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Donnerstag, 14. Januar 2021

Veganuary - eine Auswahl meiner liebsten veganen Rezepte

 

Wenn ich durch deutsche Supermärkte wandere, dann staune ich über die schier endlosen Kühlregale voll veganer Produkte. Offensichtlich ein riesiger Mark - zumindest in Deutschland. Allein im ersten Halbjahr von 2020 stieg der Absatz von Fleischersatzprodukten um 37% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Neueste Marktforschungsberichte prognostizieren dem globalen Markt für vegane Lebensmittel eine jährliche Wachstumsrate von 11,4%. Gut oder nicht gut?

Also nicht ansatzweise hat dieses Angebot seinen Weg seither ins französische Outback gefunden. Und wißt ihr was: es fehlt mir überhaupt nicht. Von Beginn meiner *Kochkarriere* war mein Ziel, uns so weit es geht von allen industriellen Zusatzstoffen fern zu halten. Die Natur soll unser Ernährer sein - so das Wunschdenken, so das angestrebte Ideal.

Erstaunlich finde ich in dem Zusammenhang, dass ein Unternehmen wie die Rügenwalder Mühle erstmalig mit seinem Veggie-Fleisch mehr Umsatz macht wie mit seiner Wurst. Dabei sind diese Produkte sogar meist teurer wie die Wurst und der Verbraucher ist dennoch bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Versteht mich nicht falsch. Ich weiß auch, warum ich auf Fleisch verzichte. Aber mir wäre viel lieber, wir könnten als Gesellschaft in mehr Tierwohl investieren und nicht in eine neue Industrie-Marketing-Branche. Wenngleich deren Umsatz 2019 (85,1 Millionen Euro) immernoch sehr gering ist im Vergleich zur Fleischproduktion (40,1 Milliarden Euro - was ein Wahnsinn!!). Ob man nicht endlich von dem Tierelend wegkommen kann? Gibt es denn in den Demokratien von Europa dafür keine Mehrheit unter den Menschen?

Nur zu gut kann ich den moralischen Ansatz nachvollziehen, warum sich mehr und mehr Menschen vegan ernähren. So als resignierter Mahatma-Protest. Dabei glaube ich immernoch, dass im Kleinen Mensch und Tier gut miteinander leben können, wenn nicht maßgeblich der kapitalistische Gedanke seine Auflagen oktroyiert. Aber was schreibe ich... das wissen wir doch alle...

Unser Frühstück ist bereits seit Jahren vegan und auch mittags versuche ich uns mehrmals die Woche rein pflanzlich zu kochen. Gerne unterstütze ich daher mit ein paar Vorschlägen aus meinem Fundus die Initiative #Veganuary

 

(Liebe Lara, gerne wäre ich deinem Wunsch nachgekommen und hätte die Fotos mit ihren Rezeptetitel versehen, aber leider verreißt es mir dann völlig diese Art der Auflistung, an der ich gerne festhalten möchte)

 









Kommentare :

  1. Was für eine supertolle Auflistung, so viel Inspiration... Danke liebe Micha!
    Ich kanns gar nicht glauben, dass der Jänner schon wieder zur Hälfte rum ist!?
    Alles Liebe!

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    1. Meine Hoffnung, Maria, ist ja, dass ich LeserInnen mit dieser Auflistung dazu anstifte und anregen kann, vegane Gerichte das ganze Jahr auf den Tisch zu bringen. Ansonsten finde ich, geht dieser Januar nicht gerade rasent schnell rum...

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  2. Vielen Dank für die wunderbar inspirierende Auflistung. Wenn ich mit der Maus über das jeweilige Foto fahre, wird unten am Bildschirm der Titel zum Rezept angezeigt. Viola :o)
    LG Marion

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    1. Monika!!!, wo warst du, als mich diese Zusammenstellung an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht hat???? ;O) Danke für deinen Hinweis - wie gut, dass du unter meinen LeserInnen bist!

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  3. Liebe Micha,
    Du sprichst mir aus dem Herzen! Da ich im Lebensmittelbereich tätig bin, weiß ich, mit wieviel Aufwand und zum Teil auch nicht deklarierungspflichtigen Hilfs- und Zusatzstoffen vegane Ersatzprodukte hergestellt werden. Das klingt für mich zum einen nicht immer gesund (das ist keine wissenschaftliche Feststellung, nur meine persönliche Empfindung), zum anderen halte ich vieles für schlicht überflüssig. Dazu muss ich natürlich gestehen, dass wir weder Veganer noch strenge Vegetarier sind, uns aber überwiegend vegetarisch ernähren. Wenn ich aber im Sommer (oder irgendwann mal wieder auf einem Weihnachtsmarkt 🙈) Lust auf eine Bratwurst habe, dann esse ich die, bevorzugt Bio. Aber ansonsten kann man mit Gemüse und Hülsenfrüchten so viele leckere Sachen kochen, dass ich keinen Bedarf an veganer Streichwurst oder veganem Wurstsalat habe! Das Einzige, was bei uns gelegentlich ins Haus kommt, ist Hafermilch.
    Vielen Dank für die schöne Zusammenstellung und Euch ein wunderbares Wochenende!
    Liebe Grüße, Sylke

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    1. Du bestätigst nur mein Empfinden, Sylke, und zwar von professioneller Seite ;-)! Mir kommts vor, als würde man den Teufel mit dem Belzebub austreiben wollen - wie mans macht, macht mans irgendwie falsch. Mir fällt Walther Benjamin ein, der in seiner Rezension zu Goethes Wahlverwandtschaften von einem *Schuldzusammenhang allen Lebenden* schrieb. So ganz entkommt man den elendigen Seiten des Zeitgeists nie!

      Und was bin ich froh, dass Hafermilch Gnade vor deinen Strengen Augen gefunden hat: die zusammen mit Mandelmilch konsumieren wir zum Porridge nämlich regelmäßig. Ansonsten fällt mir jetzt auch kein *veganes Produkt* ein, dass wi konsumieren...
      ein schönes WE euch, liebe Sylke mit herzlichen Grüßen!

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  4. Das muss dringend hier mal gesagt werden: Du machst wirklich wunderschöne Foodfotos! Die machen mir ja regelmäßig dermaßen Appetit! Und auch deine Naturbilder sind oft kleine Kunstwerke!
    mit den besten Wünschen für einen schönen Sonntag :-), Sonja

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    1. Das ist einer dieser Kommentare, liebe Sonja, den ich mir am liebsten rahmen und an die Wand hängen würde :) Merci beaucoup!

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  5. Liebe Micha, so schnell kommen hier neue tolle Beiträge, so dass ich - vor allem derzeit - nur "hinterher kommentieren" kann. Aber ich weiß ja, dass dich die Kommentare dennoch erreichen und du sollst wissen, dass ich natürlich eifrig mitlese und dir voll zustimme! Ich wollte dir nämlich letzte Woche bereits schreiben, dass wir - vor deinem Beitrag - die "Würstchen" zum genialen Ketchup endliche mal ausprobiert haben und die sind wirklich ein neuer Liebling, die ich öfters machen werde - hab gleich wieder Tempeh bevorratet. Total gut fand ich den Schwarzkümmel da drinne! Klitzekleine Anmerkung des Lektorats ;-) - mich wunderte das angeblich so andere Mengenverhätnis des Originals und drum guckte ich nach und es sind tatsächlich im Oroginal durchaus 160g und nicht 120g. Aber 200g ist eh viel praktischer, weil wir Tempeh hier mit 200g Einwaage haben.
    Viele Grüße aus der wunderbar verschneiten Winterwelt hier! Hannah

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    1. Kochen ohne Dreisatz ist möglich aber bedeutend schwieriger ;) - hatten wir beide es nicht sogar schon darüber wie unverzichtbar diese kleine, mathematische Hilfe in der Küche ist? Er ist auf jeden Fall das Mittel der ersten Wahl, um sich Rezepte zu eigen zu machen: nach Vorliebe und den Mitessern am Tisch! Schön, dass du noch zum Kochen und sogar Bloglesen kommst! Viele liebe Grüße zurück nach einem endlich mal wieder sonnigen Tag!

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  6. Liebe Micha, natürlich spreche ich dir nicht deine Dreisatzkünste ab! Lediglich die Angabe 120g stimmt nicht. Nicole arbeitet mit 160g, was du ja auch als Basis deiner Dreisatz Berechnungen genommen hast. Mit den angeblichen 120 wäre das Mengenverhältnis ein anderes. Oder hakt ein Denkfehler in meinem Stillhirn und ich sollte im Zahlenraum über 4 einfach nix denken bzw. die Klappe halten? Eeeegal - es schmeckte prima! Herzlich, Hannah

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    1. ich schaue mir bei Gelegenheit das Rezept nochmals genau an, Hannah, es ist einfach zu lange her und zu viel andere Rezepte seither dazwischen... vielleicht sogar mache ich die Würstchen einfach wieder - Zeit zum Kochen haben wir ja gerade alle mehr als genug... und geschmeckt haben sie sowieso...

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    2. Liebe Hannah, es ist prima, wenn du lektorierst - denn leicht haben sich Fehler eingeschlichen. In diesem Fall aber hatte ich extra in der Anmerkung dazu geschrieben, dass ich das Rezept auf meine Bedürfnisse umgemodelt habe und daher u.a. mit 200g Tempeh gearbeitet habe(um eben keine Reste zu haben). Ich hoffe, du kannst nun das nächste Mal ganz beruhigt die Würstchen wieder machen - entweder mehr nachdem Original oder mir ;O)

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  7. Ich bin ein Glückspilz. Da beginne ich Ende Dezember v.a., aber nicht nur wegen des jüngeren Sohns, der zum Veganer wurde, fast täglich vegan zu kochen, und dann wird auf meinen Lieblings-Foodblogs der Veganuary ausgerufen - wie gerufen, also! Vielen vielen Dank für die vielen Rezepte! Eine Bitte hätte ich dabei noch: am Bild neben dem Hutzelbrot ist etwas wie Linsen-Köfte zu sehen - die Verlinkung führt aber nicht zum Blogbeitrag, sondern nur zum Foto. Wäre es möglich, noch den Link mitzuteieln, das würde ich mich sehr freuen! Liebe Grüße und merci aus Wien, Irmi E.

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    1. Du bist süß, Irmi! Wer so zauberhaft frägt, dem versuche ich doch umgehend alle Wünsche zu erfüllen - Link ist korrigiert! Danke fürs Aufmerken! (für den Notfall hättest du hier auch in der Suchmaschine gucken können - aber das ist nun ja nicht mehr nötig ;)

      Und viel Spaß beim Eintauchen in die vegane Küche - wenn du dabei über ein Rezept stolperst, das dir besonders gefiel, dann bin ich jederzeit offen für Anregungen! Ja, ich freue mich immer über schöne Rezepteideen... also für den Fall der Fälle, dann rennst du bei mir offene Türen ein - nur her damit!
      liebe Grüße zurück nach Wien!

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  8. Tausend Dank - zu allem Überfluss auch noch ein Grillrezept - Hurra! Seit drei Jahren haben wir einen Garten gepachtet, somit ist Grillen ein beliebter Fixbestandteil des Lebens geworden :-)

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