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Sonntag, 24. Januar 2021

Schönes für Jetzt und Hier

 

**** Zwei Sonnentage inmitten von Dauerniesel nutzte ich, um im Garten mit Rosenschneiden zu beginnen. Und direkt neben mir flirtete sich unmissverständlich ein Vogelpärchen an. Es war gestern wieder grau, dunkel, kalt und nass, aber mir wurde von Vorboten gezwischert, dass die ersten Frühlingsgefühle bereits in der Luft liegen! (Gut, und zugegeben, das Schmetterlingsbild ist noch von letztem Herbst).

 

**** Dem Song des Australiers Xavier Rudd könnte ich in Dauerschleife hören. Nase immer schön gen Sonne strecken - erstes Gebot der Stunde! (via Youtube)



**** Die meditative, fragile und ästhetische Kunst von Lara Jakobs Rigolo - beginnt ab der 57sten Minute - : die Sanddorn-Balance. Die Geheimnisse dieser Kunst werden von ihrem Schweizer Erfinder Mädir Rigolo nur an ausgewählte Artisten weitergegeben wird. Allein beim Zusehen wird man in eine Welt von Stille und Harmonie entführt (via Arte):


 

**** Die wunderschöne Naturfotographie des Finnen Konsta Punkka - auch mit Insta am Start - läd zum Schwelgen ein! Was Geduld, was Empathie und Ruhe dieser junge Kerl hat!


**** Und mein Prof. Stephan Balkenhol, bei dem ich studiert habe, macht gerade eine Einzelausstellung in Lehmbruckmuseum in Duisburg. Von Anfang an bewunderte ich seinen Fleiß. Und wie unbeirrt er Schönes einfach schön sein lässt - ohne deshalb glatt und nur gefällig zu sein. Kunst muss eben nicht provozieren: *Ich versuche immer etwas [von meinen Arbeiten] im Atelier zu behalten. So ein bißchen wie der Bäcker, der immer ein bißchen Sauerteig übrig läßt, um am nächsten Tag backen zu können.* (ebenfalls via Arte)

   

 

**** Deutschlands bekanntester Förster Peter Wohlleben im Interview, jener der versucht zu zeigen, dass Bäumen Menschlichkeit nicht fremd sein muss und der dafür plädiert, dem Wald mehr Raum für Natürlichkeit einzuräumen: *Alleine ist man ein Querulant, zu fünft sind wir jedoch schon eine Bürgerinitiative!*

Dienstag, 19. Januar 2021

Down to earth: Kürbislasagne mit Mangold und Grünkern

 

Ich liebe mein Youtube, ich wollte echt nicht mehr ohne sein. Sehr gut kann ich mich an mein erstes Filmchen dort erinnern: ENDLICH mal einem Bäcker auf die Finger schauen können, wie Brotteiglinge professionell bearbeitet werden. Mittlerweile gäbs zu dem Thema ja eine schier erschlagende Auswahl - damals noch nicht. Nur ist jetzt mein Ehrgeiz, was das Brotbacken angeht, ziemlich abhanden gekommen. Mit Porridge und Intervallfasten ist die Brotmenge, die wir verzehren, sehr gering geworden. Meiner Freude am Brotbacken tut das jedoch keinen Abbruch.

Oder auch meine tägliche Yoga-Dosis wäre ohne Youtube völlig undenkbar. Ja, dafür ist Youtube regelrecht unverzichtbar. Was bin ich froh, dass ich das Yoga schon vor den seltsamen Zeiten als Routine in meinen Alltag eingeführt habe. Im vergangenen Jahr habe ich das sogar noch intensiviert. Und so macht meine Yoga-Praxis-Selbstdisziplin eines der Standbeine aus, die mich während des AZs stabilisieren.

Obendrein all die Unterhaltung und Zerstreuung, die mir Youtube bietet! I like! Richtig begeistert bin ich, dass Youtube von all jenen als Plattform genutzt werden kann, die nicht über dickes Vitamin-B, lukrative Seilschaften oder entsprechende Kontakte verfügen, aber auf diese Weise trotzdem ihr Content auf der Welt verbreiten können: in Eigenregie, dank Crowd-Founding oder dem Patreon-Prinzip. Dabei entstehen einfach grandiose Filme voller Herzblut und Leidenschaft!

Meine neueste Entdeckung ist der Dokumentarfilm *Down to earth*, den ich euch direkt eingestellt habe. Die Macher davon sind ein niederländisches Paar mit drei Kindern, die aus ihrem Arbeitsleben ausstiegen, auswanderten an den Michigansee, um dort gemeinsam mit den Anishnaabe, einem Clan von amerikanischen Ureinwohnern, zu leben. In den vier Jahren dort entwickelten sich auch ihre tiefer gehenden Fragen und das damit einhergehende Filmprojekt. Von dort starteten sie ihre Weltreise als Familie zu den *Hütern der Erde*, zu Stammesältesten, Heilern, Medizinmännern und Schamanen, die alle bereit waren, ihre Weisheit mit ihnen - und dank Filmaufnahmen - mit der Welt zu teilen.


 

Beeindruckend  (das müsste es selbst für den größten Skeptiker sein) ist, wie deckungsgleich ihre Aussagen sind, wie sehr sich ihre Haltungen ähneln, wie einfach diese sind und wie leicht verständlich. Einhellig weisen sie darauf hin, dass Quell allen Übels ist, dass wir die Verbindung zur Erde verloren haben - und damit unsere Spiritualität.

Ein für mich passender Untertitel wäre das bereits mit euch geteilte Zitat von dem russischen Philosophen, das für mich zu meinen persönlichen, wichtigsten Sätzen 2020 zählte (#Team Kalendersprüche) gehört. Er spricht darüber, dass wir mit der Technologisierung begannen, uns über die Natur zu stellen und dabei den Kontakt zu unserem Inneren, zu unserer Seele verloren. Indem wir uns von der Natur entfremdeten, * haben wir Gott getötet. Und nun töten wir den Menschen exakt auf die gleiche Art, wie wir Gott getötet haben. Wir haben die spirituelle Dimension des Seins verloren.* An die Stelle von Spritualität setzte sich Hochmut und Verblendung.

Wie wohltuend, wie absolut wohltuend beim Anschauen dieses Film ist der gewonnene Eindruck: wir sind nicht alleine. Es gibt noch andere, die gerne in Harmonie mit der Natur leben würden, die nach Alternativen suchen, die die Hoffnung nicht aufgeben wollen, dass ein Wandel möglich wäre. Und wir sind sogar viele. Wie sich schon zeigte in Hamburg bei den riesigen, friedlichen Demonstration während des G20-Gipfels: so viele Menschen, die auf der Straße veranschaulichten, dass sie mit dem Kurs der herrschenden Systeme nicht einverstanden sind. Das spendet Hoffnung - zumindest für einen Moment.

Aber am Großen und Ganzen wird das nicht das Geringste ändern. Ein weltumspannendes System lässt sich nicht mehr ins Kippen bringen. Die Skrupellosen werden skrupellos bleiben, die Gierigen nie genug bekommen - die Mächtigen sind deshalb heute mächtig, weil sie diese Prinzipien reich machten. Es ist zu spät, das Ausmaß der Zerstörung nicht mehr umkehrbar. Ich weiß, die nüchterne Wahrheit bar aller Illusion klingt schnell zynisch oder verbittert. Und Menschen können zornig werden, wenn man ihnen ihre Illusionen nehmen will. Ich bin ja sowas von bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. Doch Kernaussage des Filmes bleibt für mich die von Nawaten:

*Nur darum geht es, wenn du erkennest, dass du nicht zufrieden bist, wie alles ist, dass du dann zum Suchenden wirst. Nicht nach der Wahrheit von jemand anderem, sondern deiner eigenen.* Jeder einzelne muss sich auf den Weg machen - Grundsatzentscheidungen stehen an, die einem niemand abnehmen kann.

 


Ich weiß nicht wie, aber irgendwie ist Grünkern aus meinem Sichtfenster verschwunden. Sehr vermutlich, weil er in Frankeich nicht aufzutreiben ist. Grünkern, blé vert, da wird man hier selbst im Bio-Laden mit großen Augen angeschaut: Qu'est-ce que c'est? Jamais entendu parler! Tsss, DAS typische Produkt, schon immer das key piece eines jeden Körnerladens in Deutschland kennt im Nachbarland kein Mensch! Wird Zeit, dass ich mal wieder nach Deutschland komme...

Nach dieser Lasagne aber kann ich euch vorhersagen, dass es in Zukunft hier wieder mehr Rezepte mit Grünkern geben wird (also so lange meine Vorräte reichen). Was haben wir geschnurrt beim Essen und ordentlich reingehauen. Ich hätte mich am liebsten reingesetzt. Und die Kombi Kürbis-Mangold halte ich sowieso für made in heaven!

 

Zutaten 2P:

170g Grünkern, grob geschrotet
200ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen 
1 Glas Ofentomaten (ca. 200g)*
ca. 150ml Gemüsebrühe
1 Schuß Rotwein
1 TL Thymian
1 TL Oregano
1 Zweig Rosmarin
1 Msp Zimt
Harissa
1 EL Tamari
400g Kürbis (m: Butternut)
200g Mangold
1 EL Crème fraîche
1 Mozzarella, in Scheiben geschnitten

etwas Bergkäse, gerieben
Olivenöl

Zubereitung:

Grünkern am Abend zuvor mit 200ml kochender Gemüsebrühe übergießen, umrühren und abgedeckt und kühl gestellt quellen lassen (verkürzt die Kochzeit enorm).

Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. In Olivenöl gläsig dünsten. Grünkern zufügen, ebenso Thymian, Oregano und Rosmarin. Tomaten und zusätzliche Gemüsebrühe sowie den Schuß Rotwein anschütten. Mit einer Prise Zimt würzen. Bei kleiner Flamme ca. 20min zugedeckt köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren und darauf achten, dass der Grünkern nicht anhängt. Wenn nötig noch etwas Brühe anschütten. Abschmecken mit Harissa und Tamari, Salz und Pfeffer.

Mangold waschen, Stiele von Blätter trennen und getrennt von einander weiterverarbeiten: Stiele klein schneiden, ebenso die Mangoldblätter in feine Streifen schneiden. Die Stiele in etwas Olivenöl anbraten, dann die Mangoldblätter zufügen mit 3-4 EL Brühe und diese kurz zusammenfallen lassen. Würzen mit Salz, Pfeffer und die Creme unterziehen.

Den Kürbis schälen und in sehr feine Scheiben hobeln (m: mit V-Hobel von Börner).

Gratinform ölen, die Hälfte des Mangols auf den Boden geben, darauf die Hälfte von der Grünkern-Tomaten-Masse sowie die Hälfte des Mozzarellas und zuoberst ein Drittel der Kürbisscheiben darauf verteieln, alles ein zweites Mal derart schichten. Zuletzt abschließen mit Kürbisscheiben. Mit etwas Olivenöl beträufeln, etwas Bergkäse darauf verteilen sowie etwas Thymianblättchen.

In den vorgeheizten Ofen bei 200° (Umluft) ca 40 min im Ofen backen.

*Anmerkung m: Anstelle von Ofentomaten und etwas Gemüsebrühe kann man auch eine Dose stückige Tomaten verwenden/ Anmerkung für mich: das nächste Mal eine größere Gratinform verwenden!



** Wer mag, kann sich gegen einen kleinen Obolus (schönes, altes, aus der Mode gekommenes Wort) auf der Homepage von *Down to earth* den Film in seiner bevorzugten Sprache herunterladen. Ein so sehenswerter Film, für den ich nur zu gerne Promo mache: hier werden den richtigen Menschen die richtigen Fragen gestellt.

Sonntag, 17. Januar 2021

Klavier - Mandarinen-Mandelkuchen mit Schokoglasur nach Ottolenghi


In meiner Kindheit gab es kein Möbelstück, das mehr einen Bildungsbürgerhaushalt repräsentierte als ein Klavier. Und es gab richtig viele von ihnen: in meinem Heimatdorf standen in vielen Wohnzimmern meiner Mitschüler eines. Ein Musikinstrument zu erlernen galt als unverzichtbare Früherziehung - und das klassischste Instrument dafür ist nun mal das Klavier.

Mit Grauen denke ich noch an meine fürchterlichen Klavierlehrer zurück - eine Assoziation, die ich in diesem Leben wohl nicht mehr positiv umkodiert bekomme. Viel Ehrgeiz und Fleiß zeigte ich nicht am Klavier und trotzdem schenkte mir das Klavierspiel manchmal süße Momente der Selbstvergessenheit - und sofort steigen mir wieder die beliebten Kinderszenen von Schumann ins Gehör.

Bei dem Habib ging die Begeisterung fürs Klavierspielen deutlich tiefer und er komponierte damals gar seine eigenen Stücke. Ach, Musik halte ich für eine der wunderbarsten Therapiemöglichkeiten dieses Planeten - wohl dem, der selbst Musik machen kann. Trotzdem führte uns unser beider Leben weg vom Selbermusizieren. Erhalten geblieben ist uns aber ein schönes, altes, hölzernes Klavier. Das wir nun gerne an jemanden abgeben würden, der es wieder bespielt.

Und dabei stellt sich heraus: kein Mensch will heute noch ein Klavier. Selbst auf dem Land nicht, wo die Wohnsituationen nicht so beengt sind wie in den Städten. Ein Klavier - totally out. Gut, jemanden bei den ersten Schritten zu begleiten, wenn er ein Musikinstrument erlernt, das ist für das Umfeld harter Tobak. Doch wohl weniger übel als ein Streich- oder Blasinstrument! Also dass ein Klavier mal zu einem derartigen Ladenhüter verkommt, damit hätten wir nicht gerechnet. Ob das irgendwie mit der amerikanischen Überbewertung von Sport zusammenhängt? Tatsächlich meldeten sich seither lediglich irgendwelche Fledderer, die bereit sind, die Elfenbein-Tasten herauszureißen um uns den restlichen Kadaver zu überlassen. Dabei ist das Klavier top in Schuß! Es müsste lediglich mal wieder gestimmt werden.

So drängt sich die Frage auf, ob in den momentanen Zeiten nicht mehr neu gestimmt werden müsste als unser Klavier.

 


Überhaupt nichts nachjustiert werden muss an diesem Kuchen von Ottolenghi, den ich von Susi aufgegriffen habe und der prima zur dunklen Jahreszeit passt. Von ihr habe ich die reduzierte Zuckermenge übernommen, aber den Kuchen dann auf eine 18er Form umgerechnet. Eine Winzigkeit habe ich dazwischengefummelt: ich habe den Kuchen lackiert mit Bitterorangen-Marmelade. Würde ich beim nächsten Mal genau so wiedermachen. Treue LeserInnen wissen: ich stehe auf speckige, saftige, Brownie-artige Kuchen, die jeden Tag nur besser schmecken! Von der Sorte gibts hier einige im Sortiment. Bei Nachfrage verlinke ich euch gerne den ein oder anderen!

 

Zutaten - 18er-Form:

150g Butter, weich
210g Zucker (m: Rohrzucker)
4 Mandarinen, Schale abgerieben, Früchte ausgepresst
1/2 Zitrone, Schale abgeriebene, Frucht ausgepresst
210 g gemahlene Mandeln
4 Eier, leicht geschlagen
75g Mehl (D630)
1 Prise Salz

Für die Schokoladenglasur:
60 g Butter
100 g Zartbitterschokolade, zerkleinert
½ EL Honig
½ EL Pomeranzenlikör (Grand Marnier...)
Orangenschale, in Streifen, zum Garnieren 

(m: Bitterorangenmarmelade)

Zubereitung:

Backofen auf 160° (Umluft) voheizen.

Den Boden eine 16cm Springform mit Backpapier auslegen und die Ränder buttern. 

Die Butter, 150 g Zucker (die restlichen 60g sind für den Sirup) und abgeriebene Zitrusschalen in einer Schüssel mischen mit Hilfe eines Gummihunds (so die Ottolenghi-Vorgabe, denn angeblick würde ein Mixer zu viel Luft in die Masse einarbeiten - ich habe trotzdem mit dem Handrührer gearbeitet und versucht, nur so viel als nötig zu rühren).

Zuerst die Hälfte der Mandeln unterrühren, dann nach und nach die Eier unterheben. Die restlichen Mandeln, Mehl und Salz einrühren, bis die Mischung glatt ist. Den Teig in die Form füllen und glattstreichen. 50 bis 60 Minuten backen - ein Spieß sollte ein wenig feucht herauskommen, wenn man einsticht (bei mir benötigte der Kuchen gute 60min).

Kurz bevor der Kuchen fertig gebacken ist, in einer kleinen Pfanne den restlichen Zucker und Säfte aus Zitrusfrüchten (maximal 90ml verwenden) erhitzen, einmal kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, etliche Male einstechen und langsam mit dem heißen Sirup tränken. Abkühlen lassen. (m: an dieser Stelle habe ich den Kuchen noch mit erwärmter Bitterorangenmarmelade bestrichen).

Für die Glasur Butter, Schokolade und Honig in einem Wasserbad schmelzen. Likör zugeben und alles gut verrühren. Glasur über die Torte gießen, gleichmäßig verteilen, auskühlen lassen, mit den Zesten verzieren, servieren.

Quelle: Ottolenghi bzw. Susi aka Turbohausfrau


Donnerstag, 14. Januar 2021

Veganuary - eine Auswahl meiner liebsten veganen Rezepte

 

Wenn ich durch deutsche Supermärkte wandere, dann staune ich über die schier endlosen Kühlregale voll veganer Produkte. Offensichtlich ein riesiger Mark - zumindest in Deutschland. Allein im ersten Halbjahr von 2020 stieg der Absatz von Fleischersatzprodukten um 37% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Neueste Marktforschungsberichte prognostizieren dem globalen Markt für vegane Lebensmittel eine jährliche Wachstumsrate von 11,4%. Gut oder nicht gut?

Also nicht ansatzweise hat dieses Angebot seinen Weg seither ins französische Outback gefunden. Und wißt ihr was: es fehlt mir überhaupt nicht. Von Beginn meiner *Kochkarriere* war mein Ziel, uns so weit es geht von allen industriellen Zusatzstoffen fern zu halten. Die Natur soll unser Ernährer sein - so das Wunschdenken, so das angestrebte Ideal.

Erstaunlich finde ich in dem Zusammenhang, dass ein Unternehmen wie die Rügenwalder Mühle erstmalig mit seinem Veggie-Fleisch mehr Umsatz macht wie mit seiner Wurst. Dabei sind diese Produkte sogar meist teurer wie die Wurst und der Verbraucher ist dennoch bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Versteht mich nicht falsch. Ich weiß auch, warum ich auf Fleisch verzichte. Aber mir wäre viel lieber, wir könnten als Gesellschaft in mehr Tierwohl investieren und nicht in eine neue Industrie-Marketing-Branche. Wenngleich deren Umsatz 2019 (85,1 Millionen Euro) immernoch sehr gering ist im Vergleich zur Fleischproduktion (40,1 Milliarden Euro - was ein Wahnsinn!!). Ob man nicht endlich von dem Tierelend wegkommen kann? Gibt es denn in den Demokratien von Europa dafür keine Mehrheit unter den Menschen?

Nur zu gut kann ich den moralischen Ansatz nachvollziehen, warum sich mehr und mehr Menschen vegan ernähren. So als resignierter Mahatma-Protest. Dabei glaube ich immernoch, dass im Kleinen Mensch und Tier gut miteinander leben können, wenn nicht maßgeblich der kapitalistische Gedanke seine Auflagen oktroyiert. Aber was schreibe ich... das wissen wir doch alle...

Unser Frühstück ist bereits seit Jahren vegan und auch mittags versuche ich uns mehrmals die Woche rein pflanzlich zu kochen. Gerne unterstütze ich daher mit ein paar Vorschlägen aus meinem Fundus die Initiative #Veganuary

 

(Liebe Lara, gerne wäre ich deinem Wunsch nachgekommen und hätte die Fotos mit ihren Rezeptetitel versehen, aber leider verreißt es mir dann völlig diese Art der Auflistung, an der ich gerne festhalten möchte)

 









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