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DAS Curry-Chutney

Freitag, 1. August 2014

Jeder hat wohl seine kulinarischen Stichwörter, die den Körper leichterdings in appetitliche Schwingung versetzen. Umgekehrt gibt es genauso Schlagwörter, bei denen die gleichen Synapsen schlagartig die Jalousien runter lassen. Wende ich mich - dem hübscheren Anreiz zuliebe - in aller Regel ersterer Kategorie zu, so lasse ich euch heute hinter die runtergelassenen Rollos gucken... exemplarisch versteht sich.

Eines dieser *Gerichte*, die bei mir größtmögliches Desinteresse auslösen, ist *Chutney*. Das wird einfach nix mit uns zwei - am Ende des Tages ignoriert man sich doch... Sprich, in unserem Haushalt entwickeln sich derartig geflüllte Gläser zum Ladenhüter. Unverkäuflich, das die Erfahrung.

Wer mich also dazu bringt, ein Chutney zu machen, der muß zirkuserfahren sein, sonst irgendwie in der Illusions- oder Werbebranche tätig oder ein Naturtalent unter den Überzeugern. Wie so oft bestätigt die Ausnahme die Regel. Ein Chutney hat es bei uns tatsäschlich in die wiederholende Dauerschleife gebracht. Schon zu meiner Kochanfängerzeit pimpte es mir jedes Curry so, dass eine kleine Laola-Welle am Tisch entstand (mindestens ;). Wir reden also von einem dieser ganz wenigen Chutneys, die man wirklich brauchen kann. Welches Gemüse ihr für das dazugehörige Gemüse-Curry verwendet, ist schnuppe - was der Garten eben so anbietet...
Zutaten:

Mango-Paprika-Chutney*
1 Mango
1 rote Paprika
1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
1/2 TL Koriander, fein zerstoßen
1 Stück frischer Ingwer (walnussgroß)
Harissa
70g brauner Zucker
80ml Weißweinessig

Gemüse-Curry 2P:
3 Karotten, in Scheiben geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Zucchini,klein
1 Paprika (m: halb rot, halb gelb)
50g Kichererbsen, gekocht
Kokosnussöl
1 TL Gewürzpulver
300ml Tomaten, stückig
(m: ofengeröstete Tomaten)
200ml Kokosmilch

gekochter Reis
2 EL Mango-Paprika-Chutney 

Zubereitung:

Rote Paprika halbieren, mit Hilfe eines Sparschälers schälen, Strunk und Kerne entfernen, in Würfel (ca. 1 cm) schneiden. Mango schälen, vom Kern schneiden, ebenfalls würfeln. Knoblauch fein hacken, ebenso dn Ingwer, Zwiebeln würfeln, alles zusammen in etwas Ol glasig schwitzen.

Mango- und Paprikawürfel, Essig, Zucker und Gewürze zugeben. Kurz aufkochen, dann auf kleiner Flamme ca. 60 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren. Das Chutney soweit einköcheln lassen, bis die Konsistenz marmeladenähnlich ist. Noch heiß in sterilisierte Gläser füllen und sofort verschließen.
Für das Curry das Gemüse rüsten. Die Zwiebel in etwas Kokosnussöl glasig dünsten, dann das Gemüse und das Curry zugeben und ebenfalls kurz mitrösten. Tomaten und Kokosnussmilch anschütten, das Gewürzpulver untermischen und den Deckel auflegen. Etwa 15min dünsten, bis das Gemüse gar ist. Mit Salz, Pfeffer und 2 EL Mango-Paprika-Chutney abschmecken.

Zusammen mit gekochtem Reis servieren.

*Anmerkung m: Wer das Chutney auf Vorrat zubereiten möchte, bereite gleich die doppelte Menge vor und fülle es noch kochend Eis in sterilisierte Gläser (doppelte Menge ergibt etwa 3 Gläser) - es hält sich hervorragend, also beinahe ewig...
 ... kein Grund, stutzig zu gucken: auch in Südfrankreich sind die Akelei längst verblüht...

Dauerbrenner Bratenbremse: Blumenkohl-Curry-Suppe mit Mango-Chutney

Mittwoch, 4. März 2015

Seit meiner *Entschlackungsphase* haben wir das ein oder andere in der Ernährung auf länger umgestellt. Die Suppe etwa, die alte Bratenbremse, erlebt bei uns eine echte Renaissane. Hungrig wie ein Wolf mit Appetit durch die kalte Jahreszeit wie zehn Russen, löffeln wir uns erstmal an einer vollen Dosis Gemüse den Bauch voll. Das tut gut. Deshalb sind wir wohl auch mit einer guten bis sehr guten Quote dabei geblieben. 

Eine Blumenkohlsuppe befindet sich bereits im Repertoire, nun, an dieser hat mir die Idee gefallen, die Suppe mit Mango-Chuntey anzurichten. Wer gerne Gemüsecurries ißt, kann ein solches gut gebrauchen - das wißt ihr ja. Und zum Curry kann ich mich ebenfalls nur wiederholen: sucht euch da eine schöne Gewürzmischung aus - es gibt ja mittlerweile unendlich viele mit RIESIGEN Qualitätsunterschieden. Aber eben genau damit steht und fällt nachher das Essen: von hundsgewöhnlich bis zu sensationell.

Ähm ja, den frischen Koriander kürzte ich aus dem Originalrezept raus. Den esse ich - soweit ich den Überblick habe - wirklich einzig und allein im Falafel.

Zutaten 4P:

800 g Blumenkohl
1 Stück Ingwer
3 EL Butterschmalz (m: Sonnenblumenöl)
1 EL Kreuzkümmelsamen (m: gemahlen)
2 EL indische Currypaste
1 l Gemüsebrühe
Salz
5 Stängel Koriander (m. Pimpinelle)
(m: 1/2 TL Koriander, gemahlen)
200 g Naturjoghurt (m: 150ml Kokosmilch)
2 EL frisch gepresster Limettensaft
(m: Salz, Pfeffer)
4 EL süßes Mango-Chutney 

Zubereitung:

Blumenkohl waschen und in kleine Stücke schneiden. Ingwer schälen, fein hacken. Das Öl in einem Topf erhitzen und den Kreuzkümmel (m: samt Koriander) darin anrösten. Blumenkohl zugeben und unter Rühren eine hellbraune Farbe annehmen lassen. 

Nun Ingwer, Currypaste, Gemüsebrühe und Salz zufügen und aufkochen lassen. Den Deckel auflegen und ca. 20 Minuten garen. Vom Pimpinelle die Blätter entfernen. Suppe vom Herd nehmen und Joghurt mit dem Mixer untermischen (m: stattdessen Kokosmilch angeschüttet - einen Rest zum Dekorieren aufbewahrt). 

Je nach gewünschter Konsistenz noch etwas Gemüsebrühe anschütten. Mit Limettensaft und feingeschnittenen Koriander (m: letzteren weggelassen) abschmecken. Salzen und pfeffern. Suppe mit etwas Mango-Chutney anrichten, die Pimpinelleblätter darüber streuen und mit einem Spritzer Kokosmilch garnieren. Servieren
Nicht erschrecken - ein Stand weiter halbiert sich der Preis...
 Quelle/ Inspiration: SZ-Kochquartett

Entzauberung - afrikanischer Eintopf

Sonntag, 27. September 2020


*Entzauberung* gehört zu den Erfahrungen, die mir nicht oft passieren - aus dem einfachen Grund weil schnell enflammbare Strohfeuer, die ebenso rasch wie sie auflodern ihr Licht, ihre Wärme und ihren Glanz verlieren, nicht meiner Art entspricht. Umso erstaunter bin ich von mir selbst, dass mir das dieses Jahr mehrfach passierte.

Angefangen hatte es, dass ich in einer dieser Tausch-Buchhandlungen in Thailand *Das Hotel New Hampshire* von John Irving entdeckte und mich daran erinnerte, wie sehr ich es einst mochte. Also eingesteckt und diesen Sommer wieder aufgeschlagen, um nach einem Viertel der Lektüre gernervt aufzugeben. Keine Ahnung, was mich damals faszinierte, jetzt konnte meine Begeisterung so gar nicht geweckt werden. Warum nur hatte mir das Buch beim ersten Mal Lesen gefallen? Vielleicht wäre der gute Teil noch gekommen?

Oder aber Guido-Maria, der meine *zu Tisch mit -Serie* begründete, weil er mich mit seiner fröhlichen, Menschen zugewandten Art, seiner guten Beobachtungsgabe und seinem Mutterwitz zu erheitern wußte. Doch schon bevor das Studio von Shopping-Queen bei Guido-Maria zuhause im Erdgeschoß eingezogen ist, hat sich für mich das Format samt seiner Gallionsfigur tot gelaufen. Der Esprit ist einfach nicht mehr der gleiche...

Anfang des Jahres verlinkte ich auf den Virologen Drosten, den mittlerweile in Deutschland wohl jeder kennt. Ich kann es gar nicht richtig erklären, weshalb ich ihm mein Vertrauen entzogen habe. Frei und unabhängig sollte mein idealer Wissenschaftler arbeiten können - doch jemandem der derart unter Beobachtung der Öffentlichkeit steht, dürfte das wohl schwerlich möglich sein. Mais bon, das dürfen andere gerne anders sehen - das ist lediglich mein subjektiver Eindruck aber eben der Grund, warum ich ihm keine Aufmerksamkeit mehr schenke.

Besonders überraschte mich, wie sehr sich meine Rezeption des Films *Die wunderbare Welt der Amélie* veränderte, den ich mal richtig super fand. Ja, die Hauptdarstellerin Audrey Tautou ist immer noch süß, ebenso hat der Soundtrack gute Momente oder kann man einzelne gute Ideen rauspicken, aber sonst...??? Der Film ist doch völlig überfrachtet, überladen, konfus, voller versprenkelte, verschnörkelte Details, die die eigentliche Geschichte totally erschlagen, vom Hauptgeschehen ablenken und Empathie unmöglich machen. Als wäre der Regisseur ein Messi, der jahrelang wild verschiedenste Schnipsel gesammelte hatte, nichts wegwerfen konnte, um dann ALLE mit Gewalt und wahllos in einem Film unterzubringen.

In dem Moment des erneuten Anguckens kam mir auch, dass ich einen weiteren Film dieses Regisseurs kenne - was mir bis dahin gar nicht bewußt war. Und das sogar von einer Vor-Premiere an einem lauen Sommerabend in einem Nachbarort von uns mitten auf dem idyllischen Dorfplatz (weil der Film teils dort gedreht wurde), und zwar unter der Anwesenheit eben dieses Herrn Regisseurs. Ein Film mit Sophie Marceau (genau, die von *La boum*), der auf deutsch *Vergiß mich nicht* heißt. Genauso überfrachtet, genauso verkopft, genauso an den Haaren herbeigezogen, genauso blutleer, genauso ohne wärmendes Gemüt. Ja, sogar noch etwas schlimmer.

Hey, aber umgekehrt *Verzauberung* hatte ich dieses Jahr auch - was ja nun mindestens den gleichen Seltenheitswert hat. Aber dazu ein anderes Mal...

 

 

Keine Woche ohne Eintopf, das unverzichtbare Durcheinander im Kochtopf, das immer gelingt, immer schmeckt und immer wärmt. Nix Zauber sondern schöner Alltag.


Zutaten 2P:

2 Karotten
1 Süßkartoffel
200g Buschbohnen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL Erdnussbutter
150ml Mandelmich
150g Tomaten-Sugo*
200ml Gemüsebrühe
1 Stück Ingwer, Walnuss-Größe
1 TL Kreuzkümmel
1 TL Paprika-Pulver  
1-2 TL Senf (m: Savora)
Harissa
1 EL Mango-Chutney
Salz, Pfeffer

 
Deko: gehackte, gesalzene Erdnüsse

Zubereitung:

Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln, Karotten und Süßkartoffel klein schneiden. Die Buschbohnen gipfeln, kleiner schneiden und separat in Salzwasser al dente kochen. Mit kaltem Wasser abschrecken und beiseite stellen.

Parallel die gewürfelte Zwiebel in Kokos-Öl anbraten. Kreuzkümmel und Paprikapulver kurz mitrösten. Passierte Tomaten, feinst gewürfelter Inger, Mandelmilch und Brühe hinzugeben, außerdem die Karotten und 5 Minuten kochen lassen. Dann die Süßkartoffeln zufügen und weitere 10-15min sanft köcheln. Erdnussbutter unterrühren zusammen mit dem Senf.

Die Buschbohnen in den Topf geben, salzen und pfeffern. Mit Mango-Chutney und Harissa abschmecken. Hier kann man - wenn man den Eintopf flüssiger mag - noch etwas Brühe anschütten. Zum Servieren mit gehackten Erdnüssen bestreuen. 

*Anmerkung m: bei uns gab es dazu gekochte Hirse. Wer mag kann die Buschbohnen mit Kidney-Bohnen austauschen. Mais macht sich ebenfalls gut in diesem Eintopf - so wie auch etwas fein gehobelter Weißkohl.



Brommelbeeren-Pflaumen-Chutney samt Spezial

Freitag, 1. September 2017

Zu Chutney fällt mir immer Frau Bushcook ein. Und zwar erinnere ich mich (tsss, wie seltsam selektiv Gedächtnis funktioniert... ), wie Buschi zusammen mit Heike, diese eine Kochsendung gewonnen hatten (zurück ergoogelt: Topfgeldjäger - und hey, schon stolze 6 Jahre her... apropo Gedächtnis). Nun, das einzige Detail, das sich dazu in meinem Ultralangzeitgedächtnisbereich verankerte, das war Buschis Antwort auf die Frage, was sie denn mit der Siegerprämie anstellen würde. *Einen Pacojet kaufen* erwiderte sie. Wofür sie dieses Profigerät denn brauchen würde? Sie koche jedes Jahr viele Kilos Chutney ein, gab sie zurück. Um meinen Kopf segelten viele verständnislose Fragezeichen. Was bitte ist ein Pacojet? Und wer braucht eimerweise Chutney?

Chutney und ich, wir sind so gar nicht dicke miteinander. Ich erwähnte es bei dem einzigen Chutney, das man meiner nach Meinung braucht, dem Mango-Paprika-Chuntey (s. auch hier). Nun, heute kommt ein weiteres dazu. Eigentlich eine Zufallsproduktion aus Pflaumenresten. Das schmeckte mir dann aber so gut, dass ich doch drei weitere Gläschen einweckte. Ich finde, das Pflaumen-Brombeer-Chuntey paßt hervorragend - so wie Preiselbeeren, nach denen ich auch fünf Mal im Jahr greife - zu Pilzen oder deftigen Saucen.

Als Goodie gibts obendrauf ein Brombeer-Pflaumen-Spezial. Hervorheben mag ich mein geliebtes Schlecksel, den Brombeer-Balsamico und die Karamell-Zwetschgen der Mme Ziii - alles tolle Rezepte für den Vorrat!  Äh, und nein, einen Pacojet brauche ich dafür nicht, whatever das auch sein soll...


Zutaten 3 kleine Gläser:

400g Pflaumen
200g Brombeeren
1 Stück Ingwer, doppelte Nussgröße
1 Sternanis
4 Lorbeerblätter
2 kleine Schalotte
4 EL Cassis (m: selbst gemacht)
4 EL Balsamico-Reduktion
4 EL Portwein
6 EL Orangensaft, frisch
5-6 TL Rohrzucker (m: mit Vanille angesetzt)

Zubereitung:

Die Pflaumen entsteinen und klein schneiden. Sämtliche Zutaten in einen Topf geben und etwa 15min einköcheln lassen - dabei immer wieder rühren und aufpassen, dass die Fruchtmasse nicht anhängt. Lorbeerblätter und Sternanis aus dem Chutney fischeln und in 3 sterilisierte Gläser füllen. Ich habe die Gläser eingeweckt auf meine Standartweise: heiß abgefüllt in einen Topf mit köchelndem Wasser stellen und komplett mit Wasser abdecken - Deckel auflegen und ca. 20min weiter köcheln lassen. Im Topf abkühlen lassen.

*Anmerkung m: Der Zucker-und Essiggehalt reicht nicht aus, dass sich die Gläser lediglich heiß geschlossen lange konservieren. Wer länger Freude daran haben will, muss sie einwecken. Dieses Chutney ist in erster Linie fruchtig - ihr könnt an Süße und Säure nach eurem Dünken gerne schrauben...




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Burger-Mania: Burger mit Tomaten-Mango-Salsa, Münster und...

Donnerstag, 9. August 2012

Ab und an, so 1-2x im Sommer, brauchts einen Burger. Was damit zusammenhängen könnte, dass aller Ortens bei den Damen und Herren Kollegen Burger in allen Varianten zur Schau gestellt wurden. Der Ziegenkäse-Camembert-Johannibeer-Chutney-Burger wird bestimmt noch nachgebastelt. Diese Idee mit Apfel, Senf und käsiger Überraschung gefällt mir ebenfalls besonders. 

Sehr schön auch Zorras Buns, oder diese Brötchen, oder Burger hier mit Krautsalat, hier mit gegrillter Wassermelone, glasiert hier, oder ihr gebt euch die volle Dosis und schaut euch den Burger-Challenge-Event durch, das durch dieses Modell ausgelöst wurde. An Ideen mangelt es rechts und links wirklich nicht.

Bei uns gabs zweilerlei *Stapelungen*, eine davon zeige ich euch. Ich mag gerne fruchtig - auch und ausgesprochen gerne zu Herzhaftem, das ist mittlerweile wahrscheinlich bekannt. Im gleichen E&T-Heft von gestern fiel mir diese Salsa auf. Darauf wurde der Rest des Burgers aufgebaut (von unten nach oben):
  • Brötchenhälfte, getoastet
  • Salatblatt
  • Salsa
  • Schweinefilet, gesalzen und gepfeffert
  • junger Münster-Käse
  • Zwiebelringe
  • Rucola
  • Brötchenhälfte, die zweite
Die Burger-Buns wurden selbstredend auch selbst gebacken - mal wieder nach einem Rezept aus dem Sauerteig-Forum, von Sarah, die sich mit dem Walnusbrot bereits hier einen Namen gemacht hat.
Zutaten Buns 8 Stück:

300g Weizenmehl 550 (m: T65)
6g Hefe
200 ml Milch, lauwarm
20g Butter
6g Salz

etwas Milch zum Einstreichen
Sesam zum Bestreuen

Tomaten-Mango-Salsa 6P:
3 aromatische Tomaten
1 kleine Mango (ca. 300g)
2 kleine, rote Zwiebeln
1 rote Chili-Schote
5 EL milder Weißwein-Essig
Salz, Pfeffer
6 EL Olivenöl 

zarter Münster
1 Schweinefilet
einige Salatblätter
etwas Rauke
Zwiebelchen

Zubereitung:

Salsa: 
Bei den Tomaten die Stielansätze herausschneiden . Mango schälen und das Fleisch vom Stein schneiden. Chilischote putzen, halbieren und entkernen.

Tomaten, Mango, Zwiebeln und Chilischote fein würfeln. Alles mit Essig, Salz und Zucker würzen. Olivenöl untermischen.

Filet in etwa 2cm breite Stücke schneiden, salzen und pfeffern und in einer heißen Pfanne so anbraten, dass es innen rosa bleibt. Nach dem ersten Wenden mit Münster belegen, damit dieser genug Zeit hat zu schmelzen. Pro Burger 2 Filet-Stücke.

Buns: 
Die Butter leicht erwärmen, dass sie gerade flüssig wird. Mit der lauwarmen Milch vermischen. Die Hefe darin auflösen. Mit den restlichen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Teig in eine große, geölte Schüssel geben und zugedeckt bei Zimmertemp. gut gehen lassen (das Volumen sollte sich mindestens verdoppeln).

Dann den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche auf ca. 1,5 cm Höhe ausrollen, mit einem Ring, m: 9,5cm Durchmesser, Buns ausstechen (idealerweise mit dem gleichen Durchmesser wie die Hamburger). Die Teigreste habe ich nochmal zusammengeknetet, portioniert und ganz klassisch zu runden Brötchen geschliffen, die mit dem Rollholz auf die gleiche Höhe ausgerollt wurden wie die Buns.

Auf Backfolie oder Backpapier die Buns abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Das Volumen sollte sich abermals verdoppeln.

Vor dem Einschießen mit Milch oder Eigelb bestreichen und mit Sesam bestreuen.

Backen bei 200° ca. 20-25 Minuten (Lochblech), nach 10 Minuten Dampf ablassen.
Nach dem Backen abdecken, damit die Kruste weich bleibt.
Quelle: Buns - Sarah vom Sauerteig-Forum/ Tomaten-Mango-Salsa - e&t 6/2012)

DUBB: das Karl Dall Dahl

Samstag, 24. Juli 2021



Da staune ich jetzt aber, dass ich auf dieses Dhal nicht schon allerlängst mit allen zehn Fingern gezeigt habe. Ich liebe dieses Dhal! GROSSES Ausrufezeichen! Und zwar von Anfang an. Mittlerweile ist es zudem eines dieser Keeper-Gerichte, um die ich immer wieder anders variiere. Aber das Dhal bleibt gleich. Es eignet sich hervorragend dazu, Gemüsereste zu einem Curry zu verarbeiten. Und anstelle von Reis (den man zusätzlich mit Kokosmilch und einigen Kokosraspeln kochen kann) passt natürlich auch das weltbeste Chapati.

Ich hätte mich in diesen Teller wieder reinlegen können. Dabei braucht es dafür weder nennenswerte Küchen-Erfahrung, noch benötigt man viel Zeit. Das Gemüse ist wirklich nur kurz mit den Gewürzen (das gute Curry und Kurkuma) angebraten und dann bissfest fertig gegart. Als frische Begleitung macht sich eine Gurken-Raita prima (ich gab außerdem etwas Tomate hinzu - und tausche Ingwer manchmal gen Knoblauch) oder wie ich bei Karl Dall bereits vorgeschlagen habe, reicht bereits ein schlichter minziger Knoblauch-Joghurt als Dipp). Vergessen zu fotographieren habe ich das Mango-Chutney, das sich bei diesem Gericht wie das Tüpfelchen auf dem i macht. Tsss, alle Links heute sind ja eigentlich auch DUBBs. Und, Kinners, promi (!) dann wird das Essen ein Fest für die Sinne und jede Gabel, die man sich beläd und zum Mund führt, ein Abenteuer für den Gaumen!

Also wenns Dhal gibt, dann haue ich für zwei rein. DUBB halt. Und meine Empfehlung sowohl als Alltagsküche wie als Gäste-Essen! Das Leben kann so köstlich sein :)

 


Eintopf-Spezial

Montag, 20. Januar 2020


Wenn im Sommer und Herbst die Markttische nur so überquellen, dann dürfen wir unter den Gartenfrüchten aus dem Vollen schöpfen. Vielleicht ist das der Grund, wieso mir dann nicht so oft wie gerade jetzt der gute alte *Eintopf* in den Sinn kommt. Aber eigentlich esse ich Eintöpfe zu jeder Zeit gerne. Ganz besonders wenn wir unterwegs auf Reisen sind, merke ich, wie sehr ich dieses Gericht schätze. Wenn andere für mich kochen und ich wählen darf, dann fällt meine Appetitlichkeit sogar überdurchschnittlich oft auf suppige Eintöpfe - womit ich mich lange selbst überraschte. Denn eigentlich war ich mal ein echter Suppen-Kaspar.

Hier habe ich euch eine bunte Mischung zusammengestellt. Es gilt bei allen Eintöpfen: steuert selbst, wie flüssig, cremig oder stückig ihr eure Eintöpfe am liebsten esst - die Konsistenz macht für mich erst einen guten Eintopf zu richtigem Soul-Food!







Erntedank - Einmachen

Freitag, 7. Oktober 2016


Eigentlich hatte ich nur vor, euch lediglich nochmals auf das Mango-Chuntey hinzuweisen, das mich so überzeugt. Zum einen, weil sich im Regal eines derart nach hinten verschoben hatte, dass ich ein Glas von 2008 fand - und es sich als tippitoppi herausstellte. Zum anderen, weil ich nach dem Verzehr dieses Glases direkt wieder in die Nachproduktion gegangen bin - das brauche ich einfach griffbereit.

Dann hat Steph so hübsch ausführlich gezeigt, was sie dieses Jahr eingemacht hat (von ihr nehme ich mir das Ajvar mit - dank toller Paprika-Ernte). Ihre Dokumentation fand ich sehr spannend, denn für mich ist das Konservieren vielleicht die ambitionierteste aller Kategorien unter den Hobby-Köchen.

Für alle, die zudem einen Garten besitzen, könnte es man gar Herzensangelegenheit nennen und vielleicht sogar das Bewahren im Sinne von Erntedank.


Mit meiner wachsenden Erfahrung verändert sich mein Einmachen: ich wiederhole nur Rezepte, die sich bei uns nicht als Ladenhüter herausgestellen. Was bringt mir die vollste Speiß, wenn wir es anschließend nicht verzehren. Genau deshalb koche ich nur noch sehr wenig Marmelade. Wir schauen sie mehr an, als dass wir sie verbrauchen. Bitterorange, ein bißchen Aprikose, ein bißchen Erdbeere, ein bißchen Kirsche oder Schlecksel - aber wenn ich ehrlich bin, dann steht der Vorrat ausreichend voll mit Marmelade. Und mein Sirup-Fundus (wie mit Holunderblüten oder Rosenblätter) versüßt uns die kommende Jahre.

Stattdessen ziehen wir Kompott ohne Zucker weit aus vor. Dieses Jahr sterilisierte ich allerköstlichstes Kompott (ebenfalls ungesüßt) aus roten Weinberg-Pfirischen, Erdbeeren und Banane, bzw. gelben Weinberg-Pfirischen, Mango und Banane - jetzt schon ein Liebling und Gläser, die wie Elexier behandelt werden. An dem Ofen-Apfelmus führt natürlich jedes Jahr kein Weg vorbei.

Tomaten rühmen wir uns, nur die eigenen zu essen - deshalb bin ich bei ihnen besonders hinterher. Ich mache sie pur ein, mit Gewürzen, getrocknet und in Öl eingelegt, logo, als Ofentomaten oder auch etwas als abgetropften, weißen Tomatensaft.

Mit unserem Dörrgerät trockne ich sämtlichen Tee, vorneweg Verveine (unser all time favorite), Lindenblüten, Minze, Melisse und Kamille. Ebenfalls einiges an Kräutern wie Thymian, Oregano und Majoran. Außerdem trockne ich gerne unsere Feigen - vorallem seit ich sie so emsig für die Granola verbrauche. Und Pilze trockne ich so, wie wir sie finden...

Anstehen für dieses Jahr tut wieder das Harissa (meine Gläschen von 2014 sind nahezu leer), das Gewürzpulver sowie die Meerrettich-Crème. Die Balsamico-Reduktion geht mir NIE aus (allein 2x gabs diesen Sommer diese Pizza- ohne Speck ;), auch Cassis (wie Petra) produziere ich jährlich. Voilà, hier also einige Inspirationen...


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