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Jahresrückblick 2019

Sonntag, 29. Dezember 2019

Um ein Blog über lange Zeit aktiv zu halten, müssen - wie im richtigen Leben - viele Dinge zusammenkommen. Ein paar Ideen für zweidrei Posts reichen bei weitem nicht aus. Abgesehen von einer inneren Motivation, braucht es stimmende, äußere Umstände, beziehungsweise eine gewisse Grundstabilität der Lebensverhältnisse. Ich könnte es ebenso ein Rundum-Sorglospaket nennen. Denn alles Lebendige ist seiner Natur nach sehr fragil (und eigentlich ist es erstaunlich, dass man mit diesem Wissen so unbedarft vor sich hinleben kann).

Unabdingbar - wie zu allem - ist Gesundheit und Friede. Auf allen Ebenen. Also kein Leid und keine Plagen, kein Stress, keine finanziellen Sorgen, keine psychischen Beeinträchtigungen (Streit, Trennung, Nachbarschafskollegenfamilienzerfereien ect. pp.), keine Naturkatastrophen, politische Unruhen, keine Großprojekte, die allen Aufmerksamkeit abziehen, keine Unruhen egal welcher Art, die stürmische Wellen schlagen... ihr versteht wohl...

Bloggen ohne die Inspiraiton meines Habibs kann ich mir nicht vorstellen - er ist das leuchtende Herz meines Lebens, ein stetig sprudelnder Quell an Anregungen und mit ihm als Gegenüber ziehe ich viel Energie, sodass genug übrig bleibt für Nebenher-Bloggerei als launige Spielerei. So lange ich (weiter)blogge, so lange ist meine Welt in Ordnung. 

Gleichzeitig halte ich es dabei ganz mit Deutschlands einzig wahrem Chansonier Reinhard Mey, der sagt: *Ich schreibe sie (die Lieder), weil ich Lust habe, mir etwas von der Seele zu schreiben. Ich entdecke jeden Tag neu.* Tja, und genauso halte ich es mit dem Bloggen. Das tue ich in erster Linie aus reinem Selbstbezug, nämlich für mich selbst. Ich wollte schon immer Schreiben (zum 6.ten Blog-Geburtstag erzählte ich darüber) und je mehr ich mich im Formulieren übe, umso mehr mühe ich mich um Klarheit. Das tut mir gut, das bringt mir mehr Lebensqualität. Bref: am meisten profitiere ich selbst von meiner Bloggerei. Und nebenher verschönert das Kochen das Zusammenleben mit dem Habib nachwievor um ein kleines Quäntchen.

*Le roi est mort, vive le roi* - *Das Bloggen ist tot, es lebe das Bloggen*. Ich stimme Julia zu in ihrer Wahrnehmung, dass Bloggen out ist. So what? Was hat das mit meinem eigenen Schaffensprozess zu tun? Meine Aufrufzahlen sind seit Jahren konstant. Selbst an Tagen, an denen ich nichts Neues veröffentliche (= Foodblog-Vorteil). Kontinuität statt Wachstum. Nix womit man in Zeiten von Turbo-Kapitalismus angeben könnte. Aber deshalb zum heißen Scheiß Insta wechseln?

Was will ich machen: Insta ist nun mal nicht meine Welt. Das ist Quickie-Konsum. Das ist - sorry - der Straßenstrich des Internets. Haufenweise Laufkundschaft. Joh, iss ja gut, etwas übers Ziel geschossen, ich rudere ja direkt zurück (schließlich will ich selbst - in diesem Bild bleibend - ja auch kein Edel-Bordell sein ;-). Was weiß ich schon von Insta? Diese Plattform wurde nicht für mich erfunden, weder als Follower noch Betreiber: ein paar Fotos versehen mit Hashtags, die Inhalte finden sich schlecht bis überhaupt nicht wieder und nur der aktuelle Beitrag erhält Aufmerksamkeit. Das ist mir entschieden zu schnelllebig, zu fern meiner eigenen Werte und Gruppenbildung (sprich: community) war noch nie mein Ding.

Außerdem habe ich mich nach 8 Jahren Bloggerei hier schön eingegroovt. Bon, etwas weniger häufig in der Frequenz, aber nachwievor bin ich mit Freude dabei. Warum also etwas ändern wollen?



Womit wir kurz und knapp beim Jahresrückblick rausgekommen wären - samt 19 ausgewählten Lieblingsbildern daraus:


° was noch als Versäumnis aussteht: zwei Beiträge zu unserem Thailand-Aufenthalt, und zwar der über Pabuk sowie der Esoterik-Hochburg Koh Phangan - eigentlich so gut wie fertig...eigentlich.

° was war mein Lieblingsgericht: ohhh, da kann ich mich stets schlecht entscheiden, liebe ich doch alle meine Kinder. Aber die Moussaka war weit vorne, der ADORE-Teller, das Birk-Curry und die Spinat-Krapfen

° was habt ihr dieses Jahr besonders oft aufgerufen: aus diesem Jahr DAS Börek und Zorras Zucchinikuchen und all time favorites: meine Linzer (es hilft also stetig mit allen Körperteilen in eine bestimmte Richtung zu wedeln) und der Apfel-Mohn-Kuchen mit Buttermilch

° was neu ist: die Ruprik *Pro Centum* und *Paris ist weit weg* - werde ich beibehalten, machen mir beide Spaß

° was ich als Event wenigstens ab und an geschafft habe: 12 von 12

° was ich als Ruprik öfters füllen will: *Was schön war...* - was war der Garten eine Pracht im Frühling!

° was war einer der Beiträge, die mir besonders wert sind: eindeutig der über Polarität

° was ich zum ersten Mal machte: mir über ein Thema tiefere, zusammenhängende Gedanken über mehrere Posts hinweg, nämlich über das Klima

° was ein freudiger Austausch war:  der mit Mady und Danny bei # zu Tisch mit...

° was ich besonders viel gekocht habe dank Bomben-Ernte: Zucchini - und dadurch habe ich SO viel neue tolle, Rezepte entdeckt

° was dieses Jahr als Tradition leider ausfiel, weil das echte Leben alle Energie benötigte: Ideen für die Festtagsmenu - die Maultaschen wären auf jeden Fall darunter gewesen


Was schön war #3

Freitag, 6. Oktober 2017


Schon seit unserer Rückkehr aus Iran wartet diese kleine Begebenheit auf die Veröffentlichung. Sie paßt hervorragend in die Rubrik *Was schön war* ausgehend von Maximilian und Anke - zu denen ich bereits diese und jene Anekdote beigetragen habe.



Der Habib öffnete die Tür zu einem kleinen Barbier-Geschäft. Der Herr Coiffeur ist hochgewachsen und dünn und trägt eine Diego-Maradona-Gedächtnisfrisur: viel Fokuhila, viel Locke und noch mehr Gel. Selbst das Goldkettchen um den Hals fehlte nicht. Ich bin erleichtert, dass sich der Habib dort nur rasieren lassen will. Wer weiß, mit welchem Haarschnitt ich ihn anschließend wieder in Empfang genommen hätte...

Ich wollte währenddessen in Shiraz ein paar Besorgungen machen: drei-vier Äpfel, vielleicht einen Granatapfelsaft trinken, aber ganz bestimmt wieder einen Schwung von diesen sensationellen Pistazien - best ever. Auf breiten Gehwegen lief ich an Einzelhandelsläden vorbei, die sich wie Perlen einer Kette aneinander reihen und die so unzählig sind wie Sand am Meer. Das eint - zusammen mit einem irren Auto-Verkehr und vielen einkaufenden Menschen - alle iranischen Stadtbilder. Auch, by the way, dass nirgendwo Obdachlose und Penner zu sehen sind.

Auf einmal gleicht sich meinen Schritten ein junger Iraner an. Er hält dabei jedoch eine gute Armlänge Abstand. Im Gleichtakt laufen wir nebeneinander her. *Hello Misses*, sagt er ohne mich richtig anzusehen. *Hello Misses? Wasn das?*, denke ich und drehe mich zu ihm. Er hat eine Einkaufstüte in der Hand. *Where are you from?* *Ach so, die Nummer* denke ich (wir sind bereits drei Wochen in Iran): *âlmânī hastam*, antworte ich: *And you?* (soviel Höflichkeit muß sein). *From Shiraz*, meint er mit schiefem Griensen.

Wir laufen weiter. Pause. Er schaut mich unsicher an. Er nuschelt leise etwas. Ich sage: *Pardon?* Weitere Schritte. Ich verstehe ein gewispertes *You and I?* (Ähhhh????) Ich wiederhole:*Sorry, I don't understand you*. Wieder entsteht ein kurzes Schweigen. Er holt Luft und  sagt immmernoch sehr leise (möglicherweise?): *I love you*. (Bitte???) *What?* Ich schaue ihn irritiert an: *I REALLY DON'T UNDERSTAND YOU* dabei betone ich jedes einzelne Wort, wie man das eben so macht, wenn man Gehör wie Verstand seines Gegenübers anzweifelt.

Er nimmt erkennbar inneren Anlauf: *You and I... Sex?* Ich lache. *Ernsthaft?* frage ich ihn und lache noch mehr. (Tssss, WITZIG!!!). Ich bin richtig erheitert: *Vermutlich jetzt gleich?* hake ich nach und kichere in bester Stimmung. Seine Wangen verfärben sich leicht, und er beschließt, dass nun der Zeitpunkt zum Abgang gekommen ist. Nicht ohne höfliche Verabschiedung: *Goodbye, Misses* sagt er, bevor er mich verläßt und mit ausladenden Schritten die Straße überquert. Ich bin immernoch erheitert, als ich bei unserem Pistazienhändler angelangt bin...

Ich sollte hinzufügen, dass ich selbst unter einem Schleier die Ausstrahlung einer Rakete habe - männerfressender Vamp total. Nicht. Genau dieses Wissen machte unser Intermezzo so lustig. Es ging gar nicht um mich. Es ging noch nicht einmal ums Abschleppen. Der Kleine wollte nur spielen. Der junge Perser wollte lediglich mal ausprobieren, wie das so geht mit der *sexuellen Freizügigkeit*, von der er so viel gehört hat und sich so gar nicht vorstellen kann - großgeworden, wie er nun mal ist, in einem Land, in denen die Geschlechter noch weit auseinander gehalten werden (bon, der Wandel der Zeit steht auch im Iran vor der Tür - Stichwort *Whatsapp*). Ich stammte offensichtlich von dort, wo sexuelle Monogamie bereits ausgerottet ist, bref, das Mekka für alle Testosteron geplagten Frischlinge. Und ich war lediglich ein Testlauf, ob ein Anhüsteln à la *Ähhhm-Hello-Sex* funktionieren könnte. Hätte ich ihm geantwortet: *What? Sex? Hell yeah! Where are we going!?* - ich verwette mein Hinterteil, das Jüngelchen wäre schreiend davon gerannt... 


Und Kinners, jetzt mal ehrlich, ist das nicht schön, wenn sich wegen derartigen Kinkerlitzchen keine Mißverständisse ergeben?



Was schön war #4: Om

Montag, 6. August 2018


Ganz für mich alleine stehe ich mit den Füßen im klaren Wasser. *Ohhhhmmmm* rufe ich und meine Lippen vibrieren leicht elektrisiert aufeinander. *Ohhhhmmm* rufe ich ein zweites Mal und ich höre wie das *Ohhh* tief und rund meiner Brust entsteigt. *Ohmmmm*  rufe ich ein drittes Mal und  die Gervanne gluckert und gluckst und übergurgelt alle Geräusche. Ich merke wie ich innerlich lächle ohne dass sich mein Gesicht dazu bewegt. Alles ist im Einklang. Alles ist gut. 

Oha, jetzt kippt sie esoterisch vorneüber, sorgt ihr euch. Aber ich bin noch nicht fertig. Denn drei Minuten nach meinem Om-Trompeten tauchen drei Rehe auf um am Bach zu trinken. Micha, die Rehflüsterin! Tssss, höre ich mein imaginäres Publikum machen und die Augen verdrehen. In einem Film wäre diese Szene eindeutig drüber, weil zu sehr auf die Eins: Jahaaa, wir habens ja kapiert. So wie Maximilian bereits über die Überzogenheit der Realität stoplerte - aber die scheut sich nun mal überhaupt nicht, plakativ zu sein.

Und ich erzähle meine kleine *Was schön war*- Geschichte nicht, um mich zur hellsten Leuchtboje am Firmament zu machen, nein, sondern weil ich in dem Augenblick gestaunt habe. Mehr über mich als über die Rehe. Denn ich kenne den Weg bis dahin höchstpersönlich. Hätte mir DEN Moment jemand mal vorher gesagt. Damals als gar nichts gut war. Damals als junge Frau mit eckigen Bewegungen, und der Neigung, schnell und leicht 180° im Schatten anzuzeigen, einem Mund, der begann schräg zu stehen, manchmal zitternd ängstlich und besorgt, zutiefst verunsichert, unausgefüllt, mit einem entschiedenem Hang zum Betäuben und einen Wimpernschlag davon entfernt, freiwillig aus dem Leben zu gehen... Das glatte Gegenteil von Ommm...

Wie sehr Leben umschlagen kann. Und zwar nicht immernur zum Nochschlechteren sondern auch zum Guten. Meine große Erkenntnis: nirgendwo liegen Fluch und Segen so nahe beeinander wie in einer Beziehung - in ihr liegen verborgen Gesundwerdung oder Krankheit, Heimat oder Gefängnis. Der Habib ist (m)eine Himmelsgabe. *Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand und wie wäre der möglich ohne Liebe* sagt mein Goethe. Für mich beinhaltet diese Aussage auch die Verbindung nach drüben - aus freien Stücken.

Eines weiß ich heute ebenfalls: dieses so hart errungene Selbstwertgefühl, welches nur nach innen zeigt und nicht mehr abhängig ist von außen, dieses Vertrauen in mich selbst, das werde ich mit allen Mitteln, die mir zur Verfügung stehen, zu verteigen wissen: mit der Gerissenheit eines Schakals und der Verschlagenheit einer Hyäne, mit der Durchtriebenheit eines Koyoten und der Arglist eines Krokodils, mit dem Mut eines Bären und der Angriffslust eines Nilpferdes, mit der Aufmerksamkeit einer Antilope und der Entschlossenheit eines brünstigen Hirsches... iss klar, was gemeint ist. Das lasse ich mir nicht mehr wegnehmen - das ist mein von nun an sorgsam gehütetes Leben, mein Tresor. Darüber werde ich auch nicht mehr reden: es soll nur all jenen Mut machen, denen wie mir einst das Om im Hals stecken blieb...




an meiner geheimen Badestelle am Biberdamm

was schön war #5

Dienstag, 30. Oktober 2018


*Sascha konnte Bogen spucken und mit beiden Ohren zucken* summe ich innerlich altes deutsches Liedgut aus der schulischen Musikfrüherziehung vor mich hin, während Sascha auf meinen Knien sitzt. Puppenhafte drei Monate alt, mit einer bereits beachtlichen Mähne auf dem Kopf, gewirbelt in einen angedeuteten Seitenscheitel, und Pausbacken mit magnetisch anziehender Wirkung. Es ist nicht zu verbergen, dass ich mich direkt verknallt habe, als Helene, seine Großmutter, ihn mir in die Arme drückte, um auf dem Markt einige Besorgungen zu machen. Halb schläfrig, halb selbstvergnüglich blickt Püppi Sascha in die Welt und ringt allen, die uns passieren, ein Lächeln ab. Nun bin ich ja nicht verrückt auf alle Kinder - schließlich sind auch Babys nichts anderes als Menschen... nur halt im körperlichen Anfangsstadium - aber den hätte ich so wie er ist eingepackt und mitgenommen. Hyper-mignon! Hach, so als Kinderlose mal kurz glucken und Hütetrieb ausleben -  endorphiner-Schluckauf-Modus total und glasklar etwas für den Sampler #was schön war.

Überhaupt mochte ich den Moment mitsamt seiner Szenerie. Wir befinden uns nämlich in einem unserer beiden Lieblingscafés der Drôme: zwei historische Kreuzgewölbe, die Renovierung der Räume stagniert halbgar, mit neuer (noch Rigips umplatteter) Sitz-Toilette, jawohl, wobei die vorherhige weiterhin bestehen bleibt: drei sich drehende Stufen führen vorbei an einem kleinen Waschbecken zu dem erhöht liegenden, winzigen Plumpsklo. Ein Hauch von Improvisation umweht ebenso die selbstgeschmiedete Theke.

Betritt man das Café, hängt links (leicht schief - was solls...) ein Kunstdruck. In Aquarell sieht man einen schwermütigen Tim auf einem Barhocker mit seinem Struppi zu Füßen. Darüber zeigt eine runde, einfache Uhr mit spiegelverkehrtem Ziffernblatt die aktuelle Stunde an. Dafür drehen ihre Zeiger gegen den Uhrzeigersinn. Der Wirt - fast so groß wie rund und von ausgeglichenem Naturell - sammelt leidenschaftlich Comics und wäre prädestiniert für eine Professur in diesem Bereich. Unzählige Hefte, ja ganze Serien, füllen die vielen Regale. Wenn er etwas erzählt, dann baut er sich gerne auf wie ein kleiner Junge, der - Achtung, Achtung - etwas zu verkünden hat. Als Aushilfe vertritt ihn manchmal eine wunderschöne Mulattin mit finsterer Mine. An den wenigen guten Tagen umweht die Andeutung eines Lächelns ihre Mundwinkel, wenn sie *Bonjour* sagt.

Wie ich so über das Café schreibe, wird mir erst bewußt: es  könnte direkt einem John Irving-Roman entsprungen sein. Dieser Hauch Groteske in unbeschönigtem aber warmen Realismus. Dieses Publikum! Diese Mischung! Es klingt wie erfunden.

An der Bar sitzt ein Araber mit sinnlichem Mund, der Djembé unterrichtet. Dann kommt ein Rastafari mit dicken Zöpfen bis zu den Kniekehlen (die möglicherweise Mikroorganismen beherbergen) und der bei allen Fragen zur Elektrik zu Rate gezogen wird. Hinten in der Ecke kauert auf ihrem Stammplatz die weintrinkende Bettlerin, ausgemerkelt mit schlechtem Teint. Ihre Krücke lehnt hinter ihr an der Wand. Doch ihre Aufmachung verrät, dass sie die Hoffnung auf Begegnung nicht aufgegeben hat: die Haare geföhnt, ein femininer Rock, etwas Rouge.

Vom ebenso kleinen Barbier- und Friseurladen schräg gegenüber trinkt der Coiffeur mit italienischen Wurzeln seinen Café. Altersbedingt müsste er schon längst in Rente sein. Er trägt einen völlig aus der Mode gekommenen Arbeitskittel, der möglicherweise nie in Mode war. Sein Händedruck ist einzigartig: angenehm zart und fest in einem. Dann ist da noch der Engländer mit der futuristischen Beinprothese, bei dem man genau hinhören muss, wenn er redet: es klingt nach englisch, aber es sind französische Vokabeln. Etwas weiter der Fonctionnaire, äußerst gepflegt, wenn er lacht, dann kleppert seine Kehle abwärts über kleine hölzerne Bodenwellen. Die Zeitung des Cafés ist immer bei ihm auf dem Tisch zu suchen..

Nicht zu vergessen: Helene - eine Erscheinung! Ich nehme sie immer sofort wahr, obwohl sie von zierlicher Gestalt ist. Ihren Kleidungsstil bewundere ich: eigenwillig, selbstverständlich, schlicht, ungewöhnlich. So wie sie - er unterstreicht ihre freiheitsliebende Künsterseele, ihren Schöngeist. Gerne würde ich so altern wie Helene, mit dieser Ausstrahlung. Sascha, ihr Enkelsohn, passt wunderbar zu ihr.

Das Café bietet wenig Raum, am Markttag findet man oft nur schwer einen Platz, aber es wird zum Treffpunkt unterschiedlichster Menschen, für die das Mit-und Nebeneinander so selbstverständlich ist, dass es weder auffallend noch nennenswert erscheint. Eine Welt in der Welt...


was schön ist... #9

Sonntag, 8. Mai 2022

 



 

zuhause...

 

Und wenn die Welt morgen untergeht, dann pflanze ich heute noch einen Baum! Kinners, genau das muss doch der Spirit sein! Weil sonst....

Hey, nichts leichter als im Mai zufrieden zu sein. Jedes Jahr aufs Neue erkläre ich dem Habib, dass der Mai nicht von ungefähr DER Monat ist, in dem am meisten geheiratet wird. Hoch-Zeit, pfhhhh, die stellt sich im Mai von ganz alleine ein. Also mitten im satten Grün, mitten in der Natur. Das Schöne springt einem regelrecht mitten in die Sinn. Aus diesem Grund mal wieder #was schön ist/ war.

Diesen Frühling gab es bereits verschwenderisch viele Primeln. Dann ebenso viele Schlüsselblumen. Und viele Blumen haben die Tendenz storchenbeinige Hochgeschosse zu werden. Die Iris gehen mir locker bis zu den Hüften, ja bald Brusthöhe - und ich bin immerhin aufgerundet 1,80 groß.

Ach, Maienwiesen - ich hatte es davon - sie rufen den Faun in mir wach. Und die Mageritensträuße, die ich mit einer Hand nicht umschließen kann, begleiten mich seit meiner Kindheit durch den Frühling. Alterslose Momente, die alles vergessen lassen - Blumenstraußmeditation! Gerade steht ein Vase auf dem Tisch mit Mageriten dazwischen ein bißchen wilder Salbei, Rotklee und rosafarbender Esparsette. Daran kann ich mich erfreuen!

Schön auch weiterhin die Stimmung im Dorf. Eier, die vorbeigebracht, Blumenzöglinge, die weitergereicht werden und nicht zu vergessen: tailler une bavette, ein kleines Schwätzchen muss immer drinne sein! Echt, einfach schön!

Und das Akkordeon-Konzert vor der Bürgermeisterei. Himmel, war ich aufgeregt. Mir schwebten schon französische Chansons begleitet von Akkordeons vor (j'adore!). Gut, die Realität war dann modernes Theater mit starkter Schlagseite zur Performence - nichts was mich zum Klingen bringt, un peu dommage, mais bon, *Sehen und Gesehen werden*. Wir nehmens im Dorf, wie es kommt - alleine diese Haltung hilft, zufrieden zu sein.

Nicht zu vergessen, die Nachtigallen nachts. Einer DER Gründe, warum man den Frühling auf GAR KEINEN FALL in der Stadt verbringen sollte. Gibts ein schöneres Hintergrundgeräusch zum Schlafen als singende Nachtigallen? Direkt über unserem Kopf brüten Meisen im Holzbalken. Die Kinder wecken uns morgens mit ihrem hungrigen Gezwitscher. Lange dauerts nicht mehr, bis die erste Brut flügge ist.

Schmetterlinge flattern wieder vor die Linse - so entspannend ihnen mit dem Foto hinterherzujagen. Und seit letztem Jahr werden Raupen gesammelt, damit Metamorphose nicht nur ein Wort bleibt, sondern stetig vor Augen gehalten wird, was auf diesem Planeten möglich ist. Zwei *kleine FüchseÜ sind bereits mit Brennnesseln im Glas. Und selbst wenn der Mai ein arbeitsreicher Monat im Garten ist, Zeit für meine Passion, Heilkräuter zu sammeln, finde ich immer. Vieles liegt schon zum Trocknen aus. Aktuell blüht der Weißdorn. Und nicht nur der.

Die Wildorchideen, mein Tick, stehen wiesenweise voll - üppiger als sonst, den Kopf höher gereckt, so wie alle anderen. Es werden bestimmt noch mehr Fotos folgen. SO schöne Blumen!

Sehr schön, sehr wohltuend auch, Gleichgesinnte zu finden, Ähnlichdenker. *Täglich hören wir von neuen Katastrophen, dabei hat unser Verstand Kapazitätsgrenzen. Dagegen hilft, und das ist auch okay so: Nachrichten ausschalten, Picknick machen – und Tiere betrachten* schreibt Sibylle Berg in ihrer Spiegel-Kolumne. Das habe ich bereits sehr ähnlich formuliert. Wobei mir das Gemüt wichtiger ist als der Verstand, mit dem Frau Berg wohl manchmal etwas zu viel arbeitet. Ansonsten sowas bei Sibylle: wer etwas Grün zum Durchatmen braucht, Weite und Stille und vielleicht eine Entscheidungshilfe, für welches Team er in Zukunft spielen will, den heißen wir bei uns gerne Willkommen, der darf bei uns friedlich mit ein- und ausatmen!

Cosy-Einkaufen: Sauerampfer-Bällchen mit Gemüse-Sauce

Sonntag, 26. April 2020


Was schön war - fange ich so an - war mein Gespräch mit einem Mitarbeiter von *La Vie Clair*. Und dabei war das seither ein Geschäft, in dem ich gar nicht eingekauft habe. Aus dem schlichten Grund, weil *La Vie Clair* eine Kette ist, und ich lieber den Einzelhandel unterstütze. Crest, unsere nächste Kleinstadt, hat nämlich außerdem zwei kleinere, privat geführte Bio-Läden und vor allem in einem von beiden war ich bis dahin Stammkundin. Meine eigentliche Anlaufstelle hat aber seine Türen mit Covid geschlossen und nimmt nur noch Online-Bestellungen entgegen. Wer nicht für einen Wert von 60 Euro einkauft, bezahlt 5 Euro Dienstleistung. Und in dem anderen Bio-Laden bin ich letzte Woche rausgeworfen worden, weil ich wagte, lediglich Waren für etwa 8 Euro mitzunehmen und dann auch noch bar zahlen wollte.

Ich komme also ins *La Vie Claire*und atme die gute Atmosphäre ein. Es läuft ruhige, heitere Musik, das ganze Team ist in entspannter Stimmung. Wie eine kleine Oase. Das hatte ich diesem Mitarbeiter das letzte Mal schon gesagt, wie sehr ich das schätze. Zufällig kamen wir in dieser Unterhaltung auf den Laden, in dem ich zuvor als Kundin abgelehnt worden war, und er erzählte mir, dass seine Freundin dort arbeiten würde, und ihr Chef (derjenige welcher mir die Tür gewießen hatte) auch für die Belegschaft in unerträglichem Maß angespannt sei. Wir redeten dann weiter über seine Erfahrungen mit der Kundschaft im allgemeinen. Es würde von Woche zu Woche anstrengender, meint er, weil die Menschen offensichtlich zunehmend unter Druck geraten. Sie hätten Angst, sie hätten Sorgen. Er wiederum habe keine Angst vor dem Virus, er habe Angst vor den Menschen. Wir versichterten uns gegenseitig, wie wohltuend so kleine, freundliche, zugewandte, zwischenmenschliche Lichtblicke sind. Er führte mich anschließend von sich aus zur Frisch-Hefe, heute morgen hätten sie ein Päckchen bekommen. Von den vier übrig gebliebenen Würfel legte ich  dankbar einen in die Tasche. Erst jetzt fiel mir auf, dass er auf den Wangen erste Anzeichen von trockenen Ekzemen hatte. Das kenne ich. Bin ich innerlich aufgeraut - etwa wie Ende letzten Jahres - kämpfe ich auch mit solcher Haut.

Mehl bleibt weiterhin Mangelware. Ebenso übrigens - und das gab es in diesem Maße noch gar nie - Samentütchen. Alle entdecken ihren Garten neu.

Für den Markteinkauf absolvierten wir wieder den gleichen Parcours-Lauf wie die Woche zuvor um ebensoviele Stände wie Polizei. Immerhin mit einer Neuerung. Da man ja nur in eine Richtung über den unübersichtlich Fußballfeld großen Markt Slalom laufen darf, hat man keine Chance, sich einen Überlick zu verschaffen. Nun - das ist die Neuerung - muß man sich nach einem Rundgang nicht erneut außen am Eingang anstellen, sondern darf - ohne wieder über Los zu müssen - seitlich vorbei eine weitere Runde drehen. Es hat was von versteckter Kamera. Von den ansässigen Gemüse-Produkteuren war dieses Mal kein einziger vertreten - nur Bio-Großmarkt. Und teilweise mit Preisen! Hätte man mir vor Jahren gesagt, dass ich mal klaglos ein Kopf Blumenkohl für bald 8 Mark einpacken würde - ich hätte mir mit dem Zeigefinger an die Stirn getippt...

Ehrlich gesagt: ich kam bedrückt nach Hause. Einerseits erleichtert, wieder daheim zu sein und gleichzeitig bemüht, die viele, schlechte Schwingung abzuschütten. Man wird ja so feinfühlig, so ausgewildert und ausgenüchtert wie wir sind. Wir setzten uns mit einem Caro und mitgenommenen Croissants auf die Terrasse in der Sonne. Und das hier im Outback! Vermutlich haben wir keinen blassen Dunst, worüber wir seufzen. Andere haben ganz andere Sorgen. Wie Bernard, der fast angefangen hätte zu heulen, als wir ihn getroffen haben. Seine kleine Chocolaterie seht kurz vor dem Ruin. 

Aber, was will ich machen, ich v-e-r-m-i-s-s-e meine Wochenmärkte, das Gemüse selbst auswählen zu dürfen und zwar bei meinen gewohnten, wöchentlichen Marktständen. Und ich vermisse mein geliebtes, südfranzösisches Flair beim Café-Trinken unter Spatzen. Ich vermisse, einfach losmarschieren zu können, und mich über Maienwiesen kugeln zu können. Ich vermisse, Blumensträuße für unsere Feriengäste zu richten, das Lustwandeln auf Pflanzenmärkten im Frühling, die beginnende Flohmarktsaison...

Wie konnte das nur passieren, dass von unseren liebgewonnenen Gewohnheiten außerhalb unseres Zuhauses nichts mehr übrig geblieben ist? Wir tun so, als müßten wir lediglich ein paar Tage auf dem Kalender durchstreichen, und dann erhalten wir unsere Normalität zurück. Dabei wissen wir, dass es unser altes Leben so schon gar nicht mehr gibt. Dieses zeitgleiche, weltweite, anhaltende Großereignis wird Rückkopplungen auf alle Schichten unserer Gesellschaft haben, die ich mir mit meinem Erbsenhirn noch nicht mal ansatzweise ausmalen kann. Es fällt mir schwer, loszulassen. Ich trauere ...


Sauerampfer passt heute gut, oder? Den habe ich schon als Kind geknabbert, wenn wir über die Wiesen gestreunert sind. Gekocht verliert er von seiner Säure - zumal ich aus unserem Kräutergarten nur die jungen, hellgrünen Blätter verwende - sodass er die Knödelchen würzt ohne aufdringlich zu sein.

Zutaten 2P:

400g Kartoffeln, am Vortag gekocht
120g Mehl (m: D1050)
1 Ei
1 kleine Zwiebel
40g Sauerampfer, von den Stielen befreit
Salz
Muskatnuss-Abrieb

2 Stangen Lauch
1/2 Paprika, grün
1 EL Crème fraîche
100g Kürbis (oder Karotten)
200g Gemüsebrühe
1 Schuß Weißwein
1 EL Crème fraîche
Salz, Pfeffer
1 Pr Zucker
1 Stich Butter

Zubereitung:

Die kleingewürfelte Zwiebel in der Butter glasig dünsten, kurz vor Ende den feinst gehackten Sauerampfer zufügen und kurz mitbraten. Kartoffeln schälen, fein pressen, mit dem Mehl vermengen. Restliche Zutaten sowie die Schnittlauch-Röllchen untermischen und kräftig abschmecken (Kartoffel braucht entsprechend Salz). Aus dem Teig etwas kleiner als Tischtennisball große Knödel formen. Reichlich Salzwasser zum Sieden bringen und die Knödelchen darin garen - fertig sind sie, wenn sie an die Wasseroberfläche steigen. Abschöpfen und warm stellen.

Gleichzeitig den Lauch putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Den Kürbis klein würfeln, ebenso wie die mit einem Sparschäler geschlte Paprika. Butter in einer Pfanne erhitzen und den Porree darin anschwitzen ohne Farbe annehmen zu lassen. Kürbis und Paprika zugeben, kurz mitbraten, dann mit Weißwein ablöschen. Mit Gemüsebrühe aufgießen, salzen und pfeffern und die Prise Zucker zufügen. Bei milder Hitze weichgaren - zuletzt die Crème unterrühren.

Die Gemüse-Sauce zusammen mit den Sauerampfer-Knödelchen servieren.



was (trotzdem) schön war #8

Freitag, 28. Mai 2021


In meinem Umfeld sammeln sich Geschichten von müden Indianern. SEHR müden Indianern. Eine Freundin, die als Sozialarbeiterin tätig ist und bereits nach dem 1. Lockdown von einer Verdoppelung der Inobhutnahmen berichtete, dabei selbst seit über einem Jahr vier eigene Kinder im Home-Schooling betreut, ist nun am Ende ihrer Kräfte angelangt: massive Herzrhythmus-Störungen. Eine andere Freundin, Lehrerin mit Grundschulkind, beschreibt ihren momentanten Zustand so: ich könnte das komplette Wochenende im Bett verbringen, so erschöpft, so antriebslos fühle ich mich. Ein schwer erkrankter Freund steht seine lange Reha durch, ohne dass er dabei besucht werden darf - er hält sich wacker. Und der Vater einer Bekannten beendete seine Therapie im Krankenhaus vorzeitig, weil er die Isolierung nicht länger ertrug. 

Meine virtuelle Welt trauert um Lee (speakupforlee), die ich zusammen mit ihrem Ex-Freund Max gerne begleitete, wie sie im selbstausgebauten Bus u.a durch Mexico getingelt sind (Lee & Max). Ich schaue ja gerne Menschen zu, die neugierig sind und sich aufmachen, die Welt zu entdecken. Nun hat sie sich mit 28 Jahren das Leben genommen. Bereits von Depressionen geplagt, so war 2020 ein besonders hartes Jahr für sie - wie ihre Freunde, mit denen sie zuletzt im Van durch Marokko reiste, offenbarten. Hübsche, sensible, junge Lee.

Wir werden alle - jeder auf seine Weise - gerade mehr oder weniger geprüft. Die Welt ist aus den Fugen und findet nicht zu Frieden und Harmonie. Deshalb notwendiger denn je: *Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechenden Unglück schütze*. Denn ja: *Wenn die Prüfungen des Lebens kommen, wirst du deine ganze Energie brauchen, um sie zu bestehen*





Das Sammelsurium ähnlich gearteter Geschichten scheint jeden Tag anzuwachsen. Und mir wird bewußt, dass - abgesehen von einigen Hängern - ich Glück habe, am Rande der Welt zu wohnen. Hier werden wir umschlungen von einem grünen, sonnigen, blühenden und üppigen Mai, der es einem leicht macht, das Schöne zu entdecken, während in die Nase der Duft von frisch gemähten Heu steigt! Genau deshalb will ich heute davon eine Prise zurück in die Welt schicken - ein trotziges #was schön war:

 

* meine Wiesen-Blumensträuße aus Margeritten und Esparsetten, die so dick sind, dass ich sie mit Daumen und Zeigefinger nicht gebündelt bekomme

 


* diese meine Lieblingswolken, die auf Halbmast hängen, wattig-bauschige Wolken, in denen sich Wolkenbilder von alleine finden, wenn man rücklings in einer Wiese liegt und nach oben schaut - dabei eine unglaublich klare Luft, die die Schönheit unserer Fernsicht aufs Maximale poliert

* unsere Rosen, die beginnen zu blühen. Und die Thymian-Felder. Und....

* die neuen Lichterketten auf den Terrassen, weil der Habib weiß, wie man mir eine Freude macht, weil ALLE mit Lichterketten von allein in Stimmung kommen, weil Lichterketten schöne Momente noch schöner machen

* Mitfreude: zwei Dörfer weiter gewinnt die Bäckerei mit ihrem 16 jährigen Auszubildenden den Preis für das beste Croissant Frankreichs! Hey, nicht Paris, nicht Lyon, ein kleines, pupsiges Dorf in der Drôme macht das beste Gebäck, das als Sinnbild für ganz Frankreich steht. Wir platzen ja schier vor Stolz!

 




* Geselligkeit, das Zusammenrücken auf dem Markt, die Sehnsucht an der Gesellschaft wieder teilzunehmen (sie lässt mich an die grandiose Brecht-Aussage denken: *Die Tatsache der menschlichen Einsamkeit macht Feindschaft zum unerreichbaren Ziel*), das Lächeln, das von Café-Tisch zu Café-Tisch wieder ausgetauscht werden kann: *la vie est belle!*

* Wildkräuter-Sammeln - Sammeln ist ja SO entspannend. Das letztjährig, angelegte Kräuterbeet entwickelt sich prächtig. Die Kamille hat wunderbar gestreut!

* Juchhu, Oo de lally: Erdbeer-Zeit

 



* geträumt, ich schwimme in glasklarem Wasser unter orangenen Fischen: dieser Moment, in dem man kopfüber untertaucht, durch das Wasser gleitet, schwerelos, getragen, ein anderes, ein leichteres Zuhause, und ich fühlte mich dabei ja sowas von wunderschön und frei in meinem weißen Badeanzug (würde ich direkt als Traum-Abo nehmen!)

*Nachtrag: heute (30.05) sind verspätet unsere Wildbienen wieder eingetroffen, sehnlichst erwartet: Bienvenue - herzlich Willkommen in den Steinmauern des Hauses und im Garten!

* Feriengäste verabschiedet, die wieder Kraft und Energie gesammelt haben, die wieder Atem schöpfen konnten und die ganze C-Kacke verdrängen! Und: man konnte es den Gesichtern ansehen - SEHR schön!