Wasser zufügen. Lorbeerblatt und Alge entfernen. Mit Balsamico-Reduktion würzen.

Währenddessen die Kirschtomaten halbieren in eine Gratinform setzen, mit Thymian, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker würzen und mit Oliven beträufeln. Für ca. 15min in den Ofen schieben (für die letzten 5min die halbierten, kleinen Feigen zufügen).

In einer Pfanne Semmelbrösel in etwas Olivenöl zusammen mit dem fein gewürfelten Knofi rösten. In einer Schüssel Ziegenfrischkäse, Zitronenabrieb und Meerrettich mischen.

Zum Servieren die Linsen zuerst in einen tiefen Teller geben, darauf Meerrettich-Käse, Tomaten und Brösel anrichten.

Anmerkung m: die Linsen sind besser verdaulich, wenn man sie über Nacht in Wasser einweicht/ Balsamico-Reduktion und Meerrettich gehen mir nie aus - beides hält sich gut, auf beides möchte ich jeder Zeit zurückgreifen können/ anstelle von Ziegenfrischkäse wurde im Original körniger Frischkäse verwendet/ Veganer ersetzen durch vegane Produkte Ziegenkäse und Meerrettich-Crème


die Entscheidung - Kebap aus roten Linsen

Montag, 11. April 2022


Fahrrad fahren und Bio-Tomaten essen, macht noch keinen Naturbezug. Und sauber Müll trennen auch nicht. Sätze, die ich schon immer mal loswerden wollte!

Wann hattest du das letzte Mal einen Grasfleck auf der Hose, Kletten in den Haaren, die Nase in frisch gemähtem Heu? Gras zwischen den Zehen? Weißt du, wie Erde schmeckt? Und auch das sind nur schön klingende Äußerlichkeiten. Wie bei jeder Beziehung geht es um Qualität - und die läßt sich nicht demonstrieren oder messen, die läßt sich nur innerlich erfahren. Wenn, dann stellen sich in Beziehungen Fragen nach dem WIE: wie tief geht die Verbindung, wie nahe ist man sich, wie wird der Kontakt gepflegt, wie groß ist das Vertrauen? In dein Herz können andere schwer blicken.

Lange bevor die Ersten mit ihren Handys verwachsen waren, kündigte der Habib in seinen Seminaren bereits an, dass die große Entscheidung zwischen Natur und künstlicher Welt zu treffen sein wird - was damals noch einigermaßen abstrakt anmutete. Mittlerweile ist Technik und Wissenschaft in beeindruckendem Tempo foran geschritten und die künstliche Intelligenz nur eines der Flaggschiffe menschlichen Forschungsdrang. Parallel dazu aber wenden sich die Menschen der Industrienationen immer weiter ab von der Natur - ich hatte es dazu bereits vor Jahren: von der nachweisbaren Naturentfremdung.

Wie tiefgreifend sich diese Entwicklung auf unseren Alltag auswirken wird, nimmt im Sauseschritt neue Dimensionen an. Marc Zuckerberg verkündete dazu quasi den Startschuß, indem er Facebook in Metaverse umbenannte: in naher Zukunft wird unsere reale Welt in wesentlichen Teilen in eine künstliche, digitale Welt verlagert - samt Arbeitsplätze und Konsum (kurzer Eindruck dazu etwa im Webseminar - Dirk Müller)

Ganz deutlich formuliert es auch Klaus Schwab, genau, der Chef des Weltwirtschaftsforum von Davos, der unlängst mit *The Great Reset* von sich reden machte. In seinem neuesten Buch *The great Narrativ* (hörenswerte Rezension von Gunnar Kaiser) skizziert er seine transhumanistische Zukunftsvision. Diese besteht, in seinen Worten, in einer *Verschmelzung der physischen, digitalen und biologischen Sphären, mit Folgen für alle Disziplinen, Volkswirtschaften und Branchen, was sogar die Vorstellungen in Frage stellen wird, was es bedeutet, menschlich zu sein*. Weiter führt er aus:

*Es wird oft gesagt, dass das 19. Jahrhundert das Jahrhundert das der Chemie war, das 20. Jahrhundert das der Physik und das 21. Jahrhundert das der (synthetischen) Biologie wird. Ein Jahrhundert, in dem biologische Systeme so umgestaltet werden, dass sie den menschlichen Bedürfnissen entsprechen. Wir stehen am Beginn der genetischen Revolution. Mit der Pandemie hätte die synthetische Biologie seines Erachtens nach den erfolgreichen Beweis erbracht, zu halten, was sie verspreche: *Die ersten Impstoffe sind MRNA-Impfstoffe bei denen synthetische Stränge des genetischen Codes, die am Computer modelliert wurden, in unseren Körper eingebracht werden.* Eine Technologie, die zukünftig noch in viel größerem Maß zum Einsatz kommen soll...

An dieser Stelle möchte ich den Dalai Lama dazuziehen, der mich alleine deshalb schon total beeindruckt, weil er als Religionsführer äußert, dass alle Weltreligionen im Kern die gleiche Botschaft haben und der Buddhismus nur ein Weg von vielen ist. Obendrein bekräftigt er, benötige es die Religion nicht zwingend, um ein guter Mensch zu sein: ein gesunder Menschenverstand und allgemeingültige, ethische Prinzipien wären ausreichend. Doch in diesem Zusammenhang möchte ich seine Bedenken anknüpfen (Auszug aus *Das Buch der Menschlichkeit*):

*Ich bin in Sorge darüber. dass wir dazu neigen, die Grenzen der Wissenschaft aus dem Blick zu verlieren. Indem sie in weiten Kreisen die Religion als letzte Wissensquelle ersetzt, erhält die Wissenschaft selbst so etwas wie einen religiösen Anstrich.  Und dadurch sind einige ihrer Anhänger in Gefahr, ihren Prinzipien blindes Vertrauen zu schenken und damit anderen Sichtweisen gegenüber intolerant zu werden.*

Der Dalai Lama (durchaus keiner, der den Fortschritt dank Wissenschaft ablehnt) nennt als Beispiel für die Grenzen der Wissenschaft das Bewußtsein: *Es gehört zu jener Art von Phänomenen, die weder Gestalt, Masse noch Farbe besitzen und sich mit äußeren Mitteln nicht untersuchen lassen. Das bedeutet nicht, dass diese Phänomene nicht existieren, sondern lediglich , dass die Wissenschaft sie nicht dingfest machen kann.* Trotz aller Bemühungen wissen wir bis heute nicht, worum es sich bei Bewußtheit handelt, warum es da ist, wie es funktioniert, was sein Wesen ist noch was der Grund für sein Vorhandensein ausmacht.

Mit meinem heutigen Artikel will ich Bewußtheit schaffen für die Entscheidung, vor die die Menschheit nun mehr und mehr gestellt ist. Und ich will dafür werben, das eigene Bewußtsein dafür auch zu benutzen! Und zwar geht es um nichts Geringeres als DIE Gretchenfrage mit weitreichenden und tiefgreifenden Konsequenzen: reiner Materialismus oder beseelte Natur. Jeder einzelne hat sich mit dieser Frage eigenverantwortlich auseinanderzusetzen und man kann diese Enscheidung niemandem abnehmen. Wer nicht bewußt nach den Gesetzen der Natur lebt, dem wird automatisch der Materialismus übergestülpt.

Es gilt sich klar zu machen: Wer sich gegen die Natur stellt, sündigt wider den Geist.

 

 

Ihr seht es an den Fotos: diese Kebap aus rohen, roten Linsen habe ich uns bereits öfters zubereitet. Seitdem ich seltener blogge, veröffentliche ich fast nur noch Rezepte, die ich wiederholt auf den Tisch gebracht habe. Uns haben diese kleinen, knusprigen Dinger absolut überzeugt: gut gewürzt, schnell gemacht, super Konsistenz und eine echte Bereicherung für jeden Veggie-Teller - ob mit einem Pü oder den allseits beliebten, bunten Ofen-Gemüse. Eindeutig ein Keeper in meiner Küche!

 

Zutaten - ca. 20 Stück/4P:

200g rote Linsen
1 Stück Ingwer (ca. 3cm)
4 Knofi-Zehen
50g gemahlene Mandeln (oder Cashews)
1/2 Bund Petersilie/ oder Koriander
1 TL Garam Masala
1/4 TL Back-Pulver
Chili
1/2 TL Kreuzkümmel
Limettensaft
1 mittlere Zwiebel (ca. 100g)
1 mittlere Kartoffel (ca. 100g)
1 mittlere Karotte (ca. 100g)
etwas Kohl (oder Lauch) - ca. 100g
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Die Linsen ca. 25-30min in Wasser einweichen. 

Währrenddessen die Zwiebel fein würfeln, die Karotte bürsteln, die Kartoffel schälen und beides auf dem Gemüsehobel raspeln. Den Kohl (oder Lauch) fein schneiden. In etwas Olivenöl einige Minuten dünsten, kurz vor Ende die fein gewiegte Petersilie unterziehen -  und zur Seite stellen.

Die Linsen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. In einem Blender zusammen mit dem gewürfelten Knoblauch und dem Ingwer fein mixen.

Linsen, gedünstetes Gemüse, Nüsse und Gewürze in eine Schüssel geben und gut miteinander vermengen. Würzig abschmecken. In leicht geölten Händen kleine Frikadellen formen und in einer Pfanne mit erhitztem Olivenöl von beiden Seiten golden und knusprig braten.

Quelle: Food impromptu


aktuell: Lichtkornroggenbrot mit Einkorn und Kürbiskernen

Samstag, 25. August 2018


*Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe* (René Descartes). So gesehen müßte man meinen, es ließe sich wunderbar in Eintracht nebeneinander leben. Der funkelnde, gesunde, klare Menschenverstand - oder wenigstens die Einbildung davon. Blöd wird es eigentlich nur, weil jeder Recht haben will. Dabei bestimmt meist der Standpunkt schon die Perspektive. Und der ist - soweit ist man sich einig - in aller Regel subjektiv gefärbt. Denn betrachtet man etwas im Raum, dann findet sich für alles, wirklich alles ein Pro und Contra Argument. Eben je nach Perspektive. *Jeder hat seine Wahrheit*, heißt es dann. Nur so richtig zufrieden ist man damit auch nicht. Was macht man mit einer Wahrheit, die in ihrer Biegsamkeit einer jungen Weide gleicht.

Mir kommt zum Thema *Recht haben* gerne das Bild von drei blinkenden Kästen in den Kopf. Kann sich noch jemand an das Kinder-Quiz mit Michael Schanze erinnern? *Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht*. Und in allerletzter Sekunde waren viele noch auf das Feld gesprungen, wo die meisten anderen standen... Im Zweifelsfall hat einfach die Mehrheit recht.

Ohne ein Modell, um uns auf diesem Planet Halt zu verschaffen, kann keiner. Irgendeine Orientierung brauchts. Ob mit oder ohne metaphysischen Überbau - Konstrukte gibt es derlei reichlich.

Gerade Menschen, die sich auf die Wissenschaft stützen, sind der festen Meinung, besonders unvoreingenommen zu sein. Man hofft auf soetwas wie *objektive Realität* (Link via Mme Kaltmamsell) und baut auf Struktur, Methode, System, Normen, Standarts und Überprüfbarkeit. Soweit so gut. Phönomenologie und Beobachtung tragen bereits weit. Was aber, wenn eine der Säulen-Prämissen der Wissenschaft als solches auf äußerst anfechtbarem Fuße steht. Und zwar - Achtung: hier beißt sich die Katze in den Schwanz - nach heutigem Stand der Wissenschaft. Ich rede von dem Faktor Zeit. 

Ohne den Konsens unserer momentanen Zeitvorstellung ist Ordnung, Miteinander, Logik und Wissenschaft nicht vorstellbar. Unterschiedliche Zeitepochen entsprechen immer einer anderen Zeitqualität. So wie überall im Weltraum eine andere Qualität von Zeit herrscht. Als kleines Beispiel: wie etwa Leistung definieren (physikalisch: Leistung = Arbeit x Zeit), wenn der Zeitbegriff in der Geschichte immer wieder neu gefunden werden muß.

Die Wissenschaft ist sich nicht sicher, ob der Mensch Zeit je vollständig verstehen kann. So lange bestimmt vor allem der psychologische Zeitpfeil unser Verständis von Zeit - also die Vorstellung, dass in einem Raum Zeit gerichtet ist und zwar von einer Vergangenheit in eine Zukunft. Im Prinzip ein Konstrukt, ein unvollständiges Provisorium, auf das man sich gemeinsam verständigt, so lange kein anderes Modell mehr überzeugt. *Dass die Naturgesetze, im Vergleich zum Verstand des Menschen, keinen Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft machen, ist das Rätsel, das Wissenschaftler seit jeher versuchen zu lösen.*

Daher schließt sich mit Fug und Recht die Fragen an: Kann Denken überhaupt frei sein? Ist Denken nicht viel mehr sehr leicht kulturell, ja epochal beeinflußbar (um nur zwei Komponenten zu nennen). Viele halten an ihren Überzeugungen mit gleicher Kraft fest wie Gläubige. Kein Wunder. Unser Denken ist unsere Existenz. Und so haben wir das innerlich auf einen goldenen Sockel gestellt. Wie diesen Sockel ins Wanken bringen, wenn das Denken falsch gepolt ist? Und wer kann das überhaupt beurteilen? Eine Crux mit der Wahrheitsfindung. Oder anders gesagt: Es bleibt schwierig...

Aktuell backe ich gerne schnell. Die Temperaturen in der Küche waren in der letzten Zeit alles andere als verlockend, sich länger als notwendig dort aufzuhalten. Dieses Brot buk ich nun zum zweiten Mal (doppelte Menge), weil mich die Schnelligkeit, der Geschmack sowie die sehr gute Frischhalte-Qualität für sich eingenommen haben. Und alleine das Wort *Lichtkornroggen* klingt doch wie Musik, oder?


Zubereitung - 1 Kastenform à 1kg:

Sauerteig - 12 Stunden bei ca. 25°:

150g Lichtkornroggen-Vollkorn, grob
150g Wasser
17g Roggen-ASG (aufgefrischt)

Brühstück - mit Sauerteig ansetzen, abkühlen lassen
und im Kühlschrank lagern:
75g Einkorn-Vollkorn, grob
75g Lichtkornroggen-Vollkorn, grob
120g Wasser, kochend
5g Salz

Quellstück - Mit Sauerteig ansetzen und im Kühlschrank lagern:
100g Kürbiskerne
50g Sonnenblumenkerne
50g Restbrot
9g Salz
200g Wasser

Chia-Quellstück - mindestens 3 Stunden quellen lassen:
30g Chia-Samen
70ml Wasser

Hauptteig:
Sauerteig
Brühstück
Quellstück
Chia-Samen
150g Einkornmehl, hell *
50g Roggen 1150
5g Hefe
ca. 50ml Wasser (eventuell +20ml)

Zubereitung:

Sauerteig, Brühstück, Quellstück und Chiasamen rechtzeitig ansetzen.

Alle Zutaten für den Hauptteig miteinander vermengen und 8min kneten. 40 Minuten Teigruhe, nochmals 3min kneten, dann den Teig mit Hilfe eines Löffels oder Teigschabers in eine vorbereitete (m: gefettete) Kastenform füllen und glatt streichen. (m: mit gehackten Kürbiskernen bestreut)

Den Teig gehen lassen, bis er die obere Kante der Kastenform erreicht dauert - dauert etwa 1 Stunde.

Das Brot mit Dampf bei 240° einschießen (m: mit vorgeheiztem Backblech) und fallend auf 200° etwa 70min backen. Die letzten Minuten ohne Form. Klopfprobe.

*Anmerkung m: Das helle Einkornmehl ist gut ersetzbar durch Dinkelmehl 1050 oder 630


Inspiration: Gerd aka Ketex

Bruchstück: Pilz-Patties oder Champignons-Pufferchen

Sonntag, 19. März 2023


Hier bei mir stößt man ja immer wieder auf Wissenschaftskritik. Das bedeutet nicht, dass ich per se der Wissenschaft skeptisch gegenüber eingestellt bin. Gar nicht - der Forschungsdrang liegt in der menschlichen Natur. Für nichts anderes sollte Wissenschaft stehen. Meine Kritik bezieht sich vielmehr darauf, dass die Grenzen der Wissenschaft heute gerne außer Acht gelassen werden (ganz mit dem Dalai Lama in diesem Post).

Damit ziele ich vor allem auf das anvisierte Detailwissen, bei dem mir das Interdisziplinäre entschieden zu kurz kommt (um nur einen Post zu verlinken, der das aufgreift: zur Trauma-Forschung). Die unterschiedlichsten Bereiche von Wissenschaften müssten untereinander deutlich mehr im Austausch stehen. Bruchstückhaftes und zusammenhangloses Wissen ist prinzipiell Fehler anfällig. Das ist auch der Grund, weshalb realistisch betrachtet ein Großteil wissenschaftlicher Erkenntnisse auf tönernen Füße steht - man sollte immer damit rechnen, dass neuere Forschung alte Übereinkünfte hinfällig machen könnte. Außerdem gehe ich mit Einstein: *Die Wissenschaft dient der Menschheit am besten, wenn sie sich vorbehält, alle Thesen anzuzweifeln.* Nur auf diese Weise, mit der größtmöglichen hauseigenen Sekpsis, schürft der Forschende tiefer und tiefer. Das gilt im Individuellen wie Allgemeinen (s. Post zum James Webb- Teleskop... ich wiederhole mich)

Selbst den sog. Experten kann die Sicht leichterdings verstellt sein durch fehlende Unabhängigkeit - sei es was die Forschungsgelder angeht, die Parteienzugehörigkeit, der eigene Status... Mache ich es wie so gerne über das pars pro toto - nichts geht über ein anschauliches Beispiel! Hier aus meinem nächsten Umfeld.

Einer Freundin, nennen wir sie Nathalie, setzten schweren Herzrhythmusstörungen zu. Aber in so ausgeprägter Form, dass sie nachts kaum noch zu Schlaf fand. Das wiederum wirkte sich auf ihr Berufsleben aus: sie war nicht mehr in der Lage, ihrer Arbeit nachzugehen, musste krank geschrieben werden. Ebenso litt ihr Alltag als Familie mit drei Kindern sehr darunter, weil sie sich ständig schwach und matt fühlte. *Ich sah mich schon den Rest meines Lebens damit beschäftigt, mein Herz beim Stolpern zu beobachten*, seufzte sie. Drei unterschiedliche Kardiologen suchte sie auf - Termine, auf die zu warten waren - und keiner konnte ihr wirklich weiterhelfen. Der letzte Herz-Spezialist riet ihr trotz Ungereimtheiten dennoch zu einer Operation am Herzen.

Nathalie verfolgte in ihrer Not das Prinzip der Streuung: sie redete in alle Richtungen über ihre Probleme. Im Telefonat mit einer Freundin erwiderte diese, Momentchen, sie lese gerade die Biographie von Orphray Winter (das ist immer die Stelle, an der ich beim Erzählen kurz mal fassungslos den Kopf schütteln muss - WER bitte, liest denn die Biographie von Orphray Winter, dieser amerikanischen Talkshow-Moderatorin und Multi-Millionärin????? Vermutlich die gleichen, die nach der Biographie von Michelle Obama greifen.... tsss, andere sind anders, echt!). 

Nun, also um den Faden wieder aufzugreifen, in dieser Lebensgeschichte werden ähnliche Symptome mit einer ähnlichen Odysee beschrieben. Kurz und gut: wenige Tage später maschierte Nathalie mit exakt diesem Buch zu ihrer Gynäkologin mit den Worten:*Auf Seite 154 finden Sie die Ursache für meine Beschwerden* (Seitenzahl erfunden) - ein hormonelles Problem, das auf die Menopause zurückzuführen ist.

Jetzt machen rund die Hälfte der Weltbevölkerung Frauen aus und eben diese 50 Prozent durchlaufen in der Mitte ihrer Lebensjahre auch diese hormonelle Umstellung, genannt Menopause. Nix riesig Seltenes. Oder anders gesagt: man steht auf einem Wissens-Gulli. Stand 2023. Einen Schuldigen hat man bereits gefunden: es liegt am männlich geprägten Blick der Wissenschaft. Immer gut, einen zum draufhauen zu haben - das lerne ich ja gerade. Aber vielleicht liegts auch an mangelnden Forschungsgeldern. Ist es nicht so, dass Medizin heute vor allem Money bringen muss. Oder aber wie erkläre ich mir sonst *den Megatrend in Health-Care-Aktien zu investieren*? Im Falle meiner Freundin Nathalie entkam sie nur knapp und auf wundersame Weise (Orphray sei Dank) einer Herz-OP. Und mit ein paar Tabletten, die ihre hormonellen Schwankungen ausgleichen, steht sie wieder voll im Leben. Helden-in-Weiss-Geschichten gehen anders.

 


Thematisch passen die Pilz-Pufferchen sehr gut dazu, denn soetwas wie *ein Spezialgebiet* kennt ein Pilz nicht. Ganz in Gegenteil, die unterirdische Vernetzung der Pilze untereinander sucht seinesgleichen, so dass auch gerne von Wood-Wide-Web als Vergleich gesprochen wird. Und nicht nur dass Pilze unter sich stehen auf große Entfernungen in Kontakt, nein, sie tauschen sich ebenso mit ihren umgebenden Pflanzen aus - ein sehr spannendes Thema (sehr schön dazu *Spektrum - Die vernetzte Welt der Pflanzen*)

Kulinarisch bieten Pilze eine schöne Abwechslung zum Kohl. Diese Pufferchen habe ich nun wiederholt gemacht, weil sie einfach ausgesprochen lecker sind bei prima Konsistenz. Sie sind gar so gut, dass sie unter den Patties gut unter die Top 5 gelangen. Ich stelle euch demnächst hier mal ein Ranking zusammen. 

Hier an diesem Teller seht ihr, wie ich mindestens ein Mal pro Woche gerne koche: ein Stew (immer ein bißchen anders), Gemüse-Pufferchen dazu, Salat, Gemüse - fertig. Bon, das hier ist jetzt die Sonntagsaussagabe.


Zutaten 4 Stück/2P:

250g Champignons
1 kleine, rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
20g Sonnenblumenkerne
20g Haferflocken
30g Semmelbrösel
2 EL Petersilie
2 EL Tamari
1-2 TL Harissa
(oder wahlweise: 1 TL Dijon-Senf)
Salz, Pfeffer
(optional: Workshister-Sauce)

 

Zubereitung:

Pilze putzen, klein schneiden und in einer heißen Pfanne einige Minuten ohne Öl braten - zur Seite Stellen und abkühlen lassen. Zwiebeln und Knofi fein würfeln und in Öl glasig dünsten.

Petersilie etwas kleiner hacken, dann sämtliche Zutaten in einen Hexler geben und solange mixen, bis die Masse bindet - als nicht zu Mus pürieren, sondern darf noch etwas Struktur haben, soll aber eine homogene Masse bilden. Gut würzig abschmecken.

Mit feuchten Händen Puffer formen, auf Backpapier setzen und im Kühlschrank ca. 20-25min ruhen lassen.

Die Pufferchen lassen sich gut in Öl in der Pfanne braten, für größere Patties kann man auch den Ofen anschalten:  bei 200°C ca. 20-25min braten - davor diese von beiden Seiten mit Öl bepinseln.

Inspiration: Elephantastic Vegan

Anmerkung m: Für Patties in einen Burger würde ich sie deutlich größer formen - wohl doppelt so groß (die Zutatenmenge reicht dann in diesem Fall für 2 Patties) und dann auch eher im Backofen zubereiten. Bisher immer als Puffer zubereitet.


Maßstab - Raz-el-Hanout-Möhren mit Bulgur

Freitag, 29. April 2022

 

Einer dieser roten Fäden, die sich durch mein Leben zieht, ist mein Freiheitsbedürfnis. In meinem Elternhaus wurde ich unterdrückt, und es bedurfte nicht nur eine bewußte Trennung von jenen, die mir keine Luft zum Atmen ließen, es hat anschließend Jahrzehnte benötigt, bis ich in die Senkrechte kam um mich für mich selbst stark machen zu können. Geblieben aber ist, dass ich seismographisch auf Druck reagiere, der auf mich ausgeübt wird - und in aller Regel zuerst einmal mit Verweigerung reagiere.

Das wurde mir etwa sehr bewußt, als ich *Stand up* anhörte, das Battle zwischen Ann-Sophie, Jennifer und Archippe bei *The Voice of Germany* und mir an einer bestimmten Stelle stets die Tränen hochdrückt. Thema dieses Liedes ist der Aufstand aus der Sklaverei - das rührt mich sehr. Hat die weiße Rasse eigentlich je versucht, ihren grauenhaften Kolonialismus aufzuarbeiten und wiedergutzumachen? Schauderhaft, was waren die Menschen schon von falschen Ideen fehlgeleitet!

Nun, in das Format *The Voice* flüchte ich mich gerne - genau - aus Eskapismusgründen. Musik lenkt mich ab und ich erfreue mich an Menschen, die gut singen können. (ihr erinnert euch vielleicht: mein dritter Wunsch bei der guten Fee...). Diese Sendung wird (wie etwa auch *Wer wird Millionär) mittlerweile weltweit produziert. Aber nicht nur die Art der Unterhaltung (plus Netflix und Konsorten) wird zunehmend global gleichgesetzt, ebenso die Politik - wie wir es in den letzten zwei Jahren erlebt haben. Dass die Maßnahmen derart gleichgeschalten waren, oft sogar zeitgleich, Nationen unabhängig, hatte mich sehr erstaunt. Woher rührt diese seltene Einigkeit von Wissenschaft und Politik - sogar sensationellerweise auf dem ganzen Planeten?

Darüber sind andere ebenfalls gestolpert, u.a. Ulrike Guérot, die gerade das Buch *Wer schweigt, stimmt zu* herausgebracht hat, worin sie sich als Politikwissenschaftlerin und Europaexpertin mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der deutschen Pandemiepolitik auseinandersetzt und eine neue Debatte über den Freiheitsbegriff fordert. Ich schätze es als bereichernd, Menschen meine Aufmersamkeit zu schenken, die aus völlig anderen Perspektiven wie ich auf Themen schauen. IM LEBEN NICHT würde ich je Politikwisschenaften studieren, direkt nach Jura und vor BWL. Aber ich finde Ulrike Guérot ist gut zuzuhören - wie hier im Interview bei Marc Friedrich - und ich kann ihren Argumenten gut folgen. Bref: große Empfehlung!

So legt sie in einem Kapitel dar, dass es die eine wissenschaftliche Wahrheit nicht gibt - nicht geben kann. Wissenschaftler und natürlich erst recht Politiker können bei ein und demselben Sachverhalt selbstverständlich zu vollkommen unterschiedlichen Schlussfolgerungen kommen. Anhand zweier Beispiele - Atomkraft und Kaffee - zeigt sie, dass Wahrscheinlichkeitsrechnungen zum einen die Wirklichkeit nicht wirklich abbilden und zum anderen dass wissenschaftliche Begründungen von Kriterien abhängen, die man je nach Priorität ganz unterschiedlich bewerten kann: 

*Bei Forschungsergebnissen und deren Interpretation geht es also selten um das, was die Wissenschaft sagt, sondern welche Bewertungskriterien eine Mehrheit bei wissenschaftlichen Erkenntnissen anlegt; und welche sie zu einem gegebenen Zeitpunkt als politisch relevant durchsetzen will*

Wind auf meinen Mühlen! Wissenschaft kommt je nach Perspektive und/oder Maßstab zu anderen Ergebnissen und überholt sich außerdem permanent selbst durch neue Forschungsergebnisse, die alte Standarts hinfällig machen.

Was mir an Ulrike Guérot zusagt, ist ihre Aufforderung, mündige Bürger zu werden und uns - jeder einzelne für sich und zusammen - zu überlegen, in welchem Europa wir leben wollen. Insbesondere, wo noch dieses Jahr die ersten Pilotprojekte zu einem Sozialkreditsystem, wie wir es seither nur aus China kennen, in Europa gestartet werden sollen - in Wien (Österreich) und in Bologna (Italien). In Wien startet erstmal alles ganz harmlos: wer Autofahren vermeidet und auf Alternativen ausweicht, bekommt Eintrittskarten für Kulturveranstaltungen geschenkt - was soll man dagegen haben? Aber, Kinners, wer kann in die Zukunft sehen und weiß, welche Machthaber in 10 Jahren an den Schalthebeln sitzen?

Ebenso macht hellhörig, wenn Macron während seiner Antrittsrede als wiedergewählter Präsident auf historische Veränderungen einschwört - die wir doch als demokratisches Volk gerne mitgestalten würden, oder etwa nicht? Darüber sollte man sich Gedanken machen, damit sich die große, schweigende Masse nachher nicht durch das große Portal der Ausreden drücken kann, wie Ulrike Guérot mahnt:

*Am Ende ist es wieder niemand gewesen, wenn die Dinge kippen sollten!*

 

 

Heute präsentiere ich euch ein leichtes Alltagsgericht, das schnell auf den Tisch gebracht ist, wenn man mal keine Lust zum Kochen hat. Als Karottenliebhaberin der ersten Stunde macht man mich damit auch satt und zufrieden.


Zutaten 2P:

1 EL Rosinen
250ml Gemüsebrühe
2 EL Olilven
100g feiner Bulger
25g Mandelkerne, geröstet gemahlen
300g Bundmöhren
2 Frühlingszwiebeln
1 TL Raz el Hanout
1 TL Schwarzkümmelsaat
Salz, Pfeffer
50g Schafskäse (m: Ziege)
 100g Joghurt (m: Ziege)
1 Stich Butter
Chili-Flocken

 

Zubereitung:

Rosinen in 150 ml lauwarmem Wasser einweichen. Fond aufkochen. 1 El Öl, Bulgur und Mandeln zugeben, beiseitegestellt zugedeckt 8-10 Minuten ziehen lassen. Karotten schrubben und in größere Stifte schneiden. Frühlingszwiebeln in in dünne Ringe schneiden.

Restliches Öl in einem breiten Topf erhitzen. Das Weiße der Frühlingszwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Möhren zugeben und 3-4 Minuten unter Rühren mitdünsten. Raz el Hanout zugeben und kurz mitdünsten. 1 TL Schwarzkümmel und Rosinen mit dem Einweichwasser zugeben. Mit Salz würzen und zugedeckt 5-6 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Inzwischen Ziegenkäse und Joghurt in einem Rührbecher mit dem Schneidstab fein pürieren.

Bulgur mit Gabeln auflockern. Butter zu den Möhren geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bulgur und Möhren auf einer Platte anrichten. Mit Joghurt beträufeln, mit restlichen Frühlingszwiebeln, Schwarzkümmel und Chili-Flocken bestreuen. 

Anmerkung m: Veganer ersetzen Joghurt/ Ziegenkäse etwa durch eine Soja-Variante

Quelle: Essen und Trinken

 

 

die 2 1/2 Minuten Zeit sollte man sich nehmen - die Wutrede von der irischen EU-Abgeordneten Carle Daly hat es in sich! Zumal die Szenarien eines dritten, atomaren Weltkrieges, der totale Wahnsinn, sprachlos machen (Augen zu und verdrängen?). Und dann steige ich aus dem politischen Geschehen wieder aus - zumal ich nicht glaube, dass der kleine Einzelne Einfluß auf die Obrigkeit nehmen kann, selbst wenn Demokratie eine schöne Idee wäre... Mir geht es im Wesentlichen darum, Bewußtheit zu schaffen.

Hirnaktivität: Osterkuchen Kulich-Kraffin

Sonntag, 17. April 2022

 

Manchmal sind der Habib und ich deprimiert über diese geistlose Zeit - dieser blanke Materialismus, das offene Gegeneinander, diese schrille Disharmonie, die mutwilligen Lügen. Und überall Mitläufer, die den Anstreichern dieser Welt auf den Leim gehen und hinterherdienern. Nährboden für Zwietracht und Misstrauen.

Unvorstellbar, dass wir uns vor noch nicht allzulanger Zeit mit unsere Feriengästen ohne Mietvertrag einig waren: ein Mann/ eine Frau - ein Wort und die Wohnungen waren gebucht. Verbindlich. Ohne Probleme. Hat jahrelang so funktioniert. Wäre heute nicht mehr möglich. Tribe-Mitglieder natürlich ausgenommen. Aber zuviel Ängste liegen in der Luft. Das macht allgemein unsicher. Und müde und gelähmt. Wem kann man noch was glauben?

Das einzige Gegenmittel gegen Ängste, ist sich zu stellen. Ja, bei sich zu bleiben, sich an sich zu halten und für sich zu stehen. Seinen eigenen Sinnen und seiner eigenen Wahrnehmung zu trauen. Die Menschheit hat ihre Kinderschule hinter sich, der Welpenschutz ist vorbei: erwachsen werden ist dran. Und da gilt ganz die Nena-Definition: der erwachsene Mensch ist frei und selbstverantwortlich.

Uhhhargh, da zuckt die Mehrheit zurück. SOOO phantastisch offengelegt von Dostojewski in seinem Meisterwerk *Der Großinquisitor* - nichts überfordert den Menschen mehr als Freiheit. Und Eigenverantwortung. Das ist nun wirklich zuviel verlangt vom Einzelnen.

Wenn ich eines (trittbrettfahrend) von meinem Abenteurer und Wüstendurchquerer gelernt habe, dann dass es ohne Risiko-Bereitschaft und Gottvertrauen nicht geht. Was hat der Habib Geschichten zu erzählen, wie er sich etwa schwer verletzte bei einer Reifenreparatur mit  Springfelgen, fernab jeder Piste, lange bevor es GPS gab - da kann man nicht darauf hoffen, von anderen gerettet zu werden. Da muss man auf anderes zurückgreifen und bauen können. Da braucht es einen gesunden Menschenverstand und gute Führung von oben. Doch Erfahrungen, die dann in Überzeugung münden, muss jeder selbst machen. Sonst muss man glauben - und Glaube vermag zwar manchmal Berge zu versetzen, aber erlebtes Wissen wiegt mehr, denn es verleiht einen festen Stand und öffnet Horizonte.

Deshalb: Jammern nützt nichts, Missionieren bringt nix. Zu Ostern, dem Fest an dem der Sieg des Geistes über die Materie gefeiert wird, habe ich für alljene, die immer strebend sich bemühen zu Geist, Wahrheit und Wirklichkeit vorzudringen, eine neue Entdeckung der Wissenschaft - und zwar konnte erstmalig die Hirnaktivität eines sterbenden Menschen aufgezeichnet werden: *Der Blick in ein sterbendes Gehirn*. Die Beobachtungen decken sich erstaunlicherweise mit den Berichten von Nahtoderlebnissen. Tatsächlich konnte nach dem Tod eine verstärkte Hirnaktivität festgestellt werden und zwar insbesondere eine Konzentration von Gammawellen, die in einem gesunden Gehirn verknüpft sind mit Konzentration, Verarbeitung von Informationen und Abrufen von Gedächtnisinhalten. Nach dem Tod eines Menschen spielt sich also im Gehirn des Toten zunächst einmal noch mehr ab. Da ist noch was, das sich erst später löst. So lernt die Wissenschaft immer mal wieder was dazu, im Gegensatz zum suchenden Menschen, der von seinen individuellen Erfahrungen und Erkenntnissen sich weiter "schöpft".

Auch Ostern hat nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern mit Körper und Geist. Dem "Geist" sollte man nicht ständig aus dem Weg gehen, sondern öfter mal drüber nachdenken, sofern man Zeit findet trotz Medien, die selbst unsere verblödeten Kleinen langweilen.

Körper und Geist - frohe Ostern!


      


In weiten Teilen von Eurasien scheinen Hefegebäcke zu Ostern beliebt zu sein. Dabei unterscheidet sich vorallem die dargereichte Form - ansonsten ähneln sich die Rezepte ja sehr. Gut, die Gewürze variieren ebenfalls. Ich habe mich an diesem Rezept (bei Youtube drübergestolpert) orientiert: schön unkompliziert aber trotzdem was hermachend. So mag ich das.

Wie ihr das Hefegebäck füllt, obliegt eurer Neigung. Bei uns liegen Gebäcke, die mit Rosinen gefüllt sind - so wie das Original - nicht hoch im Kurs. Aber auch eine Möglichkeit. Oder ihr greift mal wieder auf die schöne Idee des alten Blog-Busters zurück, dem Schuedi. Oder aber ihr füllt diesen Zopf mit Mohn nach diesem Rezept der kleinen Mohnstrudelchen. Eignet sich alles hervorragend. Ich habe mich für eine Mandelfüllung entschieden. Aber die Abwechslung machts...

Eine große Sammlung artverwandter Kulitsch-Paska findet sich aktuell auch gerade bei Zorra und ihrer Synchronback-Gruppe!



Zutaten - eine kleine Kuchenform (Ø16cm):

Vorteig - 10 min anspringen lassen:
80ml 
10g Zucker
18g Hefe (frisch)
20g Mehl

Teig:
Vorteig
330g Mehl
40g Butter, flüssig
1 Ei
1 Eigelb*
ca. 80ml Milch

Füllung:
150g Marzipan
100g geröstete und gemahlenen Mandeln
40g Mandelblättchen
1 Eiweiß
1 EL Mandelmuß
30g Zucker*
1/2 TL Kardamom
1 Orange, Abrieb davon

Zubereitung:

Einen kleinen Hefevorteig ansetzen, dafür alle Zutaten miteinander vermengen und ca. 10 min anspringen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten verkneten (m: Handrührer samt Knethaken dafür verwendet) und den Teig ca. 5-7min geknetet, bis er schön homogen und glänzend ist. Den Teig abgedeckt im Warmen etwa 1 Stunde gehen lassen.

Den Boden der Form mit Backpapier auskleiden, die Ränder buttern und mit Zucker bestreuen. Für die Füllung die Mandeln rösten und dann nicht zu fein mahlen. Mit den restlichen Zutaten gut mischen.

Den gegangenen Teig halbieren. Dann rechteckig auswellen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche (ca. 30cm x 25cm). Die Hälfte der Füllung darauf verteilen (m: mit Hilfe von kleinem Löffel und Händen). Von der langen Seite den Teig aufrollen. Die zweite Hälfte des Hefeteiges ausrollen und ebenfalls die Füllung darauf verteilen. Nun die erste Teigrolle auf den Anfang der langen Seite des Teiges setzen und daraus eine größere Rolle rollen. Mit einem scharfen Messer die Rolle halbieren, aber an ihrem Ende 2cm zusammenlassen. Den Strang mit der offenen Seite zu einer Schnecke rollen - so über die Mitte fortfahren aber die letzte Rundung als Etage aufrollen. (klingt irgendwie umständlich - da ist das Filmchen vielleicht echt mal hilfreich). Schnecke in die Form setzen, abgedeckt etwa wieder eine Stunde gehen lassen.

Auf der zweiten Schiene von unten bei 170° (O/U-Hitze) - ca. 35-40 min backen. Gegebenenfalls gen Ende abdecken, damit der Kuchen von oben nicht zu dunkel wird.

Anmerkung m: wer den Kuchen nicht mit Mandeln füllt (und dafür das Eiweiß verwendet), kann im Hauptteig auch zwei ganze Eier verwenden (dann ein Schlückchen weniger Milch nehmen)/ Süßschnäbel sollten für die Mandelfüllung etwas mehr Zucker benutzen - wir mögens nicht ganz so süß/ die Originalfüllung besteht aus 80g weicher Butter und 100g Rosinen; außerdem nimmt sie etwas frischen Orangensaft statt Milch für den Hefeteig

Inspiration: Ellens Kitchen (youtube)


Wege nach drüben

Freitag, 24. Dezember 2021

 

Für jene, die sich schwanger mit der Frage: *Wozu das Ganze?* auf spirituelle Sinnsuche machen, sollte folgendes die Basic sein:

der  körperlichen Form des Menschen  haucht der Geist  einen Inhalt ein, der Mensch wird lebendig (*Am Anfang war das Wort [...] und das Wort ist Fleisch geworden* Bibel). Der Körper vergeht, der wandelbare Geist aber bleibt bestehen. Das aber ist die erste Hürde. Wo ist der Geist, wenn der Körper stirbt? Was hindert uns, ein echtes Verständnis für *Geist* zu entwickeln? Warum blocken wir ab, uns grenzenlos einzufühlen? Und warum wehren wir uns bei der Vorstellung, dass wir einen toten Körper bewohnen?

Es braucht also Mut sich damit zu beschäftigen, wo unser Geist nach dem Tod unseres Körpers verbleibt.

Aufgrund des medizinischen Fortschritts und der damit einhergehenden Möglichkeit der Reanimation konnten in den letzten Jahrzehnten häufiger Menschen von Nahtoderfahrungen berichten - ein Phänomen, das seit gut 30 Jahren somit ebenso die Wissenschaft beschäftigt.

Menschen verschiedener Kulturen, Religionen, unterschiedlichen Alters und aus allen sozialen Schichten berichten Ähnliches von ihren Nahtoderlebnissen. Dabei sind Nahtoderlebnisse kein neues Phänomen. Die älteste Erzählung, in der Nahtoderlebnisse erwähnt werden, ist das Gilgamesch-Epos, eine der ältesten überlieferten Dichtungen aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus. Auch das ägyptische Totenbuch ca. 1600 vor Christus, Homers Odyssee ca. 700 vor Christus, das Tibetische Totenbuch ca. 800 nach Christus oder all die Aufzeichnungen, die sich unter *Himmelfahrtsliteratur* zusammenfassen lassen wie die Apokalypse in der Bibel oder Mohammeds Reise durch Himmel und Hölle oder aber das Werk von Dante enthalten alle Darstellungen von Nahtoterfahrungen. 

Ja, seit jeher finden sich in den Tempeln nahezu sämtlicher Religionen sog. Einweihungskammern. Menschen wurden in einen vermeintlichen Tod versetzt und erhielten auf diese Weise Zugänge zu einer parallelen Welt: sie wurden  u.a. hellsichtig. Doch manch einer aber wurde bei dieser Prozedur irrsinnig oder starb (Nero). Den Freimauerern wird nachgesagt, dass Freiwillige tatsächlich begraben und später wieder ausgegraben wurden, um zu Erkenntnissen zu gelangen.

Lange wurden derlei Erlebnisse von der Gesellschaft tabuisiert, doch zwischenzeitlich werteten Forscher weltweit mehr als 3500 Fälle von Nahtoterfahrungen (NTE) aus, so dass selbst einer breiten Öffentlichkeit nun die typischen Grundmuster von NTE bekannt sind. Bald jeder hat schon davon gehört, dass Menschen mit solchen Erfahrungen davon erzählen, ihren Körper verlassen zu haben und so von außen auf Ort und Geschehen blicken konnten - sehr schön veranschaulicht in dem Film *Ghost - Nachricht von Sam*, sagt meine Quelle. Weiter (vor allem für die Wissenschaft) charakteristisch  sind eine Reihe spiritueller Erlebnisse wie etwa der Durchgang durch einen Tunnel, ein Lebensrückblick und wohltuende Lichtbegegnungen - man denke an das berühmte Gemälde von Hieronymus Bosch *Aufstieg in das Himmlische Paradies*. Nicht alle erinnern sich an himmlische Begegnungen, umgekehrt gibt es auch Fälle von furchteinflössenden Höllenfahrten. Desweiteren zählt als (wissenschaftlich) typisch hinzu das sog. *Nachbeben* - die erlebten tiefen und spirituellen Emotionen, die nachhaltig auf das weitere Leben wirken.

Wissenschaftliche Erklärungsansätze sind seither alle an der Komplexität der NTE gescheitert. Mal wird als Erklärungsmodell ein erhöhter CO2-Gehalt im Blut rangezogen oder Sauerstoffmangel oder es wird für ein letztes Aufbäumen des Gehirns gehalten.

Nach Auffassung von Bruce Greyson, Direktor der Abteilung für Wahrnehmungsforschung an der Universität von Virginia, sind Nahtoderfahrungen als Hinweis zu deuten sind, dass der Geist unabhängig vom Gehirn existiert: *In den meisten Fällen sind während der Nahtoderfahrung die mentalen Funktionen besser als im täglichen Leben. Das Denken der Betroffenen ist schneller, ist klarer, ist logischer. Ihre Sinne sind schärfer und ihre Erinnerungen lebendiger.*

Wenn aber gerade klare Bewusstheit und Orientierung sehr wichtige Bestandteile von NTE sind, ein hierfür zumindest noch ausreichend funktionierendes Großhirn jedoch keinen Piep mehr von sich gibt, müssen wohl auch andere Möglichkeiten der Interpretation des Phänomens Nahtoderfahrung in Betracht gezogen werden, dieser Meinung ist auch Prof. Dr. med. Walter van Laack.

Dieser Seite der Wissenschaft schließe ich mich an. Mit deshalb, weil ich selbst jemand sehr gut kenne, der beeindruckende Erlebnisse solcher NTE gemacht hat ("du mußt halt sterben können, um nach drüben zu gehen"). Ihn eint mit jenen, die auf der Schwelle zum Tod gestanden haben, die Erfahrung, dass kaum jemand bereit ist zuzuhören, wenn tatsächlich jemand von drüben, der anderen Seite, berichten kann. *Das Bedeutende will jedermann, nur soll es nicht unbequem sein*. (Goethe). Doch genau das ist geistige Nacktheit, die Wahrhaftigkeit. Die scheut der Mensch mindestens so sehr wie jede Konsequenz. Lieber klammert man sich an den überholten Satz: Bisher ist noch niemand von den Toten zurückgekehrt. Schon ist man fein raus - das vermeidet jedwede Rückkopplung auf das eigene Leben.

Wenn aber ein Großteil, die doch zurückgekommen sind, erzählen (trotz aller individuellen Unterschiede), dass ihr ICH ganz so wie jetzt und hier mit Selbstbewußtheit und Sinne nur ohne Körper weiterexistiert, dann darf das durchaus mal zu denken geben. Ganz besonders an Weihnachten. Greife ich als kleines Detail nur diese Begebenheit aus dem Interview mit Josef Johann Atzmüller heraus, der schildert, wie er während seines Lebensrückblicks auf seine Motivation dahinter verwiesen wurde, mit der er seiner Schwester zu schaden versuchte. Und wie schwer tut sich der Mensch, meint Atzmüller, vor sich selbst zuzugeben, wenn etwas nicht in Ordnung ist *es íst unglaublich, wieviel Ausreden wir haben. Wir haben 1000 Ausflüchte.

All der Kopfsalat, mit dem wir versuchen, unsere Taten zurechtzurücken, schön darzustehen, andere und uns zu blenden, bestimmt unseren Alltag. Doch die Lebendigkeit geht nicht über mentale Abläufe sondern über das Fühlen. Das Gefühl erst macht dich zu dem, der du bist. Mit deinem Gefühl verleihst du allem erst Bedeutung. Das soll heute meine Gedanken zu Jesu Geburt sein. Fühlt mehr in euch hinein, beobachtet euch selbst, erkennt, was ihr fühlt, betreibt Gewissenserforschung. Wessen Geistes Kind bist du? Ich bin überzeugt, dass wir derlei in unserer verkopften Gesellschaft erst wieder üben müssen, denn von klein auf werden wir zu Kopffüßlern erzogen. Kopf schlägt Herz, Details das Wesentliche - und unsere eigene Rolle samt dem Antrieb dahinter bleibt gut verborgen, wodurch für uns selbst verloren geht, was uns im Inneren bewegt, was uns ausmacht.

Nehmt Funkkontakt nach drüben auf, in dem ihr in euch lauscht, euch *hinterfühlt*, auf eure Intuition hört und um Beistand bittet. Um Seelsorge muss sich in dieser Zeit der Desorientierung, der Lügen und des Umbruchs jeder selbst kümmern. Mehr vielleicht denn je. Es gilt ungebrochen: *Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen* (Goethe). Heute an Weihnachten kam Christus auf die Welt, um uns *den Geist* zu lehren - hier verweise ich wieder auf die tiefen Weihnachtsgedanken meines Habibs, der viel besser als ich ausbreiten kann, warum Jesus auch der Erlöser genannt wird.

 ****   Joyeux Noël   ****

 

Finals: Pasta mit Paprika-Tomaten-Sugo und Zucchini-Bällchen

Sonntag, 18. September 2022


Wer sich von unbedeutendem Tingeltangel nicht blenden, ablenken oder abziehen lassen will, der sollte nach der übergeordneten Ebene suchen: der Wesensebene. IMMER die optimale Perspektive. Dort findet sich die Erklärung nach dem *Wozu das Ganze*. Heute wirds inhaltlich etwas schwergewichtiger - mal gucken, wenn ich dabei nicht abgehängt bekomme...

Man kann Menschen spinnert finden, die Claus Schwabs Great Reset-Gedanken folgen wollen. Aber die vierte industrielle Revolution wird man schwer verneinen können, sie ist im vollen Gange. Industrie 4.0 bezeichnet die intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie. Oder aus dem DF-Artikel: Die Fabrik der Zukunft ist geprägt durch die vierte industrielle Revolution. Die erste ersetzte Handarbeit durch die Dampfmaschine. Die zweite ging mit Fließband und Massenproduktion einher. Die dritte war die digitale Revolution. Und in der vierten kommunizieren nicht mehr Menschen, sondern die Dinge miteinander über das Internet.

Was mich dabei interessiert, ist die Rückkopplung auf den Menschen sowie die zukünftigen Aussichten in diesem Hinblick auf menschliches Dasein. Womit wir bei dem Begriff Transhumanismus gelandet wären - den meisten mehr oder weniger bereits geläufig.

Zu diesem Thema habe ich nun mehrfach Prof. Dr. Paul Cullen zugehört - Humanmedizinier, Facharzt für innere Medizin und Labormedizin, Schwerpunkte in Biochemie/ Molekularbiologie/ Epidemologie, Laborleiter in Münster, geboren in Dublin und daher mit einem sehr charmanten Aktzent in seinem hervorragenden Deutsch - alles unterlegt von seinem Interesse an den ethischen Aspekten der Biomedizin.

Ich schicke das voraus, weil ich jemandem mit einer solchen Reverenz lieber zuhöre als irgendeinem Grafvonwichtig-Sience Fiction-Fan. Ich finde es spannend, wenn ein Mediziner sich dieses Thema zur *Marotte* macht (wie er es selbst bezeichnet) - zudem ist mir Prof. Cullen einfach sympathisch, der steht auf dem Boden, ist klar und glaubwürdig. Das kann man ja nicht von jedem sagen...

Ich mag nur ein paar Aspekte herausgreifen zur Idee der Verschmelzung Menschen-Maschine. Obwohl es sich lohnt, Cullens Ausführungen ganz zu folgen (Referenz s. unten), denn er bettet den Transhumanismus geschichtlich und medizinisch ein, benennt Stufen und Methodik. Letztere liegen nach Cullen vier Kerntechnologien zugrunde: Gentechnologie, Robotik, Künstliche Intelligenz (KI-) Computertechnologie, Nanotechnologie - (interessanterweise gleichzeitig ebenso Kerntechnologien des Militärs). Wie weit man es für möglich hält, die Grenzen des Menschsein zu sprengen, hängt eng damit zusammen, wie man *Mensch* definiert, welche Auffassung man von *Mensch* hat. Und zunehmend auch, in welchen Dienst die Wissenschaft gestellt wird. Bezogen auf den Transhumanismus wird nach Cullen das Vokabular der Wissenschaft missbraucht, um ideologische oder neo-religiöse Impulse zu transportieren.

Für mich zeigt sich wieder die zunehmende grundsätzliche Zweiteilung - worauf ich zuletzt bei dem Artikel zu James French  hinwieß (bon, oder bei den Gedanken zum analogem Leben). Für die einen ist Bewußtsein nichts anderes als Datenauswertung (s. etwa auch *Maschinen wie ich* von Ian McEwan, der der Künstlichen Intelligenz Willkür und Irrationalität als Beweggründe menschlichen Handelns gegenüberstellt). Für die anderen hingegen stellen Bewußtheit oder Gedächtnis rein geistige Phänomene dar, die sich wissenschaftlichen Untersuchungen entziehen (wie etwa der Dalai Lama s. die Gedanken hier dazu). Ja, letztlich kommt man hier auf die entscheidende Basis zurück, meinen Artikel zur Polarität: Geist und Materie - wie von Magneten zieht es die unterschiedlichen Menschen entweder mehr zu dem einen oder dem anderen Pol.

Für #TeamEsprit möchte ich einen weiteren Begriff ins Feld führen, die Eschatologie, einen recht jungen Begriff für eine uralte Vorstellung, nämlich dass alle Dinge nach Vollendung streben; dass ein Sinn hinter allem Verborgen steckt; dass die Erde mit einem konkreten Ziel vor Augen erdacht wurde. Oder dass einem bestimmten Beginn ein entsprechendes Ende zugrunde liegt. Was ihr euch aus dieser Vorstellung rauszieht oder mitnehmt, das will ich eurem Geist, eurer Imaginationskraft, eurem Wünschen, eurem Streben offen lassen... Aber ich sag mal so: Maschinenmenschen, die andere Planeten auf die gleiche Weise wie die Erde ausschlachten, schließe ich für #TeamEsprit als höchste Entwicklungsstufe aus.


Allen gehört, was du denkst, dein eigen ist nur, was du fühlst. (Friedrich Schiller)

 

Quelle: Wer mag, kann sich das Inverview auf Odysee anhören oder einer Zusammenfassung davon lesen in diesem Artikel im Katheon-Magazin.

 

 

Zigfach habe ich die Zucchini-Kugeln gerollt. Jedes Jahr habe ich scheinbar ein anderes, kulinarisches Thema, an dem ich mich abarbeite. Gerade sind es Gemüse-Bällchen (s. Roule ta boule). An diesen Zucchini-Bällchen hat mich von Anfang an ihre Einfachheit fasziniert. Gestört aber hat mich, dass das Kichererbsenmehl sie recht trocken macht. Meine Version braucht nicht zwingend viel Sauce, um sie genießbar zu machen, dafür werden sie beim Braten aber nicht mehr ganz kugelrund. Pi mal Daumen kann man sagen: je fester die Grundmasse umso fester das Bällchen - aber auch umso trockener.

Hier werden euch die Bällchen noch öfters begegnen - die lassen sich gewürztechnisch ja wirklich wie ein Ball vor sich herspielen. Und mit Herbst-Kollege Kürbis wird außerdem noch experimentiert.

Für heute also eine Idee, die mit wildem Fenchel angereichert und mit Pasta serviert wurde.

 

Geschwister im Blog-Universum: Zucchini-Falafel


Zutaten 2P:

Bällchen:
125g Zucchini, grob geraspelt
75g Kichererbsenmehl
2 EL Öl
1 TL Tahini
Kräutersalz
Pfeffer
1 EL wilder Fenchel, feinst gewiegt
Piment d'Espelette
Olivenöl

200g Pasta (m: selbstgemachte Orcchiette/ Farfalle )
350g Tomaten (m: 1 coeur de boeuf-Tomate)
1 kleine, rote Paprika
1 kleine rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
Harissa
1/4 TL Pimenton de la vera
1/2 TL Paprika-Pulver 
1/2- 1 TL Harissa
1 Pr Zucker
1 EL weißer Balsamico
2 EL Kokos-Crème 
Koksfett 

 


Zubereitung:

Für die Sauce die Tomate(n) mit kochendem Wasser übergießen und dann häuten. Zwiebel und Knofi fein würfeln. Die Paprika mit dem Sparschäler von der Haut befreien und in Würfel schneiden.

Zwiebeln und Knofi im Kokosfett glasig dünsten. Dann Paprika-Pulver und Pimenton und mitrösten. Tomaten und Paprika zufügen, außerdem die Kokoscrème und bei aufgelegtem Deckel und sanfter Hitze etwa 15min weich köcheln lassen. Pürieren, salzen, pfeffern. Und abschmecken mit etwas Zucker (je nach Qualität der Tomaten), Harissa ( je nach gewünschter Schärfe) und dem weißen Balsamico. Pürieren.

Parallel die Bällchen herstellen. Dafür die Zucchini grob raspeln. In einer Schüssel mit den Gewürzen, Öl, Tahini und dem Kichererbsenmehl mischen, nochmals abschmecken und mit feuchten Händen zu 10 Kugeln formen. In heißem Olivenöl rundherum goldbraun braten.

Währenddessen die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen, abschütten, abtropfen lassen und mit der Sauce vermengen. Anrichten mit den Zucchini-Bällchen und servieren.

Wer mag, reicht noch Parmesan dazu.

Inspiration: mal wieder Susanne von Magentratzerl


blühender, wilder Fenchel

beurteilen: Gemüselaibchen

Samstag, 23. September 2023


Wäre ich später geboren, dann könnte ich mich heute bestimmt unter die zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen (Nation unabhängig) reihen, die an Depressionen leiden. In der Pupertät ist man dünnhäutiger und registriert leichter, wenn im Außen etwas nicht stimmt. Und der Zustand der Erde muss traurig und hoffnungslos machen. Das Deprimierendste dabei ist, finde ich, dass die Probleme menschengemacht sind. Wie ist die Sehnsucht nach *heil* zu stillen?

Andererseits: soooo gemütvoll kommt mir die Mehrheit der Jugend gar nicht vor.

Einleuchtender scheint mir folgende Erklärung, nämlich dass die Gründe für die psychischen Schwierigkeiten zusätzlich physische Ursachen haben können. Richtig gelesen: körperliche Ursachen. In den letzten knapp 30 Jahren wurde in Japan bemerkt, dass die durch psychische Erkrankungen bedingte Verhaltensstörungen bei Kindern deutlich zugenommen hat. Geforscht wurde nun, ob Wasser und Umwelt einen schädlichen Einfluß auf die Menschen nehmen könnten. Denn zeitgleich mit den Auffälligkeiten kamen dort zum ersten Mal eine neue Klasse Insektizide zum Einsatz, die von Japan aus dann ihren Siegeszug über alle Kontinente antraten. Mit der unmittelbaren Folge dass bereits im Jahr darauf das Ökosystem von einem der größten, japanischen Seen zusammenbrach. Neonicotinoide stehen unter Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen, aber vor allem Auswirkungen auf die Entwicklung unseres Nervensystems zu nehmen. Heute weist eine japanische Studie schon in dem ersten Harnstrahl der meisten, japanischen Neugeborenen Neonicotinoide nach.

Aber von vorne. Ich habe die Arte-Doku *Insektenkiller - wie Chemie-Riesen unser Ökosystem zerstören* angeguckt. Sogar 2x hintereinander. Zu gerne wüßte ich, was diese Doku in euch auslöst?! Es ist ja so ungeheuerlich, was man in dieser Doku präsentiert bekommt! Nun ist mein Blog keiner mit nennenswerter Reichweite und ich bin sehr fern davon, Influencer zu sein. Aber als Lehrerin wäre das astreines Unterrichtsmaterial. Er dient nämlich hervorragend als *pars pro toto* - anhand dieses Beispiels (= die Agro-Chemie), läßt sich leicht auf eine Meta-Ebene hochschwingen und ebenso auf andere Bereiche schließen. Man erkennt Prinzipien. Ist etwas wahr, dann ist es nämlich übertragbar richtig. Tatsächlich halte ich diese anderthalb Stunden Film für eine Bildungsmaßnahme im besten Sinn - insbesondere um sich die Kernkapazität *Urteilsfähigkeit* zurückzuerobern.

Meistens hat Mensch ja kaum Möglichkeiten, sich ob der Masse an Informationen, der Flut unterschiedlichster, wissenschaftlicher Studien, eine Meinung zu bilden. Zu komplex alles, im Zweifelsfall *multikausal*. In dieser Doku erhält man einen Überblick über die letzten 30 Jahre Insektizide, mit dem Schwerpunkt auf Neonicotinoide samt ihren Nebenwirkungen, dem *schlimmsten Massensterben der Geschichte -  seit 1990 sind 75% der wirbellosen Tiere ausgestorben mit einem Domino-Effekt in der Nahrungskette wodurch Fische aus den Gewässern verschwinden und Vögel vom Himmel. Ein apokalyptisches Massaker. 

Dafür muss man kein Entomologe sein, dafür braucht man kein Mikroskop, kein Studium, noch nicht einmal einen Schulabschluß, nur Augen im Kopf. Menschen in meinem Alter können aus eigener Erfahrung noch vergleichen. Es ist still geworden auf den Wiesen und im Wald. Ein einziges Wespennest im Treibhaus diesen Sommer. Eins.

Mehrfach habe ich meinen kleinen Artikel nun schon umgeschrieben. Ich habe zusammengefasst, erklärt, mich dafür tiefer mit Neonicotinoide beschäftigt, manche Stellen des Films mehrfach angeschaut. Aber wofür. Ihr seid keine Schulklasse und mich belastet es nur.

Wer sich für unser Biotop interessiert, wird die Doku gucken. Dann bleibt nur eine Erkenntnis. Oder haltet ihr die  Doku für zusammengesponnenen Blödsinn von einzelnen Querschlägern? Jeder Zweifel dürfte doch behoben sein: man hört nicht auf die Wissenschaft, man hört auf das Geld. Und die Gewissheit stellt sich ein, dass sich das nie ändern wird. Wie heißt es zu Beginn: *Die Agro-Chemie setzt mit ihrer Lobbyarbeit die wissenschaftlichen und demokratischen Kontrollsysteme außer Kraft. Im Namen des Profits maßen sich in paar wenige Chemiker und Geschäftsleute an, über Leben und Tod zu bestimmen*. Das unfassliche Artensterben, das Vergiften unseres Lebensraums verantworten einige, wenige Akteure, die mit ihre Finanzkraft Einfluß nehmen auf  Regierungen, Medien und Wissenschaft. Und Beweis ist nicht eine kleine Arte-Doku, Beweis ist leider der Zustand der Erde. Und ab da fädeln sich die Perlen von alleine auf - um im Thema zu bleiben: EU plant Verängerung für Glyphosat-Zulassung um weitere 10 Jahre.

Ich glaube, die größte denkerische Schwierigkeit, um das Prinzip dahinter zu begreifen, besteht in diesem Sprung, den man machen muss: die Leute, die Unrecht tun, wissen dass sie Unrecht tun - sie tun es trotzdem. Aber wenn man sich das mal klar gemacht hat, dann gewinnt man eine innere Festigkeit, die in Zeiten voller Lug und Betrug nicht kostbarer sein könnte. Obgleich man die Dimension und die Tragweite dieser Skrupelosigkeit und dieser Perfidität nie wirklich verstehen wird. Ich kann mich da nicht hindenken. Dennoch festigt sich der Stand, die eigene Haltung, man läßt sich viel weniger verwirren und beirren, läßt sich nicht mehr auf sinnlose und unfruchtbare Diskussionen ein mit Unbelehrbaren, die dem Herdentrieb kopflos und seelenlos folgen.

Hey, und ich habe keine Kinder! Ich muss lediglich aufpassen, dass ich mich in diese Scheiße emotional nicht zu sehr verstricke, muss versuchen Abstand zu halten, meine Jahre noch runterzureißen, die mir gegeben werden und zwischendurch erlaube ich mir kurz wütend und traurig zu sein wegen all der für immer verschwundenen Geschöpfe.



Zwei Zucchini-Pflanzen liefern ab, so dass hier Zucchini weiterhin auf der Speisekarte stehen. Ich könnte wohl eine eigene Ruprik mit Zucchini-Puffer aufmachen. Ein weiteres Rezept wartet auf Veröffentlichung.

Diese hier mit zusätzlicher Karotte und Kartoffeln haben mir gut gefallen. Immer schön, wenn geschmolzener Käse mit ins Spiel kommt, so wie hier im Inneren der Laibchen. Die Fritte stand noch draußen und ich habe dann ausprobiert, ob die Puffer auf diese Weise zubereitet besser werden. Aber nein, die Pfanne hatte sogar die Nase vorn, denn viel Fett benötigen sie nicht.

Ansonsten gilt, was für alle Puffer gilt: die Gewürze verleihen den Geschmack - gut abschmecken ist alles. Und ich mag halt gerne was Frisches wie Salat dazu. Dieser Karottensalat ist einer meiner Klassiker.


 Zutaten 2-3P /10 Stück:

250g Kartoffeln (Salzkartoffeln)
1 Karotte
1 mittlere Zucchini (ca. 500g)
1 Ei
20g Mehl (D1050)
15g Kartoffelstärke
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
1 TL Paprika
1 TL Cumin
1 TL Thymian
Salz, Pfeffer
1 Mozzarella
Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in kaltem Salzwasser aufsetzen und gar kochen. Abschütten und ausdämpfen lassen. Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Zucchini groß raspeln, salzen, etwa 5 min ziehen lassen, dann ausdrücken und in die Schüssel zu den Kartoffeln geben. Karotte ebenfalls grob reiben. Alle Zutaten - außer dem Käse - miteinander vermengen (geht am besten von Hand) und gut würzig abschmecken.

Mozzarella in etwa 10 gleich große Scheiben schneiden.

Die Masse grob (für sich) durch 10 teilen. Dann einen guten Eßlöffel auf die geölte Handfläche geben, etwas glatt und breit formen, das Mozzarella-Stück darauf setzen und mit der Gemüsemasse ummanteln. So fortfahren, bis 10 Laibchen geformt sind.

In heißem Sonnenblumenöl von beiden Seiten golden braten.

Inspiration: Asenas Kitchen (YT)