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KI 2: die besten Süßkartoffel-Gnocchi

Freitag, 26. September 2025


Jedes Ich ist ein Globus. Ein kleines Universum. Eine Welt für sich. Der Mensch ist eine Sonne, seine Sinne sind seine Planeten. Ja, dem einzelnen Menschen ist Großes prophezeit. Nämlich die Überwindung seiner Begrenzung durch sein Ego hin zu einer Verbindung zum großen Ganzen. Der verlorene Sohn, der den Weg zurück zum Vater findet. Die Idee von Platons Weltenseele. Die Idee vom Universum als Makrokosmos und der Analogie dazu, dem einzelnen, menschlichen Lebewesen als Mikrokosmos. Im Menschen sollen sich Erde und Himmel berühren können. Doch diese Tür geht nur für den einzelnen Menschen auf. Nicht für die Menschheit. Nicht für eine Gruppe. Ganz alleine hat er Verbindung zum Kosmos zu suchen. Und weil nur individuell Zugänge zu knüpfen sind, kann niemand einen anderen dahin begleiten. 

Zeit der universellen Einsamkeit. Zeit der Sehnsucht nach tiefer Verbundenheit. Zeit der Rückbesinnung auf alte, große Ideen, oder?

Denn was verheißt uns die Gegenwart? Vielleicht wird uns die KI in Zukunft auf andere Planeten bringen. Vermutlich. Und dann werden wir von der Erde das Prinzip der systematischen Ausbeutung in das Weltall tragen und nach der Erde andere Planeten plündern und ruinieren. Vermutlich. Wer dort landet, folgt heute schon den Stimmen, die verkünden, dass die Menschheit ab nun erhaben ist über die Naturgesetze und sich eigene Welten nach maschinellen Vorgaben erschaffen kann.

Gleichzeitig führt uns die KI vor, dass wir unsere bisherige Vorstellung von dem, was wir dachten, was uns als Menschen auszeichnet, in Frage stellen müssen. Wir sind eben nicht die einzigen, die sich Inhalte merken können, die kombinieren können, sich um Raum zurechtfinden uswusf. In dieser Hinsicht werden wir gerade von rechts überholt. Seltsamerweise beharrt ein Teil der Menschheit umso mehr auf der Überzeugung, man könne die Gesetze des Lebens zusammenbauen wie ein zerlegtes Puzzle. 

Der anderen Fraktion, Team Goethe, ist bewußt, dass man sich auf diese Weise als Irrlicht outet. Denn die wahrhaft Suchenden streben mit ihrer Sehnsucht nach mehr Wissen nicht nach Information (im Faustschen Sinn *was die Welt im Innersten zusammenhält*) sondern ihr Ziel ist Erkenntnis. Höher als alles Vielwissen stellt Goethe die erfahrungsgesättigte *Vorstellungskraft*. Er stellt der Zersplitterung der Wissenschaft das Kultivieren einer schöpferischen Imagination entgegen. Denn *es komme bloß darauf an, dass man Augen, Weltkenntnis und Übersicht genug besitze, um im Kleinen das Größere wahrzunehmen. Dann, ja, dann eröffnet sich vielleicht der Blick fürs Wesentliche:  »Schau alle Wirkungskraft und Samen / Und tu nicht mehr in Worten kramen.« Und wieder und wieder zitiere ich: *Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet es nicht erjagen*. 

Gut gefallen hat mir in diesem Zusammenhang die Aussage des Neurobiologen Prof. Gerald Hüther, die nochmals mit anderen Worten gleichen Inhalt verdeutlicht:

*Wir haben die eigentlich zusammengehörige Welt, in der wir Teil sind, und in der alles Lebendige miteinander verbunden ist, in lauter Stücke zerlegt. Mitgefühl hemme ich weg, in dem ich kognitive Erklärungen obendrüber setze und  irgendwann sind dann hemmende Verschaltungen im Hirn so gut ausgebildet, dass ich alles kognitiv erklären kann und nichts mehr fühle. Und dann sind wir in unserer heutigen Welt angekommen. Kein Wunder, dass wir sie ruinieren. Sie ist uns gar nicht mehr nahe, wir sind gar nicht mehr mit dieser Welt verbunden. Wir sind gar nicht mehr mit unserer Lebendigkeit verbunden! (Meet your mentor/ YT)

Im Gefühl ist die Lebendigkeit verortet - nicht im Kopf. Aber hier will ich spitzfindig sein, ich rede von einer Klarheit des Gefühls. Keiner Verworrenheit wie sie heute der große Standard geworden ist.  Der Schamene vom Stamm der Kogui erklärt Herzensdenken ganz schlicht:

*Ich bin ein *Mamo* weil ich gelernt habe, klar zu denken - Herz und Verstand gleichzeitig zu nutzen.* (Kogui Tribe YT). 

Nun schöpfe mit der Kraft deiner Gedanken und lasse dich leiten von der Klarheit deiner Gefühle, vertraue dich in der täglichen Hinwendung einer höheren Kraft an, sei mutig und demütig - dann, ja dann darf Mensch hoffen auf dem Zweig der Menschen zu landen, die sich geistig weiterentwickeln darf und nicht auf dem anderen, der abrupt endet - s. auch den Prophecy rock der Hopi-Indianer.





Süßkartoffel-Gnocchi oder diese , seither lagen die hier vorne, bzw. Süßkartoffel-Schupfnudeln sind hier keine Neuigkeit. Ich habe schon einige Rezepte ausprobiert und zu meiner Verwunderung ist diese ganz simple Variante ab sofort meine Top 1. Nun gilt es vorher zu wissen, welche Art von Gnocchi man bevorzugt. Ob man eher die zart schmelzenden, weichen, fluffigen Wasserschweber mag, oder ob man im Mund bei Gnocchi auch etwas Grip spüren will. Ich gehöre letzterer Mannschaft an: ich finds gut, wenn Gnocchi eher fester sind und ich nicht nur die Zunge zum Zerkleinern brauche. Eben so wie bei diesen.

Besser ist, man nimmt für dieses Rezept 3 kleinere Süßkartoffeln, die brauchen dann im Ofen deutlich kürzer als eine große. Der Rest ist kinderleicht.

Wer mag, pimpt den einfachen Teller durch Nussbutter. Bei Magarine bin ich raus: *Margarine ist vom Molekül her per se sehr nah am reinen Plastik. Das ist nichts anderes als ein gehärtetes Industriefett* (Fabian Kowallik). Aber das nur am Rande..., muss jeder selbst wissen!


Zutaten 2P:

450g Süßkartoffeln (2-3 Stück)
1 EL Stärke (Mais oder Kartoffel)
100g Mehl (m: D1050)
30g Butter
2 EL Olivenöl
Salbei-Blätter
fleur de Sel
Pfeffer
Parmesan


Zubereitung:

Die Süßkartoffeln ringsherum mit einer Gabel einstechen und bei 190°C in den Ofen geben. Nach 10 min drehen (m: mit spitzem, kleinen Messer nochmals eingestochen bis in die Mitte, um den Garprozess zu beschleunigen). Weitere 10 min garen (Dauer im Ofen hängt von Größe der Süßkartoffeln ab).

Süßkartoffeln halbieren und mit einem Löffel von der Schale trennen. Mit einem Kartoffelstampfer in einer Schüssel zu Mus zerdrücken. Mehl und Stärke untermischen (Teig wird ein wenig klebrig bleiben).

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche Rollen drehen von ca. 1,5cm Dicke und Gnocchi abstechen (oder schneiden - m: quadratisch geformt) und in einen Topf mit kochendem Wasser geben.

Parallel Butter in einer Pfanne schmelzen, zusammen mit Öl und Salbeiblättern. Die Gnocchi aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen - besser noch: einen Moment ausdampfen lassen - und dann erst in die Pfanne setzen. Mit etwas Geduld goldbraun rösten. Dabei salzen und pfeffern

Zum Servieren mit Parmesan bestreuen (und zusätzlich frittierten Salbei-Blättern)




KI 1: Boule de pois chiche et couscous

Montag, 22. September 2025


Die Beleidigung *Fachidiot* scheint mir von der Bildfläche verschwunden. Schon ewig nicht mehr gehört. Im Gegenteil: nie wurden Experten öfters zu Rate gezogen wie heute. Aber ich behaupte, dass das sog. Expertentum gerade seinen Zenit überschreitet. KI bringt es mit sich. 

Und spätestens mit Corona musste Welt feststellen, dass es nicht nur eine Expertise zu einem Fachgebiet gibt, sondern verschiedene Perspektiven mit unterschiedlichen Bewertungen. Mit der Folge, dass sich jeder gezwungenermaßen seine eigene Meinung bilden muss - wenn er sich nicht einfach wie Grill von der großen Welle des Mainstreams treiben läßt.

Wissenschaftkritik seid ihr von mir gewohnt. Und ich befinde mich dabei in guter Gesellschaft. John Steinbeck schreibt in *Jenseits von Eden*:

Vielleicht ist das Wissen zu groß, oder vielleicht sind die Menschen zu klein geworden. Vielleicht werden sie dadurch, dass sie sich in die Beobachtung des Atoms hineinknien, selbst seelisch atomisiert. Vielleicht ist ein Spezialist nur ein Feigling, der Angst hat, einen Blick über seinen kleinen Pferch hinauszuwerfen. Und bedenken Sie, was jedem Spezialisten entgeht - die ganze Welt jenseits seines Bretterzauns.*

Auch Goethe wehrte sich vehement gegen die beginnende Zersplitterung  der Wissenschaft (Uni-Frankfurt/ Prof. Ulrike Landfester). Fachidioten nannte er abfällig *Singularisten* - im Gegensatz zu den Universalisten. Wider dem Druck der Spezialisierung befürwortete Goethe die Aufrechterhaltung der humanistischen Tradition des *studium generale*, zu dem Kenntnisse in den sieben freien Künsten zur Basisausbildung der Studierenden gehörten. Und das, obwohl Goethe bereits klar war, dass der ganzheitlich gebildete *uomo univerale* ein bildungspolitisches Auslaufmodell war. 

Unter dem Einfluß der Aufklärung nahmen die wissenschaftlichen Bereiche geradezu explosionsartig zu - etwas, das schon damals die Kapazität eines einzelnen überschritt. Goethe war sich der Grenzen des einzelnen Menschen sehr bewußt. Selbst wenn ein Wissenschaftler sein ganzes Leben der Wissenschaft widmen würde, so wäre er dennoch nie in der Lage, sich einen vollen Überblick zu verschaffen.

Und nun wertet KI in Bruchteilen von Sekunden einen riesigen Datenschatz aus. Das vermag kein Mensch. Nicht mal in der Spanne eines Lebens. Nur: was wenn die Summe der Details noch lange nicht das Ganze ist?

Nochmal John Steinbeck, der seinerzeits die aufkommende Industrialisierung beobachtete:

Wenn unsere Ernährung, Bekleidung und Behausung völlig dem komplizierten Prozeß der Massenproduktion entstammt, dann muß das Massenverfahren unweigerlich in unser Denken übergehen und alles andere Denken ausschalten. Massen- oder Kollektivproduktion ist heute so sehr in unsere Wirtschaft, unsere Politik, ja in unsere Religion eingedrungen, dass es Völker gibt, die den Begriff des Kollektivs an die Stelle des Gottesbegriffs gesetzt haben.

In Anbetracht dessen, was uns in der Zukunft erwartet, wirken derlei Gedanken noch harmlos. Aber ich empfinde sie als zutiefst visionär!. Wir stehen wirklich vor einer Zeitenwende. Umwälzende Ereignisse wurden seitens der Tech-Entwicklung losgetreten. Da bleibt kein Stein mehr auf dem anderen, einfach alles wird in absehbarer Zeit neu bewertet. 

Sam Altman, Mitbegründer von chatgpt, prognostiziert in einem Interview, dass seine Technologie jedes Jahr um 300 Prozent voranschreiten wird. Er spricht somit von exponentiellem Wachstum. Das bedeutet für dieses Jahr vier Mal so schnell, nächstes Jahr 16 mal so schnell, in 2 Jahren 64 mal so schnell, in 5 Jahren 1056 mal so schnell. Unvorstellbar! Alleine an dieser Geschwindigkeit läßt sich erkennen, dass das nix mehr zu tun hat mit unseren klassischen digitalen Geräten, die man seither kennt.

 


draußen vor dem Fenster umhüllen uns dicke, graue Regenwolken. Wie sehr ich sie wieder schätze nach dem trockenen Sommer! Wie gemütlich ich es drinnen finde. Hach, und wie schön, es sich dann obendrein noch gemütlich zu kochen mit Soul-Food!

Die Kugeln aus Kichererbsen und Couscous sind schnell gebastelt. Beim Essen aber stellte sich raus - Star ist mehr die Sauce denn die boules. Hülsenfrüchte neigen einfach dazu sämtliche Bratlinge, Puffer, Gemüse-Patties ectpp eine gewisse Trockenheit zu verleihen. Für mich sind die Hülsenfrucht-Frikos deshalb auch die schwierigste Sparte in einem meiner kulinarischen Lieblingsthemen. So wollen eben diese Kugeln zwingend und unbedingt in einer leckeren Sauce baden!

Meine Lieblingsbraten-Sauce ist diese dunkle Sauce. Die schmeckt derart herrlich unami und ist dabei derart leicht zuzubereiten. Sahne könnt ihr rauskürzen (wie hier) oder durch Crème fraîche ersetzen. Paprika ist eine gute Alternative zu Pilzen, gebunden habe ich die Sauce dieses Mal mit etwas Stärke - voilà! Ich bin mir sicher, ihr versteht die Idee!


Geschwister im Blog-Universum:


Zutaten - ca. 22 Stück (3-4P):

300g Kichererbsen (m: Dose)
150g Couscous, gekocht
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Soja-Sauce
2 EL Petersilie, fein gehackt
1 TL Sumac
1 TL Paprika-Pu
Harissa
Salz, Pfeffer


Zubereitung:

Couscous übergießen mit gleicher Menge kochendem Wasser (m: ich nehme immer einen guten Schluck mehr), dann Geschirrtuch auflegen, darauf einen Deckel - und auf diese Weise gut 10-15min ziehen lassen.

Nun alle Zutaten miteinander vermengen, in einem Blender (oder mit dem Zauberstab) pürieren und gut würzig abschmecken. 

Mit feuchten Händen Kugeln formen (m: habe noch 2 EL Gemüsebrühe zugefügt, fehlte Flüssigkeit - zur besseren Formbarkeit) . Dabei dürft ihr die Größe wählen, die euch sympathisch ist - meine waren eher kleiner. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.

Im Ofen bei 200°C (Umluft) - ca. 15 - 20 min garen.



Wiederkehrer: Mexican Street Pasta Corn Salad

Sonntag, 22. Juni 2025


Für die Wissenschaftsgläubigen muss es ein riesiger Schock sein, wenn sie im Sterbemoment feststellen müssen, dass nur der Körper vergeht nicht aber der Geist. In ihrer Vorstellung ist mit dem Tod alles aus und vorbei: ausgelöscht wie eine Lampe, die man ausschaltet. Das mag vor allem dann eine beruhigende Vorstellung sein, wenn man sich ungern Gedanken macht über die Auswirkung seines eigenen Denken, Reden und Tuns. Aber so ist es nicht. Lediglich der Körper stirbt, das Bewußtsein bleibt genau so bestehen.

Tsss, schnauben die wissenschaftliche Anhängerschaft, alles Mutmaßungen. Wir ziehen es vor uns an Fakten zu halten. Keine Sorge, ich will niemanden missionieren. Jeder muss ganz allein - und zwar wirklich ganz alleine - seinen spirituellen Weg finden. Aber ganz ehrlich: ich kann wenig Unterschiede darin entdecken, den aktuellen Forschungsstand für das Evangelium zu nehmen oder von einer unbefleckten Empfängnis auszugehen. Jeweils volle Glaubensideologie. Gut, die Konfessionellen bestreiten das wenigstens nicht. Dabei müsste eigentlich klar sein, dass wissenschaftliche Forschung lediglich eine Momentaufnahme darstellt. Sogenannte Fakten können von heute auf morgen bereits überholte Resultate sein.

Ich gebe euch ein Beispiel. Ähnlich  der Bibel-Geschichte mit Saulus und Paulus - nur genau andersherum. Wieder komme ich zurück auf die Arte Doku  *Insektenkiller - Wie Chemieriesen unser Ökosystem zerstören*, eine Reportage, die mich nachhaltig beeindruckt. Für DDT, eines der ersten Insektizide, bekam der Entdecker den Nobelpreis verliehen. Mittels DDT wurde in Europa und den USA die Stechmücken ausgerottet, die den Malaria-Erreger übertrugen. 30 Jahre später wurde DDT weltweit verboten, weil DDT (nun nachweislich)  auf den Menschen krebserregend und reproduktionstoxisch wirkt. Die Beurteilung von menschlicher Forschung bleibt fragil - dafür sind zu viele der großen Fragen offen und Zusammenhänge unergründet.

Stur besteht Team wissenschaftliche Besserwisser auf den Mikroskop-Beweis, oder so, und klammert sich an die Aussage: bisher ist noch keiner wieder von den Toten auferstanden. Da hilft es auch nicht zu erwidern, doch, ich kenne jemand, der Zeugnis ablegen kann. Bewußtsein, Seele, Liebe und Mitgefühl all das wird sich nie wissenschaftlich dingfest machen lassen. Der Wissenschaft bleibt nur das Angeln im Trüben, im Grenzbereichen der Phänomenologie.

In der Geo bin ich über diesen Artikel gestolpert (leider hinter einer Bezahlschranke), den ich mit euch teilen wollte. An der Universität Virginia untersucht ein Forscherteam vermeintliche Fälle von Wiedergeburten. Manche Berichte sind zu präzise um sie als Phantasie abzutun. Typischerweise im Alter von zwei bis sechs Jahren behaupten einige Kinder, schon ein mal ein anderes Leben gelebt zu haben. In manchen Fällen können sie sich sogar überaus präzise an Umstände und Details, ja sogar an ihr einstiges Sterben erinnern.

So, jetzt habt ihr davon auch mal gehört. Nur mal so als Gedankenanregung. Nur mal so, was wäre wenn... 



Das Wetter läd dazu ein, sich an einem Salat satt zu essen. Einem unkomplizierten Salat. Zu warm für Küchen-Orgien. Die Zutatenliste reicht für zwei Personen, wenn er als komplettes Essen dienen soll - als Beilage zum Grillen reicht er für mehr.

Ich habe ihn schon mit selbstgemachten Cavatelli zubereitet so wie außerdem mit kleinen Hörnchen. Kleinförmige Pasta macht sich hier besonders gut. Schwarze Bohnen passen prima. Ich habe bequem auf Kidney-Bohnen aus der Dose zurückgegriffen. Und original nimmt man frischen, gegrillen Mais - auch da bin ich auf Dose ausgewichen. Der Cotji-Käse sagt mir gar nix, da habe ich einen mittelreifen Picodon-Käse vom Markt als Ersatz herangezogen. Frische Kräuter sind Pflicht: beides gut, Petersilie wie Frühlingszwiebeln. Tja, was soll ich sagen: lecker. Der Salat kann gut mithalten mit den Bestands-Nudelsalaten!


Zutaten 2P:

150g Pasta
1 Dose Mais (Abtropfgewicht, ca. 270g)
1 Dose Kidney-Bohnen (Abtropfgewicht, ca. 270g)
1 rote Zwiebel
1 Avocado
2 EL Petersilie (oder Grün von Frühlingszwiebeln)
100 fester Ziegenkäse (original: Cotija/ oder Feta)
...
2 EL Majo
150g griechischer Joghurt
1 Limette, Saft und Zesten
2 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
geräuchertes Paprika-Pulver
Harissa (original: 1 jalapeño)





Zubereitung:

Pasta nach Anleitung al dente kochen und abtropfen lassen. 

Rote Zwiebel fein schneiden, Avocado würfeln und die Kräuter fein wiegen. Den Käse kleiner krümmeln.

Aus Majo, Joghurt, Limette, Knoblauch ein Dressing mischen. Salzen, pfeffern und mit Pimenton de la vera und Harissa würzen.

Alle Zutaten, Pasta, Mais, Bohnen, Zwiebeln, Avocado und Käse mit dem Dressing mischen und die Kräuter untermischen.


Reden: Ofen-Süßkartoffeln mit Jerk-Sauce

Sonntag, 31. März 2024


Zu einem der Prüfungsthemen meines Germanistik-Studiums zählte der primäre Spracherwerb von Kindern. Das wird von Studierenden gerne gewählt, weil die dafür anzueignende Literatur sehr überschaubar ist. Es gibt lediglich ein paar Theorien zu diesem Thema, aber wirklich erklären kann die Wissenschaft das Erlernen von Muttersprache bis heute nicht. So weit so klar ist der Ablauf, wie Kinder irgendwann anfangen zu sprechen - à la wie macht der Hund, wie macht die Katze, die Lokomotive... Aber wie genau von statten geht, dass Kinder irgendwann fähig sind, sich ihrer Muttersprache komplett zu bemächtigen, ohne dass zuvor jemand etwas über Satzbau, Deklination von Verben, Steigerung von Adjektiven ectpp erklärt hätte, bleibt ein Rätsel. Warum wird Sprache irgendwann in ihrer Gesamtheit erfasst, als wäre man in den Topf geworfen und untergetaucht worden? Und warum ist eine Fremdsprache später so mühselig zu erlernen?

Recht einig ist sich die Forschung, dass für den primären Spracherwerb die Aufforderung zum Reden durch ein Gegenüber notwendig ist. Nicht, kennt man möglicherweise, diese Grusel-Experimente am Lebenden, oder auch Kasper-Hauser-Versuche genannt, für die Kinder isoliert versorgt wurden - bei Entzug jeder emotionalen und sprachlichen Zuwendung. Herausfinden wollte man, ob Kinder überhaupt sprechen lernen, wenn ihnen niemand etwas vorspricht, von dem sie lernen könnten. Welch große Schäden Kinder erleiden, die ohne menschlichen sozialen Kontakte aufwachsen, zeigt gleichfalls das Phänomen Wolfskinder.

Das schicke ich voraus, weil ich über folgendes Höchsterstaundliches gestolpert bin: Die Anzahl der Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Sprachentwicklungsstörungen in logopädischer Therapie sind, wächst besorgniserregend. *Laut einer aktuellen Datenauswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse stieg die Zahl Betroffener zwischen 6 und 18 Jahren von 2012 auf 2022 um rund 59 Prozent. Bundesweit sind fast neun Prozent der 6- bis 18-Jährigen betroffen – fast jeder zehnte Junge und rund jedes 15. Mädchen. Am höchsten ist die Steigerungsrate im Zehn-Jahres-Vergleich bei den 15- bis 18-Jährigen mit fast 144 Prozent (Mädchen plus 160 Prozent, Jungen plus 135 Prozent) *Sag doch mal, das sind doch krasse Zahlen, oder?!!

Unsere Gesellschaft verliert Sprache. Der direkte Austausch verringert sich. Einer der Erklärungen für diese Entwicklung ist, dass zunehmend der Sprachanreiz fehlt, der eine gesunde Sprachentwicklung fördert: *Vielfach geht das auf das Konto intensiver Nutzung von Smartphone, PC und anderen digitalen Medien, die an die Stelle direkter Kommunikation tritt*. Heißt nochmals anders formuliert: chatten und liken ersetzt eben nicht das Gespräch mit einem unmittelbaren Gegenüber. Man redet immer weniger miteinander - innerhalb der Familien wie unter Freunden, weil man am Handy klebt.

Worte bilden sich im Gespräch - eigentlich ganz banal und dennoch mit viel Konsequenzen behaftet. Mehr als Lesen übt direktes Reden miteinander den Wortschatz. *Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt* sagte Wittgenstein. Warum ist Sprache so bedeutend? Wir teilen uns über Sprache mit, wir verbinden uns mit anderen. Mehr noch, wir machen uns Dinge und Geschehnisse über Sprache überhaupt erst bewußt. Wie will ich begreifen, was mir widerfährt, was ich erlebe, was mich bewegt, wenn ich es nicht benennen kann? Das fängt mit unseren Gedanken an. Im Denken versuchen wir Welt zu erfassen, im Denken üben wir bereits Formulieren.

Aus Gedanken werden Worte und aus Worte Taten. GEDANKEN - WORTE - WERKE, so verknüpfte der Habib in seinen Seminaren klar und unmissverständlich die Zusammenhänge. Wir gestalten über Worte uns selbst, wir kreeiren unser Leben, wir schöpfen unsere Zukunft. Welche Inhalte, welche Werte und damit welche Geschichten möchtest du in dir lebendig werden lassen - Kraft deiner Denkfabrik? Wem es die Sprache verschlägt, der erstarrt in einen ohnmachtsähnlichen Zustand. Sprache als Ausdrucksmöglichkeit zu verlieren, geht einher mit dem Verlust, sein Leben bewußt und selbstbestimmt zu lenken - in der Welt der Freigeister der Verlust eines der elementarsten Werkzeuge.

 


Es ist Ostersonntag heute. Das Fest des Lichts. Wer hier schon länger mitliest, kennt dieses Goethe-Zitat von mir schon: *Was ist erquickender als das Licht? Das Gespräch.* Braucht es wirklich eine Aufforderung, sich gegenseitig etwas aus dem Leben zu erzählen? 

Frohe Ostern euch!

 

Nachgekocht habe ich mal wieder ein Gericht, für das Petra von Chili und Ciabatta die Inspiration rausgeschickt hat. Ich habe minimal verändert, in dem ich etwa statt Butternut Ofen-Süßkartoffeln verwendet habe, denn dabei entsteht herrliche, karamellig-gebräunte, leicht knusprige Unterseite. Wir fanden es sehr lecker, gerade auch in Kombi mit den Rice & Peas! Gibt es wieder!


Zutaten 2P:

2 mittelgroße/ große Süßkartoffeln
2 1/2cm Ingwer, grob gehackt
1 kleine, rote Zwiebel, grob gehackt
1 TL Pimentkörner
je 1/4 TL Zimptpuler und Muskatnuss
Salz und Pfeffer
1 TL Zucker
2 Knoblauchzehen
1 TL Thyymian
1 EL Apfelssig
Öl zum Bepinseln
...
Jerk-Sauce:
1/2 rote Zwiebel, grob gehackt
5cm Ingwer, grob gehackt
2 Knoblauchzehen
je ein TL Piment, Pfeffer, brauner Zucker
Thymian
Chili (m: Harissa*)
2 EL Öl
500ml Gemüsebrühe
2 EL Tomatenmark
4-6 EL Ketchup
1 TL Soja-Sauce
1 TL Speisestärke

Zubereitung:

 

Die Süßkartoffel der Länge nach halbieren und im Abstand von 2,5 cm tief einschneiden, aber nicht durchschneiden. Die restlichen Zutaten mit dem Pürierstab zu einer Paste verarbeiten und über die Süßkartoffel geben. Die Süßkartoffeln mit der Schnittfläche nach unten nebeneinander auf ein Blech legen.

Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Süßkartoffel etwa 30 min backen, bis sie weich sind (überprüfen mit einem spitzen Messer prüfen).

In der Zwischenzeit die vegane Jerksauce kochen: Zwiebel, Frühlingszwiebeln, Ingwer, Knoblauchzehen, Piment, Pfeffer, braunen Zucker, Thymian und Harissa in einem Mixer zu einer Paste verarbeiten.

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Paste darin etwa 4 Minuten unter Rühren anbraten. Gemüsebrühe, Ketchup, Tomatenmark und Sojasauce zugeben und alles 15 Minuten köcheln, dabei immer wieder umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Nochmal durchpürieren* und abschmecken.

Die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser anrühren und die Sauce damit bis zur gewünschten Konsistenz binden.

     Dazu gabs wie bei Petra Rice & Peas -  ein wenig verändert: mehr Bohnen und Kokosmilch

Zutaten:

180g Kidney-Bohnen (m: aus Dose)
50ml von Bohnen-Flüssigkeit
2 Frühlingszwiebeln, gehackt
2 Knoblauchzehen
2 Thymianzweige
Öl
130g Reis
150ml Kokosmilch
etwas Wasser
Harissa
Salz

Zubereitung:

Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Thymianzweige darin etwa 5 Minuten anschwitzen. Die abgegossenen Bohnen sowie den Reis zugeben und alles umrühren. Die Scotch Bonnet sowie die Kokosmilch zugeben. Nun die Bohnenflüssigkeit und das Wasser zugeben und salzen.

Alles zum Kochen bringen, den Deckel auflegen und die Temperatur auf ein Minimum reduzieren. 15 Minuten garen - gegebenenfalls noch etwas Flüssigkeit zufügen., dann etwa 10 min ruhen und nachgaren lassen.

*Anmerkung m: ich würze gerne mit Harissa, weil ich mit dieser Chili-Paste die Schärfe gut dosieren kann.

Quelle: Petra von Chili und Chiabatta

 

Topf und Deckel: Nudelschnecken-Gratin mit Mangold

Dienstag, 12. Dezember 2023


Ich liebe Kennenlern-Geschichten. Ich sammle Kennenlern-Geschichten. Ihr wißt Bescheid. Nun, es ist, wie es ist: jedem sein Fachgebiet. Wer mir unter die Finger kommt, wird einschlägig befragt. Und ich kann in Kennenlern-Geschichten lesen wie andere im Kaffee-Satz. Oder so. Erzähle mir den Anfang und ich destilliere dir daraus die komplette Geschichte. Gut, nichts einfacher: dafür muss man lediglich das kosmische Gesetz begriffen haben, dass sich mit jedem Beginn die weiteren Geschehnisse daraus nur noch auswickeln. Dann kann jeder leicht erkennen, dass im Anfang bereits das Ende verwoben ist... und der Rest ergibt halt das Dazwischen.

Die Kennenlerngeschichte von Michael Ende und seiner Frau Ingeborg wurde direkt unter meinen Lieblingen archiviert: Auf einer Silvesterparty von Freunden begegneten sie sich zum ersten Mal. *Die damals bekannte Vollblutschauspielerin, "rothaarig, feurig und schick", wie Michael Ende erzählte [und 8 Jahre älter als er selbst], steuert direkt auf ihn zu, während er hinter einer von Plastik-Efeu überwucherten Theke den Barkeeper mimt, und sagt: "Angelehnt an die Efeuwand dieser alten Terrasse..."  Michael Ende erwidert prompt "Mörike" - tja, und nicht nur das Zitat ist erkannt, das geheime Loswort ist gefallen: Team Kunst und Literatur. Schön, oder? Bis zu ihrem Tod blieben sie ein Paar.

Folgerichtig liebe ich alle Kuppelshows, die der Markt zu bieten hat. Gibt es was Schöneres, als anderen beim Verlieben zuzusehen. Wer verliebt ist, platzt über sich hinaus. Der sieht nicht nur im Objekt seiner Begierde vor allem die Vorzüge, die ganze Welt erscheint im liebenswerter. Es ist die wundersam schillernd Phase, in der jeder über sich hinausgehoben wird, da strahlt selbst das kümmerlichste Exemplar Mensch weit über seine Möglichkeiten. Das mag anfangs alles etwas unbeholfen, täppisch und ungeschickt vonstatten gehen - so oft verliebt man sich ja nicht - meine großzügige Gewogenheit tut das keinen Abruch, mir wird in keinster Weise langeweilig beim Beobachten.

Das für mich Erstaunlichste ist, dass diese mediale, öffentliche, professionelle Kuppelei sogar gar nicht mal selten aufgeht. Ob bei *Bauer sucht Frau* oder *Hochzeit auf den ersten Blick* - es gibt zahlreiche, erfolgreiche Kuppel-Beispiele vorzuweisen. Ich verlinke jetzt nicht, vermutlich könnt ihr mir auch ohne exemplarische (Film)Referenzen folgen. Tsss, dass das so funktioniert, verrückt, oder!? Gut, der Bauer wirft noch Haus, Hof und eine Existenz mit in die Wagschale. Das zieht wohl zusätzlich. Und bei der anderen Kuppelsendung mit der direkten Hochzeit, brüstet man sich ja, dass *aus Wissenschaft Liebe wird*. Das *Matching-Team* um drei *Matching-Experten* (seufz, was eine Berufsbezeichnung, h-e-r-r-l-i-c-h, nur zu studieren in Castrop-Rauxel) wertet jede Menge Daten aus, um schließlich zwei zu kombinieren. Eine der *Expertinnen* meinte, ihre Bewerber würden jedes Jahr zahlreicher und sie würden immer häufiger hören, dass auf diese Weise der potentielle Partner ja auf Herz und Nieren geprüft worden wäre - sinngemäß: heute wisse man ja nicht mehr, was so alles frei rumläuft... Naja, beim letzten deutschen Stadtbesuch waren die Litfaß-Säulen mit *Dein Schritt juckt mich auch* plakatiert... Man ahnt, was sie damit sagen will und dass ein bißchen Jucken im Zweifelsfall das kleinste Problem ist...

Eigentlich schon ein waschechtes Wunder, wenn sich zwei Menschen finden und ineinander verlieben, findet ihr nicht? Großes Mysterium! Für die, die an die große Liebe glauben, stellt sich die Geduld als die härteste Probe heraus. Die anderen finden schneller was zum Hacken. Und heute gibts jede Menge digitale Unterstützung bei der Suche nach dem einen oder anderen. Je nachdem halt.

Dieser Artikel (via Geo) thematisiert nachvollziehbar, dass Dating-Apps zwar das Kennenlernen erleichtern, die Suche nach einem echten Partner aber eher erschweren. Leute, ich schreibe bei völliger Ahnungslosigkeit, Dating-Apps sind komplett unbespieltes Gebiet - und ich bin nicht traurig darüber. Mit Sicherheit kann ich aber sagen, dass der Habib und ich auf dem Weg nie zusammengefunden hätten.. ich erzähle ja bereits ein bißchen.... 

Herausgegriffen aus dem Artikel weil gefällig habe ich mir den Vergleich, den Psychologen erstellten, die zum Thema menschliche Entscheidungsprozesse forschen: und zwar dass bei Dating-Apps Menschen beurteilt werden wie ein Fertiggericht nach Zutatenliste und Kalorienangaben - doch wie das Gericht schmeckt, weiß man deshalb noch lange nicht.

 

 

Ein Bild, mit dem ich als Foodie arbeiten kann. Das Auge allein verführt, die Beschreibung gibt eine Vermutung, aber letztlich hilft beim Essen eben wie im echten Leben nur der Selbstversuch, wenn mans wirklich wissen will: nachkochen und mit allen Sinnen ein eigenes Urteil fällen.

Wenn es sehr üsselig draußen ist - so richtig grau, dunkel, regenschwanger, feuchtkalt - dann kann mich das oft dazu animieren, uns eine handgemachte Pasta auf den Tisch zu bringen. Pasta-Schnecken habe ich uns schon lange nicht mehr zubereitet, dabei sind sie eine ungemein bequeme Art, gefüllte Nudeln zu basteln. Godfather aller Pasta-Schnecken bleiben die Krautkrapfen. Diese heutige Zutaten-Kombi ist altbewährt und in meinem Geschmacksuniversum sehr beliebt: Kürbis - Mangold - Ziegenkäse... kann nix mit falsch laufen. Außer, dass ich mich bei solchen Gerichten tendenziös überfresse.


Zutaten 2-3P:

Pastateig:
200g D1050
2 Eier
1 EL Olivenöl
...
350g Mangold
1 kleine Zwiebel
3 Knoblauchzehen
etwas Gemüsebrühe
2 TL Thymian
100g Ziegenkäse, cremeux*
1 EL crème fraîche
Salz, Pfeffer
Olivenöl
....
250g Ofentomaten
250g Kürbis (m: Butternut)*
etwas Gemüsebrühe
Harissa
2 Lorbeer-Blätter
1/2 TL Ras el Hanout
Salz, Pfeffer
eine Prise Rohrzucker
ein Schlückchen Rotwein
...
etwas geriebener Käse zum Bestreuen (m: Tomme de brebis)


Zubereitung:

Aus den Zutaten für den Pastateig einen homogenen Teig kneten, in Folie packen und für mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
 
Die Pasta-Sauce zuerst zubereiten. Dafür den Kürbis schälen und würfeln. In etwas Kokosöl kurz anrösten, dazu auch das Ras-el-Hanout mitrösten, bis es zu duften anfängt. Nun Ofentomaten, Brühe und Rotwein anschütten, Lorbeerblätter dazugeben und bei geschlossenem Deckel weich garen. Salzen, pfeffern, würzen mit Harissa und etwas Zucker. Fein pürieren. Die Sauce sollte cremig sein aber nicht flüssig.

Für die Füllung Mangold waschen, Stiele vom Grün entfernen und getrennt voneinander klein schneiden. Zwiebel fein hacken, ebenso die Knoblauchzehen. Zwiebel in heißem Olivenöl glasig braten, kurz vor Ende den Knoblauch zufügen, dann die Mangoldstiele mit dem Thymian. Ein wenig Gemüsebrühe anschütten, Deckel auflegen und etwa 5min garen. Dann das Mangoldgrün untermischen und weitere 5 min garen Salzen, pfeffern und gewürfelten Käse und Crème zum Mangold schmelzen lassen. Die Flüssigkeit sollte nahezu verkocht sein. Etwas abkühlen lassen.

Ofen auf 190°C (OU-Hitze) vorheizen.
 
Den Pastateig dünn rechteckig auswellen (etwas dünner als für Krautkrapfen) - etwa auf 55cm x 35cm. Die Füllung dünn auf dem Pastateig verteilen. Von der langen Seite aufrollen und in 8 gleichgroße Stücke schneiden

Ca. 2⁄3 Tomatensoße in eine ofenfeste Form geben. Die Nudelrollen hochkant nebeneinander hineinsetzen. Restliche Sauce darübergeben, nun den geriebenen Käse darauf verteilen und mit Olivenöl etwas beträufeln. Im heißen Ofen ca. 20 Minuten backen

 

Anmerkung m: Lieblingskürbis bleibt bei mir der Butternut/ Saint félicien ist eine Käse-Alternative oder eben ein anderer cremiger Charakterkäse/ ich hatte zuletzt noch ein paar tiefgefrorene confierte Kirschtomaten in die Sauce gemischt

 



.Geschwister im Blog-Universum:

 

    ****    mit Käse überbackene Nudelschnecken

  ****    Rotolo ripieno

  ****    Nudelrollen mit Kürbis und Linsen

   ****    Krautkrapfen 

   ****    Zucchini-Krapfen mit confierten Kirschtomaten
 

 

beurteilen: Gemüselaibchen

Samstag, 23. September 2023


Wäre ich später geboren, dann könnte ich mich heute bestimmt unter die zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen (Nation unabhängig) reihen, die an Depressionen leiden. In der Pupertät ist man dünnhäutiger und registriert leichter, wenn im Außen etwas nicht stimmt. Und der Zustand der Erde muss traurig und hoffnungslos machen. Das Deprimierendste dabei ist, finde ich, dass die Probleme menschengemacht sind. Wie ist die Sehnsucht nach *heil* zu stillen?

Andererseits: soooo gemütvoll kommt mir die Mehrheit der Jugend gar nicht vor.

Einleuchtender scheint mir folgende Erklärung, nämlich dass die Gründe für die psychischen Schwierigkeiten zusätzlich physische Ursachen haben können. Richtig gelesen: körperliche Ursachen. In den letzten knapp 30 Jahren wurde in Japan bemerkt, dass die durch psychische Erkrankungen bedingte Verhaltensstörungen bei Kindern deutlich zugenommen hat. Geforscht wurde nun, ob Wasser und Umwelt einen schädlichen Einfluß auf die Menschen nehmen könnten. Denn zeitgleich mit den Auffälligkeiten kamen dort zum ersten Mal eine neue Klasse Insektizide zum Einsatz, die von Japan aus dann ihren Siegeszug über alle Kontinente antraten. Mit der unmittelbaren Folge dass bereits im Jahr darauf das Ökosystem von einem der größten, japanischen Seen zusammenbrach. Neonicotinoide stehen unter Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen, aber vor allem Auswirkungen auf die Entwicklung unseres Nervensystems zu nehmen. Heute weist eine japanische Studie schon in dem ersten Harnstrahl der meisten, japanischen Neugeborenen Neonicotinoide nach.

Aber von vorne. Ich habe die Arte-Doku *Insektenkiller - wie Chemie-Riesen unser Ökosystem zerstören* angeguckt. Sogar 2x hintereinander. Zu gerne wüßte ich, was diese Doku in euch auslöst?! Es ist ja so ungeheuerlich, was man in dieser Doku präsentiert bekommt! Nun ist mein Blog keiner mit nennenswerter Reichweite und ich bin sehr fern davon, Influencer zu sein. Aber als Lehrerin wäre das astreines Unterrichtsmaterial. Er dient nämlich hervorragend als *pars pro toto* - anhand dieses Beispiels (= die Agro-Chemie), läßt sich leicht auf eine Meta-Ebene hochschwingen und ebenso auf andere Bereiche schließen. Man erkennt Prinzipien. Ist etwas wahr, dann ist es nämlich übertragbar richtig. Tatsächlich halte ich diese anderthalb Stunden Film für eine Bildungsmaßnahme im besten Sinn - insbesondere um sich die Kernkapazität *Urteilsfähigkeit* zurückzuerobern.

Meistens hat Mensch ja kaum Möglichkeiten, sich ob der Masse an Informationen, der Flut unterschiedlichster, wissenschaftlicher Studien, eine Meinung zu bilden. Zu komplex alles, im Zweifelsfall *multikausal*. In dieser Doku erhält man einen Überblick über die letzten 30 Jahre Insektizide, mit dem Schwerpunkt auf Neonicotinoide samt ihren Nebenwirkungen, dem *schlimmsten Massensterben der Geschichte -  seit 1990 sind 75% der wirbellosen Tiere ausgestorben mit einem Domino-Effekt in der Nahrungskette wodurch Fische aus den Gewässern verschwinden und Vögel vom Himmel. Ein apokalyptisches Massaker. 

Dafür muss man kein Entomologe sein, dafür braucht man kein Mikroskop, kein Studium, noch nicht einmal einen Schulabschluß, nur Augen im Kopf. Menschen in meinem Alter können aus eigener Erfahrung noch vergleichen. Es ist still geworden auf den Wiesen und im Wald. Ein einziges Wespennest im Treibhaus diesen Sommer. Eins.

Mehrfach habe ich meinen kleinen Artikel nun schon umgeschrieben. Ich habe zusammengefasst, erklärt, mich dafür tiefer mit Neonicotinoide beschäftigt, manche Stellen des Films mehrfach angeschaut. Aber wofür. Ihr seid keine Schulklasse und mich belastet es nur.

Wer sich für unser Biotop interessiert, wird die Doku gucken. Dann bleibt nur eine Erkenntnis. Oder haltet ihr die  Doku für zusammengesponnenen Blödsinn von einzelnen Querschlägern? Jeder Zweifel dürfte doch behoben sein: man hört nicht auf die Wissenschaft, man hört auf das Geld. Und die Gewissheit stellt sich ein, dass sich das nie ändern wird. Wie heißt es zu Beginn: *Die Agro-Chemie setzt mit ihrer Lobbyarbeit die wissenschaftlichen und demokratischen Kontrollsysteme außer Kraft. Im Namen des Profits maßen sich in paar wenige Chemiker und Geschäftsleute an, über Leben und Tod zu bestimmen*. Das unfassliche Artensterben, das Vergiften unseres Lebensraums verantworten einige, wenige Akteure, die mit ihre Finanzkraft Einfluß nehmen auf  Regierungen, Medien und Wissenschaft. Und Beweis ist nicht eine kleine Arte-Doku, Beweis ist leider der Zustand der Erde. Und ab da fädeln sich die Perlen von alleine auf - um im Thema zu bleiben: EU plant Verängerung für Glyphosat-Zulassung um weitere 10 Jahre.

Ich glaube, die größte denkerische Schwierigkeit, um das Prinzip dahinter zu begreifen, besteht in diesem Sprung, den man machen muss: die Leute, die Unrecht tun, wissen dass sie Unrecht tun - sie tun es trotzdem. Aber wenn man sich das mal klar gemacht hat, dann gewinnt man eine innere Festigkeit, die in Zeiten voller Lug und Betrug nicht kostbarer sein könnte. Obgleich man die Dimension und die Tragweite dieser Skrupelosigkeit und dieser Perfidität nie wirklich verstehen wird. Ich kann mich da nicht hindenken. Dennoch festigt sich der Stand, die eigene Haltung, man läßt sich viel weniger verwirren und beirren, läßt sich nicht mehr auf sinnlose und unfruchtbare Diskussionen ein mit Unbelehrbaren, die dem Herdentrieb kopflos und seelenlos folgen.

Hey, und ich habe keine Kinder! Ich muss lediglich aufpassen, dass ich mich in diese Scheiße emotional nicht zu sehr verstricke, muss versuchen Abstand zu halten, meine Jahre noch runterzureißen, die mir gegeben werden und zwischendurch erlaube ich mir kurz wütend und traurig zu sein wegen all der für immer verschwundenen Geschöpfe.



Zwei Zucchini-Pflanzen liefern ab, so dass hier Zucchini weiterhin auf der Speisekarte stehen. Ich könnte wohl eine eigene Ruprik mit Zucchini-Puffer aufmachen. Ein weiteres Rezept wartet auf Veröffentlichung.

Diese hier mit zusätzlicher Karotte und Kartoffeln haben mir gut gefallen. Immer schön, wenn geschmolzener Käse mit ins Spiel kommt, so wie hier im Inneren der Laibchen. Die Fritte stand noch draußen und ich habe dann ausprobiert, ob die Puffer auf diese Weise zubereitet besser werden. Aber nein, die Pfanne hatte sogar die Nase vorn, denn viel Fett benötigen sie nicht.

Ansonsten gilt, was für alle Puffer gilt: die Gewürze verleihen den Geschmack - gut abschmecken ist alles. Und ich mag halt gerne was Frisches wie Salat dazu. Dieser Karottensalat ist einer meiner Klassiker.


 Zutaten 2-3P /10 Stück:

250g Kartoffeln (Salzkartoffeln)
1 Karotte
1 mittlere Zucchini (ca. 500g)
1 Ei
20g Mehl (D1050)
15g Kartoffelstärke
1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
1 TL Paprika
1 TL Cumin
1 TL Thymian
Salz, Pfeffer
1 Mozzarella
Sonnenblumenöl

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in kaltem Salzwasser aufsetzen und gar kochen. Abschütten und ausdämpfen lassen. Mit dem Kartoffelstampfer zerdrücken.

Zucchini groß raspeln, salzen, etwa 5 min ziehen lassen, dann ausdrücken und in die Schüssel zu den Kartoffeln geben. Karotte ebenfalls grob reiben. Alle Zutaten - außer dem Käse - miteinander vermengen (geht am besten von Hand) und gut würzig abschmecken.

Mozzarella in etwa 10 gleich große Scheiben schneiden.

Die Masse grob (für sich) durch 10 teilen. Dann einen guten Eßlöffel auf die geölte Handfläche geben, etwas glatt und breit formen, das Mozzarella-Stück darauf setzen und mit der Gemüsemasse ummanteln. So fortfahren, bis 10 Laibchen geformt sind.

In heißem Sonnenblumenöl von beiden Seiten golden braten.

Inspiration: Asenas Kitchen (YT)

 

was machst du an der welt - tomates farcies

Sonntag, 27. August 2023


An alle, die glauben, man könne die Welt in Einzelteile zerlegen, sezieren und mit dem Kopf das Geheimnis des Lebens entschlüsseln, an diese wende ich mich nicht.

Viel mehr berufe ich mich auf die Gruppe, die einsieht, dass *die Summe unserer Existenz, durch Vernunft dividiert, niemals rein aufgehe, sondern dass immer ein wunderlicher Bruch übrig bleibe * (Goethe). An jene adressiere ich mich, die in der Natur die Schöpfung eines großen Geistes wahrnehmen können und diese Erkenntnis geht einher mit einem Gefühl von Respekt, Ehrfurcht und Demut.

Irren gehört zum Menschsein dazu. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer. Jeder vermeintliche Vorteil birgt ebenso einen Nachteil. Zu jedem Fortschritt gehört auch Verlust von Fähigkeiten. Beispielsweise hat sich gerade bestätigt, dass Apparatemedizin auch Risiken in sich birgt: jede Computertomographie erhöht das Krebsrisiko. Oder als man Kokain entdeckte, wurde es anfangs als Hustenmittel für Kinder in Apotheken verkauft ( s.Arte-Doku Drogen). Bevor überhaupt klar war, ob man es als Medikament überhaupt einsetzen kann, ging es um Money-Making. In erster Linie wird nicht geforscht, ob eine Substanz heilt, sondern ob und wie man damit Geld ziehen kann - auch hierzu diente mir eine weitere Arte-Doku als Gedankengeber, die über Diabetes.

Mehr Geld als mit Drogen kann man mit Waffen verdienen. Oder der Kombination aus beiden. Womit wir bei der Genomforschung gelandet wären. Wenn Molekularbiologen heute über "Leben" schreiben, benutzen sie das Vokabular der Informatiker: Es geht um Codes, Entschlüsselungen oder Programme...Jeder kennt die Metapher von der DNA als *Buch des Lebens*, in dem alles codiert ist. Es scheint heute, als wäre das gängige Wissenschaftssprache, aber dem war nicht immer so. Wie also sind diese Redeweisen entstanden? Erst mit dem Einbruch der Informationstheorie in die Mikrobiologie. Ende der fünfziger Jahre beginne die Erfolgsgeschichte dieser Metapher und eines ganzen Forschungszweiges - so Lily E. Kay in ihrem Buch über Wissenschaftsgeschichte, einen Forschungszweig,  den sie vorsichtig benennt als *militärisch-industriell-akademischen Komplex*. Gleichzeitig wurde in der Wissenschaft ein rein materielles Verständnis von Natur abgelöst durch unser heutiges informationelles Weltbild: Leben als verschlüsselte Information. Spannend, oder?

Darüber darf man sich ruhig Gedanken machen, denn wir leben mittendrin im Zeitalter der synthetischen Biologie. Die ersten Patente der mRNA-Technologie - die zu den Gentherapeutischen Arzneimittel  (GTMP) zählen, da sie wirken, indem *rekombinierte(synthetisierte) Gene* in den Körper injeziert werden - sind nun bekanntermaßen auf dem Markt. Die Menschheit durfte dieser Neuerung nicht nur hautnah beiwohnen sondern Teil davon werden. Offene Fragen inklusive - wie bei allen technischen Neuerungen. In diesem Fall weiterhin unklar: wo genau findet die Aufnahme der Substanz im Körper statt, wie verteilt sich diese im Organismus, wie lange wird ein Spike-Protein gebildet und wieviel davon... Zum Thema *unerwünschte Nebenwirkungen* verweise ich auf  Dr. John Campell, dessen gläserne, offene, wissenschaftliche Arbeitsweise schwer zu widerlegen ist. Weiter will ich darauf nicht eingehen: Information ist eine Holschuld und keine Bringschuld - das hat jeder für sich zu entscheiden, wie tief ihn das interessiert.

Bekannt ist hingegegen, dass die injezierten Spike-Proteine durch Blut, Muttermilch und Sperma weitergeben werden können. Das ist insofern wissenswert, als dass weitere Überlegungen im Raum stehen, sämtliche Impfungen auf mRNA-Technologie umzustellen - sowohl für Mensch wie für Tier. Auch sonst nimmt die Gentechnik rasant an Fahrt auf: die EU will den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft deutlich erleichtern.

Zusammengefasst kann man erkennen, dass sich Mensch nun klüger als die Natur dünkt - worauf ich eigentlich hinaus will. Wir werden Zeuge einer nie dagewesenen Erhebung über die Schöpfung, eine beispiellose Anmaßung gegenüber Gott, einer schrankenlosen Hybris, einhergehend mit einer nie dagewesenen Zerstörung der Natur. Wir glauben allen Ernstes, es besser zu wissen. Wir spielen *Gott* bei größtmöglicher Ahnungslosigkeit, indem wir uns abkoppeln von Naturgesetzen. Wie weit haben wir den Überblick über das, was wir hier treiben?  Wo soll das enden?

Gerne wird geredet über eine Spaltung der Gesellschaft. Und ja, mir wird immer bewußter, dass wir tatsächlich an einer Wegkreuzung angekommen sind, in der sich der einzelne zu entscheiden hat, auf welcher Seite er steht. Da hilft keine Moderation und keine Diplomatie mehr: zwei völlig unvereinbare Geisteshaltungen stehen sich gegenüber, da trennen im Grundsätzlichen ganze Himmel.

Was machst du an der Welt? Sie ist schon gemacht,
Der Herr der Schöpfung hat alles bedacht. (Goethe)
 

Schwere Gedanken - leichtes Rezept. Wir haben dieses Jahr besonders schöne Tomaten. Auch besonders schöne Ochsenherz-Tomaten. Ein schöner Schwung wurde reif und die riefen mir zu: fülle uns und stecke uns in den Ofen. Schnelle, unkomplizierte, leichte Landküche... wie immer.

Die Fritteuse könnt ihr wieder einpacken. Für die Zucchini-Beilage reicht eine Pfanne. Das kann man schon fast kein Rezept nennen, aber es tut der Zucchini ja SO gut, ordentlich Röstaromen abzubekommen. Dafür brät man sie scharf in Fett an und würzt sich anschließend lediglich mit etwas Gewürzsalz. Oder kippt später mehr Öl drauf sowie Minze und Knofi. Eine meiner liebsten Zubereitungsarten für schöne, kleine, knackige Zucchini!

 

Zutaten 2P:

6 coeur de boeuf - Tomaten (m: Sorte *Ananas*)*
60g Couscous
1 TL Ras el Hanout 
2 Lorbeer-Blätter
Gemüsebrühe
Pinienkerne
2 Knoblauchzehen
1/2 Bund Basilikum
1/2 TL Thymian, getrocknet
Harissa
Balsamico-Reduktion
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker
100g Feta
Bergkäse (m: Tomme de brebis)
Olivenöl


Zubereitung:

Für das Couscous in etwas Kokosöl das Ras el Hanout anfangen lassen zu duften, dann Gemüsebrühe samt Lorbeerblätter zufügen und darin das Couscous nach Packungsangabe garen (m: VK-Couscous - benötigt etwas mehr Flüssigkeit und mehr Zeit). Anschließend die Lorbeer-Blätter entfernen.

Die Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne rösten.

Von den Tomaten einen Hut abschneiden, zuerst den Strunk entfernen und dann das Innere mit Hilfe eines Löffels aushöhlen. Den Tomatensaft abschütten (m: und trinken) und gut Dreiviertel des Fruchtfleischs behalten (dabei vorwiegend Kerne aussortieren) und klein schneiden.

In einer kleinen Pfanne in etwas Olivenöl den fein gehackten Knoblauch kurz anrösten, dann die Tomatenstücke zufügen, mit Harissa und Balsamico-Reduktion würzen sowie etwas Zucker und dem Thymian, salzen, pfeffern und einreduzieren lassen, bis die Tomatensauce sämig wird. Das Couscous untermischen und nochmals nachwürzen. Vom Herd nehmen und zerkrümmelten Feta, wie kleingeschnittenen Basilikum und Pinienkerne untermischen. Die Tomaten mit dem Couscous füllen und mit geriebenem Bergkäse bestreuen

Ofen auf 180° (OU-Hitze) vorheizen (kann man aber auch schon während dem Aufheizen reinstellen) und die Tomaten für ca. 15min garen.

*Anmerkung m: die Menge der Tomaten hängt von der Größe ab. Ich habe mich für mittlere coeur de boeuf-Tomaten entschieden - daher 6 Stück. Besser Treibhaustomaten, da die eine deutlich dünnere Haut haben, Tomatendeckel habe ich nicht mitgegart im Ofen... kann man aber machen...

 


Vorpremiere: Veggie-Frikadellos

Donnerstag, 10. August 2023


Heute gibt es mal reine Foodblog-Spielerei. Die Zusammenfassung - Edit 1 - von den Gemüse-Bratlingen steht an. Dabei türmen sich in der Wartehalte die einschlägigen Rezepte nur so. Das ist definitiv ein kulinarisches Lieblingsthema, denn ich werde in keinster Weise müde, mich weiterhin daran auszuprobieren. Oder sie mit viel Lust zu essen.

Diese Veggie-Frikadellos habe ich für die Vorpremiere ausgewählt, weil sie sich für vielerlei Dinge eignen, um solche Buletten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Genau genommen handelt es sich hierbei ja nicht um Gemüse-Bratlinge, sondern es ist ein Versuch, eine Frikadelle ohne Fleisch zu basteln. Viel Gemüse ist nicht drinne. Eigentlich eine Kategorie für sich. Oder eine Unterkategorie. Ihr merkt: ich mach da eine Wissenschaft draus...

Aber derlei Bratlinge sind auch echte Klassiker und anhand dieser kann ich viel verdeutlichen. Ein gutes Pflanzerl ist von der Konsistenz nicht labberig sondern hat Biss. Und: it's all about spices! Aus ein und demselben Rezept kann man unzählige Varianten kreieren - allein durch die Art, wie man sie würzt. Und wir stellen uns ja nicht in die Küche, um irgendwelche Luschen in die Pfanne zu werfen, stimmts?!

Beispiele:

    ---- Landküche: mit frischen Kräutern - Petersilie, Schnittlauch, Estragon, Dill, Korianer...
.
    ---- mediterran: Rosmarin, Thymian, Oregano, Oliven (tapenade), Knoblauch...
.
    ---- Gewürzmischungen: Curry, Ras el Hanout, Baharat, Garam Masala, Cinq Espices...
.
     ---- exotisch: Ingwer, Salzzitrone, Harissa...
.
    ---- schnell & easy: Pesto aller Art

 

Dieses Modell an Frikadello hat uns gut gefallen. Das Grundgerüst stimmt. Dabei kann man sich überlegen, ob es das Soja-Geschnetzelte braucht und man (stattdessen) nicht auf Pilze zurückgreift. Als Alternative etwa.

Das Ursprungsrezept nimmt dafür frisches Brot, das gewürfelt und im Ofen kurz geröstet wird. Dafür wird etwas Wasser zum Quellen dann an die Vormischung aus Brotwürfel und Soja-Geschnetzeltes gegeben. Ich habe dafür komplett getrocknetes Brot verwendet, dass mehrfach (da Vollkorn) mit kochendem Wasser wieder erweicht und dann gut ausgedrückt wird. Die Veganer ersetzen das Ei - noch hat mich seither kein Eiersatz richtig zufrieden gestellt. Meist gibt das Ei einfach einen guten Zusammenhalt.

Damit ihr seht, wie leicht es sich mit solchen Rezepten spielen läßt, habe ich daraus kurz danach überbackene Zucchini gebastelt (dafür die Zutatenliste etwas kleiner geschraubt - geht gut -, geraspelten Käse untergemischt und für ca. 35min in den heißen Ofen geschoben). 

Eine Nasenlänge hat DIE Uridee der Veggie-Frikadelle die Nase vorn, diese nämlich aus Grünkern - dafür sind diese mit Tofu und Brot aber deutlich schneller auf den Teller gebracht.




 Zutaten 2P/ 8 Stück:

30g kleines Soja-Geschnetzelte
50ml Gemüsebrühe
80g getrocknetes Brot*
125g Tofu*
2 Frühlingszwiebeln
3 Knoblauchzehen
(opt. 50g Shiitake-Pilze)
1/2 Bund Petersilie
2 TL Thymian
25g Kichererbesenmehl
20g Kartoffelstärke
(evt. 1-2 EL Semmelbrösel)
1 Ei
1 TL Pimenton dela vera
1 TL Paprika-Pu
1 EL Tamari 
Salz, Pfeffer
Sonnenblumenöl

 

 Zubereitung:

Soja-Geschnetzeltes wie gefordert für ca. 10 min in heißer Gemüsebrühe quellen lassen. Brot (je nach Frischegrad/ Trockenheit) in heißem Wasser einweichen, bis es ganz weich ist und dann gut ausdrücken.

Zwiebeln und Knofi (sowie Pilze) fein würfeln. Tofu zerkrümmeln. Und alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen und würzig abschmecken (eine solche Frikadelle will auf keinen Fall lasch daherkommen!).

Mit feuchten Händen 8 Frikadellen formen und im heißen Öl auf beiden Seiten golden und knusprig braten. 

Anmerkung m: bißchen mehr oder weniger Tofu - egal. 150g funktioniert genaus. Oder 100g...

Inspiration: Seitan is my motor 

 

Geisterfahrer - Glasnudelsalat mit Bulettchen

Montag, 29. Mai 2023


Aus dem Buch *Der Apfelbaum* von Christian Berkel zog ich mir außerdem den Satz *Wo Gefahr droht, erwächst das Rettende auch*. Ein schöner Satz, den ich schon lange nicht mehr gehört habe. Da liegt so viel Trost und Hoffnung. Nur glaube ich leider, dass sich ein Mensch durchaus zu weit - fatal - in Geschehnisse verstrickt haben kann, dass irgendwann ein *point of no return* erreicht ist. Etwa wenn Erbgut ein Mal verändert wurde oder bei chronischen Krankheiten ist das so einfach nicht wieder rückgängig zu machen.

Gerade hörte ich mir einen neuen, spannenden Bericht von Dr. John Campbell an - zum 3. internationalen Covid-Gipfel in Brüssel (auf jeden Fall auch dem weiteren Link folgen zu der zusammenfassenden Konferenz, wo die völlig ungeschminkte Meinung zur WHO laut gemacht wird). Worauf Campbell seinen Fingerzeig dabei richtet, ist mir Bestätigung und kein großer Paukenschlag... ich habe aus meiner Skepsis ja nie einen Hehl gemacht. Aber irgendwie staune ich trotzdem: was die Dimension der Skrupellosigkeit angeht... da reicht mein Fassungsvermögen einfach nicht hin.

Komischerweise hat das Poster hinter Campbell besonderen Eindruck auf mich gemacht, das von der Schafherde, in der ein einzelnes Schaf alleine in eine andere Richtung schaut und darunter steht: turn - look - see. Und irgendwie verhalf mir der Anblick zu der Erkenntnis, dass von der Herde Gefahr aus geht... genau dort, wo man früher einmal Schutz suchte. Mit dieser Betrachtung wurde mir bewußt, dass man in der Herde besser nicht unterschlupft, denn da hat sich gewaltig etwas gedreht. Das ist Teil der neuen Zeitqualität. Wer bis jetzt nicht aufgewacht ist, für den wirds langsam zu spät. Harari (von letztem Post) geistert mir weiterhin durch die Gedanken. 

Er zieht die Social Media Welt als Beispiel für die Spaltung der Gesellschaft heran, in der primitive KI-Tools dafür benutzt werden, dort gepostetes Content zu kuratieren in relevante und irrelavante Beiträge. Harari beschreibt ein auf solche Weise zerrüttetes Amerikia, das über die leistungsfähgiste Informationstechnologie ever verfügt, jedoch mit dem Ergebnis, dass keiner mehr weiß, was er glauben soll: *American citizens can no langer agree who won the last elections, wheter climate change is real or whether the vaccines prevent illnesses or not.* (Amerikanische Bürger können sich nicht mehr darauf einigen, wer die letzten Wahlen gewonnen hat, ob der Klimawandel real ist oder ob die Impfstoffe Krankheiten verhindern oder nicht).

Genauer hingeschaut aber geht der Riss viel, viel tiefer als sich nicht mehr auf die gleichen Informationen einigen zu können: Die Menschheit hat sich geteilt. Und die Wissenschaft kann das nicht flicken. Der Zeitgeist verlangt den individuellen Mensch. Und die Konsequenz dessen ist, dass es für das Einzelwesen katastrophal wird, sich dem Mainstream anzuschließen. Die Masse reißt das Individuum mit ins Stereotype, ins Uniforme, ins Einheitsdenken - weg von sich selbst. Das Individuum hat sich im Gegenteil jetzt bewußt von der Masse abzulösen. Outstanding. Am Rande der Gesellschaft. Der Andersdenker. Der Außenseiter. Der Ausreißer. Der Geisterfahrer. Vorbei die Zeit, in der man sich wohlig in die große Gruppe kuscheln kann. Der Menschheitstraum *alle Menschen werden Brüder* war eh seit jeher die schönste aller Utopien. Aber jetzt, jetzt ist eine ganz neue Qualität an Selbstverantwortung, an Selbstfürsorge von nöten, um seinen innersten Kern zu schützen. Nur mit Hilfe eines gesunden Egoismus wird es möglich, seine Werte bewahren, entfalten und leben zu können. Oberste Priorität wird, auf sich zu achten. Für andere sorgen andere.

*Die Wahrheit ist heilig* proklammierte Tom Hanks gerade in Harvard, als er den Ehrendoktor verliehen bekam. Ebenfalls einer dieser Sätze, die dieser Tage Eindruck auf mich machten. Und genau darum gehts. Was ist dir als Einzelwesen heilig. Daran alleine gilt es sich zu orientieren, daran auszurichten, dahin stur-heil zu streben - mag die Herde drängen, wohin sie will, mögen die Wölfe heulen, wie sie wollen. Stelle dich also der Tatsache: das Individuum ist perse einsam (s. Rilke), dein Heiligtum sei *vor dir selbst bestehen können.*



Mein kleines Küchen-1x1 dreht sich ja gerade um *Pflanzerl* aller Art. Dieses hier habe ich euch bereits vorgestellt: das Pilz-Bulettchen. Sehr olymp-favorisiert. Ich bastle also eine solche Gemüse-Frikadelle der Wahl und dann noch ein bißchen begleitendes Gemüse... voilà, voià, so schnell ist gekocht.

Heute - als Salat-Plus-Gericht - habe ich uns dazu einfach einen Glasnudel-Salat gemacht. Wie kann das nicht schmecken? 

 

Zutaten 2P:

2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer (ca. 2cm)
1 Limette, abgeriebene Schale und Saft
1/2 Bund Petersilie
1/2 Bund Koriander
100g Glasnudeln
1 kleine, rote Paprika
1 kleiner Brokkoli
2 Karotten
2-3 Frühlingszwiebeln
3 EL Sesam-Öl
2 EL Tamari
1 TL Ahorn-Sirup
Chili-Flocken
geröstete, gesalzene Erdnüsse
 

Zubereitung:

Knoblauch und geschälten Ingwer feinst hacken. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden - das Weiße zur Seite nehmen. Mit dem Grün, Knofi, Ingwer ud der Hälfte von Soja-Sauce, Ahornsirup, Limettensaft und -zesten, sowie Sesamöl ein Dressing mixen.

Koriander und Petersilie von den Stängeln befreien und mittelfein wiegen

Glasnudeln nach Packungsanweisung in Salzwasser garen.

Brokkoli über Wasserdampf weich kochen. Möhren mit der Böhrner-Reibe stiften. Paprika mit dem Sparschäler fein von der Haut befreien und in dünne Streifen schneiden.

Im restlichen Sesamöl das Weiß der Frühlingszwiebel und außerdem zusammen mit den Möhren und der Paprika kurz anbraten und mit der anderen Hälfte der Soja-Sauce ablöschen. Nun alles miteinander vermengen und nochmals abschmecken mit Salz und Pfeffer.

Zur Dekoration mit den gehackten Erdnüssen bestreut servieren.

Bruchstück: Pilz-Patties oder Champignons-Pufferchen

Sonntag, 19. März 2023


Hier bei mir stößt man ja immer wieder auf Wissenschaftskritik. Das bedeutet nicht, dass ich per se der Wissenschaft skeptisch gegenüber eingestellt bin. Gar nicht - der Forschungsdrang liegt in der menschlichen Natur. Für nichts anderes sollte Wissenschaft stehen. Meine Kritik bezieht sich vielmehr darauf, dass die Grenzen der Wissenschaft heute gerne außer Acht gelassen werden (ganz mit dem Dalai Lama in diesem Post).

Damit ziele ich vor allem auf das anvisierte Detailwissen, bei dem mir das Interdisziplinäre entschieden zu kurz kommt (um nur einen Post zu verlinken, der das aufgreift: zur Trauma-Forschung). Die unterschiedlichsten Bereiche von Wissenschaften müssten untereinander deutlich mehr im Austausch stehen. Bruchstückhaftes und zusammenhangloses Wissen ist prinzipiell Fehler anfällig. Das ist auch der Grund, weshalb realistisch betrachtet ein Großteil wissenschaftlicher Erkenntnisse auf tönernen Füße steht - man sollte immer damit rechnen, dass neuere Forschung alte Übereinkünfte hinfällig machen könnte. Außerdem gehe ich mit Einstein: *Die Wissenschaft dient der Menschheit am besten, wenn sie sich vorbehält, alle Thesen anzuzweifeln.* Nur auf diese Weise, mit der größtmöglichen hauseigenen Sekpsis, schürft der Forschende tiefer und tiefer. Das gilt im Individuellen wie Allgemeinen (s. Post zum James Webb- Teleskop... ich wiederhole mich)

Selbst den sog. Experten kann die Sicht leichterdings verstellt sein durch fehlende Unabhängigkeit - sei es was die Forschungsgelder angeht, die Parteienzugehörigkeit, der eigene Status... Mache ich es wie so gerne über das pars pro toto - nichts geht über ein anschauliches Beispiel! Hier aus meinem nächsten Umfeld.

Einer Freundin, nennen wir sie Nathalie, setzten schweren Herzrhythmusstörungen zu. Aber in so ausgeprägter Form, dass sie nachts kaum noch zu Schlaf fand. Das wiederum wirkte sich auf ihr Berufsleben aus: sie war nicht mehr in der Lage, ihrer Arbeit nachzugehen, musste krank geschrieben werden. Ebenso litt ihr Alltag als Familie mit drei Kindern sehr darunter, weil sie sich ständig schwach und matt fühlte. *Ich sah mich schon den Rest meines Lebens damit beschäftigt, mein Herz beim Stolpern zu beobachten*, seufzte sie. Drei unterschiedliche Kardiologen suchte sie auf - Termine, auf die zu warten waren - und keiner konnte ihr wirklich weiterhelfen. Der letzte Herz-Spezialist riet ihr trotz Ungereimtheiten dennoch zu einer Operation am Herzen.

Nathalie verfolgte in ihrer Not das Prinzip der Streuung: sie redete in alle Richtungen über ihre Probleme. Im Telefonat mit einer Freundin erwiderte diese, Momentchen, sie lese gerade die Biographie von Orphray Winter (das ist immer die Stelle, an der ich beim Erzählen kurz mal fassungslos den Kopf schütteln muss - WER bitte, liest denn die Biographie von Orphray Winter, dieser amerikanischen Talkshow-Moderatorin und Multi-Millionärin????? Vermutlich die gleichen, die nach der Biographie von Michelle Obama greifen.... tsss, andere sind anders, echt!). 

Nun, also um den Faden wieder aufzugreifen, in dieser Lebensgeschichte werden ähnliche Symptome mit einer ähnlichen Odysee beschrieben. Kurz und gut: wenige Tage später maschierte Nathalie mit exakt diesem Buch zu ihrer Gynäkologin mit den Worten:*Auf Seite 154 finden Sie die Ursache für meine Beschwerden* (Seitenzahl erfunden) - ein hormonelles Problem, das auf die Menopause zurückzuführen ist.

Jetzt machen rund die Hälfte der Weltbevölkerung Frauen aus und eben diese 50 Prozent durchlaufen in der Mitte ihrer Lebensjahre auch diese hormonelle Umstellung, genannt Menopause. Nix riesig Seltenes. Oder anders gesagt: man steht auf einem Wissens-Gulli. Stand 2023. Einen Schuldigen hat man bereits gefunden: es liegt am männlich geprägten Blick der Wissenschaft. Immer gut, einen zum draufhauen zu haben - das lerne ich ja gerade. Aber vielleicht liegts auch an mangelnden Forschungsgeldern. Ist es nicht so, dass Medizin heute vor allem Money bringen muss. Oder aber wie erkläre ich mir sonst *den Megatrend in Health-Care-Aktien zu investieren*? Im Falle meiner Freundin Nathalie entkam sie nur knapp und auf wundersame Weise (Orphray sei Dank) einer Herz-OP. Und mit ein paar Tabletten, die ihre hormonellen Schwankungen ausgleichen, steht sie wieder voll im Leben. Helden-in-Weiss-Geschichten gehen anders.

 


Thematisch passen die Pilz-Pufferchen sehr gut dazu, denn soetwas wie *ein Spezialgebiet* kennt ein Pilz nicht. Ganz in Gegenteil, die unterirdische Vernetzung der Pilze untereinander sucht seinesgleichen, so dass auch gerne von Wood-Wide-Web als Vergleich gesprochen wird. Und nicht nur dass Pilze unter sich stehen auf große Entfernungen in Kontakt, nein, sie tauschen sich ebenso mit ihren umgebenden Pflanzen aus - ein sehr spannendes Thema (sehr schön dazu *Spektrum - Die vernetzte Welt der Pflanzen*)

Kulinarisch bieten Pilze eine schöne Abwechslung zum Kohl. Diese Pufferchen habe ich nun wiederholt gemacht, weil sie einfach ausgesprochen lecker sind bei prima Konsistenz. Sie sind gar so gut, dass sie unter den Patties gut unter die Top 5 gelangen. Ich stelle euch demnächst hier mal ein Ranking zusammen. 

Hier an diesem Teller seht ihr, wie ich mindestens ein Mal pro Woche gerne koche: ein Stew (immer ein bißchen anders), Gemüse-Pufferchen dazu, Salat, Gemüse - fertig. Bon, das hier ist jetzt die Sonntagsaussagabe.


Zutaten 4 Stück/2P:

250g Champignons
1 kleine, rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
20g Sonnenblumenkerne
20g Haferflocken
30g Semmelbrösel
2 EL Petersilie
2 EL Tamari
1-2 TL Harissa
(oder wahlweise: 1 TL Dijon-Senf)
Salz, Pfeffer
(optional: Workshister-Sauce)

 

Zubereitung:

Pilze putzen, klein schneiden und in einer heißen Pfanne einige Minuten ohne Öl braten - zur Seite Stellen und abkühlen lassen. Zwiebeln und Knofi fein würfeln und in Öl glasig dünsten.

Petersilie etwas kleiner hacken, dann sämtliche Zutaten in einen Hexler geben und solange mixen, bis die Masse bindet - als nicht zu Mus pürieren, sondern darf noch etwas Struktur haben, soll aber eine homogene Masse bilden. Gut würzig abschmecken.

Mit feuchten Händen Puffer formen, auf Backpapier setzen und im Kühlschrank ca. 20-25min ruhen lassen.

Die Pufferchen lassen sich gut in Öl in der Pfanne braten, für größere Patties kann man auch den Ofen anschalten:  bei 200°C ca. 20-25min braten - davor diese von beiden Seiten mit Öl bepinseln.

Inspiration: Elephantastic Vegan

Anmerkung m: Für Patties in einen Burger würde ich sie deutlich größer formen - wohl doppelt so groß (die Zutatenmenge reicht dann in diesem Fall für 2 Patties) und dann auch eher im Backofen zubereiten. Bisher immer als Puffer zubereitet.